leucht

Der Zins bei Marx und Gesell

B e r n d S e n f

Der Zins bei Marx und Gesell (1998)1

Über das Verhältnis von Wert-Schöpfung und Wert-Abschöpfung

Was Marx und den Zins anlangt, so hat er im dritten Band des "Kapitals" zwar herausgearbeitet, daß das Geldkapital sich über den Zins einen Teil des Profits der Unternehmen aneignet; aber er spricht fast durchweg nur von einem Teil oder Anteil, so als wäre der Zins eine Art "Gewinnbeteiligung", zum Beispiel jeweils 50% des Profits. Über das Geldkapital schreibt Marx:

"Geld (...) kann auf Grundlage der kapitalistischen Produktion in Kapital verwandelt werden und wird durch diese Verwandlung aus einem gegebenen Wert zu einem sich selbst verwertenden, sich vermehrenden Wert. Es produziert Profit, das heißt es befähigt den Kapitalisten, ein bestimmtes Quantum unbezahlter Arbeit, Mehrprodukt und Mehrwert, aus den Arbeitern herauszuziehen und sich anzueignen. Damit erhält es, außer dem Gebrauchswert, den es als Geld besitzt, einen zusätzlichen Gebrauchswert, nämlich den, als Kapital zu fungieren. Sein Gebrauchswert besteht hier eben in dem Profit, den es in Kapital verwandelt, produziert." (Karl Marx: Das Kapital, Band 3, MEW 25, S. 350f)

Und dann kommt der für unseren Zusammenhang entscheidende Satz:

"Der Teil des Profits, den er (der Unternehmerkapitalist) ihm (dem Geldkapitalisten) zahlt, heißt Zins, was also nichts ist als ein besonderer Name, eine besondere Rubrik für einen Teil des Profits, dem das fungierende Kapital, statt in die eigene Tasche zu stecken, an den Eigner des Kapitals wegzuzahlen hat." (Marx in MEW 26, S. 351)

Aber hier genau irrt Marx, und hier haben Gesell und die Freiwirtschaftler viel klarer gesehen. Der Zins ist nämlich nicht einfach ein Teil des Profits, sondern das Geldkapital fordert einen vorher über die gesamte Laufzeit des Kredites fest vereinbarten Zins. Natürlich wird der Unternehmer diesen Kreditvertrag nur abschließen, wenn er erwartet, daß der mit dem Kredit erwirtschaftete Profit höher als der zu zahlende Zins ausfallen wird. Aber ob das auch tatsächlich geschieht, ist eine offene Frage. Für den Fall, daß der Profit geringer ausfällt als der Zins oder gar Verluste entstehen, teilen sich Unternehmer und Geldkapital nicht etwa den geringeren Profit oder gar den Verlust, sondern der vorher fest vereinbarte Zins wird ohne Rücksicht auf die tatsächliche Entwicklung mit Unerbittlichkeit eingefordert und eingetrieben. Und wenn der Schuldner (das Unternehmen) nicht noch auf andere Reserven zurückgreifen kann, wird ihm vom Gläubiger das als Kreditsicherung übereignete Eigentum weggepfändet, oder das Unternehmen geht in Konkurs.

Diese Unerbittlichkeit des Zinses hat Marx und haben die meisten Marxisten übersehen. Das Geldkapital begnügt sich eben nicht einfach nur mit einem gewissen Anteil am Profit, sondern fordert seine vorher fest vereinbarte Verzinsung. Und wenn die Unternehmen aufgrund geringer Profiterwartungen für eine Neuverschuldung nur geringe Zinsen zahlen können, die unter eine bestimmte Mindesthöhe fallen, dann verweigert sich das Geldkapital und tritt - wie Gesell es nannte - in den "Geldstreik" und steht für Kredite nicht mehr zur Verfügung, sondern wird statt dessen gehortet oder für spekulative Zwecke verwendet, und damit dem Produktions-Einkommens-Kreislauf entzogen.

Wenn wir uns an die Darstellung des "monetären Teufelskreises" erinnern, erfordert ja das exponentielle Anwachsen der Geldvermögen eine entsprechend wachsende Verschuldung mit entsprechend wachsenden Zinslasten, die aber bei langfristig abnehmendem Wirtschaftswachstum und abnehmenden Renditen im Durchschnitt gar nicht aufgebracht werden können. Die Profitrate sinkt eben nicht nur ab (wie Marx das mit dem "Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate" beschrieben hat), sondern bei wachsenden Zinslasten wird der sinkende Profit von den Zinsen mehr als aufgefressen - und immer und mehr Unternehmen landen in den roten Zahlen und im Konkurs; oder werden zu Spottpreisen von anderen geschluckt und übernommen und bezüglich ihrer noch brauchbaren Teile ausgeschlachtet, um den Rest wie Abfall wegzuwerfen - und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu vernichten.

Dieser wachsende Druck des Geldkapitals ist keine Nebensache mehr, sondern ein Hauptkonflikt, dem nicht nur Unternehmen, sondern auch der Staat und große Teile der privaten Haushalte ausgesetzt sind. In der Hervorhebung dieses Konflikts zwischen Geldkapital und der übrigen Gesellschaft, der von der Neoklassik geleugnet und von Marx unterschätzt wurde,2 hat Gesell und haben die Freiwirtschaftler einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung verschleierter Herrschaftsverhältnisse des Kapitalismus geleistet. Aber hat Gesell deswegen auch recht, wenn er behauptet, Marx habe das Wesentliche des Kapitals grundsätzlich nicht verstanden; denn die Quelle des Zinses sei nicht die Ausbeutung der Lohnarbeit und des Privateigentum an Produktionsmitteln, sondern die Überlegenheit des Geldes, die mit Privateigentum an Produktionsmitteln nichts zu tun haben?

"In Übereinstimmung mit obiger Anschauung müssen die Marxfreunde die Quelle des Zinses (Mehrwert) in der Fabrik, auf alle Fälle in der Trennung des Arbeiters von seinen Arbeitsmitteln suchen, und sie wähnen, sie auch dort festgelegt zu haben. Ich werde nun zeigen, daß der Zins völlig unabhängig vom Privateigentum an den Produktionsmitteln ist, daß er auch dort besteht, wo es keine besitzlose Menge (Proletariat) gibt und gab, und daß Sparsamkeit, Ordnung, Fleiß und Tüchtigkeit niemals den Zins entscheidend beeinflußt haben. Im Widerspruch zu dieser Kapitaltheorie werde ich zeigen, daß der Zins in unserem uralten, aus der Zeit der Babylonier, Hebräer, Griechen und Römer stammenden Gelde wurzelt und durch dessen körperliche oder gesetzlich erlangte Vorzüge geschützt ist." (Silvio Gesell: Natürliche Wirtschaftsordnung, S. 313)

Nach meinem Eindruck unterliegt Gesell hier einer folgenschweren Verwechslung, zwischen dem Entstehungsprozeß der Werte (und des Mehrwerts) und den Mechanismen seiner Aneignung, zwischen der Wert-Schöpfung und der Wert-Abschöpfung. Das Eigentum an Produktionsmitteln, an Boden und an Geldkapital schafft jeweils den Zugriff auf Teile des Sozialprodukt, ist also ein Mittel der Wert- Abschöpfung. Die betreffenden Einsatzfaktoren sind aber deswegen noch lange keine Quelle der Wert-Schöpfung. Bezogen auf einen Wasser-Fluß in der Natur dürfte dieser Unterschied jedem klar sein: Diejenigen, die sich vom Fluß Wasser abschöpfen, es zu ihren Gunsten ableiten und anderen „das Wasser abgraben“ (und sei es auch mit irgendwelchen Wassernutzungsrechten), sind deshalb noch lange nicht die Quelle des Wassers.

Wir hatten ja schon herausgearbeitet, daß Gesell die Rolle der Arbeitskraft als Quelle des gesellschaftlichen Reichtums gar nicht leugnet, sondern sie im Gegenteil sogar hervorhebt (wenn auch ohne Arbeitswertlehre). Daß also der Kuchen des Sozialprodukts überhaupt gebacken wird, geht letztendlich auf die menschliche Arbeitskraft (und auf die auch von Gesell vernachlässigte Natur) zurück. Und unter kapitalistischen Bedingungen ist die Arbeit zum großen Teil zur Lohnarbeit geworden.

Indem sich nun - neben dem Produktivkapital - auch das Geldkapital und die Bodeneigentümer (aufgrund ihres Eigentumstitels und aufgrund der Tatsache, daß andere auf diese Einsatzfaktoren existenziell angewiesen sind) einen Teil des Sozialprodukts ohne eigene Arbeitsleistungen abzweigen und aneignen, erscheinen sie als produktiver Faktor. Und der Zins, dieses Mittel des Zugriffs auf den Kuchen, erscheint als die eigentliche Quelle des Kapitals. Aber es erscheint eben nur so, und dieser falsche Schein, diese "Mystifikation", ist eine Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse. Dies wiederum hat Marx klar herausgearbeitet, wenn er schreibt:

"Im zinstragenden Kapital erreicht das Kapitalverhältnis seine äußerlichste und fetischartigste Form." (Marx: Das Kapital, Band 3, MEW 25, S. 404)

"Das Kapital erscheint als Mythos und selbstschöpferische Quelle des Zinses und seiner eigenen Vermehrung." (S. 404)

"Im zinstragenden Kapital ist daher dieser automatische Fetisch rein herausgearbeitet, der sich selbst verwertende Wert, geldheckendes Geld, und trägt in dieser Form keine Narben seiner Entstehung mehr. (...) Es wird ganz so die Eigenschaft des Geldes, Wert zu erschaffen, Zins abzuwerfen, wie die eines Birnenbaumes, Birnen zu tragen. (...)

Es verdreht sich auch dies: Während der Zins nur ein Teil des Profits ist, das heißt des Mehrwerts, den der fungierende Kapitalist dem Arbeiter auspreßt, erscheint jetzt umgekehrt der Zins als die eigentliche Frucht des Kapitals, als das Ursprüngliche, und der Profit, nun in die Form des Unternehmergewinns verwandelt, als bloß im Reproduktionsprozeß hinzukommendes Accessorium und Zutat. Hier ist die Fetischgestalt des Kapitals und die Vorstellung vom Kapitalfetisch fertig. In G - G' (Geld wird zu mehr Geld, B. S.) haben wir die begriffslose Form des Kapitals, die Verkehrung und Versachlichung der Produktionsverhältnisse in der höchsten Potenz: zinstragende Gestalt, die einfache Gestalt des Kapitals, worin es seinem eigenen Reproduktionsprozeß vorausgesetzt ist; Fähigkeit des Geldes, respektive der Ware, ihren eigenen Wert zu verwerten, unabhängig von der Reproduktion - die Kapitalmystifikation in der grellsten Form."(MEW 25, S. 405)

Und weiter:

"Für die Vulgärökonomie, die das Kapital als selbständige Quelle des Werts, der Wertschöpfung, darstellen will, ist natürlich diese Form ein gefundenes Fressen, eine Form, worin die Quelle des Profits nicht mehr erkenntlich und worin das Resultat des kapitalistischen Produktionsprozesses - getrennt vom Prozeß selbst - ein selbständiges Dasein erhält. "(MEW 25, S. 405f)

Als habe Marx das krebsartige Wachstum des Geldkapitals und seine langfristigen Folgen doch geahnt, schreibt er am Ende des betreffenden Kapitels:

"In dem zinstragenden Kapital ist aber die Vorstellung vom Kapitalfetisch vollendet, die Vorstellung, die dem angehäuften Arbeitsprodukt, und noch dazu fixiert als Geld, die Kraft zuschreibt, durch seine eingeborene geheime Qualität, als reiner Automat, in geometrischer Progression (= exponentiellem Wachstum, B.S.) Mehrwert zu erzeugen, so daß dieses angehäufte Arbeitsprodukt, wie der "Economist" meint, allen Reichtum der Welt für alle Zeiten als ihm von Rechts wegen gehörig und zufallend schon längst diskontiert hat." (MEW 25, S. 412)

So gesehen wäre auch Gesell dem Kapitalfetisch, der Kapitalmystifikation aufgesessen, wenn er meint, das Geld und nicht das Privateigentum an Produktionsmitteln sei die Quelle für die Entstehung des Kapitals. Es ist nicht aber die Quelle, sondern das Mittel, mit dem aus dem Strom der geschöpften Werte über den Zins etwas abgeschöpft wird - aufgrund des Eigentums an Geldkapital. Erst muß der Kuchen nämlich gebacken worden sein, ehe sich ein Stück davon heraus schneiden läßt. Und gebacken wird der Kuchen im Kapitalismus unter wesentlichem Anteil der Lohnabhängigen; und wenn sie mit dem übrig bleibenden Rest des Kuchens auskommen sollen, müssen sie mehr backen, als ihnen selbst verbleibt: Mehrwert.

Für mich lassen sich insoweit beide Theorien - die von Marx und die von Gesell - miteinander vereinbaren: Die Marxsche Arbeitswertlehre erklärt (wenn auch nur unzureichend) die Wertschöpfung und die Entstehung von Mehrwert unter (in seinem Sinn) kapitalistischen Bedingungen: dem Widerspruch von Lohnarbeit und Kapital; und sie erklärt auch einen Teil des Aneignungsprozesses durch Produktivkapital, Geldkapital und Bodeneigentum. Aber sie unterschätzt bei weitem die zunehmende Bedeutung und Dramatik, die durch die expotentiell wachsende Aneignung von Seiten des Geldkapitals über den Zinseszins erfolgt; und möglicherweise auch den Anteil, den Geldkapital und Zins bereits historisch bei der Verarmung der Massen gespielt haben, die dadurch entweder in die Sklaverei oder die Leibeigenschaft oder in die Lohnabhängigkeit geraten sind. Hierzu schreibt Gesell, unter Anspielung auf Marxens Theorie der ursprünglichen Akkumulation:

"Aber es gibt neben dem Schwert, neben den Vorteilen des Großbetriebes und neben den Gesetzen der Grundrente noch eine Einrichtung, die das Dasein der Poletariermassen erklären kann, die aber von den Zinstheoretikern bisher übersehen wurde. Unser herkömmliches Geld vermag für sich allein die Rolle der Proletarisierung der Volksmassen durchzuführen, es benötigt dazu keinerlei Bundesgenossen. Das Proletariat ist eine notwendige, gesetzmäßig sich einstellende Begleiterscheinung des herkömmlichen Geldes. Ohne Ausflüchte, ohne Gewalt, ohne Wenn und Aber ist das Proletariat von unserem herkömmlichen Geld unmittelbar abzuleiten. Allgemeine Bettelei muß unser Geld gesetzmäßig begleiten. Das Schwert hat sich in früheren Zeiten vortrefflich bewährt bei der Trennung des Volkes von seinen Arbeitsmitteln, aber das Schwert vermag die Beute nicht festzuhalten. Fester als Blut und Grundrente am Schwert, haftet der Zins am Geld." (Natürliche Wirtschaftsordnung, S.352)

"Unser herkömmliches Geld hat also die für die Ausbeutungstheorie unentbehrlichen Proletariermassen geschaffen und diese gegen alle natürlichen Auflösungsmächte wirksam verteidigt. Um vollständig zu sein, muß darum die Ausbeutungstheorie noch einen Schritt weiter zurückgreifen und den Zins nicht in der Fabrik, im Privatbesitz der Produktionsmittel, sondern weiter zurück, beim Tausch der Arbeitserzeugnisse gegen Geld suchen. Die Trennung des Volkes von seinen Arbeitsmitteln ist nur eine Folge, nicht die Ursache des Zinses" (Natürliche Wirtschaftsordnung, S. 353).

Unvereinbar und gegensätzlich scheinen die Theorien von Marx und Gesell hingegen in bezug auf die Konsequenzen zu sein, die aus der jeweiligen Analyse gezogen werden: Marx sah die Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln und die Ersetzung des Marktes durch bewußte gesellschaftliche Planung als notwendige Voraussetzungen zur Überwindung von Krisen und Ausbeutung. Gesell hingegen wollte gerade die Marktkräfte, den Wettbewerb und die privatwirtschaftliche Eigeninitiative selbständiger Unternehmen zur Entfaltung der Wirtschaftstätigkeit nutzen, aber die Marktwirtschaft von den Verzerrungen durch den Zins und durch die Bodenspekulation befreien. Die Schwerpunkte seiner Reform liegen im Bereich einer entsprechenden Geldreform und Bodenreform. Er warnte seinerzeit eindringlich vor den Gefahren von Verstaatlichung der Produktionsmittel, zentralistischer Wirtschaftsplanung und kollektiver Bewirtschaftung.

Offenbar sah er die Entwicklungen hin zum bürokratischen Sozialismus und zu einer unproduktiven zentralistischen Planwirtschaft sowie die Probleme einer Kollektivierung der Landwirtschaft schon vor der Oktoberrevolution 1917 viel klarer voraus als die meisten Marxisten. Nach dem offensichtlichen Scheitern der sozialistischen Planwirtschaften einerseits und der sich zuspitzenden Krise des Kapitalismus andererseits scheint es mir um so dringlicher, sich eingehend mit den Grundlagen für einen möglichen "Dritten Weg"3 zu beschäftigen. Die gründliche Aufarbeitung des Werkes von Silvio Gesell dürfte dafür auch heute noch (oder gerade wieder) wichtige Anregungen enthalten. Die darin zum Teil enthaltene dogmatische Erstarrung (und die von manchen seiner Anhänger) sollte man dabei überwinden – ebenso wie den Dogmatismus bei Marx und vielen der Marxisten.

(1)
Geschrieben 1998, erstmals veröffentlicht auf meiner website www.berndsenf.de 2003 – als Ergänzung zu meinem Buch „Die blinden Flecken der Ökonomie“ im Anschluss an Kapitel 6.
(2)
Ansatzweise hat Marx auch die Bedeutung dieses Konflikts gesehen, wie zum Beispiel aus folgender Textstelle hervorgeht: "Das Kreditsystem, das seinen Mittelpunkt hat in den angeblichen Nationalbanken und den großen Geldverleihern und Wucherern um sie herum, ist eine enorme Zentralisation und gibt dieser Parasitenklasse eine fabelhafte Macht, nicht nur die industriellen Kapitalisten periodisch zu dezimieren, sondern auf die gefährlichste Weise in die wirkliche Produktion einzugreifen - und diese Bande weiß nichts von der Produktion und hat nichts mit ihr zu tun." (MEW 25, S. 560).
(3)
Der „Dritte Weg“ nach Silvio Gesell (weder Kapitalismus noch Sozialismus) – ist nicht zu verwechseln mit dem „Dritten Weg“ nach Blair und Schröder, der wesentliche Elemente des Neoliberalismus enthält.


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- Dokumentation -


Deutsche Stimme, September 2010

Titel

"Rechtsvölker sind immer im Recht!"
Hegel, die NPD und die Arbeiterklasse: Die Deutsche Stimme im Gespräch mit Dr. Reinhold Oberlercher

Frage: Herr Dr. Oberlercher, Sie haben vor Jahren den Begriff der "Wortergreifung" geprägt, die immer der Machtergreifung vorangehen müsse. Wie beurteilen Sie Art und Inhalt der Wortergreifung der NPD, und was wäre zu verbessern?

Oberlercher: Die Wortergreifungen der NPD sind nicht immer systemsprengend. Übernimmt man gar die Zuschreibungen des BRD-Systems und verortet sich selbst z.B. als rechten Rand, dann ist man nicht mehr die poltische Befreiungsorganisation der Gesamtnation. Geht das System schliesslich unter, wird sein rechter Rand dann natürlicherweise mit ihm verschwinden.

Frage: Demnach ist es aber genauso wenig zielführend, sich als links zu bezeichnen. Eine systemüberwindende Opposition müßte sich also als gesamtdeutsche Volksbewegung verstehen?

Oberlercher: Ja, das allein ist der richtige Weg. Das deutsche Volk umfaßt nämlich viele politische Richtungen: Fortschrittliche und Traditionalisten, Konservative und Liberale und Sozialisten, Anarchisten und Etatisten. Und alle auch noch in rechter und linker Ausführung.

Frage: Fälschlicherweise wird "rechts" ja oft gleichgesetzt mit national. Welche Bedeutung haben die Begriffe links und rechts in einer Zeit, in der die festen Abgrenzungen zunehmend verschwinden?

Oberlercher: Ach, wissen Sie, die Abgrenzungen waren eigentlich noch nie wirklich fest, sondern immer sehr beweglich, weswegen sie auch nicht totzukriegen sind. In der politischen Theorie, die das Deutsche Kolleg vertritt, ist der Begriff des Politischen das Recht und das Rechtssubjekt und nicht, wie bei Carl Schmitt, die Unterscheidung von Freund und Feind, Politik dreht sich unserer Auffassung nach um Rechte, die man hat und die man verteidigen muß, oder um solche Rechte, die man nicht hat und die man fordern muß. Die Recht-Inhaber sind politisch die Rechten, die Recht-Forderer sind politisch die Linken. Da es den Kampf um das Recht auch in Zukunft geben muß und geben wird, dürfte auch der Rechts-Links-Gegensatz fortbestehen.

Frage: Aufgrund der Wirtschaftlichen Konzentration der vergangenen Jahre wird die These vertreten, daß man von Kapitalismus nicht mehr sprechen könne. Vielmehr habe eine Veränderung hin zum Monopolismus stattgefunden. Was halten Sie von dieser These?

Oberlercher: Nichts. Denn Monopol ist ein Gegenbegriff zu Konkurrenz oder auch zu Oligopol, aber nicht zu Kapital, folglich kann der Kapitalismus auch nicht in einen Monopolismus übergehen. Die ganze Entwicklung des kapitalistischen Systems ist eine seiner Einführung und Durchsetzung in vorkapitalistischen sozialen Bereichen. Solange es solche Bereiche gibt, hat der Kapitalismus noch zu erobernde soziale Räume und damit eine geschichtliche Aufgabe vor sich. Das Gewaltmonopol des Staates z.B. wie der gesamte Staatsapparat überhaupt ist solche eine Sphäre, die dem Kapital noch nicht zur Gänze formell und reell unterworfen ist, aber daran wird eifrig gearbeitet.

Ebensowenig sind Universitäten und allgemeinbildendes Schulsystem dem Kapital schon gänzlich reell subsummiert. Nach der bis zur Vollautomation der materiellen Produktion geführten kapitalistischen Revolution in der Wirtschaft wäre es durchaus ein noch kapitalimmanenter revolutionärer Fortschritt, die pädagogische Produktion, die Arbeitskräfte herstellt, zu privatisieren, zu automatisieren und der kapitalistischen Entwertung aller (Arbeits-) Werte, also der Aldisierung ihrer Preise, zu unterwerfen. Der Deutsche Nationalmarxismus hat diese revolutionäre Seite des kapitalistischen Systems immer befürwortet.

Frage: Sie sprachen davon, daß die anhaltende Vorknechtschaft Bedingung und Voraussetzung für ein kommende Vorherrschaft Deutschlands sei. Trauen Sie sich die Prognose zu, wie lange die Vorknechtschaft noch andauern und was beenden wird?

Oberlercher: Nachdem ich im Jahre 1995 den Staatsuntergang der BRD und der übrigen Reichszerteilungsregimes für das Jahr 2000 prognostiziert hatte, wage ich im Jahre 2010 nicht, eine weitere von der Geschichte falsifizierbare Vorhersage über einen Zusammenbruchstermin abzugeben. Soweit es nun aber die Vorknechtschaft der BRD gegen die europäischen Mitknechte angeht, hat sich nichts geändert, aber beim Verhältnis gegenüber Herrn und Besatzer USA ist auffällig, daß trotz rapiden Verfalls die BRD immer häufiger als Anführer einer Fronde gegen das israelhörige US-Imperium auftritt, dessen Machtverfall relativ größer ist als der seiner Knechte. Die Residuen des rheinischen Produktivkapitals generieren noch immer Gegenkonzepte zum global nomadisierenden Spekulaten-Kapital des Imperiums.

Frage: Das Schicksal Ihres ehemaligen Mitstreiters Horst Mahler bewegt nicht nur das nationale Lager. Wie weit kann die nationale Opposition in ihrem Widerstand gegen das antinationale System gehen, ohne ihrem Anliegen zu schaden?

Oberlercher: Horst Mahler hat dem nationalen Anliegen nicht geschadet. Er hat aus eigenem Entschluß die Märtyrerschaft für Volk und Reich der Deutschen auf sich genommen. Seit das System Horst Mahler für das Festhalten an seiner Meinung zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt hat, können alle deutschen Kollaborateure wissen, welche Mindeststrafe ihrer harrt.

Zitat1

Frage: Um das Deutsche Kolleg ist es etwas ruhiger geworden, obwohl Sie Ihren Ehrenplatz im jüngsten Hamburger Verfassungsschutzbericht erneut erfolgreich verteidigt haben. Sind die Repressionen des Systems der Grund, daß man so wenig hört?

Oberlercher: Der Grund ist einfach darin zu sehen, daß das Deutsche Kolleg im wesentlichen alles gesagt hat, das in Theorie und Programm gesagt werden mußte. Die Arbeit der Theoretiker und Programmatiker in der Neuen Deutschen National-Bewegung ist im großen und ganzen beendet, die geistige Gewalt hat zugeschlagen, nun ist die materielle Gewalt geschichtlich am Zuge. Das System ist geistig bereits enthauptet, jetzt ist es nur noch physisch zu enthaupten. Also: Arbeiter der Faust an die Front!

Frage: Können Sie uns bitte Ihr Konzept der Deutschland AG erläutern?

Oberlercher: Die Deutschland AG ist die Herstellung einer nachkapitalistischen Wirtschaftsordnung. Sie ist die Vergesellschaftung aller Produktionsmittel und die Vermeidung ihrer Verstaatlichung. Denn die Verstaatlichung der kapitalistischen Produktionsmittel wäre ihre Absonderung von der bürgerlichen Gesellschaft insgesamt, somit also weder die klassenlose Vergesellschaftung in ihr noch ihre wirkliche Vergemeinschaftung durch den alle Bürger und ihren Staat umfassenden staatsbürgerlichen Verband.

Das Kapital wird also bürgerlich vergesellschaftet und zugleich national vergemeinschaftet, aber nicht verstaatlicht. Konkret wird folgendes durchgeführt: Das auf deutschem Boden angelegte Gesamtkapital wird in eine Aktiengesellschaft der deutschen Volkswirtschaft überführt. Die Aktien dieser Deutschen Volkswirtschafts AG werden gleichmässig auf alle Reichsdeutschen verteilt. Sie sind unveräusserlich und jeder erhält ein gleichgroßes Aktienpaket mit gleichem Stimmrecht, aus dem er die von der Aktionärsversammlung genehmigte Dividende als Einkommen aus Kapital bezieht. ich verweise auf die DK-Erklärung "Die liberalistische Volksrevolution" vom 30.11.2008.

Frage: In ihrem jüngsten Werk beschäftigen Sie sich mit dem in der ganzen europäischen Geistesgeschichte nicht verstandenen Unterschied zwischen Recht und Gesetz. Worin besteht dieser entscheidende Unterschied?

Oberlercher: Recht, der substantielle Begriff des Politischen, ist Besitz, der Eigentum ist. Gesetz hingegen ist eine bloße Besitznorm, und ein Normbesitz ist ein Muster. Gesetz ist also etwas Technisches und nichts Rechtliches. Folglich erreicht man mit keiner Betrachtung, Beachtung oder Besprechung eines Gesetzes die Sphäre des Rechts. Nun gibt es in der Weltgeschichte ganze Völker, deren Geist entweder vom Gesetz oder vom Recht geleitet wird. Also sind Gesetzesvölker wie z.B. die Juden und die Araber niemals im Recht, hingegen Rechtsvölker wie z.B. die Deutschen und die Dänen sind immer im Recht.

Frage: Angesichts so vieler Karrieristen, Opportunisten und Geschichtsfälscher, die uns ihre Deutungen über die 68er Bewegung mit Hilfe der Massenmedien liefern: was ist die Bedeutung dieser Bewegung, was ihr geistiger Kern aus Ihrer Sicht? War 68 so anti-national, wie uns die Katheder-Sozialisten heute lehren?

Oberlercher: Die 68er Bewegung war nationalrevolutionär. Ihr Hauptidentifikationspunkt war der Wiedervereinigungskrieg der Vietnamesen gegen die amerikanische Besatzungsmacht im Süden und pro-kapitalistischen Kollaborateure des Saigoner Regimes. Das wurde als Inspiration für den deutschen Befreiungskampf aufgenommen und führte zur Erfindung der Neuen Linken durch Hans-Jürgen Krahl und Rudi Dutschkes mitteldeutsche SDS-Fraktion. Für die Neue Linke war das Volk die ganze Nation, das Subjekt aller nationalen und sozialen Befreiungskämpfe einschliesslich der Revolutionen, nicht nur eine Klasse. Die Klasse der Industriearbeiter wurde als letzte ausreichend starke soziale Stütze des kapitalistischen Systems erkannt, die aber schon damals eine schrumpfende Klasse war wie vor dem schon das Besitzbürgertum.

Die Alte Linke (Gewerkschaften, SPD, KPD) blieb dagegen auf ihre Klassenbasis beschränkt und wurde damals bereits als tendenziell absteigend erkannt, weil der Prozeß der Automatisierung der Produktion an ihrem Ast sägte. Dutschke ging in seinen strategischen Überlegungen von der Arbeitslosigkeit der Mehrheit im Volke aus. Folglich galt das Augenmerk den Problemen des Reiches der Freiheit.

Frage: Woran arbeiten Sie, was sind Ihre politischen Zukunftspläne?

Oberlercher: Ich arbeite an einer Broschüre die "Hegels System in Formeln" darstellt. Selbstverständlich ist darin auch eine komprimierte Verbalfassung enthalten. Außerdem schreibe ich an einer hegelianischen "Philosophie der Mathematik". Politische Wirkungsmöglichkeiten im engeren Sinne sehe ich für mich gegenwärtig nicht.


Herr Dr. Oberlercher, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Das Gespräch mit Dr. Reinhild Oberlercher führte Uwe Meenen.



Bild

Zur Person: Dr. Reinhold Oberlercher, geboren 1943 in Dresden, studierte Psychologie, Soziologie und Pädagogik, engagierte sich im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und war Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg; später im Deutschen Kolleg aktiv. Zahlreiche Publikationen, u.a. in den Staatsbriefen, wo er 1993 sein vielbeachtetes "Hundert-Tage-Programm der nationalen Notstandsregierung" vorstellte.


Auszug der Veröffentlichungen von Dr. Oberlercher
Buecher2


Buecher


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04.10.2010
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Sie wollen Ihre Stimmung verbessern?
Versuchen Sie Vitamin C
Jonathan Benson

Nach einer neuen Untersuchung wurden die schon bekannten positiven Effekte von Vitamin C jetzt noch um einen erweitert: Stimmungsaufhellung, wie Wissenschaftler des Allgemeinen Jüdischen Krankenhauses im kanadischen Montreal (JGH) herausfanden. In einer klinischen Doppelblindstudie zeigten sich bei Patienten nach Gabe von Vitamin C deutliche und rasch eintretende Verbesserungen ihrer Gemütslage.

04.10.2010

Die Studie, die in der Fachzeitschrift Nutrition veröffentlicht wurde, ergänzt die wachsenden Belege für die wichtige Rolle, die Vitamin C bei der Regulierung der Hormonwerte spielt. Dies gilt insbesondere für Hormone wie den Neurotransmitter Serotonin, die das geistige und emotionale Wohlergehen beeinflussen. Forscher berichten übereinstimmend, dass die meisten Menschen unter einem erschreckenden Vitamin-C-Mangel leiden.

»Aus früheren Studien sowohl in unserem Krankenhaus als auch in anderen medizinischen Zentren geht hervor, dass die Mehrzahl der Krankenhaus-Patienten viel zu niedrige Werte für Vitamin C und D in ihrem Blut aufweist«, erläuterte Dr. L. John Hoffer, der am Lady-Davis-Institut für medizinische Forschung arbeitet, das dem JGH angegliedert ist. »Bei jedem fünften Akutpflegepatienten in unserem Krankenhaus ist der Vitamin-C-Spiegel so niedrig, das man eigentlich von Skorbut sprechen kann.«

Hoffer sagte weiter, viele Ärzte seien sich des massiven Vitamin-Mangels ihrer Patienten nicht bewusst. Daher erhielten viele Patienten keine zusätzlichen Gaben, die ihre Gesundung beschleunigten. »Patienten erhalten kaum Vitamin-Beigaben«, meinte er, »die meisten Ärzte ignorieren dieses Problem. Subklinischer Mangel an Vitamin C und D ist jeweils schon mit psychologischen Auffälligkeiten in Verbindung gebracht worden.«

Die JGH-Studie ist keineswegs die erste Untersuchung, die einen Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Mangel und gesundheitlichen Problemen herstellt. Zahllose Studien belegen, dass Vitamin C für ein gesundes Herz-Kreislauf-System unabdingbar ist und den Körper vor oxidativen Schäden schützt. Jetzt weiß man auch, dass sich Vitamin C positiv auf das Gehirn auswirkt.

»Ein niedriger Vitamin-C-Pegel in Gehirn kann zu Depressionen und Hysterie führen«, erklären Michael T. Murray und Joseph Pizzorno in ihrem Buch Enzyklopädie der Naturmedizin (zweite überarbeitete Ausgabe).

(NaturalNews)

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Quelle: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/jonathan-benson/sie-wollen-ihre-stimmung-verbessern-versuchen-sie-vitamin-c.html

Quellen zu diesem Artikel unter:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-09/jgh-vcr092310.php
http://www.naturalpedia.com/vitamin_C.html

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http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-09/jgh-vcr092310.php

Public release date: 23-Sep-2010
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Contact: Mark Shainblum
mshainblum@jgh.mcgill.ca
514-340-8222 x6592
Jewish General Hospital

Vitamin C rapidly improves emotional state of acutely hospitalized patients, say LDI researchers
Simple treatment may counteract widespread problem of subnormal vitamin levels in acute-care patients

This release is available in French.

Treatment with vitamin C rapidly improves the emotional state of acutely hospitalized patients, according to a study carried out by researchers at Montreal's Jewish General Hospital (JGH) and the affiliated Lady Davis Institute for Medical Research (LDI).

In a double-blind clinical trial, patients admitted to the JGH were randomly assigned to receive either vitamin C or vitamin D supplements for seven to ten days. Patients administered vitamin C had a rapid and statistically and clinically significant improvement in mood state, but no significant change in mood occurred with vitamin D, the researchers discovered. Their results were published recently in the journal Nutrition.

"Earlier studies, both in our hospital and in other centres, demonstrated that the majority of acutely hospitalized patients have subnormal levels of vitamins C and D in their blood," said Dr. L. John Hoffer, MD, PhD, an investigator at the Lady Davis Institute for Medical Research.

"About one in five acute-care patients in our hospital have vitamin C levels so low as to be compatible with scurvy," added Hoffer, also a Senior Physician in the Divisions of Internal Medicine and Endocrinology, and a professor of medicine at McGill University. "But patients are rarely given vitamin supplements. Most physicians are simply unaware of the problem. Subclinical deficiencies of vitamin C and D have each been linked to psychological abnormalities, so we examined that aspect in our clinical trial."

"The lack of any effect of vitamin D on mood is good evidence we are not dealing with a placebo response," said Dr. Hoffer. "This looks like a true biological effect. Our finding definitely requires follow up in larger studies in other centres," he said. "The treatment is safe, simple and cheap, and could have major clinical practice implications."


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http://www.naturalpedia.com/vitamin_C.html


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vitaminC

Kaufhaus HEMA, Holland, 8,95 EUR
Vitamin C macht nur Sinn, wenn es vom Körper aufgenommen werden kann. Dazu ist erforderlich, daß es mit Bioflavanoiden (Fruchtfleisch) versetzt ist und mit Retard-Wirkung (verlangsamte zeitlich gestreckte Aufnahme)
versehen wird.


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Vitamin C – Die Wahrheit über das wichtigste aller Vitamine
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Von Regina Garloff
Über kein anderes Vitamin wird so oft in den Medien berichtet wie über Vitamin C. Über kein anderes Vitamin werden so viel Lügen verbreitet wie über Vitamin C. In regelmäßigen Abständen kann man lesen, dass Vitamin C als Nahrungsergänzung nutzlos sei, weil es nur teuren Urin produzieren würde und weil seine Wirkungen auf den Körper wissenschaftlich nicht nachgewiesen seien.

Ist das wirklich wahr?

Die Wirklichkeit sieht anders aus: In Wirklichkeit gibt es kein anderes Vitamin, dass besser erforscht ist als Vitamin C. Die Damen und Herren, die Ihnen von der Schädlichkeit dieses Nährstoffes berichten, betreiben gezielte Desinformation.

Zu wessen Nutzen?

Ich lade Sie ein, mit mir zusammen zu einem Experten von Vitamin C zu werden. Alle Informationen, die ich Ihnen zusammengestellt habe, stammen aus veröffentlichten Studien und jedes einzelne Wort meiner Zusammenstellung kann durch Studien belegt werden. Sie ahnen bestimmt, warum diese Informationen in den deutschen Medien nicht veröffentlicht werden und warum die Ergebnisse dieser Studien nicht einmal der deutschen Ärzteschaft bekannt gemacht werden. Wenn Sie zum Kreis der Eingeweihten gehören, kennen Sie die Antworten bereits.

Wenn nicht, dann werden Sie am Ende der kleinen Broschüre eine gute Vorstellung davon haben, wie segensreich Vitamin C ist und welche Bedeutung es für Ihre zukünftige Gesundheit haben kann, wenn Sie sich regelmäßig – und ich betone:
regelmäßig – mit Vitamin C versorgen.

Was ist Vitamin C?

Vitamin C ist ein weißes kristallines Pulver, das sich leicht in Wasser auflösen lässt und sauer schmeckt, ein Kohlenhydrat mit der Formel C6H8O6, das als Reduktionsmittel funktioniert und Oxidation verhindern kann. Alle Pflanzen und fast alle Tiere können es aus Blutzucker durch Enzymumbau herstellen. Menschen, Affen und Meerschweinchen haben diese Fähigkeit verloren, weil ihnen ein dafür erforderliches Enzym durch Mutation abhanden kam. Dadurch wurde es für uns zum wichtigsten Schutzvitamin gegen Krankheiten und vorzeitiges Altern.

Das Überleben einer Art, die Vitamin C nicht mehr selbst herstellen kann, hängt davon ab, dass sie genügend davon mit der Nahrung aufnimmt. In grauer Vorzeit war das gegeben, weil sich unsere Vorfahren, die in wärmeren Gegenden lebten, ursprünglich überwiegend von Früchten und grünen Blättern ernährten, die reichlich Vitamin C enthielten. In der heutigen High-Tech-Zivilisation sieht es mit dem Vitamin-C-Nachschub eher düster aus: Durch unreifes Ernten, lange Transportwege, Lagerung und Zubereitung gehen bis zu 90 Prozent verloren Zudem sind heutige Obst- und Gemüsesorten wesentlich vitaminärmer als Wildarten und unserer Bedarf ist durch höhere Belastungen und ungesundere Lebensweise auch viel größer geworden..

Warum hat die Natur Vitamin C als Nummer eins unter den Vitaminen ausgewählt?

Vitamin C kann von Pflanzen und Tieren – bis auf die vorher genannten Ausnahmen – aus dem stets vorhandenen Fruchtzucker in zwei einfachen Schritten selbst hergestellt werden. So ist es schnell verfügbar, um überall eingesetzt zu werden:

  • Es ist allgegenwärtig als Feuerwehr gegen freie Radikale, wodurch es Zellen, Organe, Eiweißbausteine und andere Vitamine vor Zerstörung schützt
  • Es ist an rund 15 000 Stoffwechselabläufen beteiligt, unter anderem auch an der Hormonproduktion, an der Synthese von Nervenbotenstoffen und an der Herstellung von Kollagen
  • Ohne Vitamin C geht im Immunsystem nichts
  • Als Schadstoffentsorger aktiviert Vitamin C die Entgiftung der Leber, die Schadstoffe aus dem Blut sammelt, es bindet Schwermetalle und andere Schadstoffe und es verhindert die Umwandlung von Nitraten in krebsauslösende Nitrosamine
Die Geschichte einer Entdeckung – Skorbut als Vitamin-C-Mangelkrankheit

Vitaminmangelkrankheiten wie Skorbut, Beriberi, Pellagra, perniziöse Anämie und Rachitis verursachten in der Geschichte der Menschheit unendlich viel Leid und Millionen von Toten. Der Skorbut war über Jahrhunderte hinweg die klassische Seefahrer- und Expeditionskrankheit, weil auf den langen Seereisen keine frischen Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse verfügbar waren.

Auf der Entdeckungsreise des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama 1497, von Lissabon nach Indien, die fast ein Jahr dauerte, starben beispielsweise 100 von seinen 160 Mann Besatzung an Skorbut.

Die ersten Symptome des Skorbut sind nachlassende Körperkraft, Ruhelosigkeit, Depressionen und Erschöpfung. Die Haut wird fahl und dunkelgrau, der Kranke klagt über Muskelschmerzen. Es entstehen Mundgeschwüre, die Zähne fallen aus, der Atem riecht faul. In Muskeln und anderen Geweben entstehen große blutunterlaufene Stellen (durch innere Blutungen), die wie schwere Prellungen aussehen. Die letzten Stadien der Krankheit kennzeichnen Durchfall, totale Erschöpfung und schwerste Schädigungen von Lungen, Nieren und Herz mit Todesfolge.

Man ahnte, dass die Krankheit mit der Ernährung zu tun hatte. 1747 führte der schottische Arzt James Lind an 12 Skorbutpatienten seinen berühmten Versuch durch. Alle bekamen die gleiche Nahrung, zwei Teilnehmer erhielten zusätzlich jeden Tag zwei Orangen und eine Zitrone. Nach 6 Tagen waren die beiden mit Zitrusfrüchten ernährten Matrosen wieder gesund, während sich der Zustand der übrigen 10 Kranken nicht gebessert hatte.

Der deutsche Arzt August Hirsch wies in seinem Buch „Historisch-geographische Pathologie“ 1860 den Skorbut als Mangelkrankheit aus. Seine Nahrungsempfehlung: Frisches Gemüse, Kartoffeln, Sauerkraut und Zitrusfrüchte.

Der Chemiker Sylvester Salomon Zilva isolierte Vitamin C erstmals 1920 aus Zitronen. 1927 gewann der ungarische Biochemiker Albert Szent-Györgyi Vitamin C aus Paprika und Kohl, er gab ihm die Bezeichnung A-Scorbin-Säure (Säure gegen Skorbut). In seinen Forschungen von 1928 – 1932 erkannte er die Zusammenhänge zwischen der Oxidation von Nährstoffen und Energiegewinnung. Den Schweizer Chemikern Tadeusz Reichstein und Anton Grüssner gelang es 1933, das Vitamin C künstlich herzustellen. Sie gewannen aus zwei bis vier Kilo Glucose durch mikrobielle, biotechnologische Oxidationsreaktion ein Kilo Vitamin C. Diese Vorgehensweise ist auch heute noch Grundlage der industriellen Herstellung. Am 25. Oktober 1933 meldete die Firma Hoffmann-La-Roche das Patent an.

Szent-Györgyi erhielt 1937 den Nobelpreis für Medizin, Reichstein bekam den begehrten Preis 1950.

Die aktuelle jährliche Weltproduktion an Vitamin C beträgt etwa 60 000 Tonnen (zum Vergleich: vom Vitamin B12 werden 10 Tonnen hergestellt), 60 bis 70 Prozent davon sind für die Lebensmittel-Industrie bestimmt.

Ist der Skorbut besiegt?

Heute beobachtet man Skorbut und andere Mangelkrankheiten noch bei unterernährten Menschen in armen Ländern. Gelegentlich gibt es Einzelfälle in den USA.

Linus Pauling, der weltberühmte Biochemiker, Ernährungsexperte und zweifache Nobelpreisträger, schildert in seinem Buch „Das Vitamin-Programm“ (Literaturliste) folgendes: „
Cheraskin, Ringsdorf und Sisley erzählen in Ihrem Buch „The Vitamin C Connection“ (1983) die Geschichte einer 48-jährigen Kalifornierin, die mit Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und stark geschwollenem Bauch ins Krankenhaus kam. Im Verlauf von vier Jahren musste sie sechsmal operiert werden. Jedes Mal war die Bauchhöhle voller Blut. Um die ständigen inneren Blutungen zu stoppen wurden ihre Eierstöcke, der Uterus, der Blinddarm, die Milz und ein Teil des Dünndarms entfernt. Nach vier Jahren erkundigte sich ein Arzt schließlich nach ihren Essgewohnheiten und erfuhr, dass sie weder Obst noch Gemüse aß und auch keine zusätzlichen Vitaminpräparate nahm. Ihre Nahrung enthielt so wenig Vitamin C, dass sie zwar nicht an Skorbut starb, aber es war nicht genug, um ihre Blutgefäße ausreichend zu stärken und dadurch innere Blutungen zu verhindern. Ihr Blut enthielt nämlich nur 0,06 mg Vitamin C pro Deziliter. Nachdem man sie auf 1000 mg Vitamin C am Tag gesetzt hatte, normalisierte sich ihr Gesundheitszustand, wenn sich auch die durch die Operationen angerichteten Schäden nicht mehr beseitigen ließen (Cook und Milligan 1977).“

Pauling schreibt weiter:
„Ähnliche Fälle von beginnendem Skorbut kommen in den Vereinigten Staaten nur selten vor. Ich fürchte aber, dass sich der Gesundheitszustand der meisten Amerikaner in einem mehr oder weniger ernsten Vorstadium zum Skorbut befindet und es in ihrer Diät darüber hinaus auch an anderen wichtigen Nährstoffen mangelt. Die regelmäßige Einnahme von Vitamin C und anderen Vitaminen und Mineralien kann neben einer vernünftigen Ernährung und anderen die Gesundheit fördernden Maßnahmen die Lebensqualität der allermeisten Menschen wesentlich verbessern.“

Spektakuläre Erfolge mit Vitamin C

Bevor wir uns mit den vielen Funktionen beschäftigen, die Vitamin C im Körper ausübt, möchte ich ein paar beeindruckende Fallbeispiele vorausschicken.

Hepatitis: Linus Pauling schreibt in oben erwähntem Buch: „Vor 13 Jahren besuchte mich ein junger Arzt und sagte: „Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich litt an einer chronischen Hepatitis und wäre daran gestorben, aber dann hörte ich von Ihrer Therapie mit hohen Vitamin-C-Dosen, und sie hat mich geheilt.“

Schizophrenie: Pauling schildert in demselben Buch auf Seite 253 - 54 einen weiteren, eindrucksvollen Vitamineinsatz: „1970 ging ich zu Fuß die Hauptstrasse der kleinen Stadt Cambria an der kalifornischen Küste entlang, als ein vorbeifahrender Wagen anhielt, die Fahrerin ausstieg und auf mich zugelaufen kam. Sie sagte: „Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich bin 26 Jahre alt. Vor zwei Jahren wollte ich mir das Leben nehmen. Ich hatte sechs Jahre lang schwer an Schizophrenie gelitten. Dann hörte ich etwas über den Wert der Vitamine und von Ihrem Bericht über die orthomolekulare Psychiatrie. Ich habe es den Vitaminen zu verdanken, dass ich noch am Leben bin.“

Gürtelrose: In ihrem Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis (Literaturliste) schreibt Frau Prof. Blaurock-Busch auf S. 62 zur orthomolekularen Therapie von Gürtelrose u.a.: „Die intravenöse Gabe von 1g Vitamin C pro Stunde (= 10g Vitamin C täglich) erzielte bei allen 327 Patienten eine vollkommene Heilung innerhalb von drei Tagen (Zurelck M.:The treatment of shingles and herpes with vitamin C intraveneously, 1950)“ oder aus einer Studie des Forschers Klenner von 194 berichtet sie:„Bei sieben von acht Patienten konnten Vitamin-C-Injektionen innerhalb von zwei Stunden eine schmerzstillende Wirkung und eine komplette Heilung innerhalb von drei Tagen erzielen.“

Bursitis: Auch zur Bursitis (Schleimbeutelentzündung) gibt sie eine interessante Erfahrung weiter: „Ein Patient mit akuter Bursitis und extremer lokaler Schwellung, Empfindlichkeit, Schmerz und reduzierter Mobilität erhielt 2 bis 3 Mal täglich 200 – 300 mg Vitamin C, das Bioflavonoide enthielt. Innerhalb von 24 Stunden konnte eine deutliche Reduzierung der Schwellung und des Schmerzempfindens verzeichnet werden. Innerhalb 72 Stunden waren, außer einer leichten Druckempfindlichkei, alle Symptome beseitigt.“

Allergien: Frau Blaurock-Busch führt dazu u.a. eine Studie der Forscher Brown und Ruskin von 1949 an: „60 Patienten mit allergischer Rhinitis erhielten 1 – 2,25 g Ascorbinsäure und wenige mg Thiamin (Vitamin B1). Besserung wurde bei 50 Prozent der Patienten verzeichnet, die die geringeren Dosen erhielten, sowie bei 75 Prozent, die mit höheren Dosen supplementiert wurden.“

Erkältung: Dr. U. Strunz erwähnt in seinem Buch “Die Vitamin-Revolution“ (Literaturliste): „Wenn Sie merken, dass sich bei Ihnen eine Erkältung ankündigt, sollten Sie sofort für die nächsten sechs Stunden jede Stunde 1000 Milligramm Vitamin C einnehmen. Vitamin C wird von ihren Immunzellen aufgesogen und macht sie erst richtig aktiv. Weniger ist nicht wirksam! Das wurde erneut in einer Vitamin-C-Studie aus dem Jahr 2000 bestätigt: 263 Studenten bekamen bei den ersten Erkältungssymptomen in den ersten sechs Stunden stündlich 1000 Milligramm Vitamin C, danach dreimal täglich 1000 Milligramm. Die Schnupfensymptome nahmen um 85 Prozent ab im Vergleich zu einer Gruppe, die nur einmal täglich 1000 Milligramm Vitamin C einnahm. ... Der Vitamin-C- Bedarf in den Immunzellen vervielfacht sich bei einer Virusinfektion. Unter 5 Gramm ist da nicht viel zu machen. Hardliner nehmen sogar Vitamin C bis zur Durchfallgrenze. Die liegt bei etwa 10 bis 15 Gramm.

Asthma: Dazu schreibt Strunz: „Schon 9 Prozent der Kinder leiden heute unter Asthma. ... Aber auch die Zahl der erwachsenen Asthmatiker hat sich durch Luftverschmutzung und Schadstoffe in den letzten 20 Jahren verdoppelt. 9 Studien zu Asthma und Vitamin C zeigen die Verminderung von Asthmaanfällen, wenn täglich 1 bis 2 Gramm zusätzliches Vitamin C dauerhaft eingenommen werden...“

Lassen wir es erst einmal dabei bewenden und uns den Gründen zuwenden, warum Vitamin C solch vielfältige Wirkungen ausüben kann.

Welche Funktionen erfüllt Vitamin C im Körper?

Vitamin C erfüllt beeindruckend vielfältige Funktionen im Körper, weil es auf beiden Seiten der Redox-Reaktion (kombinierte Reduktion und Oxidation) beteiligt ist, die einem Molekül Wasserstoffatome entzieht oder hinzufügt. Insbesondere bei Enzymreaktionen ist es Wasserstoffspender und ist so u.a. beteiligt an der Synthese verschiedener Hormone und am Cholesterinabbau. Man könnte sagen, dass es ohne Vitamin C definitiv kein Überleben des Menschen gäbe:

Antioxidans: Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans und kommt in allen Zellen, in den Körperflüssigkeiten und im Blut vor. Dort wird es selbst oxidiert (und dabei verbraucht), um Zellen und Gewebe vor Oxidation mit freien Radikalen zu schützen. Zudem schützt es die Vitamine E, A und Folsäure, sowie die Vitamine B1, B2 und Pantothensäure vor Oxidation und hält sie in ihrer aktiven Form. Bei der Umwandlung von Kupfer zum Bestandteil des antioxidativen Enzyms Superoxid-Dismutase ist Vitamin C ebenfalls unentbehrlich.

Freie Radikale, die sehr aggressiv und ständig im Stoffwechselgeschehen vorhanden sind, führen zu Gewebeschäden, greifen Proteine, Lipide und Teile der DNS an. Freie Radikale und oxidativer Stress sind erwiesenermaßen beteiligt an der Entstehung von z.B. Allergien, Alzheimer, Arteriosklerose (und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Autoimmunkrankheiten, Bronchialasthma, Chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS), Colitis ulcerosa, Krebs, Morbus Crohn, Leberschaden, Parkinson, Multipler Sklerose (MS), Sarkoidose ...

Kollagenaufbau: Kollagen ist der wichtigste Bestandteil des Bindegewebes. Vitamin C ist ein wesentliches Coenzym für die Produktion von Kollagen, wo es mit Eisen zusammenarbeitet. Es bereitet die Aminosäuren Lysin und Prolin für die Einlagerung in kollagenen Fasern vor und bindet einzelne Fasern zu Bindegewebe. Bei Vitamin-C-Mangel entsteht schwaches Bindegewebe in Haut, Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen, weil weniger der Aminosäure Prolin in Hydroxiprolin, den Baustein für Kollagen, umgewandelt werden kann. Dadurch wird das Gewebe durchlässiger für Krankheitskeime.

Fettstoffwechsel: Von Vitamin C hängt der erste große Schritt für den Abbau von Cholesterin zu Gallensäuren ab. Wenn der Vitamin-C-Spiegel im Körper abnimmt, erhöht sich der Cholesterinspiegel in Leber und Blut. Dagegen erhöht Vitamin C das HDL- Cholesterin. Es senkt außerdem den Triglyceridspiegel und das gesundheitsschädliche Lipoprotein (a).

Eisenstoffwechsel: Vitamin C steigert durch Reduktion von dreiwertigem Eisen zu zweiwertigem Eisen die Resorption dieses Metalls im Organismus.

Entgiftungsfunktionen: Ascorbinsäure regt das Enzymsystem der Leber an, welches das Blut entgiftet und Medikamente sowie toxische Stoffwechselprodukte und Umweltgifte wie z. B. Lebensmittelzusatzstoffe, Pestizide, Formaldehyd, Cyanide, Acetaldehyd ... ausscheidet. Sie kann die schädliche Wirkung von Schwermetallen wie Quecksilber (Amalgam), Blei und Cadmium wirkungsvoll reduzieren, indem sie deren Aufnahme ins Blut verringert und sie in Lösung hält, so dass sie wieder ausgeschieden werden. Vitamin C mindert auch den Schaden durch Rauchen und reichlichen Alkoholgenuss. Zudem fördert es den Abbau von Alkohol im Blut.

Hormonproduktion: Nur wenn der Körper über genügend Vitamin C verfügt, kann er die erforderliche Menge Schilddrüsenhormon und aus der Aminosäure Tyrosin die Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die in den Nebennieren bei Stress ausgeschüttet werden, produzieren. Daher ist Vitamin-C-Mangel mit erhöhter Stressanfälligkeit und verminderter Stresstoleranz verbunden.

Carnitinsynthese: Vitamin C wird zusammen mit Niacin und Vitamin B6 benötigt, um aus den Aminosäuren L-Lysin und L-Methionin die Aminosäure Carnitin aufzubauen. Carnitin wird für die Fettverbrennung in den Mitochondrien benötigt, was für die optimale Funktion der Muskelzellen und des Herzmuskels wesentlich ist. Ascorbinsäuremangel senkt den Carnitinspiegel und vermindert die Energieproduktion aus Fetten, was zu Ermüdung und Muskelschwäche führt, später können Leberschäden und Angina Pectoris dazukommen.

Histamin: Vitamin C kontrolliert den Histaminspiegel im Blut und im Körper. Je tiefer der Vitamin-C-Spiegel sinkt, desto höher wird der Histaminspiegel, der wiederum Allergien, Asthma, Magengeschwüre und manche psychische Erkrankungen verschlimmert.. In Studien senkte die Einnahme von 1g Vitamin C, drei Tage lang gegeben, den Histaminspiegel bedeutend. Es hilft bei Abbau und Ausscheidung des Histamins.

Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter): Vitamin C ist zusammen mit Vitamin B6 und der Aminosäure Tryptophan beteiligt an der Biosynthese des Neurotransmitters Serotonin, auch „Glückshormon“ genannt. Er regelt die Drüsentätigkeit und ist wichtig für das Zentral-Nervensystem ( Gedächtnisfunktionen, Schlaf, Appetit, Temperaturregulation, sexuelles Verhalten ... ). Ein niedriger Serotoninspiegel kann zu Aggression oder Depression, Esssucht, impulsivem Verhalten u.v.a. führen.

Abdichtung der Kapillaren (feinste Blutgefäße): Vitamin-C-Mangel schädigt die Kapillaren, sie werden undicht und es kann zu Oedemen und Quaddeln wie auch Petechien (punktförmige Blutungen) kommen.

Tumorvorbeugung: Vitamin C hemmt die Bildung von Nitrosaminen aus Nitrit ( z.B. in Wurst und geräuchertem Fleisch, Käse ...), die in Magen, Blase und Nasen-Rachenraum zu Tumoren führen können. Hohe Vitamin-C-Konzentrationen zerstören Nitrite und Nitrate und verhindern so die Bildung von Nitrosaminen.

Magengeschwüre: Bei Helicobacter-Infektionen des Magens – das kann zu Magengeschwüren führen - sind dort die Vitamin-C-Konzentrationen deutlich verringert.

Proteinverzuckerung und AGE : Vitamin C hemmt die Proteinverzuckerung (Glycolisierung) und die Bildung sogenannter Advanced Glycolisation Endproducts (AGE), die an der Entstehung diabetischer Spätfolgen und nervendegenerativer Erkrankungen wesentlich beteiligt sind.

Glutathionstoffwechsel: Glutathion schützt besonders die schwefelhaltigen Enzyme in den roten Blutkörperchen vor Oxidation. Diese Reaktionen können nur dann normal funktionieren, wenn Vitamin C, Selen, Vitamin B2, E, Niacin und Beta-Carotin ausreichend im Körper vorhanden sind. Ein Mangel an diesen Vitalstoffen führt zur Erschöpfung reduzierten Glutathions. Die Folge ist Fettoxidation und damit Membranzerstörungen der Zellen.

Immunabwehr: Vitamin C stärkt auf vielfältige Weise das Immunsystem: Es steigert die Antikörperproduktion und regt die Bildung weißer Blutkörperchen (Leukozyten) an, die wesentlich für den chemischen Angriff auf Erreger sind und für ihre anschließende Beseitigung durch Fresszellen (Makrophagen). Durch einen hohen Vitamin-C-Spiegel können die dadurch entstandenen Oxidationsprodukte schadlos gemacht werden. Ist nicht genügend Ascorbinsäure in den Zellen vorhanden, wird die Beweglichkeit und damit Wirksamkeit der Leukozyten sehr eingeschränkt.

Bei akuten Infektionen fällt die Vitamin-C-Konzentration in den weißen Blutkörperchen bis zur Hälfte ab, bei einer Virusinfektion kann sie innerhalb von Stunden bis an die Skorbut-Grenze sinken. Erniedrigte Ascorbinsäure-Spiegel treten auch auf bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, beim Malabsorptionssyndrom und im Endstadium von Tumorerkrankungen. Langfristige Einnahme bestimmter Medikamente (vor allem Acetylsalycilsäure – Aspirin -, Tetracycline und Corticosteroide) kann die Vitamin-C-Reserven deutlich senken.

Das Forscherteam Yonemoto am Nationalen Krebsinstitut der USA untersuchte 1976 gesunde Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und bestimmten ihre Blutwerte. Danach bekamen sie an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils 5 Gramm Vitamin C. Die Wiederholung der Messung zeigte, dass die Lymphozyten um 83 Prozent zugenommen hatten. Eine weitere dreitägige Vitamin-C-Gabe von je 10 Gramm verdreifachte die Lymphozytenbildung.

Anregung zur Bildung der Antikörper IgG und IgM: Linus Pauling schreibt dazu im bereits zitierten Buch: „Man hat festgestellt, dass die Aufnahme größerer Dosen von Vitamin C zur Herstellung einer größeren Anzahl von Antikörpermolekülen führt. Über eine Vermehrung von Antikörpern der Typen IgG und IgM berichtet Vallance (1977). ... Prinz und seine Mitarbeiter haben 25 gesunden männlichen Studenten je 1 Gramm Vitamin C und 20 ähnlichen Versuchspersonen ein Placebo verabreicht. Nach 75 Tagen stellten sich bei den Personen, die das Vitamin C bekommen hatten, im Serumspiegel eine deutliche Zunahme der Immunoglobuline IgA, IgG und IgM fest (Prinz u.a. 1977, 1980)... IgA ist der am häufigsten vorkommende Antikörper (zusammen mit einigen Klassen IgM). Alle drei Formen wirken antiviral und sind im Blut und in der interstitiellen Flüssigkeit enthalten...“

Anregung der Interferonsynthese – Vitamin C als nebenwirkungsfreies Antibiotikum: Interferone sind Proteine mit antiviralen, wachstumshemmenden Eigenschaften. Sie sind wichtig für die Behandlung von Virusinfekten und bei Krebs. Bereits der Nobelpreisträger Linus Pauling wies nach, dass durch höhere Vitamin-C-Gaben größere Mengen körpereigener Interferone gebildet werden. Schon im Jahr 1935 bewiesen der Forscher Jungblut und andere Wissenschaftler, dass Vitamin C in ausreichender Konzentration den Poliomyelitisvirus (Kinderlähmung), den Herpesvirus (Lippenbläschen, Windpocken, Gürtelrose), den Hepatitisvirus und weitere Viren inaktiviert.

Robert Fulton Cathcart berichtete 1981 über seine Beobachtungen an 9000 Patienten mit Virenerkrankungen, die er mit hohen Dosierungen von Ascorbinsäure behandelt hatte. Er konstatierte die höchste Wirksamkeit, wenn die Dosis an der oberen Verträglichkeitsgrenze lag. (Verträglichkeitsgrenze, von Pauling auch als Bowel-Tolerance = Stuhlgangstoleranz bezeichnet, ist die Dosis an Vitamin C, bei der der Stuhlgang anfängt weich zu werden. Das kann individuell von 1 bis zu 20 g Vitamin C schwanken ). Schwerstkranke vertragen nach seinen Beobachtungen bis zu 200 g täglich, bei Besserung reduziert man auf 4 bis 15 g am Tag. Er hatte mit hohen Ascorbinsäure-Gaben auch gute Erfolge bei Herpes, Hepatitiis B und akuter Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber)

Alterung: Jeder Alterungsvorgang im Körper wird durch freie Radikale beschleunigt. Sie vernetzen Proteine im Bindegewebe, was deren Funktion einschränkt und Vorgänge in den Zellen stört. Freie Radikale lassen die roten Blutkörperchen vorzeitig altern und die Immunfunktionen abnehmen. Sie können auch Fehlreaktionen im Abwehrsystem verursachen, was zu Allergien, chronischen Entzündungen, Rheuma, Hautkrankheiten und auch Krebs führen kann.

Antioxidantien wie Vitamin C helfen dem Körper dabei, seine Strukturen vor Oxidation und damit vor zu schneller Alterung zu schützen.

Bereits Studien aus den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wiesen nach, dass Menschen über 60 Jahre durchschnittlich etwa 50 Prozent mehr Vitamin C benötigen als jüngere Zeitgenossen.

Vitamin-C-Bedarf, Verträglichkeit und Dosierung

Das National Institute of Health (Nationales Gesundheitsinstitut) der USA hat erstmals 1994 eine klinische Studie über den täglichen Mindestbedarf von Vitamin C durchgeführt. Dieser wurde für junge gesunde Männer von 25 Jahren mit 200 mg pro Tag beziffert. Frauen im gebärfähigen Alter haben einen höheren Bedarf (monatliche Blutung).

Eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung ist Voraussetzung dafür, dass der Körper seine vielfältigen biochemischen Aufgaben erfüllen kann. Ansonsten sind Mangelerscheinungen und Krankheiten die Folge.

1953 legte man den Tagesbedarf zur Vermeidung von Skorbut mit 10 mg täglich fest. Die offiziellen Empfehlungen zur täglichen Zufuhr orientieren sich wohl eher an den Werten zur Vermeidung von Skorbut, als an einer optimalen Versorgung. Durch zunehmende Umweltbelastungen und denaturierte Nahrungsmittel sowie ein hohes Stressniveau liegt der Bedarf an diesem Vitamin weitaus höher.

Zahlreiche Symptome weisen auf ein Defizit hin („chronischer, subklinischer Skorbut“):
Verminderte Leistungsfähigkeit, Ermüdung bei geringer Belastung, Appetitlosigkeit, Neigung zu Blutungen (Nasenbluten, Zahnfleischbluten beim Zähneputzen ...), Parodontose, Neigung zu grippalen Infekten, reduzierte Eisenaufnahme (Blässe), schlechte Wundheilung ...

Langzeitfolgen einer Vitamin-C-Unterversorgung: Neigung zu Arthritis, Tendenz zu Knochenbrüchen, frühzeitige Arteriosklerose, frühzeitige Senilität mit beschleunigtem Abbau der körperlichen und geistigen Funktionen ...

Im Vergleich mit der Vitamin-C-Synthese von Säugetieren, müsste ein Erwachsener täglich 400 bis 3000 mg Vitamin C aufnehmen, um einen Vitamin-C-Spiegel zu erreichen, wie ihn Tiere ohne Stress haben. Bei Krankheit und starkem Stress wären es auf den Menschen umgerechnet 3 bis 17 Gramm täglich, um den Vitamin-C- Spiegel gestresster oder kranker Tiere zu erreichen. Der berühmte Ernährungsexperte Linus Pauling schreibt in dem bereits erwähnten Buch:
„Ich habe mir diese Auffassung zu eigen gemacht, und auch andere Forscher sind zu ähnlichen Schlüssen gekommen, dass nämlich die für den Menschen optimale Menge Ascorbinsäure sehr stark variieren kann, vielleicht sogar bis zum Achtzigfachen der geringsten Gabe, also von 250 mg bis zu 20 Gramm am Tag oder sogar noch darüber hinaus.

Seit das Vitamin C vor 50 Jahren entdeckt wurde, sind Tausende von wissenschaftlichen Berichten über die Untersuchung dieser Substanz veröffentlicht worden. Trotzdem kann der Leser dieses Buches fragen, weshalb die Bandbreite der optimalen Gaben dieser wichtigen Substanz nicht schon seit langem zuverlässig nachgewiesen worden ist, und zweitens, weshalb ihm niemand sagen kann, welche Menge er selbst zur Erhaltung eines möglichst guten Gesundheitszustandes einnehmen soll. Die erste Frage lässt sich zum Teil damit beantworten, dass schon eine sehr geringe Menge des Vitamins, vielleicht täglich 10 mg, genügt, um die meisten Menschen vor dem Skorbut zu schützen, und dass Ärzte und Ernährungswissenschaftler deshalb zu der Überzeugung gekommen sind, dass es nicht notwendig sei, größere Mengen zu sich zu nehmen. Obwohl einige Ärzte vor 40 oder 50 Jahren beobachtet haben, dass hundert- oder tausendmal größere Dosen bei der Behandlung der verschiedensten Krankheiten günstige Wirkungen zeigten, haben die meisten Mediziner und Wissenschaftler diese Erkenntnisse ignoriert.

Die Antwort auf die erste Frage liegt aber auch darin, dass Untersuchungen, welche die gewünschten Ergebnisse brächten, große Mühen und hohe Kosten verursachen würden. Es ist viel leichter, irgendein stark wirkendes Medikament zu untersuchen, das dem Patienten in kurzer Zeit Erleichterung verschafft. Allerdings ist es schwerer, etwas über die möglichen Langzeitschäden zu sagen, die das stark wirkende Medikament bei einem Teil der Patienten verursacht, denen es verordnet wird. Es gibt zahlreiche ausgezeichnet vorbereitete und ausgeführte epidemiologische Studien über die Auswirkungen der Ernährung und anderer Faktoren auf die Häufigkeit von Krankheiten und die Wahrscheinlichkeit des Todes in den verschiedenen Altersstufen. ... Ein Teil dieser Studien zeigt, dass sich die Häufigkeit der Erkrankungen und die Wahrscheinlichkeit, in den verschiedenen Lebensaltern zu sterben, bei den Menschen verringert, die größere Mengen des Vitamin C (und auch einiger anderer Vitamine) zu sich nehmen, als bei denen, deren Diät geringere Mengen angeben. ...“

Der Vitamin-C-Entdecker Szent-Györgyi schrieb 1970 an Pauling
:“Ich habe von Anfang an den Eindruck gehabt, dass die Mediziner die Öffentlichkeit über den Wert der Ascorbinsäure falsch informiert haben. Wenn man mit der täglichen Nahrung keine Ascorbinsäure zu sich nimmt, erkrankt man an Skorbut und, so sagten die Mediziner, wenn man keinen Skorbut bekäme, sei man in Ordnung. Ich halte das für einen schweren Irrtum. Der Skorbut ist nicht das erste Anzeichen für einen Vitaminmangel, sondern ein Krankheitszustand kurz vor dem Tode. Um wirklich ganz gesund zu sein, braucht man viel mehr, sehr viel mehr. Ich nehme selbst etwa ein Gramm täglich. Das heißt nicht, dass dies die optimale Dosis ist, weil wir nicht wissen, was es wirklich bedeutet, völlig gesund zu sein, und wie viel Ascorbinsäure wir dafür brauchen. Ich kann Ihnen nur sagen, dass man völlig gefahrlos jede Menge Ascorbinsäure zu sich nehmen kann.“

Vitamin-C-Resorption: Der Forscher Cathcart empfiehlt, bei Krankheit die oralen Gaben an Vitamin C solange zu erhöhen, bis der Stuhlgang weich ist (bowel tolerance), er machte die Beobachtung, dass die benötigte Menge gerade so hoch ist, dass noch keine Darmbeschwerden (Durchfall, Krämpfe) auftreten. Erst die Menge, die zur Zellsättigung führt, löst Durchfall aus.

Diese Verträglichkeitsgrenze liegt für Menschen mit guter Gesundheit bei 4 bis 15 Gramm täglich, bei Kranken kann sie bis auf 100 Gramm und mehr steigen (kurzfristig, bei Krebs und chronischen Krankheiten auch länger).

Linus Pauling nahm übrigens bis zu seinem Lebensende – er wurde 93 Jahre und war bis zuletzt sehr rüstig – täglich 12 g Vitamin C ein. Eine Umfrage des Magazins „Prevention“ erbrachte, dass 90 Prozent der namhaften Ernährungswissenschaftler in den USA selbst zwischen 1000 bis 3000 mg zusätzliches Vitamin C täglich einnehmen.

Bioverfügbarkeit: Wenn Vitamin C in hohen Dosen verabreicht wird, scheiden die Nieren einen Teil davon bald wieder aus, dabei hängt der Umfang der Ausscheidung vom Sättigungsgrad im Körper ab. Je größer also der Mangel an Vitamin C ist, desto mehr nimmt der Körper davon auf. Der Transport von Ascorbinsäure in die Zellen und Gewebe ist komplex. Man konnte nachweisen, dass reduziertes und oxidiertes Vitamin C in den meisten Geweben getrennt transportiert wird.

Die Anzahl der Vitamin-C- Transporter in der Darmschleimhaut ist begrenzt. Daher sollte man die Tagesdosis auf mehrere Portionen verteilen. Bei oraler Gabe wird ein Teil bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Eine Einzeldosis Vitamin C von 200mg wird zu 100 Prozent aufgenommen, bei 500 mg sind es noch 73 Prozent und bei 1250 mg 49 Prozent – bei steigender Dosierung nimmt also die Bioverfügbarkeit ab. Eine Kombination mit Bioflavonoiden ist sinnvoll, sie können die Aufnahme von Ascorbinsäure erhöhen und tragen mit ihrer hohen antioxidativen Kraft zum gegenseitigen Schutz vor Oxidation bei (z.B. Hagebutten).

Personen mit erhöhtem Vitamin-C-Bedarf:

  • Dialysepatienten, Hochleistungs- und Freizeitsportler, Flugpersonal und Vielflieger, Raucher und Alkoholiker, Personal in Bestrahlungs- und Röntgeneinrichtungen, Menschen, die verstärkt Umweltgiften ausgesetzt sind wie Arbeiter in Chemiefabriken, Laborpersonal ..., Schulkinder, Senioren, Schwangere und Stillende, Menschen mit Fehl- und Mangelernährung, Menschen mit psychischen oder physischen Hochleistungen, Personen mit hoher Stressbelastung, Darmkranke, Allergiker und Krebskranke...
  • Ein hoher Blutzuckerspiegel stört die Aufnahme von Vitamin C in die Zellen, daher haben Diabetiker einen höheren Bedarf. Diabetiker haben einen niedrigeren Vitamin-C-Spiegel in den Zellen, sind infektanfällig und ihre Immunreaktionen sind eingeschränkt.
  • Je kranker ein Mensch ist, desto mehr Vitamin C braucht er!

Medikamentenwirkstoffe, die zu höherem Vitamin-C-Verbrauch führen:

Acetylsalicylsäure (Aspirin), die „Pille“, Barbiturate, Corticoide, Chlortetracyclin, Tetracycline, Calcitonin, Antidepressiva, Selenchloridpräparate ...

Anzeichen für Vitamin-C-Mangel:

  • Unzureichende Synthese von Kollagen und damit des Bindegewebes verursacht entzündetes und blutendes Zahnfleisch, Kapillarbrüchigkeit und verminderte Wundheilung
  • Durch unzureichende Carnitinsynthese kommt es zu Schwäche, Abgespanntheit, Müdigkeit, Leistungsabfall und Muskelschmerzen
  • Die Ansammlung von Keratin in den Haarwurzeln führt zu rauer Haut
  • Die unzureichende Produktion von Neurotransmittern begünstigt Reizbarkeit, Depressionen und psychische Veränderungen
  • Die herabgesetzte Immunität führt zu Infektionsanfälligkeit und Allergien
  • Der verminderte Oxidationsschutz kann das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall, Arthritis, Grauen Star, Krebs und andere Zivilisationskrankheiten erhöhen
  • Störung des Stoffwechsels von Proteinen, Hormonen und Cholesterin.
Bereits ein geringer Mangel an Vitamin C schwächt die Funktion der Nebennieren, man wird anfälliger für Stressreaktionen. Bei Kindern zeigt sich Vitamin-C-Mangel zunächst durch Unruhe und leichte Erregbarkeit.

Die 5 Stadien des Vitaminmangels:

Ein Mangel an Vitaminen lässt sich erst bei schweren Mangelzuständen anhand der Blutspiegel feststellen, denn selbst wenn die Vitaminspeicher der Zellen entleert sind, können die Blutspiegel noch „normal“ sein. Der Wissenschaftler Brubacher hat daher 1983 die sechs Stadien der Entwicklung eines Vitaminmangels eingeführt:

  • 1. Stufe: Die Gewebespeicher werden teilweise entleert, während die Blutspiegel noch stimmen
  • 2. Stufe: Umsatz und Ausscheidung sind vermindert, der Blutspiegel unverändert
  • 3. Stufe: Vitaminabhängige Enzymreaktionen werden eingeschränkt
In den ersten drei Stadien kann man klinisch noch nichts erkennen. Hier können jedoch bereits langfristig die Ursachen für spätere chronische Erkrankungen gelegt werden.

  • 4. Stufe: Die ersten unspezifischen klinischen Symptome werden sichtbar, selbst jetzt kann der Blutspiegel noch Normalität vortäuschen
  • 5. Stufe: Nun erst zeigen sich charakteristische Mangelsymptome, die sich jedoch durch Zufuhr der entsprechenden Vitamine noch beheben lassen
  • 6. Stufe: Irreversible Gewebs- und Organschäden, die auch durch Zufuhr des entsprechenden Vitamins nicht mehr behebbar sind
Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass eine relative Unterversorgung mit Vitaminen häufig ist und dass eine optimale Versorgung mit Vitaminen die Gesundheit verbessern und das Leben verlängern kann, sowie chronischen Erkrankungen vorbeugt.

Es ist wissenschaftlich gesichert, dass eine „Überversorgung“ mit Vitaminen keinesfalls schädlich ist.
Nebenwirkungen/Toxizität: Es ist keine toxische Obergrenze für Vitamin C bekannt. Es wird sowohl bei oraler Einnahme als auch bei venöser Einspritzung gut vertragen. Als wasserlösliches Vitamin wird es kaum gespeichert, Überschüsse werden mit dem Urin ausgeschieden, daher ist es toxikologisch ungefährlich. Der Körper hat für Vitamin C nur eine geringe Speicherkapazität, die jedoch gesteigert werden kann. Bei täglicher Zufuhr von nur 100 mg kann er circa 1500 mg speichern, erhöht man die tägliche Menge auf 200 mg, kann er bereits 5000 mg speichern. – Eine gute ständige Versorgung schafft damit schnell verfügbare Reserven für den Krankheitsfall bzw. zur Vorbeugung.

Auf nüchternen Magen eingenommen, können Mengen von 4 bis 15 Gramm täglich eventuell abführend wirken. Diejenige Dosierung wird als bedarfsdeckend erachtet, die zu leicht sämigem Stuhl führt, aber noch keinen Durchfall auslöst. - Übrigens ist Vitamin C ein unschädliches Abführmittel, wenn Verstopfung ein Problem ist.

Zu Beginn einer oralen Therapie mit Ascorbinsäure kann es vereinzelt zu Blähungen kommen. In diesem Fall sollte man eine geringe Anfangsdosis wählen und langsam bis zur gewünschten Menge steigern. Auch ist es angebracht, die Tagesmenge auf mehrere Einzelportionen (3 – 5) zu verteilen.

Übersäuerung des Magens: Ascorbinsäure ist weitaus schwächer als Magensäure. Empfindliche Menschen, die zu Übelkeit oder Sodbrennen neigen, können auf das basische Calciumascorbat ausweichen. Meistens lassen sich Probleme bereits dadurch vermeiden, dass man Vitamin C am Ende einer Mahlzeit einnimmt.

Die Befürchtung, dass Vitamin C die Harnsteinbildung fördert, hat sich als unbegründet erwiesen, ebenso die Vermutung, dass die Vitamin B12-Aufnahme behindert wird.

Auswirkungen auf den Elektrolytstoffwechsel: Die Firma Bayer hat 1991 eine Studie an 12 Personen durchgeführt, die 12 Wochen lang täglich ein Gramm Vitamin C bekamen. Ergebnis der Untersuchung war, dass Ascorbinsäure keinen Einfluss auf den Elektrolytstoffwechsel hat, dass es also auf die Ausscheidung über den Harn von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink und Mangan nicht einwirkt. Eine andere Studie mit täglich 4 Gramm Vitamin C zeigte ebenfalls keine Veränderung der Elektrolytausscheidung.

Harald Krebs fasst in seinem Buch „Vitamin-C-Hochdosistherapie“ (Literaturliste) die Unbedenklichkeit so zusammen:
„Nach den vorliegenden Ergebnissen über die Anwendung von Vitamin C in oraler oder parenterealer Form auch im Megadosenbereich zu urteilen, gibt es keine Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen der Vitamin-C-Hochdosistherapie.“

Ausscheidung von Vitamin C: Ausnahmslos alle wasserlöslichen Vitamine werden über den Urin ausgeschieden, egal ob sie aus Nahrung oder aus Nahrungsergänzungsmitteln stammen. So verhält es sich auch mit Vitamin C, das im Urin in zwei Varianten gefunden wird, nämlich verbraucht als Dehydroascorbinsäure – die zuvor im Körper aktiv war und dabei zwei Wasserstoffatome verwendet hat, um der Oxidation und Schädigung körpereigener Moleküle vorzubeugen - oder unverbraucht als Ascorbinsäure.

Dazu muss man wissen, dass Krankheit generell auf Oxidation beruht, die durch ein Übermaß an freien Radikalen ausgelöst wird. Eine gute Versorgung mit Antioxidantien wie Vitamin C kann freie Radikale unschädlich machen und damit auch krankes Gewebe in den Normalzustand zurückführen. Aufgabe von Antioxidantien ist es ja dafür zu sorgen, dass andere Moleküle nicht ooxidieren. Bei dieser Aktion wird es selbst oxidiert und verbraucht sich dabei. Daher ist seine Ausscheidung sinnvoll.

Vorkommen von Vitamin C in der Nahrung: Nennenswerte Mengen befinden sich nur in frischem Obst und Gemüse, reif geerntet und schnell verbraucht. Lagerung und Zubereitung führen zu hohen Verlusten. Kochen halbiert den Vitamin-C-Gehalt, lagern und warm halten (Kantinenessen) führen zu weiteren Verlusten, da Ascorbinsäure durch Luftsauerstoff, besonders bei hohen Temperaturen, zerstört wird, ebenso bei Anwesenheit von Schwermetallen (beispielsweise Kochen im Kupfertopf). Der beste natürliche einheimische Vitamin-C-Spender ist die Hagebutte mit vielen begleitenden Bioflavonoiden und Enzymen.

Anwendungsgebiete von Vitamin C

Allergien wie Bronchialasthma, allergischer Schnupfen (von Pollen, Hausstaub, Tierhaaren ...), Neurodermitis: Vitamin C senkt Histamin, welches Entzündungen fördert. Neben Glutathion ist Ascorbinsäure das wichtigste Antioxidans in der Bronchialflüssigkeit.

Gröber empfiehlt in seinem Lehrbuch: „Orthomolekulare Medizin“ (Literaturliste) bei allergischen Krankheiten täglich 2 bis 5 Gramm Vitamin C oral (z.B. 4 x 500 mg) und ein- bis zweimal die Woche 7,5 bis 15 Gramm parenteral (intravenös). Eine langfristige Vitamin-C-Einnahme kann die Histaminwerte um bis zu 38 Prozent senken. Allergiker haben übrigens häufig zu niedrige Vitamin-C-Blutwerte.

Arteriosklerose/Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ascorbinsäure erhöht Abbau und Ausscheidung von Cholesterin und schützt diese Substanz vor Oxidation. Es vermag Blutcholesterin und Triglyceride (Blutfette) zu senken und gleichzeitig das schützende HDL- Cholesterin zu erhöhen. Hohe Vitamin-C-Dosierungen sind in der Lage, das Verklumpen von Blutplättchen zu reduzieren und so beispielsweise die Gefahr von Blutgerinnseln in Beinen und Lungen nach einer Operation zu vermindern. Zudem stärkt Vitamin C die Wände der Blutgefäße. Es vermindert außerdem die übermäßige Radikalbildung in den Gefäßwänden und erhöht die Entspannungsfähigkeit der Blutgefäße, was erhöhten Blutdruck vermeiden hilft. In einer doppeltblinden, randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie an 46 Patienten mit koronarer Herzkrankheit führte die Gabe von 500 mg Vitamin C täglich über den Zeitraum von einem Monat zu einer signifikanten Verbesserung der Gefäßentspannung.

Die Klinikerin und Orthomolekularmedizinerin Frau Dr. Blaurock-Busch empfiehlt bei Arteriosklerose zu jeder Mahlzeit ein Gramm Vitamin C zu nehmen.

Bluthochdruck: Bei einer randomisierten, Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 45 Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) senkten 500 mg Vitamin C täglich, einen Monat lang genommen, den Blutdruck bereits durchschnittlich um 9 Prozent. Bei normalem Blutdruck hatte Ascorbinsäure keinen senkenden Einfluss. (Beide Studien sind dem Buch von Gröber entnommen). Untersuchungen des japanischen Forschers Yothika verglichen Vitamin-C-Werte von gesunden und von Männern mit hohem Blutdruck im Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Ergebnis: Männer mit niedrigen Vitamin-C-Werten hatten einen wesentlich höheren Blutdruck.

Vitamin C eignet sich besonders zur Prävention von Verkalkung der Herzgefäße (Koronarsklerose), der Hirngefäße (Zerebralsklerose) und der peripheren Blutgefäße (an Armen und Beinen).

Eine Studie des Forschers Brody von 1992 mit mehr als 11 000 Amerikanern demonstrierte, dass eine Vitamin-C-reiche Ernährung die Sterblichkeitsrate von Herz-Kreislaufkrankheiten deutlich reduzierte.

Diabetes mellitus: Diese Blutzuckerkrankheit ist die häufigste Stoffwechselkrankheit. Schlimmer als die ständige Überwachung und Steuerung des Blutzuckerspiegels sind die schweren Folgeerkrankungen am Blutgefäß- und Nervensystem. Der Grund dafür sind die viel zu lang und in zu hoher Konzentration in der Blutbahn kreisenden Zuckermoleküle. Sie verbinden sich unter dem Einfluss freier Radikale mit Proteinen und Fetten zu sogenannten AGEs (Advanced Glycation End Products), die sehr klebrig sind und dadurch die Transportwege in und aus den Zellen und auch Blutgefäße zukleistern. Die Zellen altern dadurch schneller und auf der Haut sind diese Karamellisierungen als Altersflecken sichtbar. Zu allem Überfluss vermehren AGEs auch noch die Produktion freier Radikale, die bei Diabetikern zusätzlich Blutfette ranzig werden lassen und damit die Blutgefäße zusetzen. Bei diabetischen Rauchern (mit jedem Zigarettenzug werden circa 10 000 freie Radikale erzeugt) verzwanzigfacht sich damit das Infarktrisiko.

Studien beweisen, dass bereits ein Gramm Vitamin C täglich die Entstehung der klebrigen AGEs um ein Drittel senken kann. Vitamin E kann AGEs ebenfalls vermindern.

Diabetiker haben ein viermal höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall als Gesunde. Bei ihnen setzen sich auch die kleinen Blutgefäße in Gliedmaßen, Nieren und Augen zu. Sie haben ein 20fach erhöhtes Risiko zu erblinden und eine 50fach höhere Wahrscheinlichkeit für Amputationen. Zudem haben sie häufig Nierenschäden, da deren Gefäße ebenfalls verstopfen.

Viele Diabetiker leiden an Zahnfleischentzündungen und schlecht heilenden Hautgeschwüren, auch hier kann Vitamin C hilfreich sein.

Vitamin C und Zucker: Beide Substanzen sind sich so ähnlich, dass sie mit demselben Mechanismus in die Zellen transportiert werden. Bei hohem Blutzuckerspiegel sind daher die Andockstellen der Zellen besetzt, Vitamin C kommt nur schwer hinein. Diabetiker brauchen wegen dieser Konkurrenz zum Zucker ein Vielfaches an Vitamin C, um in der Zelle eine optimale Konzentration zu erreichen. Und noch etwas: Vitamin C besetzt auch (wenn es reichlich vorhanden ist) die Andockstellen für Zucker an vielen Proteinen, die sonst zu AGEs karamellisieren könnten.

Bei Diabetikern wandern Vitamine aus den Zellen: Wenn nur ungenügend Vitamin C in den Zellen ist und weitere Stoffwechselstörungen vorliegen, produzieren die Zellen vermehrt Sorbitol (ein Zuckeralkohol, der eigenartigerweise auch als Süßstoff für Diabetiker zugelassen ist), was dazu führen kann, dass kleinere Moleküle wie Antioxidantien und Vitamine aus den Zellen herausgepumpt werden. Dadurch leidet der gesamte Zellstoffwechsel und es entstehen viele freie Radikale in den Mitochondrien – den Energiezentralen -, welche die Zellen schädigen. Studien zeigen, dass bereits zwei Gramm Vitamin C täglich die Sorbitolproduktion in den Zellen halbieren kann. Zudem unterstützt es die Aminosäuren- und Proteinsynthese im Körper.

Eisenmangel: Vitamin C erhöht die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln und auch aus Eisenpräparaten.

Erkältungskrankheiten: Zahlreiche Studien zeigen, dass reichliche Einnahme von Vitamin C gleich zu Beginn der Symptome, die Krankheitsdauer wesentlich verringert. Das Immunsystem verbraucht viel Vitamin C, um die Aktivität der Leukozyten (die Bakterien und Viren töten) zu erhöhen. Uwe Gröber schreibt in seinem Buch:“Orthomolekulare Medizin“: „In einer doppeltblinden und Placebo-kontrollierten Studie an 133 Patienten führte die orale Gabe von 3 x täglich 2 g Vitamin C über 5 Tage im Vergleich zu Placebo zu einer drastischen Verbesserung des Krankheitsverlaufs (Erkältungsdauer und –symptome). Für den Erfolg der Vitamin-C-Therapie ist die rechtzeitige Anwendung (ab Erkältungsbeginn) und die Einnahmedauer (5 Tage) wichtig.“

Gicht: Vitamin C vermag die Harnsäurewerte zu reduzieren, weil es deren Ausscheidung über die Niere erhöht.

Infektionen – Natürliches Antibiotikum Vitamin C: Ab einer täglichen Menge Vitamin C, die höher als 1 Gramm ist, erhöht dieses Vitamin bei Infektionen leicht die Körpertemperatur, was die Funktion der weißen Blutkörperchen anregt. Ascorbinsäure hilft zudem, wie wir bereits wissen, den Histaminspiegel zu vermindern (hohe Histaminwerte behindern das Immunsystem und verstärken verstopfte Nasen und belegte Bronchien). Vitamin C regt die Produktion weißer Blutkörperchen an und erhöht ihre Fähigkeit, Bakterien und Viren (das schafft kein Antibiotikum!) zu zerstören. Immunzellen haben einen 40-fach höheren Vitamin-C-Gehalt als andere Blutzellen! Nur wenn Fresszellen (die Erreger ausmerzen) mit Vitamin C vollgesogen sind und genug Vitamin E in ihren Zellwänden haben, können sie freie Radikale abschießen. Ohne reichlich Nachschub gleich zu Beginn einer Infektion, wird Vitamin C schnell verbraucht und die Immunzellen können nicht mehr optimal arbeiten.

Geschwüre: Eine schlechte Vitamin-C-Versorgung erhöht das Risiko für Geschwüre und Blutungen daraus (Hämorrhagien). Ein guter Vitamin-C-Status beugt vor oder hilft heilen.

Hämorrhoiden: Reichlich Vitamin C (siehe Verträglichkeitsmenge oder Darmtoleranz) kann zu weichem Stuhlgang führen und darüber hinaus die Venen rund um den After stärken, Schwellungen vermindern und die Tendenz zu Blutgerinnseln reduzieren.

Gewichtsabnahme: Mancher tut sich schwer damit, die gewünschten Kilos zu verlieren. Einer der Gründe könnte eine unzureichende Carnitinproduktion sein. Wir erinnern uns: Carnitin ist ein Eiweißmolekül, das Fette in die Mitochondrien transportiert, damit sie dort in Energie umgewandelt werden. Man könnte Carnitin als Fett-Taxi in die Zellöfen bezeichnen. Genügend Protein und Vitamin C sorgen für eine gute Carnitinproduktion.

Hepatitis, akute: In einer Studie des Forschers Baetgen von 1957 bis 1958 erhielten 245 infizierte Kinder täglich 10 Gramm Vitamin C. Alle erholten sich schnell von der Krankheit. Eine Studie von Bauer/Straub aus dem Jahr 1954 erbrachte, dass die tägliche Einnahme von 10 Gramm Vitamin C die Krankheitsdauer der Testpersonen um 50 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe reduzierte.

Knochenschmerzen: Brüche, Krebs und andere Knochenerkrankungen können Schmerzen verursachen, die durch reichlich Vitamin C gelindert werden können.

Krebsschutz: Die DNS einer menschlichen Zelle ist jeden Tag etwa 10 000 Angriffen durch freie Radikale ausgesetzt, die wesentlich an der Krebsentstehung beteiligt sind. Vitamin C ist Co-Faktor der Oxidasen (Enzyme) in der Leber, die kanzerogene Stoffwechselprodukte entgiften und ist auch wesentlich an der Abwehr freier Radikale und damit an der Vermeidung schädlicher Oxidation beteiligt. Ebenso spielt es eine zentrale Rolle bei der Verteidigung der körpereigenen Abwehr gegen Krebs und beim Schutz vor Krebs erregenden Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln wie beispielsweise Nitrate, Pestizide und andere Chemikalien und auch Schwermetalle. Vitamin C senkt so das Krebsrisiko, insbesondere im Verdauungstrakt (Mundschleimhäute, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Uterus, Harnblase) und Brustkrebs. Epidemiologische Studien stellen eine enge Beziehung von niedrigen Vitamin-C-Spiegeln und dem Vorkommen vorgenannter Krebsarten fest. In der 1996 ausgewerteten Iowa-Studie mit 34 000 Frauen senkten bereits 500 mg Vitamin C täglich das Brustkrebsrisiko um 21 Prozent gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen.

Gladys Block vom nationalen amerikanischen Krebsforschungsinstitut stellte eine Zusammenfassung von 47 Studien über zusätzliches Vitamin C und Krebs vor. In 34 dieser Studien wurde eine verminderte Krebsrate aufgezeigt.

In der sogenannten Basel-Studie wurden die Plasmaspiegel antioxidativer Vitamine von 2974 Männern untersucht. Sie verdeutlichte, dass eine unzureichende Versorgung mit antioxidativen Nährstoffen mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden ist. Eines der Ergebnisse war, dass Männer mit niedrigen Vitamin-C-Blutspiegeln ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs und andere Krebsarten der Verdauungswege haben.

Lebenserwartung: Eine Langzeitstudie an 11 000 Amerikanern zeigt: 800 mg zusätzliches Vitamin C täglich gegenüber 50 mg bei einer Kontrollgruppe, erhöhen die Lebenserwartung um 5 Jahre. 2001 wurde eine Studie mit den Vitamin-C-Blutwerten von 20 000 Briten im Alter von 49 bis 71 Jahren abgeschlossen. Sie zeigte auf: Je höher die Vitamin-C-Blutwerte, desto geringer die Sterblichkeit.

Müdigkeit/Abgeschlagenheit: Vitamin C ist zusammen mit den B-Vitaminen an der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Im Extremfall kann durch Dauerstress und ungenügende Vitaminzufuhr das chronische Müdigkeits-Syndrom entstehen. Hierbei kommt es zu Energielosigkeit durch schlechte Fettverbrennung zu Konzentrationsproblemen, Gereiztheit, Abgeschlagenheit und Depressionen. Botenstoffe und Energieproduktion werden durch hochdosiertes Vitamin C und B-Vitamine wieder angekurbelt.

Psychische Störungen: Für Menschen mit Depressionen, Schizophrenie oder manisch-depressiven Störungen kann Vitamin C sehr hilfreich sein, weil es an der Produktion der Neurotransmitter beteiligt ist, an denen es bei diesen Störungen mangelt.

Rauchen/Alkohol: Im Vergleich zum Nichtraucher hat der Raucher ein doppelt oder dreifach so hohen Vitamin-C-Bedarf, weil der Ascorbinsäureabbau durch die zahlreichen freien Radikale im Rauch beschleunigt wird. Vitamin C kann die Leber vor Schäden und Fetteinlagerung als Folge reichlichen Alkoholkonsums bewahren.

Schwermetallvergiftungen: Vitamin C vermindert die Aufnahme von Schwermetallen in den Körper, hält sie in Lösung und beschleunigt so ihre Entgiftung und Ausscheidung. Übrigens: Wer 8 Amalgamfüllungen hat, nimmt täglich circa 10 mg Quecksilber auf, das dann Jahrzehnte im Gehirn bleibt. Bleiwerte von Rauchern ( im Tabakrauch enthalten) konnten mit 1000 mg Vitamin C, täglich und regelmäßig genommen, um 81 Prozent gesenkt werden.

Sehstörungen: Vitamin C vermag den erhöhten Augeninnendruck bei grünem Star (Glaukom) zu senken und seine antioxidative Kraft kann grauen Star (Katarakt) verhindern helfen. In einer Studie mit 247 Frauen im Alter zwischen 56 und 71 Jahren war die Langzeitanwendung (10 – 12 Jahre) von mindestens 400 mg Vitamin C täglich mit einer 77 Prozent geringeren Rate an frühen Linsentrübungen gekoppelt. In 10 Vitamin-C-Studien mit insgesamt 80 000 Teilnehmern ließ sich der Altersstar um 40 bis 50 Prozent verringern. Es gibt auch Hinweise, dass regelmäßige Vitamin-C-Gaben das Fortschreiten des grauen Stars reduziert. Wenn die Linse durch freie Radikale Schaden erleidet, wird sie trüb und lichtundurchlässig. 20 Prozent der über 65-Jährigen und 50 Prozent der über 75-Jährigen haben durch Linsentrübung einen Grauschleier vor den Augen. Übrigens ist der Vitamin-C-Gehalt in der Tränenflüssigkeit 59 mal so hoch wie im Blut und in der Linse ist er noch konzentrierter.

Wundheilung: In Wunden finden wir besonders viel Vitamin C, dort wird es zur Neubildung von Kollagenfasern für neue Haut benötigt. Die Vitamin-C-Blutwerte fallen nach Verletzungen, Verbrennungen und Operationen um gut die Hälfte ab, weil es sofort zu den Wunden mobilisiert wird. Je niedriger die Vitamin-C-Werte bereits vorher waren, desto schlechter heilen die Wunden. Ascorbinsäure kurbelt nach Verletzungen, Verbrennungen, Brüchen oder Operationen die Kollagenproduktion an, was die Wunden schneller heilen lässt. Ein bis drei Gramm zusätzliches Vitamin C am Tag beschleunigt das Verschließen des Gewebes und die Narbenbildung. In jeder Wunde gibt es auch zahlreiche Keime und freie Radikale, mit denen Vitamin C aufräumt.

Zahnfleischschwund: Vitamin C vermindert Zahnfleischblutungen und –entzündungen und fördert deren Heilung. Eine reichliche Zufuhr dieses Vitamins kann die Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen reduzieren.

Vitamin C und Lysin – unentbehrlich für ein funktionierendes Bindegewebe

Die folgenden Informationen sind weniger geläufig. Sie wurden uns freundlicherweise vom Internisten Dr. med. Gottfried Lange zur Verfügung gestellt und von uns zusammengefasst.

Wir wissen aus den vorherigen Ausführungen bereits, dass Vitamin C benötigt wird, um Kollagenfasern im Körper zu produzieren und auch, um die einzelnen Fasern zu stabilen Faserbündeln zu vernetzen. Unser Bindegewebe besteht aus Kollagenfasern (griech. kolla = Leim), die eine große Zugfestigkeit haben und kaum dehnbar sind, und aus einer formlosen Grundsubstanz, in die Bindegewebsfasern und Bindegewebszellen eingelagert sind. Ein Mangel an Vitamin C führt zu Bindegewebsschwäche. Somit ist die Verfügbarkeit von genügend Vitamin C Voraussetzung für Aufbau und optimale Instandhaltung, für Festigkeit und Elastizität des Bindegewebes. Auch die Aderwände bestehen aus Bindegewebe.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Aminosäure Lysin. Da sie der Körper nicht selbst herstellen kann, muss er Lysin mit der Nahrung aufnehmen. Lysinmangel führt ebenso zur Bindegewebsschwäche. Zitat Dr. Lange:
„Heutzutage besteht ein weitverbreiteter Mangel sowohl an Vitamin C als auch an Lysin.“

Etwa ein Drittel des Körpers besteht aus Bindegewebe bzw. Stützgewebe, unterteilt in Bindegewebe, Knorpelgewebe, Knochengewebe und Fettgewebe. Es handelt sich um Gerüstgewebe, das man auch als Zwischenzellgewebe oder extrazelluläre Matrix bezeichnet. Kollagen ist das Protein, das die Zellen zusammenhält, stabile Blutgefäße aufbaut, die Grundlage für Struktur und Stabilität der Knochen liefert, die Stabilität von Geweben und Organen bewirkt und bestimmte Hautschichten bildet. Kurz gesagt, Bindegewebe verleiht dem Körper Struktur. Ein Kollagenfaserbündel von 1 mm Durchmesser trägt ein Gewicht von 10 Kilo.

Das weichere, zellreiche Bindegewebe (lockeres Bindegewebe) schiebt sich in die Spalten anderer Gewebe, unterteilt, umhüllt und verbindet Organe, und führt ihnen Nerven und Blutgefäße zu (kleine Blutgefäße enden stets im Bindegewebe, von dort werden die Zellen mit Nährstoffen versorgt und Schlacken werden abtransportiert). Derberes Bindegewebe bildet Sehnen, Bindegewebshüllen (Fascien) und Bänder.

Die aus Kollagenfasern gebildeten Blutgefäße und äußeren Umhüllungen der Organe sind sehr stabil und widersetzen sich stärkerer Dehnung.

Physiologischer Abbau von Kollagenfasern: Wie gelangen Immunzellen durch geschlossene Blutgefäßwände in umliegende Organe oder Makrophagen (Fresszellen) durch ein Organ zum Einsatzort, beispielsweise zu einer Entzündung? Oder spezieller: Wie kommt jeden Monat eine reife Eizelle durch den geschlossenen Eierstock in den Eileiter?

Da Kollagenschichten sehr stabil sind, gibt es kein „Durchdrängeln“. Oben beschriebene Vorgänge kommen nur durch enzymatische Bindegewebsverdauung zustande. Mittels kollagenverdauender Enzyme, den Kollagenasen, wird die Wand des Blutgefäßes oder des Eierstocks punktuell verdaut, der Durchtritt kann erfolgen. Danach wird die Öffnung durch Kollagensynthese sofort wieder verschlossen. Im Körper sind bindegewebsverdauende und bindegewebsreparierende Enzymsteuerungen genau ausbalanciert.

Krankhafter Abbau von Kollagenfasern: Durch neuere Forschung wissen wir, dass sich ausbreitende krankhafte Vorgänge die Bindegewebsverdauung benutzen und sich nur dadurch ausbreiten können. Das gilt sowohl für die Ausbreitung von Infektionen im Körper, als auch für chronische Entzündungen, Allergien, Arteriosklerose und Krebs.

Den „Missbrauch“ dieses Mechanismus schauen wir uns am Beispiel der Krebszelle an:
Damit eine fehlprogrammierte Zelle im Körper eine Krankheit verursachen kann, müssen zwei Steuerbefehle gleichzeitig wirken, nämlich Zellvermehrung und Auflösung des umgebenden Bindegewebes.

Durch Zellvermehrung allein könnte sich keine Krankheit im Körper ausbreiten, weil die Bakterien, Viren oder Krebszellen die Barriere des Bindegewebes gar nicht überwinden könnten. Beispielsweise ist eine Krebsgeschwulst gar nicht in der Lage, durch den Druck des Wachstums Kollagenfasern zu durchdringen. Solch eine bösartige Zelle bedient sich daher der Kollagenverdauung durch Enzyme.

Je mehr kollagenverdauende Enzyme eine Krebsart bildet, desto bösartiger ist sie. An den Orten größten Wachstums findet man die höchste Konzentration kollagenverdauender Enzyme, wie immunhistologische Studien ergeben.

Die enzymatische Kollagenverdauung durch die Krebszelle ist somit Voraussetzung für

  • Expansives Wachstum am Entstehungsort
  • Eindringen von Krebszellen in die Blutgefäße und
  • Ausbrechen von Krebszellen aus den Blutgefäßen, beispielsweise von Leberkrebszellen aus den Lungenkapillaren mit der Folge von Lungenmetastasen
Diese Vorgänge sind nur möglich, wenn Kollagenfasern enzymatisch durchtrennt werden. Dabei werden die körpereigenen Regelmechanismen überbeansprucht und schließlich erschöpft.

Kann man diesen krankhaften Kollagenabbau blockieren?
Inzwischen hat man Enzymblocker gefunden, die als Nahrungsergänzung erhältlich sind:

Lysin: Erwiesenermaßen ist die Aminosäure Lysin der wichtigste Blocker kollagenverdauender Enzyme. Sie hat unter den Aminosäuren den Stellenwert wie Vitamin C unter den Vitaminen. Lysin kann die enzymatische Auflösung des Kollagens verhindern, indem es eine Bindungsstelle besetzt. Damit kann es die Ausbreitung von arteriosklerotischen, entzündlichen, allergischen und krebsartigen Prozessen hemmen, die sich alle der Bindegewebsauflösung bedienen. Zudem ist Lysin selbst einer der wichtigsten Bausteine des Kollagens. Dr. Lange: „Sinnvolle therapeutische Lysin-Dosen beginnen bei 6 Gramm pro Tag und liegen oft bei 10 g pro Tag und mehr. Eine Überdosierung von Lysin ist ebenso wenig möglich wie eine Überdosierung von Vitamin C. Ein 70 kg schwerer menschlicher Körper enthält ungefähr 600 g Lysin als Bindegewebsbaumaterial gebunden.“

Prolin: Auch diese Aminosäure ist ein wichtiger Baustein des Kollagens. Der Körper kann sie in begrenzter Menge selbst herstellen, bei aggressiven oder chronischen Krankheiten ist er jedoch überfordert und es kommt zu Prolinmangel, weil die große Menge kollagenverdauender Enzyme einen hohen Kollagenumsatz verursachen. Daher ist es hier ratsam, Prolin als Nahrungsergänzung zu nehmen.

Vitamin C: Damit die Neuproduktion von Kollagen in genügendem Maße stattfinden kann, benötigt man auch reichlich Vitamin C. Dr. Lange erachtet tägliche Mengen zwischen 5 und 20 g als sinnvoll.

Zum Schluss noch einmal Dr. Lange wörtlich:

„Zusätzlich ist unbedingt ein ausgewogen zusammengesetztes und genügend hoch dosiertes Multi-Vitalstoff-Präparat zu empfehlen, da es sich bekanntlich um ein komplexes Stoffwechselgeschehen handelt und mindestens 45 Vitalstoffe für den Menschen absolut lebensnotwendig sind.

Voraussetzung für den therapeutischen Erfolg ist, dass man diese Präparate hoch genug dosiert und lange genug verabreicht.

Entscheidend für jeden Therapieerfolg ist natürlich immer der folgende Zusammenhang: Es müssen nicht nur alle benötigten Bau- und Betriebsstoffe zur Verfügung gestellt werden, sondern auch die Zellkommunikation und –koordination muss mittels der Therapie wieder einreguliert werden und damit die entgleisten Funktionen.“

Literatur:
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2006
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Linus Pauling: Das Vitaminprogramm, Goldmann 1992
Harald Krebs: Vitamin-C-Hochdosistherapie, Urban & Fischer 2010
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007
Strunz/Jopp: Die Vitaminrevolution, Gräfe und Unzer 2003
Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Ingeborg Münzing-Ruef: Kursbuch gesunde Ernährung, Heyne 2000
Dr. Gottfried Lange: Bindegewebe und L-Lysin - Vortrag
Quelle:
http://www.naturepower.ch/wissen-fuer-sie/hintergrundwissen/vitamin-c-die-wahrheit-ueber-das-wichtigste-aller-vitamine/
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FAQ
Was ist eigentlich natürlich und was nicht? Unnatürlich ist nicht unbedingt etwas, das nicht in einem pflanzlichen oder tierischen Organismus entstanden ist.


Es gibt vier verschiedene Vitamin-C-Moleküle. Vitamin C hat zwei asymmetrische Kohlenstoffatome und existiert damit in vier verschiedenen stereoisomeren Formen. Nur die L-(+)-Ascorbinsäure ist für den Organismus von Nutzen. Daher sollte ein brauchbares Präparat nur diese Form enthalten. Leider finden Sie diese Angaben bei den meisten Anbietern im Internet nicht. Wenn Sie die Idee haben, dass Vitamin C gleich Vitamin C ist, werden Sie sich vielleicht fragen, warum das Vitamin C im Supermarkt so „billig“ ist … Die L-(+)-Ascorbinsäure, die wir verwenden, ist deutlich teuer als die sonst übliche Form …

 
Zur Natürlichkeit ist außerdem anzumerken, dass Vitamin C in der Natur kaum in Form von Ascorbinsäure vorkommt, sondern überwiegend in Form der Mineralstoffverbindungen der Ascorbinsäure, z.B. Calciumascorbat, Magnesiumascorbat oder Zinkascorbat. Diese natürlichen Salze der Ascorbinsäure sind auch nicht sauer, so dass man weder die Zähne schädigt noch den Organismus übersäuert. Ein bekanntes Beispiel ist Paprika, eine der vitamin-C-reichsten Gemüsearten. Jeder weiß, dass Paprika nicht sauer schmeckt. Aber er enthält Unmengen von Vitamin C.


Im letzten Gesundheitsbrief hatte ich einen
Link zu unserem Calciumascorbat ( http://www.naturepower.ch/calciumascorbat.html ) genannt. Dieses Calciumascorbat ist die natürliche Form von Vitamin C, die wir Ihnen für eine Langzeitanwendung empfehlen. Sie sollten also die Finger von billigem Vitamin C aus dem Supermarkt lassen. Sie tun sich damit bei einer Langzeitanwendung keinen Gefallen. Kurzzeitig ist diese Form kein Problem.
Außerdem kommt in der Natur nie ein Stoff allein vor, sondern stets in Kombination mit anderen Stoffen. Das ist auch noch wichtig für die Natürlichkeit eines Präparates. Zum Beispiel wirkt Vitamin C in mancher Hinsicht viel besser in Kombination mit Bioflavonoiden.

Wenn Sie zum Profi werden wollen: Um den vollen Durchblick bezüglich Vitamin C zu erreichen, ist in höchstem Maße empfehlenswert das Buch der Professoren Steve Hickey und Hilary Roberts, Universität Manchester, mit dem Titel "Ascorbate - The Science of Vitamin C", erhältlich von
www.lulu.com, sehr preiswert als Download und etwas teurer als Paperback. Die Autoren sind sehr sorgfältig vorgegangen, um wirklich Meinungen und Behauptungen von eindeutig belegten wissenschaftlichen Tatsachen zu trennen. Das ist ihnen in meinen Augen sehr gut gelungen.

Was man ja auch bedenken muss, ist, dass Vitamin C das am heftigsten umkämpfte Vitamin ist, weil es "leider" das Potenzial hat, die Pharmaindustrie Pleite gehen zu lassen - und in diesem Zusammenhang wird eine gewaltige Menge Falschinformation gestreut und sehr geschickt gestreut. Bei allen Studien zu Vitamin C muss man immer hinterfragen, wer sie gemacht hat, wie sie angelegt war und – sorry – wer sie bezahlt hat. Kurz gesagt: Was sollte bewiesen werden?

Zur Erhellung des Themas "Vitamin C und Krebs" halte ich für die besonders interessierten Leser unter Ihnen noch eine im Journal of Orthomolecular Medicine erschienene Arbeit bereit.  Schreiben Sie mir, wenn Sie daran interessiert sind: Es geht darin um den Einsatz von Vitamin-C-Infusionen bei Krebs und die erzielten Ergebnisse.
(Gerd Schaller)

Quelle: http://www.naturepower.ch/

Nature Power Trading Ltd. - Bullrushes Farm, Coombe Hill Road - East Grinstead, West Sussex - England, RH19 4LZ

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