Neue Erkenntnisse aus der Naturheilkunde

Wed, 15 Aug 2007

Parkinson durch Pestizide?

Bisher beschränkte sich das Wissen über die Parkinson Krankheit lediglich auf das Zusammenspiel altersbedingter degenerativer Veränderungen und genetischer Faktoren. In einer kürzlich erschienen Studie konnten Wissenschaftler nun einen Zusammenhang zwischen der Entstehung der Erkrankung und dem Einsatz von Pestiziden beobachten.

Die Untersuchung betrachtete dabei die Gesundheitsdaten von Feldarbeitern, die großen Mengen Pestiziden ausgesetzt waren. Dabei zeigte sich, dass die Anzahl der Erkrankten im Verlauf der Studie anstieg. Nach Meinung des Wissenschaftlers Doktor Freya Kamel stehen Pestizide im Verdacht, den Dopaminhaushalt zu beeinflussen. Dopamin leitet als Neurotransmitter Impulse zwischen den Nerven weiter. Sterben die Gehirnzellen ab, welche diesen Botenstoff herstellen, tritt in der Folge die Erkrankung mit den dafür typischen Symptomen wie Muskelstarre, Muskelzittern oder Bewegungsarmut auf.

Schon in früheren Studien ließen sich ähnliche Zusammenhänge beobachten. Aus diesem Anlass verkündete das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Stellungnahme, dass es vermutlich zwischen beiden Faktoren eine Verbindung gibt, jedoch ist die Ursache für die Entstehung der Erkrankung unbekannt. Neben einem möglichen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und Parkinson Krankheit ließen sich in anderen Studien bei Personen mit häufigem Pestizidkontakt darüber hinaus DNA-Schäden feststellen. Solche Schäden können unter anderem einen Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen haben.

Daher mahnen Verbraucherschützer bereits zur Vorsicht. Denn wie sich eine regelmäßig hohe Aufnahme von pestizidgedüngtem Gemüse und Obst langfristig auf die Verbraucher auswirkt, ist noch ungeklärt. Aus Italien und Spanien importierte Ware ist in den letzten Monaten des Öfteren durch die hohe Konzentration an Schadstoffen aufgefallen. Im Schnitt ist die Belastung, den Untersuchungen des Landes Baden-Württemberg zufolge, doppelt so hoch wie bei inländischem Gemüse und Obst. Daher warnte das Bundesland in den vergangenen Wochen wiederholt vor dem Verzehr von Gemüse wie beispielsweise Paprika aus Spanien.

Ein weiterer Risikofaktor könnte die Kombination der einzelnen Pestizide darstellen, selbst wenn diese unter den Grenzwerten liegen. Wer generell lieber pestizidfreie Lebensmittel zu sich nehmen möchte, dem bieten sich als Alternative Produkte aus dem biologischen Anbau an.
http://www.example.com.test/example/725.html


Verbessern Heilpflanzen das Leben Demenzkranker?
Die Heilpflanze Ginkgo biloba kann die Versorgungssituation von Demenzkranken sowie die Lebensqualität der Betreuer verbessern, berichtet die Ernährungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V. aus Aachen.

In einer Kohortenstudie wurde der Nutzen von Ginkgo-biloba-Extrakt EGb 761® hinsichtlich der Lebensqualität für Betroffene von Demenz sowie Angehörige und deren Behandlungskosten untersucht. Als Untersuchungsgrundlage dienten die Daten von 638 leicht bis mittelschwer dementen Patienten im Alter von 65 bis 80 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Demenzkranken sowie die Pflegenden eine positivere Grundstimmung aufwiesen. Ferner verlangsamte sich das Fortschreiten der Erkrankung bei gleichzeitig geringeren Kosten (1).

Untersuchungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellen hingegen den Nutzen und die Wirksamkeit von Ginkgo bei Demenz in Frage. Das Institut kritisiert die widersprüchlichen Ergebnisse, die unzureichende Datenlage sowie die zum Teil schlechte Qualität der Studien.

Der Extrakt des Ginkgo biloba wird aus dessen Blättern sowie den Samen des Ginkgobaumes gewonnen. Die Substanz besitzt eine antioxidative, neuroprotektive sowie durchblutungsfördernde Wirkung. Grund hierfür sind vermutlich die in der Pflanze enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, wie Flavonoide und Terpenoide. Darüber hinaus kommt der Pflanze eine Bedeutung in der Behandlung von Arteriosklerose sowie Steigerung der Gedächtnisleistung zu.

Aufgrund der veränderten Altersstruktur der modernen Gesellschaft stellen Untersuchungen bezüglich der Verbessung der Lebensqualität älterer Menschen einen wichtigen Blickpunkt dar. Dabei sollen nicht nur die wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen der Älteren im Mittelpunkt stehen, vielmehr sollte das Ziel ein aktiver, geistig vital gestalteter Lebensabend sein.

Literatur:
(1) Heinen-Kammerer T., et al.: Versorgungssituation von
Demenzerkranken kann durch Ginkgo biloba verbessert werden,
MMW-Fortschritte der Medizin Originalien Nr.III/2005 (147.Jg.), S.
127-133
http://www.example.com.test/example/2590.html )


Radikale als Helfer

Bisher haben wir die Freien Radikale ausschließlich als "böse Buben" dargestellt. In Wahrheit sind sie wie ein Messer mit doppelter Klinge. Ihre zerstörerische Potenz wird nämlich vom Abwehrsystem auch eingesetzt, um gegen Bakterien, Vieren und defekte Zellen vorzugehen ...Ob der Körper nun eine Infektion, defekte Zellen oder gar Krebszellen bekämpft, die Vorgehensweise ähnelt immer einem heftigen Artilleriebeschuß, bei dem auch die eigenen Truppen etwas abbekommen können. Chemisch gesehen ist es eine Gratwanderung zwischen Oxidation feindlicher und Reduktion eigener Linien, ein heikles Bemühen um Gleichgewicht zwischen Radikalbildung und Radikalfang. Systeme, in denen sowohl Reduktionen als auch Oxidationen stattfinden, nennt man Redoxsysteme. So wurde inzwischen festgestellt, daß bestimmte Faktoren zur Verschiebung des Redoxpotentials führen können, Faktoren, von denen wir lange nicht wußten, daß und wie sie das Gleichgewicht so nachhaltig zu unseren Ungunsten, also in Richtung Radikalbildung, verschieben können. Zu diesen Faktoren gehören: falsche Ernährung, Genußmittel, extreme Lebensbelastungen (Streß Sonnenbäder), chronischer Schadstoffanfall, Erkrankungen Medikamente u. v. a. Bedauerlicherweise wird bis heute der therapeutische Nutzen dieser Erkenntnisse geradezu sträflich vernachlässigt. Mit allen Folgen. So setzt man bei der Therapie Medikamente ein, deren Hauptwirkung mit einer unangenehmen Nebenwirkung erkauft werden muß, einer gesteigerten Radikalenbildung. Nun gehen Erkrankungen ohnehin schon mit einem enormen Anstieg der Radikalbildung bzw. Oxidationen einher, und der Organismus bräuchte dringend Radikalfänger, um das Gleichgewicht wieder herstellen zu können. Statt dessen heizt der Arzt durch ein Medikament die Radikalbildung oftmals noch weiter an ... Während sich die Freien Radikalen durch eine Vielzahl von Ursachen (von Streß bis Smog) allgemein drastisch vermehrt haben, ist zugleich das Angebot an Radikalenfängern (Nährstoffen) gesunken. Die Auswirkungen sind verheerend und führen auf lange Sicht zu Verfall und vorzeitigem Siechtum. Würde man rechtzeitig seine Nährstoffaufnahme erhöhen und die Anhäufung von Freien Radikalen reduzieren, bliebe einem vieles erspart, was heute fatalistisch als unumgänglich hingenommen wird. Nach aktuellem Kenntnisstand müßten Alterungsprozesse und Krankheiten keineswegs so gravierend unser Leben behindern, wie es augenblicklich noch der Fall ist. Beides ließe sich bis auf ein (wahrscheinlich) unvermeidbares Maß reduzieren. (Dr. med. Bodo Kuklinski / Dr. med. Ina van Lunteren)
http://www.example.com.test/example/3115.html


Zitate

Weder Krankheit noch Gesundheit ist zufällig. (Adelle Davis)
Von oben betrachtet, kann man drei Arten von Küchen erkennen: Die erste pflegt die Herstellung von Speisen und heißt ganz einfach Küche, die zweite analysiert und vereinfacht die Elemente und heißt Chemie, die dritte könnte man Reparaturküche nennen, und diese Küche heißt Apotheke.
(Brillat-Savarin)

Gesundheit ist ein Geschenk, das man sich selber machen muß. (Bodo Werner)
Was änderte sich auf dem Teller der Deutschen seit dem Beginn der Industrialisierung vor 200 Jahren, daß es zu derart schweren gesundheitlichen Auswirkungen kommt? Eine Vielzahl verschiedener Nahrungsmittel, mit denen wir uns lebenswichtige Nahrungsinhaltstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelemente, sowie Ballaststoffe und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe zuführen,
verschwanden nach und nach vom Speiseplan der Menschen in Deutschland.
(Annelies Furtmayr-Schuh)

Unfreiwillige Massenexperimente der Völker: Der einfachste und beweiskräftigste Weg wäre es natürlich, durch Experimente am Menschen selbst den Nachweis zu erbringen, daß bestimmte Krankheiten durch künstliche zusammengestellte Kostformen, denen bestimmte Wirkstoffe fehlen, entstehen. Aus naheliegenden Gründen verbietet sich dieser Weg. Unfreiwillig beteiligen sich aber Millionen von Menschen in den zivilisierten Staaten an solchen Massenexperimenten, ohne daß sie die
geringste Ahnung davon haben. (Dr. med. M.O. Bruker)
Giftige Amalgambestandteile (das sind Quecksilber, Silber, Zinn, Zink und Kupfer als reine Metalle, die eigentlich alle in der Metallform für den Menschen giftig sind) werden aus den Zahnfüllungen messbar freigesetzt. Sie werden von Körper aufgenommen und in verschiedenen Organen abgelagert. Die Hauptquelle für die Quecksilberbelastung des Menschen sind Amalgamfüllungen. Auch nach der Amalgamentfernung verbleibt das Quecksilber im Nervensystem. Dort und in schlecht durchbluteten Geweben baut sich eingelagertes Quecksilber ohne eine richtige Entgiftungstherapie praktisch nicht mehr ab. Es gibt kene echten Grenzwerte für Quecksilber. Auch niedrigste Mengen (beispielsweise in Impfstoffen!!) können zu schweren Krankheiten führen. Zudem vervielfacht sich die Giftwirkung im Zusammenspiel mit den anderen Schadstoffen aus Amalgam, Nahrung, Luft und Wasser. Die Amalgambestandteile beeinflussen den Zellstoffwechsel u.a. duch die Blockade vieler Enzyme und können deswegen noch nach Jahren und Jahrzehnten viele Symptome und Krankheiten verursachen oder mitverursachen. Durch das Ausleiten der Gifte - und neuerdings kann man das auch aus dem Nervensystem ausleiten - wird die Gesundheit stabilisiert oder werden Heilungen erzielt, die von Patienten und Therapeuten oftmals als ganz erstaunlich eingestuft werden. (Dr. med. Joachim Mutter)

Der in den reichen Industrienationen herrschende Überfluß an Makro-Nährstoffen wie Kohlen-hydraten, Proteinen und Fetten in der Nahrung hat zur irrigen Annahme geführt, daß die Menschen damit auch mehr als aus reichend Mikronährstoffe zu sich nehmen. Die Grundstoffe sind in der Tat so überreichlich vorhanden, daß sie zu einem Problem wurden. Hinsichtlich der wirklich wichtigen Substanzen herrscht jedoch vielfach eine Unterversorgung. An Kalorien ist der reiche Weltbürger über-, an essentiellen Nahrungsbestandteilen jedoch mangelernährt. Problematisch ist vor allem der übermäßige Verzehr oxidationsanfälliger Fette bei einem gleichzeitigen Defizit an Antioxidanten. Die möglichen Spätfolgen können Herz-Kreislauf- Beschwerden Arteriosklerose, Diabetes, Gicht u.a. sein. Ziel einer gesunden Ernährung muß demnach werden, das ungünstige Verhältnis von Fetten zu Antioxidtanten umzukehren. (Dr. med. Bodo
Kuklinski / Dr. med. Ina van Lunteren)

Die Orthomolekularmedizin erhält und fördert die Gesundheit und behandelt und heilt Erkrankungen, indem sie die Konzentration von Stoffen verändert, also steigert oder verringert, die normalerweise im menschlichen Körper vorhanden und die für unsere Gesundheit unentbehrlich sind. (Linus
Pauling)
Je "entwickelter" die Gesellschaft, desto höher ist der Zuckerkonsum, desto mehr von diesem Zucker wird industriell verarbeitet. (Annelies
Furtmayr-Schuh)
Es gibt nichts, was die Menschen lieber erhalten möchten und weniger pflegen, als ihre Gesundheit. (Jean De La Bruyere)

Das sich das "metabolische Syndrom" und alle dazugehörigen Krankheiten wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Gicht und Gallensteine, die alle Wegbereiter der Arteriosklerose sind, über so viele Jahre innerhalb der Bevölkerung so ungehindert ausbreiten konnten und lediglich mit einen riesigen Medikamenten- und Geräteaufwand behandelt, aber nicht geheilt werden, hat seinen Grund nicht zuletzt in der schlechten Ausbildung der Ärzte im Fach Ernährungsmedizin. Obwohl es die Ärzte sind, bei denen die meisten Menschen in Fragen der Ernährung (so zeigt es die erste Nationale Verzehrstudie der BRD) zuallererst Rat und Hilfe suchen, wissen Herr und Frau Doktor über die Ernährung des Menschen kaum Bescheid. Und vom Kochen, der Essenzubereitung, also der Umsetzung der Ernährungsempfehlungen in die Praxis, verstehen sie noch weniger. Das ist mit ein Grund, weshalb die Industriewerbung ein so leichtes Spiel mit uns hat. "Trotz der allgemein anerkannten Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit der Bevölkerung fehlt das Fach Ernährungsmedizin in der deutschen Medizinerausbildung vollkommen, "klagt der Würzburger Stoffwechselmediziner Heinrich Kasper. Auch wird die Forschung auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin in der BRD durch die offiziellen Stellen in hohen Maß vernachlässigt. (Annelies
Furrtmayr-Schuh)
Postmoderne Nahrungsmittel beseitigen die traditionelle Einheit von Inhalt und Genuß sowie den Begriff der Nahrung. (Panajotis Kondylis)

Wenn ich auf den Markt gehe, wird mir bewußt, wie viele Dinge es gibt, die ich nicht brauche. (Sokrates)
Unser Gesundheitswesen ist in einer Art und Weise verbürokratisiert und in teilweise unsinnigen Regelungen gefangen, daß wir nur hoffen können, diese Dinge von der Basis her zu ändern. (Dr. med. Harald-Kinadeter)

Unsere Zivilisation die beste aller Welten? Der bisher unbekannte Vitaminmangelzustand eines großen Teils der Bevölkerung ist nur der unvermeidliche Ausdruck dieser innerlichen Verarmung in der äußeren körperlichen Welt. Und hier liegt das Grunddilemma. Viele Repräsentanten unserer Gesellschaft erkennen nicht, oder wollen nicht erkennen, daß diese Zivilisation eine äußerliche Scheinperfektion ohne inneren Reichtum geschaffen hat. Zuviel Show, zu wenig Inhalt, so könnte man diesen inneren Widerspruch zusammenfassen. (Dr. med. Harald Kinadeter)
Quelle: www.naturepower.ch

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Buchtip
Prof. Dr. Peter Yoda
Ein medizinischer Insider packt aus

1yoda

Ein medizinischer Insider packt aus.
Dokumentarroman (Broschiert)
von Prof. Dr. Peter Yoda (Autor)
Sensei Verlag 2007

Es ist an der Zeit, dass alle erfahren wie skrupellose Mediziner über Leichen gehen,
nur damit die Pharmaindustrie immer höhere Gewinne einstreicht.

Der Wahrheit auf der Spur, 21. Juni 2007
Von proGNM "mueni" (BW)
Prof. Dr. Yoda präsentiert sich wirklich als Insider und gibt sein jahrelang erworbenes Wissen an den interessierten Laien weiter. Leider trauen sich nicht mehr Autoren über die Misstände in unserer heutigen High-Tech-Medizin zu schreiben, aus Angst ihre Stellung und somit ihre Existenz zu verlieren. Von Wegen freie Meinungsäußerung ! Zu wünschen wäre auch, dass viele Ärzte und Heilpraktiker dieses Buch lesen. Leider geht Yoda meiner Meinung nach zu oberflächlich auf die revolutionären Entdeckungen von Dr. Hamer ein. Dem Interessierten lege ich das Buch von Dr. Hamer "Einer gegen Alle" ans Herz, das meiner Meinung nach noch mehr Insiderwissen vermittelt und die Hintermänner auch beim Namen nennt. Ansonsten ein sehr gutes Buch für Menschen die endlich aus der "Matrix" (Scheinwelt) aufwachen wollen.

Von Frederick Beck
Das Buch ist einerseits vom Stil her leicht zu lesen, doch die darin enthaltene Materie ist natürlich alles andere als einfach zu verdauen. Gerade die Studien, bei denen sozusagen vor allem in der Onkologie über Leichen gegangen wird, ist nichts für schwache Nerven. Es hat mich auch traurig gemacht, lesen zu müssen, was eigentlich alles möglich wäre, aber wegen den unterschiedlichsten Gründen nicht gemacht wird. Ich hoffe, dass vor allem Ärzte und Heilpraktiker hier viel lernen. Mir hat es jedoch sehr geholfen, vieles was so in der Medizinszene passiert, VIEL besser zu verstehen und kann es nur jedem ans Herz legen, es zu lesen.


Buchauszug:

Insiderwissen für alle

Prof. Buljakin,
Prof. Gruganov & Dr. Hamer

Ich erinnere mich noch, wie mich Hermann an einem regnerischen Vormittag fragte, ob ich nicht abends Lust hätte, mit ihm auf einen Vortrag eines Dr. Ryke Geerd Hamers zu gehen. Dieser Name war mir bis dahin unbekannt, aber ich wusste natürlich, dass Hermann mich nicht umsonst fragen würde, sondern genau wusste, wer dieser Dr. Hamer ist. Dr. Hamer war, ohne Zweifel, ein Mann mit einem gewissen Charisma, der sein Publikum mit dem, was er zu erzählen hatte, fesseln konnte. Ich bin zwar davon überzeugt, dass die meisten Zuschauer seinem Vortrag nicht folgen konnten, doch Hermann und ich sahen uns öfter kurz an und nickten leicht, denn Dr. Hamer hatte ohne, zumindest meines Wissens, jemals mit einem Clubmitglied gesprochen zu haben, sehr interessante Aspekte selbst herausgefunden.

So sprach er vom Tumor als einem biologischen Selbsthilfeprogramm, dem großen Einfluss der Psyche bzw. einer Stresssituation als Notwendigkeit der Tumorentstehung und vor allem von den Selbstheilungskräften eines Menschen. Am wichtigsten war für mich seine Nachricht an die Zuhörer, dass Krankheiten nichts Schlechtes sind, sondern Regulationssysteme des Körpers. Ich muss sagen, dass ich wirklich angenehm überrascht war, von seinem Wissen und von seiner überzeugten Art, wie er dieses Wissen vortrug. Nach einer kurzen Pause sprach er dann über die verschiedenen Keimblätter und welchen Einfluss es hat, welches Keimblatt im Gehirn von einer psychischen Belastung betroffen ist. Mir war das Ganze genauso wie Hermann nichts wirklich Neues, hatte ich diese Ideen doch schon mehrere Jahre zuvor bei zwei russischen Forschern namens Buljakin und Gruganov fast identisch gehört. Als Dr. Hamer dann auch noch damit begann, eine Tumorentstehung an eine bestimmte Konfliktsituation zu koppeln, war ich mir nicht mehr sicher, ob er jetzt die beiden Russen kopierte oder aber einige Jahre später auf die gleiche Idee kam. Ich weiß es übrigens bis heute noch nicht, aber es ist mir auch nicht besonders wichtig. Buljakin und Gruganov hatten schon Jahre bevor Dr. Hamer seine Neue Medizin in Deutschland präsentierte, Ähnliches veröffentlicht und auch äußerst interessante Versuche gemacht, um ihre Thesen zu untermauern (Insidern sind sicherlich die "Sonntagsmeetings" in St. Petersburg bekannt, die teilweise ja sogar öffentlich waren).

Doch sie machten anfangs die gleichen Fehler wie sie die heutigen Anhänger der Neuen Medizin immer noch machen. Sie gingen von relativ wenigen Konfliktgruppen aus und glaubten genauso wie Dr. Hamers Anhänger es sogar heute noch tun, obwohl sie es anhand der vielen Misserfolge eigentlich besser wissen sollten, dass z.B. ein Brocken-nichtverdauen-Können-Konflikt einen Pankreaskrebs auslöst. Ist dieser Konflikt nicht sofort offensichtlich, dann wird halt so lange mit dem Patienten geredet, bis man einen zumindest ähnlichen Konflikt gefunden hat und benennt dann diesen einfach so.

Einerseits wirft Dr. Hamer der konventionellen Medizin vor, dass sie alle Krebspatienten über einen Kamm schert bzw. gleich behandelt, und andererseits haben für ihn alle Frauen, die in der linken Brust einen Tumor haben und Rechtshänderin sind, einen Trennungs- oder Sorgekonflikt um Kind, Mutter oder Nest. Und ist der Tumor in der rechten Brust, dann ist es eben ein Partnerkonflikt.

Die gleichen Fehler hatten Buljakin und Gruganov ebenso gemacht, bis sie in ihren Studien dann aufzeigen konnten, dass erstens die Einteilung der Konfliktgruppen viel verschachtelter ist und zweitens auch die Keimblattzugehörigkeit Gehirn und Organ weitaus komplizierter ist, als dies von Dr. Hamer bis zum heutigen Tag dargestellt wird. Buljakin arbeitet heute mit modernsten Brainimagingdarstellungen in Russland und konnte beweisen, dass die energetischen Manifestationen im Gehirn zwar vorhanden sind, es aber nicht nur eine Konfliktbzw. Postkonfliktphase gibt, sondern dieser Prozess in Wahrheit in mehr als 10 verschiedenen Phasen abläuft. Wenn man jedoch bedenkt, dass Dr. Hamer vor über 20 Jahren gerade mal ein einfaches CT- Bild zur Verfügung stand, dann muss man seine Leistung wirklich anerkennen, immer vorausgesetzt, er kannte Buljakins und Gruganovs Arbeiten nicht auf einem anderen Weg.

Was Dr. Hamer Schießscheiben nennt, nannten Buljakin und Gruganov schon Jahre zuvor manifeste Kreisenergien und arbeiteten über Jahre hinweg an einer Software, welche genau solche Kreisenergien besser auf Gehirnaufnahmen erkennt und auswertet. Die Auswertung sollte vor allem dazu dienen, zu erkennen, wie aktiv die Kreisenergie noch ist. Heute ist Buljakin Dank modernster Computer, PET, 3DThermographien und funktioneller Magnetresonanztechnologie schon so weit, dass er selbst jahrelang zurückliegende Kreisenergien, die man in üblichen CT-Aufnahmen nicht mehr sehen kann, so detailliert darstellen kann, dass man sehen kann, wie sehr dieser Konflikt einen Patienten derzeit beeinträchtigt.

Was sich hier für Laien, Zweifler oder Nichtkenner der Materie wie eine der üblichen Spielereien eines Wissenschaftlers anhört, ist in Wahrheit ein unglaubliches Diagnoseinstrument für alle Arten von Krankheiten und allein diese Software könnte die Medizin revolutionieren. Vor allem die Tiefen der diagnostischen Möglichkeiten sind so unglaublich, dass sich die meisten Ärzte nicht einmal im Ansatz vorstellen können, welche Chancen sich hier auftun. Insider dagegen werden leicht verstehen, weiches Instrument ein Arzt hier in der Hand hat, um seinem Patienten genau erklären zu können, warum er diese Krankheit hat, was bzw. ob er überhaupt etwas "dagegen" tun muss und vor allem, wie lange der Gesundungsprozess wohl dauern wird.

Leider muss ich Buljakin Recht geben, was er mir in unserem letzten Gespräch, kurz vor Weihnachten 2004, in einem kleinen Städtchen in Russland, mitgeteilt hat: "Lieber Peter, es gibt zwei Möglichkeiten, diese Software einzusetzen. Die erste ist die, so wie wir es derzeit praktizieren. Hier an unserer Klinik und an zwei Partnerkliniken, leider nur an relativ wenigen Menschen. Klein aber extrem fein. Die zweite wäre, sie nach Moskau an eine große Klinik zu bringen und dann Tag und Nacht zu beten, dass ich das Ganze überleben werde. Schau mich an, ich bin inzwischen über 60 Jahre alt und in manchen Monaten bekomme ich noch nicht einmal mein Gehalt ausbezahlt, weil es Herr Putin nicht gerade für besonders wichtig erachtet, ob seine Staatsdiener immer pünktlich bezahlt werden. In unserem Alter muss man sich doch solch einen Stress nun wirklich nicht mehr antun." Daraufhin erhob er sein Wodkaglas und zeigte mir unmissverständlich, dass es sich nicht lohnt, weiter über dieses Thema zu reden.

Er konnte natürlich nicht wissen, dass ich mir schon zu diesem Zeitpunkt Gedanken darüber machte, mein Wissen in Form eines Buches in die breite Öffentlichkeit zu tragen und seine Worte bei mir auf einen anderen Boden fielen als dies bei früheren Treffen der Fall war. Ich ließ ihn in Ruhe, obwohl mir bewusst war, wie viel Elend auf diesem Planeten Buljakin mit seiner Software stoppen könnte. Es bereitet mir auch heute noch echte Schmerzen darüber nachzudenken, dass es in Russland ein paar wenige Menschen gibt, die im Gehirn Krankheiten sehen und weltweit unzählige Patienten mit geringen Kosten Heilung bringen könnten (Übrigens, kurz vor Dr.ucklegung des Buches bekam ich von Buljakin einen Anruf, in dem er mir mitteilte, dass er seine Software Ende 2006 erstmals auch an eine Klinik in den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft hat).

An einem Punkt muss ich Buljakin leider Recht geben. Niemand ist auf dieser Weit daran interessiert, dass Kranke wieder gesund werden, ohne dass diese Gesundung viele Kosten verursacht. Und genau das würde man mit Buljakins Software erreichen. Man würde nur noch 700 anstatt 70.000 Medikamente benötigen und von diesen 700 wären 600 für akute Erkrankungen bestimmt. Überlegen Sie selbst einmal, was das bedeuten würde! Krankenkassen müssten den größten Teil ihrer Mitarbeiter entlassen, genauso wie Pharmafirmen und Krankenhäuser. Allein daran sind weder Politiker noch Firmenchefs interessiert und auch wir im Club haben schon mehrmals darüber gesprochen, ob unsere Gesellschaft solch eine Revolution überhaupt ertragen könnte. Auch wenn ich innerhalb des Clubs hier ziemlich alleine stehe, aber ich glaube immer noch daran, dass ein Ende mit Schrecken besser ist als unser derzeit gelebter Schrecken ohne Ende.

Ich beobachte Dr. Hamers Weg jetzt seit über 20 Jahren, und wenn ich bedenke, wie weit die Neue Medizin heute gekommen ist, dann stimmt mich das Ganze doch etwas traurig. Noch immer wird mit alten CT-Aufnahmen gearbeitet und innerhalb seiner Anhängerschar gibt es permanent Kleinkriegerei und Rechthaberei. Dies wundert mich nicht wirklich, denn Dr. Hamer war schon als ich ihn zum ersten Mal hörte ein gebrochener Mann, der seine Trauer, vor allem über den Tod seines Sohnes, über Kampf auslebte. Im Gegensatz zu seinen Patienten, hat er seine eigene Konflikte anscheinend niemals geklärt. Dass so ein Kämpfer natürlich auch lauter kämpferische und oftmals komplett verblendete Menschen speziell aus Österreich, aber auch aus Deutschland und Italien anzieht, leuchtet mir ein. Ich finde es jedoch sehr schade, denn hier wurde eine einmalige Chance vertan.

Auch wenn Dr. Hamer sich in einigen Bereichen total irrt, so bin ich davon überzeugt, dass, wenn er mehr ausgebildete Mediziner und weniger medizinische Laien um sich gesammelt hätte, diese recht bald auf die gleichen Ergebnisse wie Buljakin und Gruganov gekommen wären. Die Neue Medizin hätte die Chance gehabt, etwas ganz Besonderes ins Rollen zu bringen. Doch hierzu benötigt man medizinisches Spezialwissen und es reicht nicht aus, nur über andere "Weißkittel" zu schimpfen.

Wie es heute aussieht, stehen Dr. Hamers Anhänger, z. B. durch ihren offensichtlichen Antisemitismus, näher daran ins soziale Abseits geDr.ängt zu werden als an die medizinische Front. Keiner seiner Anhänger scheint jemals in Haifa oder Jerusalem gewesen zu sein, denn sonst könnten sie ja selbst sehen, dass in Israel keine Neue Medizin praktiziert wird, wie von Dr. Hamer permanent behauptet.

Stattdessen wird ununterbrochen über Juden im Allgemeinen, aber auch über Scientologen, Logenverbände usw. hergezogen und gelogen, dass diese Menschen die Verbreitung der Neuen Medizin verhindern würden. In Wahrheit sind es jedoch die Anhänger selbst, die die Verbreitung verhindern und bis heute verstehen sie nicht, dass all die Diskussionen über Dr. Hamers Aussagen bezüglich Antisemitismus bzw. seine paranoid wirkenden Angriffe gegenüber dem medizinischen Establishment systematisch gesteuert werden und sich seine Anhänger so inzwischen seit 20 Jahren in einem Käfig aufhalten, ohne es zu bemerken. Ich kann nur hoffen, dass sich eines Tages ein paar "Sehende" in die Neue Medizin verirren und den anderen erklären, dass deren Stammtischdiskussionen ihre Sache nicht nur nicht weiterbringen, sondern extrem blockieren.

Ich halte die Sache mit Dr. Hamer immer noch für sehr schade. Ich wünsche ihm, der ebenfalls meiner Generation angehört, dass er im Alter, genauso wie ich, seine verdiente Ruhe findet und seine Gegner nicht mehr bekämpfen muss. Nur mit Liebe kann man wirklich Großes erreichen.

Quelle: Prof. Dr. Yoda, Ein medizinischer Insider packt aus, Dokumentarroman, Sensei Verlag 2007,
S. 143-149, *) Dokumentarroman: NAMEN nicht authentisch.