Die Geschichte der UFO-Sichtungen
1896 - 1984

1460

1896 - 1909

Bereits im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts ist es über weiten Teilen der Vereinigten Staaten zu einer Welle von Ufo- Sichtungen gekommen. Innerhalb eines halben Jahres, zwischen November 1896 und Mai 1897, sagten Tausende von Menschen aus, geheimnisvolle Luftschiffe beobachtet zu haben.

Es begann in Sacramento, Kalifornien, wo aufgeschreckte Bürger einen Lichtfleck über den nächtlichen Himmel wandern sahen. Anschließend breitete sich eine Sichtungswelle aus, die auch den Bundesstaat Washington und Teile von Kanada mit einschloß. Nicht immer blieb es bei der Beobachtung von Lichterscheinungen, manchmal wurde ein dunkles Objekt bezeugt, das die Form eines Fasses, einer Zigarre oder manchmal auch eine Eiform hatte. Aus dem beobachteten wellenförmigen Flugverhalten des Körpers zog man den Schluß, daß es irgendwie vom Wind angetrieben wurde. Die Bandbreite der Spekulationen über eine mögliche Herkunft dieser Luftschiffe in der Presse reichte von außerirdischen Invasoren bis hin zu amerikanischen Erfindern.
Nachdem sich die Presse dieses Themas einmal angenommen hatte, wurden auch Ufo-Sichtungen am Boden gemeldet. Zwei Methodisten- Pfarrer berichteten beispielsweise von einem seltsamen leuchtenden Objekt, das sich bei ihrer Annäherung in die Luft erhob. Und die Geschichten wurden immer bizarrer. So wurden aus dieser Zeit schon die ersten Abductions-Versuche geschildert, und ein Bürger aus Michigan beteuerte, daß ihn eine Stimme aus den Wolken um vier Dutzend Eier-Sandwiches und eine Kanne Kaffee gebeten habe. Offensichtlich war der zutiefst beeindruckte Mann dieser Bitte nachgekommen. Alles wurde in einem Eimer zu einem unsichtbaren Fluggerät hinaufgezogen.

Am 21. April 1897 veröffentlichte die 'Houston Post' einen Fall, der sich zwei Tage zuvor in Beaumont, Texas, zugetragen hatte. Hier tauchte zum ersten Mal ein Mann namens Wilson auf, der später auch noch an anderen Stellen des Landes von sich reden machte. Auf einer benachbarten Weide bemerkten J.B. Ligon, örtlicher Vertreter der Magnoliabrauerei, und sein Sohn seltsame Lichter. Sie machten sich sofort auf den Weg und trafen auf vier Männer, die neben einem großen, dunklen Objekt standen, das sie nicht genau erkennen konnten. Der Mann, der sich ihnen als Wilson vorstellte, bat um einen Eimer Wasser und erklärte ihnen bereitwillig, daß sich er und seine Crew in einer fliegenden Maschine auf dem Rückweg von einem Ausflug befänden und nun zurück nach Iowa wollten. Dort seien insgesamt fünf derartige Luftschiffe wie jenes gebaut worden, die Flügel seines Luftschiffes, berichtete er, würden mit Elektrizität angetrieben.

Einen Tag später, also noch vor der Veröffentlichung dieses Erlebnisses in der 'Houston Post', vernahm Sheriff H. W. Baylor aus Uvdale, Texas, Stimmen hinter seinem Haus, und er bemerkte ungewöhnliche Lichter. Natürlich ist der Sheriff sofort hinausgegangen. Dort traf dann auf ein Luftschiff und ebenfalls auf einen Mann namens Wilson. Dieser berichtete ihm, daß er aus Goshem, New York, stamme, und er erkundigte sich nach seinem alten Bekannten, Sheriff C.C. Akers, den er vor zwanzig Jahren in Fort Worth getroffen hätte und nun besuchen wolle. Enttäuscht, daß der Sheriff fortgezogen war, bestiegen alle wieder ihr Luftschiff, nachdem sie zuvor noch um einen Eimer Wasser gebeten hatten, setzten die großen Flügel und Propeller in Betrieb und flogen davon.
Die 'Houston Post' veröffentlichte in den nächsten Tagen noch weitere Zeugenberichte, die von ähnlichen Begegnungen handelten. Am 27. April bestätigte schließlich ein C.C. Akers in einem Leserbrief der 'Galveston Daily News', daß er tatsächlich in Fort Worth einen gewissen Wilson aus New York gekannt habe, der über große technische Fähigkeiten verfügt und sich auch tatsächlich mit Luftfahrt beschäftigt habe.

Wiederum die 'Houston Post' war es, die den Bericht des Farmers H.C. Lagrone aus Deadwood, Texas, brachte, der ein strahlendes Licht erblickt hatte, das die nahegelegenen Felder umkreiste, bis es schließlich zu Boden sank und landete. Fünf Männer seien aus einem Luftschiff ausgestiegen, und während zwei von ihnen Wasser in Eimern herbeischafften, erzählten ihm die anderen, daß ihr Luftschiff eines von fünfen sei, die in Illinois gebaut wurden. Sie wären im ganzen Land umhergeflogen und unter anderem auch in Beaumont gelandet.

Mitte des Jahres 1897 ebbte diese Ufo-Welle ab, nur noch vereinzelte Sichtungen, insbesondere jetzt aus Schweden, Norwegen und Rußland wurden gemeldet.

1908

Daß es sich bei den gesichteten Fluggeräten um irdische gehandelt hat, ist sehr wahrscheinlich. Allerdings waren 1896/97 in den USA offiziell noch keine Luftschiffe gebaut worden, und von einem Mister Wilson ist offiziell nichts bekannt geworden, obschon die Luftschiffe für die damalige Zeit eine sensationelle Errungenschaft gewesen wären, wenn er sie wirklich gebaut hätte. Zu der Zeit gab es nur in Frankreich fortgeschrittene Forschungen an Luftschiffen, und natürlich auch in Deutschland. Ferdinand Graf Zeppelin befaßte sich seit 1892 mit dem Bau von Luftschiffen, aber sein erstes Luftschiff hob erst am 2. Juli 1900 in der Nähe von Friedrichshafen am Bodensee ab. In den USA gab es zwar ebenfalls Forschungen in diese Richtung, vor allem am heute noch berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT), aber über fertige Luftschiffe verfügte man noch nicht. Etwas anders sah es dagegen mit Gleitflügen aus. So konnte der Ingenieur Octave Chanute 1896 erfolgreich an den bemannten Gleitflugexperimenten des Deutschen Otto Lilienthal anknüpfen, der im selben Jahr bei einem Absturz tödlich verunglückte.

In Paris baute der Brasilianer Alberto Santos-Dumont sein erstes Luftschiff und flog im Jahre 1901 von St.-Cloud zum Eiffelturm und zurück in weniger als dreißig Minuten.

Auch Forschungen der motorisierten Luftfahrt wurden schon betrieben, aber erst am 17. Dezember 1903 erfolgte der erste erfolgreiche Motorflug von den Gebrüdern Wright. Und die Raketenexperimente ließen auch nicht lange auf sich warten, 1906 begann der Amerikaner Robert Goddard mit seinem Raketenexperiment.

Die Zeit um die Jahrhundertwende zeichnete sich also durch eine rasante Entwicklung in allen technischen Bereichen der Luftfahrt aus. Viele hochengagierte Ingenieure und Techniker in Amerika und Europa arbeiteten parallel zueinander an ihren neuesten Erfindungen. Auch wenn man von dem meisten Erfindern vielleicht gar nichts gehört hat, schließlich muß man sagen, daß die großräumige Informationsverbreitung und Kommunikation quasi noch in ihren Kinderschuhen steckte und man in Amerika nicht immer alles wußte, was in Europa geschah, und umgekehrt, so kann man sehr wohl davon ausgehen, daß in dieser Zeit immer wieder Fluggeräte den Himmel gekreuzt haben - wenn auch noch in geringer Höhe -, die kein Mensch kennen konnte. Dementsprechend werden auch die guten Herzens bezeugten hohen Beschleunigungswerte mancher Fluggeräte auf das mangelnde Einschätzungsvermögen der Zeugen zurückzuführen sein. Wenn damals Zeugen berichteten, daß ein Flugkörper "davongebraust" war, dann hatten sie als Vergleichsmaßstab vielleicht die Geschwindigkeit eines Pferdes im Sinn.

Die These vom Besuch einer außerirdischen Zivilisation war damals überhaupt nicht so verbreitet wie heute. Auch wenn damals schon Autoren wie Jules Verne (1828 - 1905) Beschreibungen von Luftschiffen, Raumfahrzeugen und Außerirdischen in ihren phantastischen Abenteuergeschichten verwendeten, so zielten die meisten Vermutungen damals auf irgendwelche irdischen Ingenieure ab, die ihr Fluggerät ausprobiert hätten. Da zwei zeugen unabhängig voneinander ausgesagt haben, sie hätten einen Mister Wilson in einem Luftschiff getroffen, kann man davon ausgehen, daß es diese Person höchstwahrscheinlich gegeben hat. Ob aber seine fünf Luftschiffe wirklich ursächlich hinter jeder der vielen Ufo-Sichtungen gestanden haben, muß angezweifelt werden.
Schon bei dieser ersten neuzeitlichen Ufo-Welle kann man den Einfluß der Presse erkennen, die natürlich allzu bereitwillig auch noch die banalsten Ufo-Meldungen ausgeschmückt hat, um daraus eine sensationelle Geschichte zu drehen. Daß dabei Spekulation und Augenzeugenbericht nicht immer sorgfältig getrennt wurden, liegt in der Natur des Journalismus. Schließlich hatte man sich als Verleger von Anfang an gegenüber Konkurrenten auf dem Markt zu behaupten. Was lag also näher, als sich durch ein paar reißerische Zusätze einen Vorteil verschaffen zu wollen. Daß diese Zeitungsberichte wiederum die Phantasie der Leserschaft beflügelte, liegt auf der Hand.

Wie aber verhält es sich mit der nächsten größeren Ufo-Welle aus dem Jahre 1909, die vor allem in Südostengland stattfand? Auch hier wurden Luftschiffe gesehen, aber man hielt sie nicht für Produkte irgendwelcher unbekannter Erfinder - die Zeit der Luftschiffe war ja längst angebrochen -, sondern diesmal für feindliche deutsche Spionage-Fluggeräte. Allerdings muß man dazu sagen, daß zu der Zeit das deutsche Luftschiffprogramm eigentlich nicht so weit entwickelt war, um die vielfach im Zusammenhang mit den Luftschiffen beobachteten Geschwindigkeiten und Flugmanöver durchführen zu können. Nach einigen Verlusten existierten nur 1909 noch drei flugfähige Luftschiffe im Luftfahrtprogramm von Graf Zeppelin, und sie waren noch im Experimentierstadium und für Aufklärungsflüge nicht geeignet.

Doch was war geschehen? Am 23. März 1909 ging Wachtmeister Kettle frühmorgens in Peterborough auf Patrouille. Plötzlich vernahm er ein ungewöhnliches Motorengeräusch, und als es sich umblickte, bemerkte er am Himmel einen großen, zigarrenförmigen Körper, der sich gegen die Sterne abhob, ein helles Licht trug und rasend schnell davonzog. Anfangs zog man seine Glaubwürdigkeit in Zweifel, aber als mehrere Menschen von nächtlichen Suchscheinwerfern, hellen Lichtern und Luftschiffen berichteten, wurde man doch ein wenig unruhig, wenn auch Kettles angebliches Luftschiff von seinen Vorgesetzten als "sehr feiner Drachen über den Häusern der Cobden Street" und das Licht als Lampion an dem Drachen wegerklärt wurde. Und auch die anderen beobachteten Phänomene wurden mit konventionellen Erklärungen bagatellisiert. Bei dieser Version blieb man weiterhin, allerdings konnte man die täglichen Meldungen aus ganz Südostengland und auch aus anderen Gebieten kaum ignorieren. So hörten C.W. Allen und einige seiner Freunde im Dorf Kelmarsh über sich einen lauten Knall und das Knattern einer Motors. Trotz des dunklen Himmels erblickten sie ein etwa dreißig Meter langes, walzenförmiges Luftschiff, am Bug und Heck mit Positionslichtern versehen und einer Plattform an der Unterseite, das schnell ihren Blicken entschwand.

Nachdem die Presse die Fälle aufgegriffen hat, wurden die Meldungen zahlreicher und bizarrer. So schilderten zwei Männer, daß sie am Abend des 13. Mai in der Nähe von London ein sechzig bis siebzig Meter langes Luftschiff beobachtet hätten. An Bord befand sich angeblich ein glattrasierter "Yankee" und ein Deutscher, der eine Kalebassenpfeife rauchte und um etwas Tabak bat. Einer der Zeugen will ihm aus seinem Beutel etwas abgegeben haben. Die beiden Zeugen waren ständig von einem Suchscheinwerfer geblendet, der ihre Gesichter anstrahlte, aber dennoch konnten sie sehen, daß der Deutsche vor sich eine mit Nadeln übersäte Karte ausgebreitet hatte, während der Yankee in einer Art Käfig hinter einige Hebeln saß. Als der Yankee einen Hebel zog, sei das Licht ausgegangen und das Luftschiff unvermittelt davongeflogen.

Auch aus Wales wurde am 18. Mai nachts gegen 23.00 Uhr von dem Puppenspieler C. Lethridge auf einem Berg ein "langes, röhrenförmiges Objekt" beschrieben, das am Straßenrand lag. Daneben standen zwei Männer in dicker Pelzkleidung, die mit irgend etwas beschäftigt waren. Als er sich ihnen näherte, bemerkten sie ihn, sprangen auf und redeten in einer seltsamen Sprache miteinander. Jedenfalls war es kein englisch, eher walisisch. Dann stieg das zigarrenförmige Gerät auf, und die beiden Männer sprangen in einen Käfig, der an der Unterseite angebracht war. Als die eine gewisse Höhe erreicht hatten, setzten sie Positionslichter und flogen schnell davon.

Als Lethridge später mit Reportern die Stelle untersuchte, fanden sie alles aufgewühlt vor. Auch lagen dort Verpackungsmaterial aus Papiermaché, ein Deckel von einer Dose Metallpolitur, ein Metallstift mit roten Etikett und französischer Beschriftung sowie Zeitungsausschnitte mit Berichten über Luftschiffbeobachtungen und deutsche Militärangelegenheiten.
Diese Sichtung ist besonders merkwürdig, denn die Strecke von Deutschland nach Wales war wie gesagt für die damals bekannten deutschen Luftschiffe kaum zu bewerkstelligen. (Später wurde sogar über der irischen Hauptstadt Belfast ein Luftschiff gesichtet.) Außerdem war dieses Gebiet aus militärstrategischer Sicht nicht gerade prädestiniert für einen risikoreichen Erkundungsflug. Weiterhin spricht gegen ein deutsches Luftschiff, daß dort an der Absturzstelle Berichte über deutsche Militärangelegenheiten gefunden wurden. Ein Spionage-Luftschiff dürfte diese wohl kaum dort liegen gelassen haben. Wenn es die Deutschen nicht waren, so waren möglicherweise die Engländer selbst dafür verantwortlich. Die staatlichen Luftschiffwerften Großbritanniens nahmen 1907 ihre Arbeit auf, und auf der "Aero Show" 1909 wurde der "Wellman" vorgestellt. Es ist gut vorstellbar, daß dessen Probeflüge dazu mißbraucht wurden, das ohnehin schon gespannte feindliche Verhältnis zu Deutschland anzuheizen.

Man kann also sagen, daß diese Ufo-Sichtungswelle die erste gewesen ist, welche die Militärs für ihre eigenen Interessen eingesetzt haben. Lebhaft unterstützt wurden sie dabei von der Presse, die damit ihre eigenen Interessen verfolgte. Die Beunruhigung bis hin zur Panik in der Bevölkerung durch angeblich deutsche Luftschiffe konnte für die eigene Propaganda einer angeblich drohenden Invasion durch den Feind vom Kontinent nicht hilfreicher sein.
Die Behauptung einer außerirdischen Bedrohung brauchte man zu Beginn dieses Jahrhunderts noch nicht, man hatte ja einen Gegner, mit dem man dann fünf Jahre später bereits im Krieg lag.

Darüber hinaus ist an diesen beiden Ufo-Wellen aus den USA und England auffällig, daß die gesichteten Objekte exakt den Stand der damaligen Technologie widerspiegelten. Aus heutiger Sicht würde man natürlich darüber schmunzeln, wenn jemand behauptet, er habe ein außerirdisches "Luftschiff" gesehen. Einem solchen Zeugen würde man von vornherein jede Glaubwürdigkeit absprechen. Der Stand der irdischen Technologie hat demnach einen wesentlichen Einfluß auf die Beschreibung von Ufos.
In den nächsten Artikeln zur Geschichte der Ufo-Sichtungen wollen wir überprüfen, ob man diese These verallgemeinern kann und sie auch für die nächsten Dekaden bis in die heutige Zeit zutrifft oder ob dabei nicht auch noch andere Faktoren mit hineinspielen. So wird beispielsweise die These, daß sich von Anfang an das Militär der Ufologie bedient hat, um ihre jeweiligen Interessen besser verfolgen zu können (Feindpropaganda, Ablenkung von eigenen militärischen Projekten, Ablenkung von einer prinzipiellen Hinterfragung der Notwendigkeit von Militär durch eine außerirdische Bedrohung, usw.), bei jedem der folgenden geschichtlichen Abrisse der Ufo-Sichtungen und der Ufologie überprüft werde.

1909

1910 - 1946

Die Ufo-Sichtungswellen von 1896 und 1909, die wir in unserem ersten Teil beschrieben haben, haben gezeigt, daß die Presse einen erheblichen Einfluß auf die Legendenbildung haben kann. Welche Ausmaße dies annehmen kann, zeigt ein Phänomen aus dem ersten Weltkrieg (1914 - 1919). Es handelt sich dabei um Engelsichtungen, die zwar nicht unmittelbar zum Bereich der Ufologie zu zählen sind, aber doch einen Ablauf von Ereignissen wiedergeben, der durchaus auf das Ufo-Phänomen übertragbar ist. Wir halten das damalige Aufkommen von Engelsichtungen für so aufschlußreich, daß wir uns diesen kleinen Abstecher erlauben, um daran grundsätzliche Mechanismen aufzuzeigen, die auch bei Ufo- Wellen zu erkennen sind.

-------------------------_ 1914 _---------------------------
Am 14. August 1914 fand in Flandern bei Mons die erste größere Schlacht zwischen den Engländern und den Deutschen statt, wobei die Briten zum Rückzug gezwungen wurden. Sie waren zahlenmäßig unterlegen, aber dennoch verlief ihr Rückzug einigermaßen geordnet und unter nicht allzu großen Verlusten.
Gut zwei Wochen darauf, am 29. September 1914, veröffentlichte der britische Autor Arthur Machen in der Nachmittags- und Abendausgabe der Londoner 'Evening News' eine Kurzgeschichte mit dem Titel "The Bowmen" (Die Bogenschützen). Sie sollte der Grundstein einer Legendenbildung werden, wie man sie deutlicher nur selten nachvollziehen kann.

Machens Geschichte handelt von einem großangelegten Rückzug eines britischen Expeditionskorps. Mitten in der heißen Phase des Gefechts erinnert sich ein einfacher Feldsoldat, er weiß auch nicht warum, an ein Restaurant seiner geliebten Heimat, auf dessen blau-weißem Geschirr der heilige Georg abgebildet war. Und ehe er sich's versah, rief er laut die Schrift auf dem Tellerrand hinaus: "Adsit Anglis Sanctus Georgius!" ("Heiliger Georg, steh den Briten bei!") Da erscholl ein Sturmwind von Stimmen auf dem Schlachtfeld, so die Kurzgeschichte, Tausende nahmen seinen Ruf auf und riefen St. Georg, den Schutzpatron der Briten, an. Und auf einmal geschah ein Wunder, eine lange Phalanx von Bogenschützen stand den Deutschen gegenüber, und der Himmel verdunkelte sich vor schwirrenden Pfeilen. Der Vormarsch der feindlichen Truppen hielt inne, und die Deutschen wurden zurückgeschlagen. Die Zahl ihrer Gefallenen ging in die Zehntausende, aber keiner der Deutschen trug eine einzige sichtbare Wunde davon!

Nur wenige Tage nach Veröffentlichung dieser recht einfachen, aber vielleicht gerade deswegen eindrucksvollen Geschichte erhielt Machen Briefe von Herausgebern der Zeitschriften 'The Occult Review' und 'Light', die sich bei ihm erkundigten, ob seine Geschichte vielleicht auf wahre Begebenheiten beruhe. Machen hat dies verneint und geantwortet, daß er sich das alles ausgedacht habe.
Es blieb nicht bei diesen beiden Reaktionen auf "The Bowmen". In den Monaten danach baten verschiedene Zeitschriften die 'Evening News' um die Erlaubnis des Nachdrucks, was ihnen bedenkenlos gestattet wurde. Und der Vikar einer Kirchengemeinde war von der Geschichte so beeindruckt, daß er sich direkt an den Autor wandte und ihn darum bat, ob er nicht eine kurze Einführung dazu schreiben und genauere Quellenangaben angeben könne, da er die Erzählung gern als Broschüre herausgeben würde. Trotz Machens Antwort, daß er die Geschichte vollständig erfunden habe und es keinerlei Quellen dazu gebe, wollte ihm das der Vikar nicht glauben.
Gerüchte ließen nicht lange auf sich warten, daß seine Geschichte in Wirklichkeit echt sei. In verschiedenen Versionen kam sie bald als Tatsachenbericht auf den Markt. Am 30. April 1915 erschien in der römisch-katholischen Broschüre "The Universe" ein Bericht aus zweiter Hand, der angeblich auf dem Brief eines katholischen Frontoffiziers beruhte. Hierin hieß es: "Eine Gruppe von etwa 30 Soldaten und ich waren abgeschnitten in einem Schützengraben. Da sagte ich zu meinen Männern. 'Wir haben zwei Möglichkeiten, entweder wir bleiben hier drin und lassen uns fangen wie Ratten in einer Falle, oder wir stellen uns dem Feind.' Sie stimmten mir zu, und mit dem Schlachtruf 'St. Georg sei mit England!' stürmten sie ins Freie. Beim Vorwärtsstürmen wurden wir auf einmal von vielen Gestalten mit Pfeil und Bogen begleitet, die uns bis an die feindlichen Linien geleiteten. Ein deutscher Gefangener fragte uns später, wer der Soldat auf dem großen grauen Pferd gewesen sei, der die Briten angeführt hatte. Obwohl er kaum zu verfehlen war, hatte ihn keine ihrer Kugeln treffen können. Ich muß hinzufügen, daß keiner der getöteten Deutschen irgendwelche Verletzungen aufwies."

Die Ähnlichkeiten mit Machens Geschichte sind frappierend. Nach diesem Bericht der Katholiken brachten zunächst die Protestanten und dann auch die Spiritisten ihren eigenen "Tatsachenbericht" mit mehr oder weniger dem selben Inhalt heraus. Im Verlauf der nächsten Monate wandelte sich die Geschichte jedoch etwas ab, bis aus den Bogenschützen in glänzenden Rüstungen leuchtende Engel wurden, die den Soldaten kraft ihrer himmlischen Ausstrahlung zur Seite standen.

In der Mitte des Jahres 1915 wurden die Engel in unzähligen Zeitungsartikeln, Kommentaren und Predigten erwähnt, und Machen selber griff sein Thema noch einmal auf und brachte ein Buch mit drei Geschichten heraus: "The Bowmen - and Other Legends of the War". Das Buch wurde tatsächlich über Nacht zum Bestseller, täglich gingen 3.000 Exemplare über die Ladentheke, und es wurde in insgesamt sechs Sprachen übersetzt. Aber obwohl Machen noch von Bogenschützen geschrieben hatte und einen kurzen Bericht beifügte, wie es in den letzten Monaten zu einer Vermischung von seiner Kurzgeschichte und der Wirklichkeit gekommen sei, hielt sich die Engelversion von nun hartnäckig. Weitere Bücher folgten, die seine Ursprungsgeschichte in der Engelversion verklärten.
Von dem damals populären Autor Harold Begbie, der ein leidenschaftlicher Patriot war und selbst ein Buch mit dem Titel "On the Side of the Angels" (im Untertitel "The Story of the Angels of Mons. An Answer to 'The Bowmen'") geschrieben hatte, wurde Machen sogar angegriffen, weil er nach Begbies Ansicht die ganze Geschichte als Phantasieprodukt dargestellt habe. In seinem Buch vermutete er sogar, daß Machen von dem Angriff der wehrhaften Engel durch Telepathie erfahren hatte!

Noch Jahre danach machte der Mythos von den Schutzengeln seine Runde, und zwar nicht nur in Form des geschriebenen Wortes, sondern auch als "echtes Erlebnis" an der Front. Soldaten bezeugten, daß sie "mit eigenen Augen zwei Engel gesehen" oder daß "eine ganze Truppe von Engeln zwischen sich und den feindlichen Linien" gestanden hätten. Aus einer einfachen Kurzgeschichte wurde eine Mythos geboren, der auch nicht vor der Wahrnehmung der Menschen Halt gemacht hat. Die Menschen damals, davon muß man ausgehen, haben wirklich Engel gesehen.
Allerdings muß man sagen, daß Machens Buch kaum mehr als ein Anstoß für eine Entwicklung gewesen war, wie sie auch ohne ihn, nur in abgewandelter Form hätte stattfinden können. Der Engelmythos ist ja schon uralt, und Machens rettende Bogenschützen erfüllen zumindest dieselbe Funktion, wie sie auch Schutzengeln zugeschrieben wird. Von daher wurde die Geschichte später gar nicht so sehr entfremdet.
Wir meinen, daß der Ablauf der Ereignisse in einigen Punkten sehr wohl übertragbar auf das Phänomen von Ufo-Sichtungswellen ist:

- Erfindung, Ausschmückung und Verbreitung von Phänomenen durch die Medien, die immer auf der Jagd nach Sensationsberichten sind, so daß aus der "Mücke ein Elefant gemacht" wird - wobei man in manchen Fällen selbst die Mücke noch hinterfragen kann.

- Ausnutzung von bestimmten Ereignissen seitens des Militärs für die eigenen Interessen, in diesem Fall die Propaganda. Die Schutzengel, die den britischen Feldsoldaten im erbarmungslosen Stellungskrieg zur Seite standen, kamen der Militärführung natürlich auf ganzer Linie entgegen, da die Moral der Truppe ohnehin stets Aufmunterung benötigt. Da bot sich der Engelmythos an. Ufo-Wellen dienen, wie wir bei den Luftschiffsichtungen 1909 über England zeigen konnten, ebenfalls der Militärpropaganda. An späteren Ufo-Wellen werden wir aufzeigen, daß sie den militärischen Interessen auch in anderer Hinsicht entgegenkommen.

- Die britischen Soldaten konnten die gnadenlose Härte der Schützengräben und die ständige Gefahr eines heimtückischen Giftgasangriffs mit dem Glauben an Schutzengel natürlich besser überstehen als ohne. Sie wurden in ihrem Glauben und in ihrer Hoffnung gestärkt, einen guten Kontakt mit höheren Mächten zu haben, der ihnen gegenüber anderen Menschen zu einem Vorteil verhilft. Auch im Zusammenhang mit der Interpretation von Ufos als außerirdische Besucher kann man von einer Hoffnung sprechen, nicht allein zu sein und einen wohlgesinnten Verbündeten zu haben.

Diese drei Faktoren korrespondieren besonders bei dem Ufo- Phänomen, so daß es nicht verwunderlich ist, daß es manchmal zu regelrechten Ufo-Wellen gekommen ist. Allerdings muß erwähnt werden, daß die Verknüpfung von Ufos = Außerirdische tatsächlich erst 1947 im umfassenderen Maße gemacht wurde, vorher, also in den Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, galten sie meist als Flugkörper feindlicher Mächte, was eine sehr verständliche Auslegung darstellt.

-------------------------_ 1933 _---------------------------
Was die Grundlage für die folgende echte Ufo-Sichtungswelle bildete, blieb bis heute im dunkeln. Die sogenannten "Geisterflugzeuge" über Skandinavien und teilweise auch England und den USA machten in den Jahren 1933 und 1934 von sich reden. Die Beschreibungen dieser Flugzeuge enthielten oftmals technische Details, die es nach dem Stand der damaligen Flugzeugtechnologie noch gar nicht geben konnte. Häufig stellten diese grauen Eindecker während des Flugs ihren Motor ab, segelten eine Strecke und starteten dann wieder durch, was für die damalige Technik ein Ding der Unmöglichkeit war. Auch flogen sie selbst bei schlechtesten Wetterverhältnissen wie Schneestürme oder Regenschauer in geringer Höhe und leuchteten das Gelände mit riesigen Scheinwerfern ab. Manche Zeugen konnten sogar einen Blick auf die Besatzung werfen.
Natürlich befaßte sich die schwedische Luftwaffe mit diesen Eindringlingen. Am 28. Dezember 1933 wurden die Gebiete, in denen die Sichtungen gemeldet wurden, vom 4. schwedischen Flugkorps mit einer Staffel von 24 Flugzeugen abgesucht. Doch man fand weder Flugzeuge noch versteckte Start- und Landebahnen noch Treibstofflager. Der schwedische Generalmajor Reuterswaerd, Befehlshaber von Obernorrland, gab im April 1934 bei einer Presseerklärung bekannt:

"Ein Vergleich dieser Berichte läßt keinen Zweifel an einem illegalen Luftverkehr über unsere geheimen militärischen Gebiete zu. Es gibt viele Berichte von zuverlässigen Zeugen, die eine genaue Beobachtung der rätselhaften Flieger wiedergeben. In jedem Fall ist die gleiche Feststellung getroffen worden: An der Maschine waren keine Kennzeichen oder Identifikationsmerkmale erkennbar ... Man kann das Ganze nicht einfach als Einbildung abtun. Die Frage bleibt: Wer sind sie? Und warum dringen sie in unseren Luftraum ein?"

Auch die finnische Luftwaffe führte umfangreiche Suchaktionen durch, aber ebenfalls ohne Erfolg. Aus Finnland kam dann das Gerücht, daß der erste Geisterflieger ein Japaner gewesen sei, der die Arktis erkundet habe. Später seien die Russen gefolgt, die wiederum den Japaner beobachtet haben sollen. Diese Behauptung wurde natürlich von den russischen Behörden bestritten.
Da manche Flugmanöver der Geisterflugzeuge nach Meinung von Experten dem Stand der nordischen Piloten weit überlegen war, munkelte man in allen drei betroffenen skandinavischen Staaten, Norwegen, Schweden und Finnland, daß hier möglicherweise ausländische Mächte Spionageflüge betrieben oder ihre neuesten Entwicklungen im Flugzeugbau testeten. Schließlich machte gerade die Flugzeugtechnologie in dieser Zeit eine rasante Entwicklung durch, und man hielt es für sehr wahrscheinlich, daß die meisten Staaten, die sich im Flugzeugbau engagierten, solange ihre Forschungen auf diesem Gebiet im Geheimen durchführten, bis sie mit der Serienproduktion beginnen konnten. Praktisch jedes technologisch weiterentwickelte Land kam für die "Geisterflugzeuge" von Skandinavien in Frage, und doch muß die Herkunft dieser Flugzeuge letztlich ungeklärt bleiben.

-------------------------_ 1938 _---------------------------
Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Ufo-Sichtungen und der Ufologie, so darf man das Jahr 1938 nicht auslassen. An einem beschaulichen Sonntagabend im Oktober 1938 wurden die USA auf einmal von einer Welle der Hysterie überschwemmt. Aber nicht wegen irgendwelchen Ufos, sondern weil in einem Hörspiel sehr anschaulich die Landung von Raumschiffen vom Mars und die durch ihre finsteren Besatzungen verursachten Zerstörungen beschrieben wurden! Als Grundlage diente der bekannte Science-fiction- Klassiker "The War of the Worlds" (Der Krieg der Welten) von H.G. Wells. Unter Ausnutzung von "Nachrichtensendungen" wurde das Hörspiel von dem ebenfalls berühmten Dramaturgen Orson Welles perfekt inszeniert. Viele Amerikaner hielten es für authentisch und gerieten in Panik. In den gesamten USA flüchteten Menschen in die Kirchen. In Newark, US-Bundesstaat New Jersey, hasteten die Familien aus ihren Wohnungen. Sie hatten ihre Gesichter mit angefeuchteten Tüchern bedeckt, um sich vor Gas und Rauch zu schützen. Eine Frau in Minneapolis stürmte in eine Kirche und rief: "Das Ende der Welt ist gekommen! Zum Sterben könnt ihr auch nach Hause gehen!" Und in Pittsburgh fand ein Mann seine Frau in der Wohnung, wie sie krampfhaft eine Flasche Gift umfaßte und schrie: "Lieber sterbe ich auf diese Weise!"
Über die Ursache für diese Massenhysterie gibt es eine Vielzahl von Theorien. Tatsache ist jedenfalls, daß damals Science-fiction-Romane von Autoren wie Edgar Rice Burroughs, H.G. Wells oder Jules Verne weit verbreitet waren und gerne gelesen wurden. Gerade um den Mars mit seinen angeblichen Kanälen (die sich später als optische Täuschungen herausstellten) und seiner Erdnähe rankten sich viele Geschichten um außerirdische Zivilisationen. Orson Wells hatte den Nerv der Zeit getroffen, aber sicherlich kann man an der hysterischen Reaktion auch erkennen, welche Bereitschaft bei vielen Menschen vorhanden war, an eine Bedrohung ihrer Heimat durch Außerirdische zu glauben.

-------------------------_ 1942 _---------------------------
Am 25. Februar 1942 lösten unbekannte Flugobjekte über Los Angeles einen Großalarm aus. Um 2.25 Uhr wurden die Städte im Großraum von Los Angeles verdunkelt, 12.000 Luftschutzwarte fanden sich pflichtbewußt auf ihrem Posten ein. Ab 3.12 Uhr wurden 1430 Granaten von 12,8 Pfund in den Himmel geschossen, um die gesichteten Flugobjekte abzuschießen, aber heruntergekommen ist nichts. Eine Aktennotiz von Stabschef General C. Marshall an den damaligen US-Präsidenten Franklin Roosevelt faßte die Vorfälle zusammen:

"Folgende Informationen liegen uns derzeit von den General Headquarters zum Fliegeralarm über Los Angeles von gestern vormittag vor:

Aus den zur Stunde vorliegenden Fakten:

1. Unbekannte Flugzeuge, die weder dem amerikanischen Heer noch der Marine angehörten, befanden sich vermutlich über Los Angeles und wurden zwischen 3.12 und 4.15 Uhr von Teilen der 37th CA Brigade (AA) unter Beschuß genommen. Diese Einheiten verfeuerten 1.430 Schuß Munition.

2. Es waren wohl bis zu 15 Flugzeuge beteiligt; sie bewegten sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, nach den offiziellen Berichten zwischen "sehr langsam" und bis zu 320 Kilometer pro Stunde, und flogen in Höhen von 2.750 bis 5.500 Metern.

3. Bomben wurden nicht abgeworfen.

4. Weder Verwundete noch Gefallene in unseren Truppen.

5. Flugzeuge wurden nicht abgeschossen.

6. Weder Heeres- noch Marineflugzeuge waren im Einsatz.

Die Untersuchung wird fortgesetzt. Die plausibelste Schlußfolgerung scheint zu sein, daß unbekannte Flugzeuge, falls solche beteiligt waren, von zivilen Luftfahrtgesellschaften stammten und von feindlichen Agenten eingesetzt wurden, um Unruhe zu verbreiten, Standorte von Flakpositionen aufzuspüren und die Produktion durch die Verdunkelungsmaßnahmen zu verzögern. Für die Schlußfolgerung spricht die variierende Fluggeschwindigkeit und die Tatsache, daß keine Bomben abgeworfen wurden."

Um 7.21 Uhr wurde Entwarnung gegeben und die Verdunkelung aufgehoben. Für den Augenzeugen Paul T. Collins, der im Werk der Douglas Aircraft Company in Long Beach gearbeitet hatte, stellt sich folgendes Bild der Ufos dar:

"... sie stiegen weder in einer Kreisbahn noch in einer Hyperbel vom Boden auf, noch kamen sie in einer geraden Linie vom Boden hoch, um dann wieder auf die Erde zurückzufallen. Sondern sie erschienen aus dem Nichts und querten im Zickzack von einer Seite zur anderen. Einige verschwanden, nicht indem sie an Leuchtkraft abnahmen, sondern sie verschwanden einfach in der Nacht."

Aus ungefähr zweiunddreißig Kilometer Entfernung, bemerkte der Zeuge, wie die Flakartillerie in die sich bewegenden Lichtpunkte feuerte.

"In Anbetracht unserer Entfernung von Long Beach, des großräumigen Beschusses durch weit auseinanderliegende Flakartillerie und der Bewegung der unbekannten roten Flugobjekte inmitten der explodierenden Granaten und um sie herum in weiten Bögen, schätzten wir ihre Höchstgeschwindigkeit vorsichtig auf acht Kilometer pro Sekunde. ... Wir haben das riesige UFO, das von Tausenden von Beobachtern in Küstennähe gesichtet wurde, nicht gesehen. Mit aller Wahrscheinlichkeit bewegte es sich unterhalb unseres Horizonts und ein paar Kilometer weiter die Küste hinauf."

Ein Journalist des 'Herald Express' behauptete, gesehen zu haben, daß viele Granaten inmitten des Objekts explodiert seien. Aber es sei ungerührt über Santa Monica und Long Beach weitergeflogen.
Zur besseren Einschätzung dieses "Ufo-Angriffs" muß der Hinweis gegeben werden, daß der Angriff der Japaner auf den wichtigsten US-Marinestützpunkt Pearl Harbour nicht einmal drei Monate zurücklag. Dieses Desaster saß den amerikanischen Militärs wie auch der Bevölkerung tief in den Knochen, und man verspürte zum ersten Mal wirkliche Furcht, da das eigene Land in die Reichweite feindlicher Flugzeuge gelangt war.
Es ist nicht auszuschließen, daß die Luftverteidigung, durch die Zerstörung von Pearl Harbour nervös gemacht, überreagiert hat. Diese Ansicht vertrat zumindest offiziell US Navy Secretary Knox, während die Presse andere Absichten dahinter vermutete. Man verwies auf drei getötete Menschen und drei, die an einem Herzanfall gestorben waren, was auf das Sperrfeuer zurückgeführt wurde, und sprach von einer groß angelegten Propagandamaßnahme von Regierungsbeamten, um lebenswichtige Industrien ins Landesinnere umsiedeln zu können.
Dieses Argument der Presse ist allerdings nicht besonders stichhaltig, denn nach Pearl Harbour hätte es dieser Propagandamaßnahme nicht bedurft. Und der Vorwurf, daß die Militärs irgend etwas verheimlichen wollten, zielt auf versteckte Operationen ab, wobei der Grund für betretene Zurückhaltung doch auf der Hand liegt. Schließlich ist es kein Ruhmesblatt, eine Stunde lang wie wild in den Himmel geschossen zu haben, möglicherweise aus dem einzigen Grund, weil einige Leute einen nervösen Finger gehabt hatten. Außerdem war es für den angeschlagenen Ruf des Militärs nicht gerade förderlich, daß aus nichtigem Anlaß Menschen ihr Leben verloren hatten und durch herabfallende Granaten Schäden verursacht wurden, einmal abgesehen vom dem grundsätzlichen Vertrauensverlust in das Militär.
Möglicherweise war dort anfangs tatsächlich ein Flugzeug am Himmel, aber wenn innerhalb von einer Stunde in einem relativ begrenzten Raum 1.430 Granaten abgefeuert werden, und tatsächlich 15 Flugzeuge beteiligt gewesen sein sollen, dann ist es höchst unwahrscheinlich, daß man nicht eines getroffen hat.

-------------------------_ 1943 _-------------------------
Die "Foo-Jäger" dürften wohl die bekannteste Ufo-Erscheinung vor dem einschneidenden Roswell-Zwischenfall von 1947 gewesen sein. Woher der Name "Foo-Fighter" wirklich stammt, ist nicht sicher geklärt, könnte aber dem damals in England sehr populären Comic "Smokey Stover" entlehnt sein, in dem der Spruch "Where there is foo, there's fire" (Wo foo ist, ist auch Feuer) sehr häufig vorkam.
Es gab Gerüchte unter den Alliierten, daß die Deutschen oder die Japaner eine neue Waffe entwickelt hätten, um die Zündsysteme von Bombern zu zerstören. Beschrieben wurde diese "Waffe" als Feuerkugeln, welche plötzlich vom Boden her auftauchten und die Flugzeuge teilweise kilometerweit in einem engem Abstand begleiteten.
Aus der Nacht vom 23. auf den 24. November 1943 berichtete beispielsweise ein Leutnant Schlueter von der 415. Night Fighter Squadron, daß er von "zehn kleinen rötlichen Feuerkugeln" belästigt worden sei, als er über den Rhein flog. Im Gegensatz dazu sahen die Piloten Henry Giblin und Walter Cleary in der Nacht vom 27. September 1944 in der Nähe von Speyer "ein riesiges brennendes Licht", das mit etwa vierhundert Stundenkilometer über ihrem Flugzeug flog.

Die Feuerkugeln richteten keinen unmittelbaren Schaden an, sollen aber angeblich einige Flieger zum Absturz gebracht haben. Man munkelte auch von psychologischer Kriegsführung seitens der Deutschen, um die feindlichen Piloten zu irritieren und dadurch ihre Flugzeuge zum Absturz zu bringen. Ob sie jedoch wirklich ursächlich dafür verantwortlich waren, konnte letztlich niemand mit Sicherheit behaupten.
Auch muß es als zweifelhaft angesehen werden, daß es sich wirklich um eine Geheimwaffe der Deutschen gehandelt hat, denn auch deutsche Piloten bezeugten in den Kriegsjahren 1943/44 diese seltsamen Feuerkugeln. Sowohl die Briten als auch die Deutschen sollen jeweils eine eigene Stelle eingerichtet haben, um dieses Phänomen zu untersuchen. Dort verfolgte man die Thesen, daß es sich um Elmsfeuer, Kugelblitze oder schlicht und einfach Einbildung der Piloten aufgrund der extrem angespannten Situation gehandelt hat; aber zumindest die letzte These ist zweifelhaft, da die Leuchtkugeln teilweise von mehreren Personen über Flugzeugverbänden gesichtet wurden. Auch wurden sie nicht nur über dem europäischen Kriegsschauplatz gesichtet, sondern ebenfalls über Sumatra. Captain Alvah M. Reida von der 486th Bomb Group flog mit einem B-29 Bomber von Ceylon los, um Palmenberg auf Sumatra zu bombardieren und die bereits angerichteten Zerstörungen der vor ihm fliegenden Bomber zu fotografieren. Sein Bericht lautete:

"... Unsere Flughöhe betrug 4.200 Meter und die angezeigte Fluggeschwindigkeit ungefähr 340 Kilometer pro Stunde. Im Hauptzielgebiet waren wir sporadischem Flakfeuer ausgesetzt, das aber sofort aufhörte, nachdem wir dieses Gebiet verlassen hatten. Ungefähr zwanzig oder dreißig Minuten später meldeten der rechte Bordschütze und der Kopilot ein seltsames Objekt, das mit uns in ungefähr 460 Metern Entfernung von der Steuerbord-Tragfläche Schritt hielt. Aus dieser Entfernung erschien es als ein kugelförmiges Objekt von vielleicht 1,5 oder 1,8 Metern Durchmesser, in leuchtendem und intensivem Rot oder Orange. ... Der Bordschütze berichtete, daß es aus einer Position von fünf Uhr auf unsere Höhe stieg. Es schien ständig zu beben oder zu vibrieren. In der Annahme, daß es eine Art funkgesteuertes Objekt sei, das geschickt wurde, um mit uns Schritt zu halten, machte ich Ausweichmanöver und änderte ständig die Richtung um bis zu 90° und die Höhe um ungefähr 600 Meter. Acht Minuten lang folgte es jeder unserer Bewegungen und hielt sein Position in 460 Metern Entfernung und einem Winkel von ungefähr zwei Uhr zum Flugzeug. Dann machte es plötzlich eine 90°-Wendung, beschleunigte blitzschnell und verschwand in der geschlossenen Wolkendecke. ... Während der Angriffsauswertung und Anhörung nach dem Einsatz gab ich einen detaillierten Bericht an den Geheimdienst ab, da ich dachte, es handele sich um einen neuen Typ funkgesteuerter Raketen oder Waffen."

Das Phänomen der Foo-Fighter konnte bis heute nicht geklärt werden. Eine Ähnlichkeit mit irgendwelchen bekannten irdischen Fluggeräten kann man nicht feststellen. Von ihren Beschreibungen her erinnern sie jedoch an Explosionserscheinungen des Flakfeuers, das sicherlich einen tiefen Eindruck bei den Bomberbesatzungen hinterlassen hat. Falls hier eine Verwechslung vorgelegen hat, so bliebe allerdings die kilometerlange Begleitung offen.
Erwähnenswert ist der Umgang der Öffentlichkeit mit diesem Thema. Der Respekt vor deutschen Geheimwaffen und der gleichzeitige Nutzen der Lichterscheinungen für die eigene Militärpropaganda führte sofort dazu, den Feind zu bezichtigen. Und obschon die Möglichkeit einer Bedrohung durch eine außerirdische Zivilisation den Menschen in der damaligen Zeit nicht fremd war, wie die Reaktion auf Orson Wells' Hörspiel 1938 zeigte, so waren die Feuerbälle nicht substantiell genug, um das Machwerk Außerirdische dahinter zu vermuten. Im Gegensatz dazu hätte man in der heutigen Zeit überhaupt keine Probleme mit der Vorstellung, Besuch von ätherischen Wesen, Lichtwesen oder anderen nichtmateriellen Erscheinungen zu erhalten.

-------------------------_ 1946 _-------------------------
Die nächste Ufo-Sichtungswelle nach dem zweiten Weltkrieg begann wieder einmal über den skandinavischen Ländern, vor allen Dingen über Schweden, setzte sich jedoch bis über Portugal, Tanger, Italien, Griechenland und Indien fort. Mehr als 2.000 Sichtungen von "Geisterraketen" wurden gemeldet. Sie erhielten ihre Bezeichnung, weil sie oft wie Raketen mit feurigen Schweifen aussahen. Die beschriebenen Flugmanöver waren teilweise atemberaubend, Steig- und Sturzflüge im Wechsel und enorm hohe Geschwindigkeiten auf der einen sowie langsamer Gleitflug auf der anderen Seite. Auch Landungen und etliche Abstürze wurden bezeugt.
Am 13. August 1946 berichtete die 'New York Times', daß die Situation vom schwedischen Generalstab als extrem gefährlich angesehen wurde. Man vermutete die Russen hinter diesen Erscheinungen und fand auch schnell eine Erklärung: Mit Hilfe deutscher Kriegsgefangener würde weiter an den V-2-Raketen geforscht. Die Russen dementierten diese Behauptung.
Am 22. August 1946 veröffentlichte der 'Daily Telegraph' einen Artikel, in dem die Anweisung des norwegischen Generalstabs an die Presse wiedergegeben wurde, "das Auftauchen von Raketen über norwegischem Gebiet nicht mehr zu erwähnen, sondern alle diesbezüglichen Berichte an die Nachrichtenabteilung des Oberkommandos weiterzuleiten." Und die Schweden hatten öffentliche Berichte über Landungen oder Explosionen der Raketen verboten, was eine sinnfällige Praxis noch aus dem Zweiten Weltkrieg war, um den Gegner über seine Treffer keine Auskunft zu geben.
Jedenfalls zeigen diese Maßnahmen, daß die "Geisterraketen" von offizieller Seite sehr ernst genommen wurden, was angesichts des gerade zurückliegenden Zweiten Weltkriegs kein Wunder ist. Die Expertenmeinungen zu den Sichtungen gingen teilweise diametral auseinander. Der zur Prüfung der Berichte herangezogene britische Wissenschaftler R.V. Jones schrieb von "zwei ungewöhnlich hellen Meteoren", die auch bei Tage zu sehen waren. Einer von ihnen sei in viele Teile auseinandergebrochen und habe zu den fast gleichzeitigen Berichten aus weiten Teilen Schwedens geführt. Die anschließende Sichtungswelle schrieb er der Phantasie der Leute nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des Kalten Kriegs zu, zumal trotz der vielen gemeldeten Abstürze niemals irgendwelche Trümmer von abgestürzten Raketen oder Flugzeugen gefunden wurden.
Aus einem als "streng geheim" eingestuften Telegramm vom 29. August 1946 der US-Botschaft in Schweden geht hervor, daß eine ausländische Macht, vermutlich Rußland, über Schweden Experimente durchführte. Die 'New York Times' hingegen gab am 11. Oktober 1946 die offiziellen Untersuchungsergebnisse der schwedischen Regierung wieder:

"Die schwedischen Militärbehörden erklärten heute, daß sie nach viermonatiger Untersuchung weder Herkunft noch Wesen der Geisterraketen, die seit Mai über Schweden fliegen, herausfinden konnten. In einem Sonderkommuniqué hieß es, von 1000 Berichten über die Raketen könnten 80 Prozent 'Himmelserscheinungen' zugeschrieben werden, Radargeräte hätten jedoch einige Objekte aufgespürt, 'die weder Naturphänomene noch Fantasieprodukte sind noch als schwedische Flugzeuge bezeichnet werden können.' In dem Bericht wurde jedoch hinzugefügt, daß es sich bei den Objekten nicht um die von den Deutschen in den letzten Kriegstagen eingesetzten V-Waffen handele."

Grundsätzlich fällt bei allen bisher stattgefundenen Ufo- Sichtungswellen auf, daß sich in den Ufos jedesmal annähernd der Stand der damaligen technologischen Entwicklung widerspiegelte: Luftschiffe 1896 und 1909, Eindecker 1933, Feuerkugeln 1943 und Raketen 1946.
Eine Verknüpfung der Ufos mit einer außerirdischen Zivilisation wurde meist nicht mal in Erwägung gezogen. Man hielt sich an naheliegendere Vorstellungen von irdischen Erfindern oder den Machenschaften feindlicher Staaten, was besonders angesichts der heute verbreiteten unreflektierten Verknüpfung zwischen Ufos und Außerirdischen interessant ist.

1947

Wenn man eine Geschichte der Ufo-Sichtungen schreibt, dann folgt man damit einer bestimmten Sichtweise, wie man sie auch von der normalen Geschichtsschreibung her kennt: Die Interpretation und Verknüpfung von Ereignissen aus der heutigen Sicht. Eigentlich müßte man also immer den Zusatz die "bekannte" Geschichtsschreibung verwenden, da sich "Die Geschichte der Ufo- Sichtungen" zwangsläufig nur an denjenigen Fällen orientiert, die von den Medien aufgegriffen und verbreitet wurden. Da es jedoch keine "unbekannte" Geschichte gibt, belassen wir es bei der ursprünglichen Version und haben hiermit bereits darauf hingewiesen, daß die Geschichtsschreibung der Ufo-Sichtungen im Grunde ein Medienprodukt ist.
Der Bekanntheitsgrad einer Ufo-Sichtung und der Grad der Plausibilität folgen nicht demselben Maßstab, denn ein Vertreter der Presse interessiert sich nur dafür, ob sich eine Geschichte zu dem jeweiligen Zeitpunkt gut verkaufen läßt oder nicht und wie sie am besten an den Mann zu bringen ist. Mancher Journalist wird vielleicht die berufliche Ehre aufrechterhalten wollen, keinem Schwindel aufzusitzen, aber das gilt bei weitem nicht für alle. Darüber hinaus gibt es genügend Beispiele von Bestseller-Autoren in dieser Sparte, die sich ausschließlich dem Kommerz überantwortet haben.
Aber selbst bei den sauber recherchierten Fällen schreibt der Journalismus die Feder, denn eine Ufo-Sichtung wird erst dann zu einem "Fall", wenn er journalistisch überhaupt zu verwerten ist. Ein Beispiel: Wenn jemand sagt, er habe nachts eine große dunkle Kugel von West nach Ost fliegen gesehen, und er dafür weder Zeugen aufbringen kann noch die Geschichte mit weiteren Angaben ausschmücken will, dann ist sie journalistisch nicht so gut zu verwerten, wie wenn die Kugel beispielsweise angehalten, geblinkt und derjenige sich beobachtet gefühlt hätte. Hinter der ersten der beiden fiktiven Sichtungen könnte sich aber viel mehr verbergen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das heißt, Leute, die viel Wirbel um ihre Person veranstaltet haben, tauchen in der Geschichte der Ufo-Sichtungen auf, während manch nüchterne Ufo-Meldung unter den Tisch fällt. Das läßt sich leider nicht verhindern.

___ _24. Juni 1947_ ___
Der Privatflieger Kenneth Arnold sah neun unbekannte, scheibenförmige Objekte über den Cascade Mountains, US- Bundesstaat Washington, deren Flugverhalten er wie das von einer "Fliegenden Untertassen" beschrieb, die im flachen Winkel auf einen See geworfen wird und immer wieder aufschlägt und abprallt.
Die Vertreter der Presse, die ihn im Anschluß an seinen Flug interviewten, nahmen diese Beschreibung mit Begeisterung auf, und schnell fand sie weite Verbreitung in den ganzen USA und auch darüber hinaus. Dabei war Arnolds Sichtung nicht die einzige an diesem Tag, der US Air Force wurden mindesten zwanzig weitere Fälle gemeldet. Kenneth Arnolds Sichtung war jedoch die einzige, die ihren Weg an die breite Öffentlichkeit fand.
Anfangs war Arnold genauso wie die US Air Force der Überzeugung, irgendein militärisches Geheimprojekt gesehen zu haben, später bestritt das Militär jedoch diese Ansicht, und auch Arnold schwenkte auf den Presse-Kurs ein, seine Fliegenden Untertassen mit außerirdischen Besuchern zu verknüpfen.
Sein 1952 zusammen mit Ray Palmer herausgebrachtes Buch trug den Titel "The Coming of the Saucers", worin er unter anderem schreibt, daß er am 29. Juli 1947 eine zweite Sichtung gemacht hat. Er flog gerade über das La-Grange-Tal in Oregon, da bemerkte er 20 bis 25 kleine, messingfarbene Objekte, die etwa 350 Meter an sein Flugzeug herankamen. Er konnte sie auch filmen, aber die Aufnahmen waren zu schlecht, als daß man irgendwelche Details erkennen konnte.

___ _3. Juli 1947 _ ___
An diesem Tag soll in der Nähe von Roswell, im US-Bundesstaat New Mexico, eine fliegende Untertasse abgestürzt sein. Da wir diesen Fall schon an früherer Stelle (ROSWELL.ABS) ausführlich behandelt haben, werden wir ihn hier nur in einigen Stichworten wiedergeben.
Der Farmer Will Brazel findet zusammen mit seinem Sohn und seiner Tochter auf seiner Farm, 120 Kilometer nordwestlich von Roswell, weit verstreut herumliegende Wrackteile. Er verständigt den örtlichen Sheriff, der ihn an die in der Nähe stationierten Militärs vom Fliegerhorst Roswell verweist. Von dort schickt man Major Jesse Marcel zur Untersuchung, der einige Wrackteile mitbringt. Daraufhin sperrt man das Gebiet weiträumig ab, hält den Farmer William Brazel fast eine Woche lang fest und birgt die restlichen Teile. In einer ersten offiziellen Presseerklärung wird behauptet, daß sich die vielen Gerüchte um die Bergung einer Fliegenden Untertasse bewahrheitet hätten.
Danach sollten die Wrackteile von Major Marcel in einer B-29 zur näheren Untersuchung zum Luftwaffenstützpunkt Wright Field (heute bekannt als Wright Patterson Air Base) gebracht werden. Bei einer Zwischenlandung auf dem Luftwaffenstützpunkt Carswell, Texas, übernahm jedoch aufgrund höherer Anordnung ein General Roger Ramey das Kommando und befahl den Piloten strengstes Stillschweigen. Bei einer zweiten Pressekonferenz korrigierte man die erste Version und erklärte, daß es sich bei dem angeblichen Ufo um einen Wetterballon gehandelt habe.

Das Hin und Her der verschiedenen Erklärungen seitens des Militärs, die sensationsgierige Presse, die sowieso gerade auf einer Ufo-Welle ritt, weitere Berichte über andere Ufo-Abstürze und verbrannte Außerirdische sowie ein angebliches Geheimpapier der US-Regierung (Majestic-12), das 1984 an die Öffentlichkeit kam, haben bewirkt, daß sich der Mythos von den Fliegenden Untertassen und ihren Abstürzen bis heute erhalten hat.
Obwohl das Majestic-12-Dokument als Fälschung entlarvt wurde und obwohl in dem betreffenden Zeitraum vom Raketentestgelände White Sands (etwa 480 Kilometer von Roswell entfernt) sowohl die amerikanische Weiterentwicklung der V-2 gestartet als auch neuartige Polyäthylen-Ballons getestet wurden, halten sich die Gerüchte bis heute hartnäckig und werden wohl kaum aus der Welt zu schaffen sein.
Auch wurden gerade in der Zeit Raketenversuche mit Tieren (Affen, Hunde, etc.) durchgeführt, da man zum Beispiel noch nichts über die Auswirkungen der enormen Beschleunigung auf den Körper wußte. Bereits im Dezember 1946 wurde eine V-2 für die biologische Forschung 185 Kilometer hoch in den Weltraum geschossen. Es ist bekannt, daß gerade am Beginn der Raketenforschung sehr viele Abstürze zu verzeichnen waren. Gerüchte um verbrannte Außerirdische in fremdartigen Flugkörpern können sehr wohl diesen Ursprung haben.
Auffällig ist, daß die meisten Abstürze von angeblichen Fliegenden Untertassen im Südwesten der USA verzeichnet wurden, also in einem Gebiet, in dem sich sehr viele Raketen- und Flugzeugtestgelände befanden und das insgesamt eine starke militärische Präsenz aufwies (Roswell Army Air Field, wo die 509th Bomb Group stationiert war, die einzige Staffel mit Atombomben; dann die Los Alamos Forschungsstadt, wo die Atombombe entwickelt wurde; und das White Sands Raketentestgelände).

Welches Ausmaß aber die Ufo-Sichtungen ab 1947 in den USA angenommen hatten, macht die folgende Auflistung deutlich, welche unter anderem einige Fälle aus dem amerikanischen Blue Book (genauer: seinen Vorläuferprojekten SIGN und GRUDGE) aufführt, die nicht mit herkömmlichen Theorien erklärt werden konnten. Dazu ist anzumerken, daß die Vertreter des Blue Book - die offizielle Sammelstelle der Air Force für Ufo-Sichtungen - sich immer darum bemüht haben, irgendwelche Erklärungen für ein Ufo zu finden, auch wenn sie noch so haarsträubend ausfielen. Die weiter unten aufgeführten Fälle bilden sozusagen den harten Kern, der sich ihren Erklärungsbemühungen erfolgreich widersetzt hat.

Am 3. Juli 1947 beobachtet der Astronom John Cole aus Harborside, Maine, zehn bis fünfzehn Sekunden lang um halb drei nachmittags zehn sehr helle Objekte mit zwei dunklen Formen an ihrer linken Seite, die unter lautem Brummen über den Himmel ziehen (Blue Book).

Am 4. Juli bemerken Flugkapitän E. J. Smith, sein Erster Offizier Ralph Stevens sowie die Stewardess Marty Morrow von der United Air Lines über Emmet, Idaho, vier Objekte mit flacher Unterseite und unregelmäßiger Oberseite. Die Beobachtung begann um 20.17 Uhr und dauerte etwa zwölf bis fünfzehn Minuten (Blue Book).
Weitere zweihundert(!) Augenzeugen aus Hauser Lake, Idaho, beobachteten in den Abendstunden dreißig Minuten lang die seltsamen Flugmanöver eines diskusförmigen Objekts, bis es senkrecht aufstieg und verschwand.
In Twin Falls, ebenfalls Idaho, wird von sechzig Personen bezeugt, drei Gruppen von jeweils mehr als 35 Scheiben gesehen zu haben, die in V-Formation flogen.

6. Juli 1947: Army Air Force Captain James Burniston und seine Frau beobachten auf dem Luftwaffenstützpunkt Fairfield-Suisan, Kalifornien, eine Minute lang ein flügel- und schwanzloses Flugobjekt, das dreimal von einer Seite auf die andere in der Luft rollte (Blue Book).

Am 7. Juli 1947 erreichte die Ufo-Welle ihren vorläufigen Höhepunkt. Wurden in den ersten Tagen des Juli schon Dutzende von Sichtungen gemacht, so waren es an diesem Tag sage und schreibe 162 aus mehr oder weniger allen Teilen der USA. Aber selbst aus Indien wurden morgens um 9.00 Uhr über Bombay seltsame Lichterscheinungen beobachtet.

8. Juli 1947: Lt. Joseph McHenry, Sgt. Ruvolo, Sgt. Nauman und Miss Janette Scotte beobachten um 9.30 Uhr auf der Muroc Air Base, Kalifornien, zwei scheibenförmige, metallisch-silberne Objekte, die am Himmel große Kreise zogen (Blue Book).

9. Juli 1947: Dave Johnson, ehemaliger B-29-Pilot, sah um 12.17 Uhr aus einer AT-6 der Idaho Air National Guard zehn Sekunden lang eine schwarze Scheibe, die sich vor den Wolken abhob, eine halbe Rolle vollführte und dann aufstieg (Blue Book).

10. Juli 1947: Das Bodenpersonal der Pan American Airways beobachteten auf dem Flughafen Harmon in Neufundland, Kanada, zwischen drei und fünf Uhr nachmittags ein durchscheinendes scheiben- oder radförmiges Objekt, das sehr schnell flog, einen dunkelblauen Schweif hinter sich herzog, aufstieg und in den Wolken verschwand (Blue Book).

29. Juli 1947: Captain William Rhyerd, ehemaliger B-29-Pilot, beobachtete um 14.50 Uhr auf der Hamilton Air Base, Kalifornien, zwei runde, glänzende, weiße Objekte, die etwa fünf bis acht Meter Durchmesser hatten. Eines flog mit hoher Geschwindigkeit auf einer Höhe geradeaus, das andere wie ein Begleitflugzeug von einer Seite auf die andere (Blue Book).
Zwischen Ende Juni und dem 30. Juli 1947 wurden allein in den USA 850 Ufo-Sichtungen gemeldet. Auch aus einer Reihe anderer Länder gab es Meldungen: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, England, Frankreich, Guatemala, Italien, Irland, Norwegen, Südafrika, Ungarn und Uruguay.

3. September 1947: Die Hausfrau Mrs. Dupui aus Oswego, Oregon, bemerkte um 12.15 Uhr zwölf bis fünfzehn runde, silberne Objekte, die nicht in Formation flogen (Blue Book).

14. Oktober 1947: Der ehemalige US-Air-Force Kampfpilot J. L. Clark, der Zivilpilot Anderson und ein dritter Mann beobachteten in der Mittagszeit etwa fünfzehn Kilometer nordöstlich von Cave Creek, Arizona, eine Art Nurflügler, der sich schwarz gegenüber den weißen Wolken und rot gegen den blauen Himmel abhob. Seine Geschwindigkeit wird auf 380 Meilen pro Stunde und die Flughöhe auf 8.000 bis 10.000 Fuß geschätzt (Blue Book).

Wir haben den dritten Teil unserer "Geschichte der Ufo- Sichtungen" absichtlich nur dem Jahr 1947 gewidmet, weil es einen Meilenstein in der Ufologie darstellt. Vielfach wird dieses Jahr überhaupt als der Beginn der neueren Ufologie bezeichnet, auch wenn sich viele Ufo-Forscher erst Jahrzehnte später mit dieser Zeit beschäftigt haben.
In vielerlei Hinsicht hat dieses Jahr starken Einfluß auf den gesamten Verlauf aller folgenden Ufo-Sichtungen unseres Jahrhunderts genommen, denn auch die Sichtungen von 1947 sind zeitgemäß, das heißt, sie orientieren sich an dem Stand der damals aktuellen Technologie. Die Scheibenform oder Untertassenform von Flugkörpern, insbesondere die sogenannten Nurflügler, waren bereits während des Zweiten Weltkriegs - u. a. von den Deutschen - getestet worden. So behauptete der deutsche Flugkapitän Rudolph Schriever, schon in den vierziger Jahren Tests mit verschiedenen scheibenförmigen Fluggeräten durchgeführt zu haben.

Wie bei den früheren Ufo-Wellen repräsentierte die Untertassenform also den damals neuesten technologischen Stand. Um eine mögliche Erklärung für die unzähligen Ufo-Sichtungen aus diesem Jahr zu geben, muß man das Zusammenspiel verschiedener Faktoren berücksichtigen:

- Die Ufo-Sichtungen sind im ersten Stadium vornehmlich auf die Aktivitäten der Presse zurückzuführen, die mit ihrer Berichterstattung überhaupt erst eine Bereitschaft für dieses Phänomen geweckt hat. Sowohl Kenneth Arnolds Sichtungen als auch der ganze Roswell-Fall sind von ihr aufgebauscht worden. Es läßt sich vermuten, daß die Medien damals in den USA auch die typische sommerliche Saure-Gurken-Zeit kannte, da kam das Ufo-Thema gerade recht.
War die Ufo-Welle erst einmal ins Rollen gekommen, war es für die Medien einfach, mit immer spekulativeren Theorien und Erklärungsmodellen aufzuwarten. Das konnte nicht ohne Folgen auf einen Teil ihrer Leserschaft bleiben.

- Die Phase nach dem Zweiten Weltkrieg kann man als Hochphase der Flugzeug- und Raketenforschung betrachten. Man hat damals sehr viel experimentiert, verschiedene Flugzeugformen getestet und die Antriebsarten immer wieder verändert. Heute ist ein Flugzeug am Himmel ein vertrautes Bild, damals waren gerade die ständigen Neuentwicklungen, die dann meist noch nachts getestet wurden, nur Spezialisten, genauer: Eingeweihten, bekannt. Ein guter Teil der Ufo-Sichtungen kann auf diese Neuentwicklungen zurückzuführen sein, vor allen Dingen, wenn ein Objekt von mehreren Zeugen und dann auch noch längere Zeit gesehen wurde. Auch muß man bedenken, daß zum Beispiel der Roswell-Fall, aber auch viele andere Fälle, immer in der Nähe von Militärgeländen stattfanden. Selbst die Leute vom Blue Book müssen angesichts der verschiedenen, parallel verlaufenden Flugzeugentwicklungen einzelner militärischer Einrichtungen nicht über jedes Projekt informiert gewesen sein. Die Konkurrenz einzelner Entwicklungsteams bewirkte auch eine Geheimhaltung innerhalb des Militärapparates.

- Der Zweite Weltkrieg war noch nicht einmal zu Ende, da begann eigentlich schon der Kalte Krieg. Die Siegermächte bemühten sich beispielsweise, als erste den Zugriff auf die deutsche Technologie und vor allem auf die deutschen Spezialisten zu erhalten. Bekanntlich haben die USA mit Wernher von Braun und anderen Ingenieuren aus Peenemünde das Rennen gewonnen. Das Verhältnis zwischen den USA und der UdSSR war äußerst gespannt und sollte in den nächsten Jahren noch erheblich strapaziert werden.
Der Kalte Krieg hat einerseits zu einer forcierten Raketenentwicklung geführt, andererseits begann man aber auch schon mit der Eroberung des Weltraums zu liebäugeln. Geheimhaltung war also das oberste Gebot, und so ist es kein Wunder, wenn zum Beispiel ein einfacher Farmer wie William Brazel von den Militärs tagelang festgehalten wird, damit er der Öffentlichkeit nichts berichten kann und sie keine Probleme bei der Bergung der Wrackteile haben.
Die Rückschlüsse der Presse aus der Geheimhaltung, daß die Militärs die Bergung außerirdischer Flugobjekte der Öffentlichkeit vorenthalten, sind dementsprechend aus der Luft gegriffen - was nicht bedeuten soll, daß die Augenzeugen aus ihrer Sicht nicht wirklich unbekannte Flugobjekte gesehen haben.
Außerdem dürften die Berichterstattung und der Kalte Krieg auch zu einer verstärkten Bereitschaft unter der Bevölkerung geführt haben, den Himmel zu beobachten und jede Auffälligkeit zu melden. Im Gegensatz zu heute dürfte die militärische Bedrohung wesentlich ausschlaggebender für eine Ufo-Sichtung gewesen sein als die Behauptung, Außerirdische würden die Erde beobachten.
Muß man im Jahr 1947 schon von einer gewaltigen Ufo-Welle sprechen, so sollte dies für die nächsten Jahre, vor allen Dingen das Jahr 1952, um so mehr gelten.

1948 - 1949

Selbst das Jahr 1947 kann man noch als leichtes Vorgeplänkel an Ufo-Sichtungen ansehen, wenn man es mit der Fülle an Ereignissen und verschiedensten Phänomenen vergleicht, die in den anschließenden Jahren stattfanden. Nach dem angeblichen Absturz eines Ufos 1947 in Roswell soll 1948 mindestens noch ein weiteres - mancher Autor spricht gleich von mehreren - abgestürzt sein. Und an weiteren, höchst abenteuerlichen Geschichten mangelt es in den beiden hier behandelten Jahren wahrlich nicht. So wurden über geheimen amerikanischen Militäreinrichtungen unerklärliche Feuerbälle beobachtet oder ein Pilot ist bei der Verfolgung eines Ufos abgestürzt. Doch lesen Sie selbst.

{ 1948 }

7. Januar 1948 Augenzeugen meldeten über Louisville, Kentucky (USA), ein scheibenförmiges, silbriges Objekt, von dem ein rötliches Leuchten ausging. Der Durchmesser des Objekts wurde mit 80 bis 100 Metern angegeben. Die Staatspolizei gab die Meldung an die Godman Air Force Base in Fort Knox weiter, dessen Tower-Besatzung das Ufo ebenfalls beobachtet hatte. Deshalb beschloß die Besatzung, ihren Stützpunktkommandanten Colonel Guy F. Hix zu benachrichtigen, der schließlich der Befehl an Captain Thomas F. Mantell gab, mit seiner F-51-Staffel aufzusteigen und den Vorfall zu untersuchen. Daraufhin hoben vier Jets ab, doch nur Captain Mantell hatte das Objekt in immer größere Höhen verfolgt, die anderen waren wegen Sauerstoffmangels abgedreht. Mantell behielt mit der Bodenstation ständigen Funkkontakt, bis seine Meldung plötzlich abbrach:

15.16 Uhr: Meldung vom rechten Piloten: Mantell hat's fast geschafft - kann sich nur noch um ein paar Meter handeln - Scheibe fliegt schneller - ich kann nicht mehr mithalten - Mantell ist in der Wolkendecke verschwunden.

15.18 Uhr: Mantell: Das Ding ist riesig - fliegt unwahrscheinlich schnell - jetzt -

Nach einer anderen Quelle klingt sein letzter Funkkontakt etwas anders:
"... es scheint ein metallisches Objekt zu sein ... von gewaltiger Größe ... direkt vor und etwas über mir ... ich versuche aufzuschließen, um es besser sehen zu können."

Die Gegenüberstellung der zwei Versionen dieses vielfach veröffentlichten Falls macht deutlich, mit welchen Tricks in der Ufo-Literatur bestimmte Aussagen zurechtgebogen werden, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Der zweite Textauszug entspricht zumindest dem Original. Nach Timothy Good ("Jenseits von Top Secret", Frankfurt am Main, 6. Aufl. 1993, S. 519) aus dem angeblichen Geheimpapier: Analyse zu Vorkommnisse mit Flugobjekten in den Vereinigten Staaten, Studie 203 der Air Intelligence Division [Air Intelligence Report No. 100-203-79] der Directorate of Intelligence, Headquarters US Air Force, und des Office of Naval Intelligence, Navy Department, 10. Dezember 1948, streng geheim.).
Die etwas abenteuerlichere Version der letzten Worte Mantells fanden wir in: Johannes von Buttlar, "Das UFO-Phänomen", Frankfurt am Main, 4. Aufl. 1992, S. 23.

Man fand Mantells abgestürzte Maschine noch in derselben Stunde, die Borduhr war um 15.18 stehengeblieben. Eine Untersuchung ergab, daß Mantell wohl wegen Sauerstoffmangels bewußtlos geworden oder unmittelbar daran gestorben war. In einer ersten voreiligen Erklärung der Luftwaffe wurde behauptet, Mantell habe den Planeten Venus mit einem Ufo verwechselt, eine Behauptung, die durch Wissenschaftler und Astronomen schnell zerrissen wurde. Erstens war Mantell ein erfahrener Pilot und zweitens war der Himmel zu dem Zeitpunkt bewölkt, er hätte die Venus, zumal am Tage, gar nicht sehen können.
Über die nächste Erklärung der Luftwaffe gehen die Meinungen auseinander: Mantell soll einen Skyhook-Wetterballon verfolgt haben. Doch wie das ATIC (Air Technical Intelligence Center = Lufttechnische Nachrichtenzentrale), von der die besagten Ballonflüge registriert worden sein müßten, später nachgewiesen haben soll, hatte sich in der Gegend kein Skyhook-Ballon aufgehalten. Und doch fielen die Erprobungen dieser Ballons in den betreffenden Zeitraum. Angesichts einer mehrere Minuten währenden Verfolgung mutet die Wetterballontheorie allerdings sehr unwahrscheinlich an.

25. März 1948 Der Aztec-Fall Auch wenn es bei diesem Fall - wir haben schon an früherer Stelle darüber berichtet (File: GREYS2.ABS) - erhebliche Widersprüche gibt und das Ganze als Phantasieprodukt des Kolumnisten Frank Scully erkannt wurde, sei der sogenannte Aztec-Fall hier noch einmal in der, wie wir meinen, angemessenen Kürze skizziert, da er in vielen Veröffentlichungen weite Verbreitung fand.
Frank Scully beruft sich in seinem Buch "Behind the Flying Saucers" (New York, 1950) auf eine Kontaktperson namens Dr. Gee (die von ihm dreizehn Jahre später als literarisches Mittel und Pseudonym für acht Wissenschaftler bezeichnet wurde).
In der Nähe der Stadt Aztec, New Mexico, wurde eine fast unversehrte Fliegende Untertasse geborgen, die einen Durchmesser von 30,5 Metern hatte und aus einem nicht zu beschädigenden Material bestand. Durch ein zerbrochenes Fenster sei es jedoch den Wissenschaftlern gelungen, mit Hilfe einer langen Stange im Innern einen Knopf zu drücken, woraufhin sich eine Tür öffnete. In der Kabine wurden 16 tote Außerirdische gefunden. Sie waren ungefähr einen Meter groß.
1987 wurde der Fall noch einmal durch den Ufologen William Steinmann aufgegriffen, der weitere Einzelheiten und auch Korrekturen hinzufügte, aber den Fall insgesamt als authentisch darstellte (William Steinmann, "UFO Crash at Aztec", 1987).

5. April 1948 Die drei Wissenschaftler Alsen, Johnson und Chance bemerkten auf der Holloman Air Force Base, New Mexico, gegen Nachmittag zwei ungewöhnliche, runde, weiße oder goldene Objekte am Himmel. Während das eine hintereinander drei Loopings drehte, aufstieg und schnell verschwand, flog das andere rasend schnell einen Bogen in Richtung Westen. Die Beobachtungsdauer betrug dreißig Sekunden.

6. April 1948 Wissenschaftler beobachten über dem Lenkwaffenversuchsgelände White Sands ein ovales Ufo. Durch Theodolitenmessungen wurde eine Geschwindigkeit von 27.000 Kilometer pro Stunde errechnet. Ihre Messungen ergaben ebenfalls, daß das Ufo innerhalb von nur zehn Sekunden 40 Kilometer aufstieg. Es konnte nie geklärt werden, um was es sich bei dem Objekt gehandelt hat. (aus: PARANET, File: BBUN2.TXT) [Siehe auch den Fall vom 24. April 1949]

16. Juni 1948 Auch aus der UdSSR sollen Ufo-Begegnungen bekannt sein. So flog der Testpilot A. I. Apraskin in einem neuartigen sowjetischen Düsenflugzeug, als er ein "gurkenförmiges" Luftphänomen im rechten Winkel zu seinem Kurs bemerkte. Das Objekt schien zu sinken und kegelförmige Lichtbündel auszusenden. Vom Fliegerhorst Kapustin Jar kam auf seine Meldung die Bestätigung, daß das Objekt auf den Radarschirmen zu sehen war und auf keine Identifizierungsaufforderung reagiert habe. Der Pilot bekam den Auftrag, das Luftschiff zur Landung zu bringen oder abzuschießen. Apraskin wollte dem Auftrag nachkommen, doch aus ungefähr zehn Kilometer Entfernung trafen die nun fächerartigen Lichtkegel seine Maschine und blendeten ihn kurzfristig. Zugleich fielen bei ihm sämtlichen elektrischen Systeme aus. Per Gleitflug konnte er die Maschine sicher landen.
Apraskin wurde verhört, beurlaubt, abermals verhört und anschließend zu einer anderen Dienststelle versetzt. Aber es blieb nicht bei diesem einen Vorfall. Am 6. Mai 1949, er war unterdessen wieder zum Fliegerhorst Kapustin Jar zurückversetzt worden, hatte er eine ähnliche Begegnung mit dem "gurkenförmigen" Objekt und seinen Lichtbündeln. Außer daß seine Maschine ausfiel, wurde auch ein Teil der Cockpit-Kuppel aus Plexiglas beschädigt, was einen Druckabfall auslöste. Er konnte die Maschine noch sicher an den Ufern der Wolga landen, bevor er bewußtlos wurde.
Ob es den Piloten Apraskin wirklich gegeben hat, ist unsicher. In keinen offiziellen Unterlagen taucht der Name auf, er beruht nur auf Aussagen aus zweiter Hand. Dennoch fand diese Geschichte Eingang in die Ufologie, und das wurde damit begründet, daß die Sowjetunion für das Tilgen von Daten aus ihren Geschichtsbüchern bekannt war. Und da Apraskins Sichtungen nicht mit der Propaganda übereinstimmte, soll dieser Vorfall und seine Person aus sämtlichen Unterlagen gelöscht worden sein, so die Spekulation.
Wenn man aber den Anspruch verfolgt, einen Beweis für Ufos als außerirdische Flugobjekte erbringen zu wollen, dann eignet sich dieser Fall wegen der besagten Ungereimtheiten nicht.

2. Juli 1948 Rundfunksprecher Dannie Kelley sah eine Formation von etwa acht Ufos, die über Augusta hinwegflogen. In 33 Bundestaaten der USA wurden zu dieser Zeit Ufo-Beobachtungen gemacht, darunter auch mehrere Formationsflüge.

Sommer 1948 Deutschland: Ernst-August R., Waldaufseher und Schäfer, verließ mit seiner Herde um 8.00 Uhr morgens den Ort Hemer im Sauerland. Eine Stunde später, er lag gerade im Gras, stob seine Herde aufgeschreckt auseinander. Vor ihm stand ein dreißig Meter langes, zylinderförmiges Objekt, etwa drei Meter im Durchmesser. Als der Zeuge das Objekt berührte, erhielt er einen elektrischen Schlag und fiel bewußtlos zu Boden. Nachdem er wieder aufwachte, befand er sich achtzig Meter von dem Objekt entfernt, und um ihn herum standen vier Wesen, die alle etwa einen Meter groß waren, einen ziemlich großen Kopf, Stoppelhaare - ähnlich wie Nordafrikaner - und eine Ausbuchtung auf der Stirn hatten. Ihre Augen waren schlitzartig, die Nase kurz und gedrungen. Sie trugen auf der Brust und auf dem Rücken Kästen, an die ein Schlauch angeschlossen war, aus dem sie immer wieder Luft holten. Weitere vier oder fünf Wesen standen in der Nähe des Objekts und füllten offensichtlich Pflanzenproben in große Behälter.
Nachdem das Objekt unter Heulen aufgestiegen war und davonflog, bemerkte der Zeuge an der Landestelle acht kreisrunde Brandflecken von ungefähr einem Meter Durchmesser, die einen Abstand zueinander von zwei bis vier Meter hatten.
Dieser Fall wurde erst 1985 in 'Mysteria' Heft 7/57 veröffentlicht, und wie bei allen Fällen, die erst Jahrzehnte in irgendwelchen Büchern oder Magazinen erscheinen, ist die Plausibilität allein aus diesem Grund schon zweifelhaft. Es gibt keine weiteren, lebenden Zeugen, die befragt werden könnten, und der Fall liegt so lange zurück, daß der Aufwand einer näheren Recherche nicht angemessen erscheint.

24. Juli 1948 Clarence S. Chiles und John B. Whitted, Pilot und Co-Pilot einer DC-3, bemerkten morgens um 2.45 Uhr in 5.000 Fuß Höhe auf dem Flug zwischen Mobile und Montgomery in Alabama (USA) ein rotes Glühen vor sich. Erst hielten sie es für einen Düsenjäger, aber als es eine halbe Meile an ihnen vorbeizog, erkannten sie, daß es zigarrenförmig, 30 Meter lang und zehn Meter im Durchmesser war. Von unterhalb des Flugkörpers kam ein fluoreszierendes Leuchten hervor. Nach Meinung der beiden Piloten konnte es sich nicht um einen Meteor gehandelt haben, weil es kontrollierte Flugmanöver durchführte.
Nach einer anderen Quelle war das Objekt an ihrer Maschine vorbeigezogen und in einem steilen Winkel aufgestiegen. Die Druckwellen hätten die DC-3 durchgeschüttelt. Auch hätten der Pilot einer anderen Maschine sowie Augenzeugen am Boden ebenfalls das Objekt am Himmel beobachtet.

15. Oktober 1948 Radaroperator Hemphill einer P-61 "Black Widow" bemerkte über Fusuoka, Japan, sechs Objekte auf dem Radarschirm, während der Pilot Halter nur eines mit eigenen Augen erkennen konnte. Es sah wie ein Luftschiff mit abgeflachtem Boden und stumpfem Heck aus. Ob es mit einem der sechs Radarechos identisch war, konnte der Pilot nicht mehr feststellen, denn es tauchte mit hoher Geschwindigkeit ab.

1948 Nach Angaben des Autors Virgil Armstrong war in diesem Jahr ein Ufo auf dem White Sands Testgelände, New Mexico (USA), gelandet. Man fand angeblich fünf kleine humanoide Außerirdische in enganliegenden, silbernen Uniformen. Das Raumschiff und die Körper wurden zur Wright Patterson Air Base gebracht. Die etwa 100 bis 120 Zentimeter großen Wesen mit ihren übergroßen Köpfen hatten keine Haare, nur wenig entwickelte Ohren und kaum eine Nase oder einen Mund. Die Augen wurden als groß, dunkel und mandelförmig beschrieben. Ihre inneren Organe waren verkümmert. Außerdem hatten sie nur je vier Finger und vier Zehen.
Das Raumschiff bestand aus einer hauchdünnen, aber unzerstörbaren Hülle. Ein acht Kilogramm schwerer Hammer federte zurück und hinterließ keine Beulen oder Schrammen. Man versuchte vergeblich, dem Material mit Azetylen-Schweißbrenner zu Leibe zu rücken.
Armstrong hat nicht einen einzigen weiteren Zeugen für die Existenz des Ufos angeführt. Angeblich wollten alle, die er dazu gesprochen hatte, anonym bleiben. Nach Armstrong wurde das Magazin "Cornet", das damals einen detaillierten Bericht über dieses Ereignis gebracht haben soll, von der Regierung eingezogen, weil "die nationale Sicherheit" gefährdet sei. Armstrongs Geschichte scheint in Anbetracht der mehr als dürftigen Beweislage äußerst unglaubwürdig; hinzukommt, daß er auch eine andere Geschichte mit seiner zu vermischen scheint. Die Episode mit dem schweren Hammer erinnert doch sehr an den angeblichen Roswell-Absturz (siehe File: ROSWELL.ABS), bei dem auch ein vergeblicher Hammertest beschrieben wurde.

{ 1949 }

27. Januar 1949 Captain Sames und seine Frau beobachteten 25 Minuten lang in Cortez-Bradenton, Florida, gegen 22.20 Uhr ein zigarrenförmiges Objekt, das etwa zehn bis fünfzehn Meter lang und mit sieben quadratischen, erleuchteten Fenstern ausgestattet war. Während es lärmend aufstieg und wieder herunterkam, versprühte es Funken. Die geschätzte Geschwindigkeit betrug 300 - 400 Stundenkilometer.

3. April 1949 In Dillon, Montana, bemerkten Gosta Miller, der Eigner einer Konstruktionsgesellschaft, und drei weitere Zeugen ein Objekt von der Form zweier, mit ihrer Oberseite aufeinander gelegter Teller. Die Unterseite wurde als dunkel, die Oberseite als hell wie Aluminium beschrieben. Der Durchmesser betrug sechs bis sieben und die Höhe knapp zwei Meter. Bei seinen verschiedenen Flugmanövern schüttelte und drehte es sich und hatte stets eine hohe Geschwindigkeit.

4. April 1949 Der ehemalige Air-Force-Pilot und Major William Parrott beobachtete gegen 22.20 Uhr in Merced, Kalifornien, etwa 35 Sekunden lang ein insgesamt rundes, mattfarbenes Objekt mit bauchiger Unterseite. Als es über ihn hinwegzog, machte es ein klickendes Geräusch. Sein Hund zeigte Reaktionen.

24. April 1949 Gegen 10.30 Uhr bereitete ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung von Commander R. B. McLaughlin auf dem Raketenversuchsgelände White Sands den Start eines Skyhook- Wetterballons vor, dessen Durchmesser über dreißig Meter betrug. Sie hatten bereits einen Ballon in den klaren Himmel geschickt, als einer der Beobachter auf ein zweites Objekt aufmerksam machte. Es war silberweiß und elipsenförmig. Nach Theodolitenmessungen soll die Flughöhe 80 Kilometer und die Geschwindigkeit 43.000 Kilometer betragen haben. (aus: J. v. Buttlar, "Das UFO-Phänomen", Frankfurt am Main, 4. Aufl. 1992, S. 73)
Dieser Fall weist so viele Ähnlichkeiten mit einem Fall vom 6. April 1948 auf, daß wir davon ausgehen müssen, daß sich in einer der beiden Quelle ein Fehler im Datum eingeschlichen hat.

28. April 1949 Um 17.45 Uhr beobachteten die Zeugen Howard Mann, Mr. Hubert und Tex Keahey über Tuscon, Arizona, vierzig Minuten lang die schnellen Flugmanöver einer hellen Fliegenden Untertasse.

5. Mai 1949 In Fort Bliss, Texas, sahen Major Day, Major Olhausen und Captain Vaughn um 11.40 Uhr während eines Zeitraums von 30 bis 50 Sekunden zwei längliche weiße Flugscheiben, deren Geschwindigkeit auf 500 Kilometer die Stunde geschätzt wurde.

6. Mai 1949: C. G. Green beobachtete über Livermore, Kalifornien, um 9.35 Uhr zwei leuchtende scheibenförmige Objekte, die sich umeinander drehten und schräg stellten. Dann schoß das eine empor, zog eine graue Spur hinter sich her und traf wieder auf das andere. Die Sichtung währte fünf Minuten.

In dieser Auflistung haben wir bislang ein Phänomen außen vor gelassen, was aber dennoch Eingang in viele Veröffentlichungen zum Thema Ufos gefunden hat. Es sind die vielen farbigen Feuerbälle über amerikanische Militäreinrichtungen in den Jahren 1948 und 1949. Besonders im Südwesten der USA, in Los Alamos, auf der Sandia Base bei Albuquerque, in der Nähe der Killen Base, Texas, auf dem Raketentestgelände White Sands und an vielen weiteren Stellen wurden sie von Wissenschaftlern, Militärs, ihren Angehörigen oder auch Zivilpersonen beobachtet.
Die Feuerbälle leuchteten meist grün, schwebten über dem betreffenden Gebiet, konnten aber auch irrsinnig hohe Geschwindigkeiten annehmen, flogen in Gruppen oder einzeln, einen geraden Kurs oder komplizierte Manöver, hielten sich in der Nähe des Bodens oder stiegen in große Höhen auf - kurzum, niemand vermochte eine klare Einschätzung vorzunehmen, weil das Phänomen vielerorts unterschiedlich ausfiel.
Doch es blieb nicht ohne Wirkung auf offizielle Stellen. Das FBI befaßte sich mit manchen Meldungen, aber vor allen Dingen gingen sämtlichen Berichte von Augenzeugen an das Projekt GRUDGE (früherer Name SIGN) auf der Wright Patterson Air Base. Das Phänomen wurde innerhalb des Militärs diskutiert, doch kam man zu keiner einheitlichen Betrachtungsweise. Meteoriten kamen für die beobachteten Feuerbälle nicht in Betracht, meinte der damalige Direktor des Meteoriteninstituts an der Universität New Mexico, Dr. Lincoln La Paz, der selbst einen Feuerball über dem geheimen Los Alamos gesehen hatte. Aber bis heute hat auch noch niemand eine unzweifelhafte Erklärung für die vielfältigen Beobachtungen geben können.
Natürlich verwiesen Wissenschaftler an erster Stelle auf meteorologische Erscheinungen, aber damit hatte man zwar eine Antwort, aber noch immer keine Erklärung. Man weiß nicht, wie dieses Phänomen zustande gekommen ist. Bemerkenswert ist noch, daß man damals kaum an einen außerirdischen Einfluß dachte, auch hielt man sie nicht für künstlich erzeugte Erscheinungen, sondern im allgemeinen für ein natürlich entstandenes Phänomen, das man noch nicht kannte. Selbstverständlich löste es starke Beunruhigung auf Seiten des Militärs aus, waren doch gerade ihre geheimsten Einrichtungen davon betroffen. Man kann heute davon ausgehen, daß diese unerklärlichen Feuerbälle mit dazu beigetragen haben, daß sich das Militär damals intensiv und systematisch um eine Aufklärung bemüht hat, auch wenn man offiziell natürlich Zurückhaltung zur Schau stellte.

Da viele Ufologen auf die damalige Zeit Bezug nehmen und die übliche militärische Geheimhaltungspolitik im Schnellschluß mit dem Thema Ufos und dann auch noch mit einer außerirdischen Zivilisation in Verbindung bringen, möchten wir hiermit einen, wie uns scheint, einige naheliegendere Gründe für die Geheimhaltung anführen.
Das Ende der vierziger Jahre war in den USA geprägt von einer wahren Ufo-Schwemme, wir haben hier nur einen geringen Ausschnitt der in die Tausende gehenden Sichtungen wiedergegeben. Zugleich standen die Militärs vor der Notwendigkeit einer völlig neuen Strukturierung ihrer unterschiedlichsten militärischen Einrichtungen. Jeder einzelne Bundesstaat hatte seine eigenen militärischen Einrichtungen, sie waren längst nicht so fest eingebunden und miteinander verwoben, wie man sich das vielleicht aus heutiger Sicht in Deutschland vorstellt.
Ein Ansatz zur organisatorischen Strukturierung in einem bestimmten Bereich, dem der Luftbeobachtungen, fand in der Einrichtungen der Projekte SIGN (1947) und GRUDGE (1948, 1949) statt, aber auch andere übergreifende militärische Einrichtungen wurden Ende der vierziger Jahre geschaffen (CIA 1947). Weiterhin wurden verschiedenste Geheimprojekte begonnen und wieder abgebrochen, eine Infiltration ausländischer Agenten war berechtigterweise immer zu befürchten. Keine Frage, daß die militärischen Einrichtungen auch untereinander häufig Geheimhaltungspolitik betrieben. So wundert es denn auch nicht, wenn beispielsweise Angehörige der einen Abteilung ein Ufo- Phänomen als Wetterballon abgetan haben, während andere jegliche irdische Ursache ausschlossen.


1935-2

1950 - 1954

Besonders von aktiven oder ehemaligen Militärangehörigen wurde das Bild der Ufo-Sichtungen in den frühen fünfziger Jahren bestimmt. In den USA sammelte man von nun an Meldungen an zentraler Stelle (Projekt SIGN, GRUDGE und vor allem ab 1952 BLUEBOOK). Die Ufo-Welle, die bereits 1947 begann, setzte sich in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts mehr oder weniger ungehindert fort. Besonders 1952 erlebte die Sichtungswelle einen weiteren Höhepunkt.
Wir haben aus den Tausenden von Meldungen nur einen Ausschnitt wiedergegeben, der uns repräsentativ erschien und der das ganze Spektrum an verschiedenen Ufo-Phänomenen widerspiegelt. Hinzu kommen natürlich noch die vielen bekannten Fälle, auf die in verschiedensten Veröffentlichungen immer wieder Bezug genommen wird.

{ 1950 }

17. März 1950 500 silberne, scheibenförmige Objekte überflogen lautlos, aber in hoher Geschwindigkeit das Atomsperrgebiet in New Mexico. An drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils zwischen 13.00 und 15.00 Uhr wurden sie auch über der Stadt Farmington, nördlich von New Mexico, gesehen.

11. Mai 1950 Eines der berühmtesten Fotos in der Ufologie darf in der Geschichte der Ufo-Sichtungen nicht fehlen. Es handelt sich um die Aufnahme eines scheibenförmigen Objekts durch Paul Trent aus McMinnville, Oregon. Seine Frau befand sich gerade im Garten, als sie am Himmel das unbekannte Flugobjekt bemerkte. Sie lief schnell ins Haus zu ihrem Mann, der sich eine Kamera schnappte und noch zwei Fotos schießen konnte, bevor das Ufo verschwand. Das Ufo soll glänzend, silbrig und völlig geräuschlos gewesen sein.
Bis heute konnte man den Trents keinen Schwindel nachweisen, ihre beiden Fotos wurden über Jahre hinweg immer wieder mit den neuesten fototechnischen Analyseversuchen überprüft, und es wurde kein eindeutiger Hinweis auf eine Fälschung gefunden. Selbst das Ufos gegenüber kritisch eingestellte Condon-Komittee mußte zugeben, daß es "einer der wenigen UFO-Berichte ist, in denen alle der untersuchten Faktoren, geometrische, psychologische und physikalische, mit der Annahme übereinstimmen, daß ein ungewöhnliches fliegendes Objekt, silbrig, metallisch, scheibenförmig, mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Metern und offensichtlich künstlich, in Sichtweite von zwei Augenzeugen flog". (zitiert nach Evans, Hilary, "Beweise: UFOs", München 1988, S. 88)
Als Indiz für die Echtheit der Fotos wird häufig angeführt, daß die Trents gar keinen Wert darauf gelegt hätten, die Ufo- Fotos zu veröffentlichen. Sie haben ihren Film erst zum Entwickeln gegeben, als auch die restlichen Bilder belichtet waren. Dann haben sie die Ufo-Fotos nur ihren Freunden gezeigt. Als ein Lokalreporter davon erfuhr, suchte er die Trents auf und fand die Negative unter einem Sofa, wo die Kinder mit ihnen spielten.

4. Juli 1950 Der Amerikaner Daniel W. Fry behauptete in seinem Buch "Das Erlebnis von White Sands" (Ventla-Verlag 1970), daß er auf dem Raketentestgelände White Sands bei Las Cruces in New Mexico die Landung eines diskusförmigen Flugobjekts beobachtet hätte. Der Ingenieur Fry hatte von der Aerojet General Corporation die Verantwortung für die Instrumenteninstallation in den Steuersystemen von Lenkwaffen übertragen bekommen und war aus diesem Grund auf dem White-Sands-Gelände tätig.
Das Objekt, das er gesehen hatte, war acht Meter hoch, sein größter Durchmesser betrug neun Meter. Die Oberfläche glänzte silbrig und fühlte sich metallisch an. Er schlug mit der Hand auf die Hülle, und eine Stimme ertönte, daß er das lieber bleiben ließe, denn die Hülle sei noch warm. Danach entwickelte sich ein Gespräch zwischen Fry und dem unbekannten Wesen, das angeblich seine Gedanken lesen konnte und von einem Mutterschiff im Orbit aus mit ihm sprach. Fry wurde von dem Außerirdischen eingeladen mitzufliegen, was er dankend annahm. In Sekundenschnelle ist er mit dem Schiff aufgestiegen, hat eine Rundreise gemacht und ist wieder gelandet. Trotz der gewaltigen Beschleunigung hatte er keinerlei Beharrungskräfte verspürt.
Fry schmückt seine Geschichte noch weiter aus, aber wir wollen nicht jedes Detail (Gravitationsantrieb und -neutralisation, Heilsbotschaft für die Erdbevölkerung, etc.) wiedergeben. Natürlich hat diese Geschichte viele Diskussionen darüber ausgelöst, ob sie wahr ist oder nicht. Daran werden wir uns nicht beteiligen, da wir "Wahrheit" in der Auseinandersetzung mit dem, was der Mensch durch den Begriff Realität zu umschreiben versucht, als ein unbrauchbares Instrument betrachten. Wir werden im letzten Artikel zur "Geschichte der Ufo-Sichtungen" bei einer abschließenden Bewertung auf die grundlegenderen Implikationen von solchen "Kontaktberichten" eingehen.

{ 1951 }

10. Februar 1951 US Naval Reserve Lt. Graham Bethune, Kopilot einer Militärmaschine auf einem Flug von Kevlavik, Island, bemerkte dreihundert bis vierhundertfünfzig Meter über dem Atlantik einen Lichtschein. Er und der Pilot beobachteten ihn etwa vier bis fünf Minuten lang, da kam das Licht plötzlich auf sie zugeschossen. Kurz vor der Kollision drehte es ab und veränderte seine Farbe. Es war rund und an den Rändern rötlich-orange. Schließlich beschleunigte es mit schätzungsweise über 1.600 Stundenkilometer und verschwand. Seine Größe wurde auf etwa neunzig Meter geschätzt.

10. September 1951 Ein Pilot und ein Passagier einer T-33 beobachteten über Fort Monmouth, New Jersey, ein unbekanntes Flugobjekt. Es wurde als rund, silberfarben, flach und mit einem Durchmesser von zehn bis fünfzehn Meter beschrieben, als es unterhalb ihres Flugzeugs schwebte. Es blieb nur kurz unterhalb der T-33 und drehte dann ab.
Um exakt dieselbe Zeit wurde ein Objekt auf einem Radargerät in Fort Monmouth gemessen, das gerade einer Gruppe von Air-Force- Offizieren vorgeführt wurde. Der Radaroperateur verfolgte ein Objekt, das sich mit einer Geschwindigkeit zwischen 800 und 1000 Stundenkilometer, sich in einem sehr wechselhaften Kurs bewegte und bald vom Radarschirm verschwand. Am nächsten Tag gingen weitere Meldungen von unbekannten Flugobjekten in Fort Monmouth ein.
Diese Sichtungen sollen den Anstoß dafür geliefert haben, daß das Projekt GRUDGE Anfang des Jahres 1952 als eigenständige Abteilung und unter neuem Namen (BLUEBOOK) weitergeführt wurde.

Mitte Oktober 1951 Der Minen-Ingenieur Alford Roos aus Silver City, New Mexico, bemerkte gegen 10.30 Uhr von seiner Ranch aus zwei linsenförmige Ufos. Sie führten verschiedene Flugmanöver durch und beschleunigten teilweise in irrsinniger Geschwindigkeit aus dem Stand heraus auf etwa 800 Stundenkilometer. Weitere Zeugen bestätigten seine Sichtung.

{ 1952 }

12. April 1952 E. H. Rossell, Stabsfeldwebel der Royal Canadian Air Force, und Flight Sgt. R. McRae beobachteten um 21.30 Uhr in der North-Bay- Region, Ontario, in Kanada ein rundes, bernsteinfarbenes Objekt, das zunächst mit hoher Geschwindigkeit flog, dann abstoppte, die Richtung wechselte und in einem Winkel von 30 Grad aufstieg. Ihre Beobachtung dauerte zwei Minuten.

14. April 1952 Die US-Navy-Piloten Lt. jg. Blacky und Lt. jg. O'Neil aus Memphis, Tennessee (USA), beobachteten um 18.34 Uhr während ihres Flugs 45 bis 60 Sekunden lang ein schnelles Objekt von der Form einer umgekehrten Schüssel. Es war etwa 30 - 40 Zentimeter lang und etwas über zehn Zentimeter hoch, sein Kurs verlief dreißig Meter neben dem Flugzeug gerade und auf einer Flughöhe.

27. April 1952 H. A. Freytag und drei Verwandte aus Roseville, Michigan, beobachteten um 16.15 Uhr ein seltsames Schauspiel in der Luft. Zunächst bemerkten sie ein silbernes, scheibenförmiges Objekt, das sich in der Luft drehte, herunterkam und schließlich abstoppte. Danach erschienen zwei zigarrenförmige Objekte, wobei eines nach Osten und das andere nach Westen verschwand. Und zu guter Letzt zog ein drittes zigarrenförmiges Objekt mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbei. Die gesamte Sichtung dauerte 45 Minuten.

27. April 1952 Aus Yuma, Arizona (USA), wurden ein oder zwei flammendrote flugzeuggroße Scheiben gemeldet. Um 20.30 Uhr beobachteten das Mitglied einer Kontrollturmbesatzung, Sergeant G. S. Porter, der zur Zeit der Sichtung dienstfrei hatte, und seine Frau im Laufe von zwei Stunden siebenmal eine Scheibe und einmal zwei Scheiben in Formationsflug. Alle Scheiben flogen unterhalb der Wolkendecke, die sich ungefähr in einer Höhe von 3.500 bis 4.000 Metern befand.

7. Mai 1952 Der Pressefotograf Ed Keffel schießt die berühmt gewordene Fotoserie von Barra da Tijuca bei Rio de Janiero, Brasilien. Er wurde von dem Reporter Joao Martins begleitet, der als erster ein Objekt am Himmel bemerkte, das er für ein Flugzeug hielt. Der hinzugerufene Keffel schoß mit seiner Rollei fünf Fotos hintereinander, auf denen ein scheibenförmiges Ufo zu erkennen war. Die Versuche seitens der brasilianischen Luftwaffe, die Fotos nachzustellen, um sie als Fälschungen zu entlarven, waren gescheitert. Als Indiz für die Echtheit der Fotos sollte, so hieß es, ein Oberstleutnant vor der Tür der Dunkelkammer, in der die Negative entwickelt wurden, gestanden und diese nach der Entwicklung sofort in Empfang genommen haben.
Das erscheint uns allerdings nicht als ein überzeugendes Argument, denn wenn er vor der Tür gestanden hat, dann deutet gerade die Erwähnung dieses Umstands auf einen Fälschungsversuch hin. Wenn es ihm wirklich um die Überprüfung der Entwicklung gegangen wäre, dann hätte er in(!) der Dunkelkammer gestanden. Das ist das mindeste, auch wenn selbst das keine Garantie dafür ist, einen Fälschungsversuch zu vereiteln.

16. Juni 1952 Wartungsspezialist Sgt. Sparks der US Air Force bemerkte auf der Walker Air Force Base in New Mexico gegen 21.30 Uhr fünf oder sechs gräuliche Scheiben. Sie flogen in einer Halbmond-Formation mit einer Geschwindigkeit von circa 1000 Stundenkilometer. Nach einer Minute verschwanden sie aus seiner Sicht.

7. Juli 1952 Oskar Linke, ehemaliger Bürgermeister von Gleimershausen bei Meiningen in der damaligen DDR erklärte vor amerikanischen und britischen Untersuchungsbeamten, daß er und seine Tochter im Grenzgebiet zu Westdeutschland auf einer Waldlichtung ein scheibenförmiges Objekt mit einem Durchmesser von etwa acht Meter gesehen hatten, das von innen erleuchtet schien. An der Oberseite ragte eine viereckige Konstruktion unter einem kuppelartigen Gebilde heraus.
Von der anderen Seite der Lichtung näherten sich zwei Wesen, beide etwa 1,20 Meter groß und in silbrig schimmernden Anzügen. Als einer in ihre Richtung blickte, machten seine Tochter durch einen Seufzer auf sich aufmerksam, woraufhin die beiden Fremden sich verständigten, schnell im Innern verschwanden und davonflogen.

12. Juli 1952 Der Vorsitzende einer Versicherungsgesellschaft, William Washburn, beobachtete um 15.30 Uhr über Annapolis, Maryland, vier große, scheibenförmige Objekte, die mit hoher Geschwindigkeit herankamen, abstoppten, eine 90-Grad-Kehre flogen und wieder verschwanden. Das gesamte Manöver dauerte nur sieben bis acht Sekunden.

14. Juli 1952 Captain William B. Nash und sein Zweiter Offizier William Fortenberry aus Norfolk, Virginia, flogen mit ihrer Verkehrsmaschine vom Typ DC-4 in einer Höhe von 8.000 Fuß. Um 20.12 Uhr erblickten sie plötzlich voraus sechs rote Objekte, die rasend schnell auf sie zukamen. Die Objekte waren kreisrund und flogen etwa eine Meile unter ihnen in Formation, gefolgt von zwei weiteren Objekten. Etwa fünfzehn Sekunden lang konnten sie ihre Manöver beobachten. Die geschätzte Geschwindigkeit betrug 20.000(!) Kilometer pro Stunde.

17. Juli 1952 Mannschaftsmitglieder der Nationalen Luftraumüberwachung aus Lockbourne, Ohio, beobachteten drei Stunden lang eine Lichterscheinung am Himmel. Es hatte die Größe eines großen Sterns. Als sich gegen 14.00 Uhr ein Flugzeug näherte, verschwand die Erscheinung. Auch am 20., 22. und 23. Juli wurde die Lichterscheinung beobachtet.

18. Juli 1952 Ebenfalls aus Lockbourne, Ohio, meldeten Technical Sergeant Mahone und A/3c Jennings, daß sie um 21.10 Uhr ein bernsteinfarbenes, scheibenförmiges Objekt gesehen hatten. Aus dem Heck kam eine kleine Flamme, die periodisch aufleuchtete. Das Objekt flog mit hoher Geschwindigkeit unter starker Lärmentwicklung. Nach eineinhalb Minuten war es verschwunden.

19./20. Juli 1952 Um 23.40 Uhr tauchte auf den Radarschirmen der Luftüberwachung in Washington eine Gruppe von Ufos auf, deren Geschwindigkeit auf 160 Stundenkilometer geschätzt wurde. Sowohl die Besatzungen von Linienmaschinen als auch Augenzeugen am Boden meldeten zu der Zeit seltsame Lichterscheinungen am Himmel, die sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegten.
Um drei Uhr morgens stiegen zwei F-94-Abfangjäger auf, die eine halbe Stunde später im Zielgebiet eintrafen. Von der Radarstation wurden sie in Richtung der Ufos geleitet, aber als sie die Koordinaten erreicht hatten, verschwanden die Objekte plötzlich vom Radarschirm. Nach Berichten von Augenzeugen am Boden waren zu der Zeit seltsame Lichter am Himmel herumgekreist, eines wurde über dem Kapitol, zwei weitere über dem Weißen Haus beobachtet.
Die ganze Nacht über erhielten die Radarstationen Echos auf ihren Schirmen, manchmal wurde ein Objekt von drei Stationen zugleich angemessen. Aber die Düsenjäger stellten auch bei einem zweiten Anflug in derselben Nacht keinerlei Objekte fest, die man für die Beobachtungen verantwortlich machen konnte.
Die Ufo-Welle dieses frühen Tages fand in Newsport in Virginia seine Fortsetzung, dort steigerte sich das Ganze noch. Auch hier wurden Düsenjäger zur Erkundung hochgeschickt, aber immer wenn sie in die Nähe der "Objekte" kamen, verschwanden diese vom Radarschirm. Die Piloten fühlten sich wie in einem Katz-und-Maus- Spiel, nur daß die ihnen zuteil gewordene Rolle mißfiel. Am 26. und 30. November erhält die Radarstation des Washington National Airport abermals ähnliche Echos.
Auch wenn in den Beschreibungen immer wieder von "Objekten" geschrieben wird, muß man sich darüber klar sein, daß materielle Objekte nicht gesehen wurden. Die Augenzeugen am Boden beobachteten Lichterscheinungen am Himmel, während die Radarstationen ihre Echos nur als Objekte interpretieren konnten, aber sie wußten natürlich nicht, was die Ursache war. Unter bestimmten Voraussetzungen können Radarsignale auch von Wolken, Inversionsschichten, Regen, Schnee, Vogelschwärmen, etc. reflektiert werden; das läßt sich nicht so einfach bestimmen, wie man sich das wünscht. Deswegen gibt es bekanntlich auch häufiger zwischen der Radarortung und dem Startbefehl für Erkundungsflüge eine längere Zeitspanne zur Entscheidungsfindung, denn auf den Radarschirmen tauchen häufiger unerklärliche Echos auf, ohne daß sofort Düsenjäger losgeschickt werden.

28. Juli 1952 Aus Heidelberg berichteten Sgt. B. C. Grassmoen und ein weiterer Zeuge, sie hätten um 20.20 Uhr ein untertassenförmiges Objekt wie aus Leichtmetall gesehen, von dem helle Lichtstrahlen ausgingen. Es flog langsam, machte eine 90-Grad-Kurve und stieg nach vier bis fünf Minuten schnell auf, bis es verschwand.

28. Juli 1952 Stabsfeldwebel W. F. Dees von der Radar-Bodenkontrolle des Luftwaffenstützpunkts McGuire, New Jersey, sowie das Personal des Bodenkontrollturms bestätigten um sechs Uhr morgens zugleich ungewöhnliche Objekte. Der Radaroperator empfing starke Echos von einer großen Ansammlung von Objekten, während vom Kontrollturm aus längliche Objekte ohne Flügel oder Schwanz beobachtet wurden. Einmal machten sie eine schnelle Kehre und flogen plötzlich in Formation. Der Vorfall dauerte insgesamt 55 Minuten.

Sommer 1952 Tagsüber wurde ein riesiges, zigarrenförmiges Objekt von mindestens 800 Meter Länge über der Stadt Woronesch (UdSSR) gesichtet. Es senkte sich langsam auf eine Flughöhe von 2.000 Metern und blieb dort regungslos in der Schwebe. Tausende von Menschen, die das Objekt beobachteten, gerieten in Panik. Dann war das Objekt plötzlich verschwunden.
Nur kurze Zeit später erschienen einige Kampfflugzeuge und suchten den Himmel ab. Nachdem sie wieder fortgeflogen waren, erschien das Ufo erneut an derselben Stelle. Plötzlich schoß aus einem Ende ein Feuerstrahl, das Objekt stieg auf und verschwand mit ungeheurer Geschwindigkeit.

5. August 1952 Haneda Air Force Base, Japan, 22.30 Uhr Ortszeit: Die US-Air- Force-Piloten 1st Lt. A. M. Jones und 1st Lt. W. R. Holder hatten mit dem Bordradar ihrer F-94 Interceptor 90 Sekunden lang Zielkontakt. Zur gleichen Zeit beobachtete die Mannschaft eines Kontrollturms der Haneda AFB fast eine Stunde lang die verschiedensten Manöver eines dunklen Objekts mit einem hellen Licht, das 700 bis 800 Stundenkilometer flog.

19. September 1952 Während des NATO-Manövers "Mainbrace" beobachteten Flight Lieutenant John Kilburn und fünf weitere Mitglieder der Luftwaffe vom Luftwaffenstützpunkt Topcliffe, Großbritannien, um 10.53 Uhr ein unbekanntes Flugobjekt, das ihrer "Meteor" zu folgen schien. Die Flughöhe wurde auf 30.000 Meter und der Abstand zur Meteor auf acht Kilometer geschätzt. Erst pendelte das silbrige, kreisförmige Objekt hin und her, während es absank, dann schwebte es in der Luft und beschleunigte plötzlich mit einer "unglaublichen" Geschwindigkeit nach Westen. Der ganze Vorfall hatte nur 15 bis 20 Sekunden gedauert. Alle Zeugen gaben an, daß es sich nicht um irgendeine ihnen bekannte Erscheinung (Wetterballon, Wolke, Rauchring, etc.) gehandelt haben könnte.
Bemerkenswert ist an diesem Fallbeispiel (Timothy Good: "Jenseits von Top Secret", Frankfurt am Main, 6. Aufl. 1993, S. 36) ist die Flughöhe von 30.000 Metern. Im Anhang (S. 608f.) wird dagegen eine Flughöhe von 460 Metern angegeben, wodurch auch erst eine Sichtung vom Boden aus erklärbar wäre. Und auch bei der angegebener Beobachtungszeit gibt es einen erheblichen Widerspruch. Auf Seite 37 schreibt Good von 15 bis 20 Sekunden, später auf Seite 609 dagegen von über einer Minute. Solange aber solche Ungereimtheiten bestehen, muß eine Ufo-Sichtung schon formal in Frage gestellt werden.
Ebenfalls beim Nato-Manöver "Mainbrace" machten Augenzeugen aus verschiedenen Staaten über dem Nordatlantik zwischen Irland und Island die Sichtung eines blaugrünen, dreieckigen Objekts, das eine Geschwindigkeit von über 2.500 Kilometer die Stunde hatte. Eine weitere Meldung betraf drei Objekte in Formationsflug, deren Geschwindigkeit ebenfalls auf 2.500 Kilometer geschätzt wurde und die weiße Lichter aussandten.

17. Oktober 1952 In Oloron, Frankreich, saß der Schuldirektor M. Prigent mit seiner Familie beim Mittagessen, als er gegen 12.50 Uhr ein seltsames Objekt am Himmel bemerkte. Oberhalb von merkwürdig geformten Schäfchenwolken schwebte ein langer, zylindrischer Gegenstand, der weiß leuchtete, in einem Winkel von 45 Grad in der Luft schwebte und kleine weiße Wölkchen ausstieß. Vor dem Objekt schwebten etwa dreißig kleinere Objekte, die, durch das Fernglas betrachtet, wie rote Kugeln mit einem gelben Ring um der Mitte aussahen. Die gesamte Flotte soll sich im Zick-Zack-Kurs über den Himmel bewegt haben, wobei die kleineren immer in Paaren flogen. Sobald sich ein Paar getrennt hatte, ließ es eine weiße Spur hinter sich zurück. Außerdem hinterließen sie noch ein merkwürdige Substanz, die zu Boden sank und stundenlang Bäume, Telefonleitungen und Hausdächer bedeckte. Das Material wurde mit der Zeit geleeartig, löste sich auf und verschwand vollständig, was mehrere Zeugen bestätigten.

27. Oktober 1952 Der französische Zollbeamte M. Gachignard saß um zwei Uhr morgens am Flughafen Marignane, Marseille, auf einer Bank und aß seinen Imbiß. Da bemerkte er ein Licht, das auf ihn zukam. Anfangs hielt er es noch für eine Sternschnuppe, doch dann wurde er davon überrascht, daß es an ihm vorbeiflog, auf der Landebahn aufsetzte und ganz plötzlich stehenblieb. Der Zollbeamte eilte sofort hinzu und traf auf ein rugbyball-förmiges Objekt, das etwa drei Meter lang und ein Meter hoch war. Aus vier seitlich eingelassenen, quadratischen Fenster drang flackerndes Licht.
Als der Zeuge noch fünfzig Meter entfernt war, schoß hinten ein Strom von weißen Teilchen hervor, und das Objekt hob aus dem Stand heraus ab. Gachignard war der einzige Zeuge, und die Radarstation konnte es, so die Vermutung, wegen der geringen Flughöhe nicht erfassen.

31. Oktober 1952 Lt. James Allen aus Fayetteville, Georgia, war mit seinem Wagen unterwegs, als er um 18.40 Uhr ein zigarrenförmiges Objekt bemerkte, das in Wipfelhöhe flog. Es war etwa 25 Meter lang und sechs Meter im Durchmesser. Als es seinen Wagen überflog, fiel sein Radio aus. Anschließend stieg es im 45-Grad-Winkel auf und verschwand mit enormer Geschwindigkeit. Der ganze Vorfall dauerte eine Minute.

20. November 1952 Obwohl George Adamski durch gefälschte Ufo-Fotos als Schwindler entlarvt wurde - er soll eine Lampe fotografiert haben, aus der unten noch die Glühbirne herausragte -, darf er nicht unerwähnt bleiben, da er zumindest für viel Aufsehen um seine Person gesorgt hat und auch heute noch gerne als jemand zitiert wird, der tatsächlich Kontakt mit Außerirdischen zustande gebracht hat. Adamski war Amateurastronom und leitete eine mystisch- philosophische Gruppe namens "Königlicher Orden von Tibet". Er ließ sich auch gerne mit dem Titel "Professor" anreden.
Adamski behauptete, im August 1952 über dem Mount Palomar, Kalifornien, 184 Fliegende Untertassen gesehen zu haben. Im November dieses Jahres will er aus einer Eingebung heraus persönlich in Kontakt mit dem Venusier Orthon getreten sein, von dem er die Botschaft empfing, daß er, Adamski, zum Botschafter auf Erden auserwählt sei. Später schlossen sich weitere telepathische Durchgaben und eine Reihe von Raumflügen an, die er mit den Venusiern durchgeführt haben will.
Auffällig an Adamskis Geschichte ist einerseits, daß sie in weiten Zügen der Kurzgeschichte "The Green Man" von Harold Sherman aus dem Jahre 1946 gleicht, in der ebenfalls ein Astronomie-Professor nachts allein nach Hause fährt und sein Auto plötzlich stehenbleibt. Er geht zu Fuß weiter und trifft auf ein zigarrenförmiges Flugobjekt. Ein Außerirdischer taucht auf und bittet den Professor, als Botschafter zwischen der Menschheit und der außerirdischen Zivilisation tätig zu werden. Das sind die wesentlichen Elemente, die sowohl in der Kurzgeschichte als auch in Adamskis "wahren" Geschichte auftauchen.
Andererseits fällt auf, daß sich Adamski Botschaft, die er angeblich von den Außerirdischen erfahren haben will, weitgehend mit der Botschaft deckt, die er schon vor seiner Begegnung mit den Außerirdischen verbreitet hat.
Jedenfalls hat es Adamski verstanden, sich in Szene zu setzen. In den Medien war er immer ein gern gesehener Gast, er hielt Vorträge in den USA und auch Europa und bekam sogar eine Audienz beim Papst.

1952 Das ATIC (Air Technical Intelligence Center - Technischer Nachrichtendienst Luft) der USA hatte von 1947 bis 1952 1.500 offizielle Berichte über unbekannte Flugobjekte gesammelt, davon zum Höhepunkt der Ufo-Welle 1952 allein 250. Die inoffiziellen Meldungen lagen um ein Vielfaches höher.

{ 1953 }

11. Januar 1953 In der Nähe von Oslo beim Gjersjoen-See hatten der Maler Tryvge Jansen und seine Bekannte Gudrun Buflod eine sehr ungewöhnliche Begegnung mit einem unbekannten Flugobjekt. Sie fuhren gerade mit ihrem Wagen, als sie von einem lautlosen Flugobjekt verfolgt wurden, das um ihr Auto herumflog. Es war scheibenförmig, etwa zwei Meter im Durchmesser, hatte aber durchsichtige Flügel und auf der Oberseite eine Art Kanzel. Plötzlich hielt das Ufo vor ihnen auf der Straße an und landete auf seinen Beinen. Deswegen stoppten sie ebenfalls ihre Fahrt. Dann hob das Ufo wieder ab, und beide verspürten ein Prickeln wie von einer Strahlung.

Als Jansen nach Hause kam, hatte sich die Farbe des Autos verändert. Aus einem trüben gelblichen Beige war ein glänzendes Grün geworden. Neben seiner Frau konnten das noch eine Reihe weiterer Personen aus der Nachbarschaft bezeugen. Am nächsten Tag jedoch war die Farbe wieder wie zuvor.
Am Abend der Begegnung fühlten sich sowohl der Maler Jansen als auch Frau Buflod unwohl, darüber hinaus war ihr Arm gelähmt. Außerdem was Jansens Uhr stehengeblieben, und der Uhrmacher meinte, sie wäre einem starken Magnetfeld ausgesetzt worden.

8. April 1953 1st Lt. D. J. Pichon, der Pilot einer F-94 Interceptor, beobachtete um 19.55 Uhr Ortszeit auf seinem Flug in der Nähe von Fukuoka, Japan, ein helles blaues Licht, das herabstieg, seine Geschwindigkeit erhöhte und einen Parallelkurs einschlug. Dann beschleunigte es und erlosch nach etwa 45 Sekunden.

21. Mai 1953 Der "Kingman-Absturz" Ein Ufo-Absturz, der von dem Ufo-Forscher Raymond Fowler an die Öffentlichkeit gebracht wurde, wird von Fritz Werner (Pseudonym) bezeugt. Werner will zwischen 1949 und 1960 unter anderem als leitender Ingenieur auf der Wright-Patterson Air Force Base tätig gewesen sein. Im Mai 1953 war er in einer Sondermission für die Air Force zu der "Operation Upshot-Knockhole" der Atomenergiekommission abgestellt worden. Eines abends erhielt er von Dr. Ed Doll, dem Testleiter dieses Projekts, einen Anruf, wobei ihm mitgeteilt wurde, daß er am nächsten Tag für einen Spezialeinsatz gebraucht werde.
Mit gut einem Dutzend weiterer Spezialisten wurde er in einer Militärmaschine nach Phoenix, Arizona, geflogen. Mit niemandem durften sie Kontakt aufnehmen. Von dort aus fuhren sie in einem Bus mit verdunkelten Fenstern in die Nähe von Kingman, Arizona, wo sich auch das Atomtestgelände Nevada befindet. Unterwegs wurde ihnen mitgeteilt, daß ein streng geheimes Fluggerät der Air Force abgestürzt sei und sie die Unglücksursache klären sollten.

In einer eidesstattlichen Erklärung gab Werner an, daß das Objekt eine Scheibenform von etwa neun Metern Durchmesser hatte. Es bestand aus einem unbekanntem Metall und hatte sich im schrägen Winkel einen halben Meter tief in den Sand gebohrt, ohne dabei sichtbaren Schaden zu nehmen. Durch eine Einstiegsluke konnte man ins Innere gelangen, ein Kollege Werners soll dort zwei Drehsessel, eine ovale Kabine sowie viele Instrumente gesehen haben. In einem Zelt in der Nähe habe das einzige Besatzungsmitglied der Scheibe gelegen. Es war etwa 1,20 Meter groß, humanoid, mit dunkelbrauner Haut, zwei Augen, zwei Nasenflügeln, zwei Ohren und einem kleinen runden Mund. Die Person trug einen silbrig-metallischen Anzug und eine Kappe aus demselben Material.

Ob es diesen Absturz tatsächlich gegeben hat, ist bis heute unsicher, und noch unsicherer ist, ob es sich um ein außerirdisches Objekt gehandelt hat oder nicht. Alle Beschreibungen könnten auch mit einem irdischen Geheimprojekt zu erklären sein. Wie bereits erwähnt, stand der ganze Fall stand unter strengster Geheimhaltung, weitere umittelbare Augenzeugen haben sich nicht gemeldet.

Sommer 1953 In Yaak, Montana (USA), werden von Sergeant William Kelly und der übrigen Besatzung einer Radarstation sechs unidentifizierte Zielpunkte geortet, die bei mehreren Abtastungen ihre Richtung geändert haben. Als sie laut Radaranzeige nur sechzehn Kilometer von der Station entfernt waren, ist die Mannschaft hinausgegangen und hat beobachtet, wie tatsächlich sechs Objekte hintereinander herflogen und dabei ihre Positionen verschiedentlich wechselten. Sie schätzten die Geschwindigkeit auf annähernd 2.500 Stundenkilometer. Der damalige Geschwindigkeitsrekord lag bei 1.200 Stundenkilometer. Auch andere Radarstationen meldeten Kontakte.

3. November 1953 Um 10.00 Uhr morgens sahen der britische Luftwaffenpilot T. S. Johnson und sein Co-Pilot G. Smythe, die mit ihrem Nachtjäger "Vampire" in 6.000 Meter Höhe in der Nähe ihrer Flugbasis bei West Malling in der Grafschaft Kent, Großbritannien, auf einem Erkundungsflug waren, ein sternenähnliches Objekt, das sich plötzlich aus der Höhe auf sie zu bewegte. Es war kreisrund und schien um den Rand herum ein sehr helles Licht auszustrahlen. Die Beobachtung dauerte dreißig Sekunden.
Eine Woche später wurde vom Kriegsministerium bekanntgeben, daß am 3. November morgens in der Nähe ein Wetterballon gestartet worden war. Ein weiterer Wetterballon, der von Crawley, Sussex, gestartet wurde, soll auch für eine Radarortung zwischen 14.45 und 15.10 Uhr durch Sergeant H. Waller verantwortlich gewesen sein. Dieser widersprach aber der Behauptung, denn das Signal seines Radargeräts habe auf eine Größe des Objekt von etwa 105 bis 135 Metern schließen lassen. Ein Wetterballon mit einer Radiosonde hatte aber einen Durchmesser von 23 Metern.
Dieser Fall ist ein typisches Beispiel für die Überbewertung von Radarergebnissen durch Ufo-Forscher (Hier: T. Good, "Jenseits von Top Secret", Frankfurt am Main, 6. Aufl. 1993, S. 42). Zum einen gibt er selber an, daß das Radargerät damals getestet werden sollte, zum anderen kann ein Radaroperator die eingefangenen Echos immer nur interpretieren, aber die Stärke des zurückgeworfenen Signals gibt keinen sicheren Aufschluß über die Art des Gegenstands, und zur Bestimmung der Größe eines Objekts bedarf es einer längeren Erfahrung im Umgang mit dem Radargerät. Das dürfte bei einem Testgerät nicht gegeben sein. Bei unbekannten Flugobjekten muß die Einschätzung der Größe zwangsläufig scheitern.

23. November 1953 Die Radarflugmelde- und Leiststelle des amerikanischen Air Defense Command von Soo Locks, Michigan, meldete das Eindringen eines unidentifizierten Objekts in den Luftraum. Vom Fliegerhorst Kinross stiegen sofort der Pilot Lt. Felix Moncla jr. und Lt. R. R. Wilson in einer F-89C Scorpion auf. Über die Bodenleitstelle wurde der Abfangjäger zum Objekt gelotst, dessen Kurs sich nun änderte. Die F-89 flog mit 800 Stundenkilometer und holte das Objekt allmählich ein. Auf dem Radarschirm konnte man beobachten, wie die beiden Leuchtsignale miteinander verschmolzen und plötzlich verschwanden.
Trotz intensiver Suche hörte oder sah man nie wieder etwas von Flugzeug oder Besatzung.

24. Dezember 1953 Zwei Kampffliegerpiloten der US Navy, Lt. J. B. Howard und Lt. L. D. Linhard, sahen neben ihren F9F-2-Jets um 8.04 Uhr in der Nähe von El Cajon, Kalifornien, zehn silberne, scheibenförmige Objekte. Ihre Geschwindigkeit wurde auf über 800 Stundenkilometer geschätzt. Sie hatten einen geraden Kurs und behielten eine konstante Flughöhe. Die Beobachtungszeit dauerte fünf Minuten.

28. Dezember 1953 In Marysville, Kalifornien, beobachtete der Yuba County Flughafenmanager Dick Brandt um 11.55 Uhr eine Fliegende Untertasse, die ein leuchtendblaues Licht hatte, das sogar auf einem Gebäude in der Nachbarschaft reflektiert wurde. Er beobachtete den Schwebeflug des Objekts etwa eineinhalb Minuten lang.

{ 1954 }

4. Februar 1954 Gegen 23.00 Uhr tauchte ein Ufo unmittelbar im Blickfeld des Kontrollturmpersonals des US-Luftwaffenstützpunkts Carswell, Texas, auf. Bereits 20 bis 25 Kilometer vorher war es von der Landeführungsstelle Carswell und als nächstes 16 Kilometer zuvor auf dem Radarschirm aufgetaucht. Das Objekt flog lautlos in 900 bis 1.200 Meter direkt über den Kontrollturm Carswell hinweg und wurde vom gesamten Personal beobachtet. Es hatte einen langen Rumpf, elliptische Tragflächen und eine Stabilisierungsflosse, aber keinen erkennbaren Antrieb. An Bug und Heck und unter dem Rumpf war es erleuchtet. Aus den Nachforschungen soll sich ergeben haben, daß es sich nicht um ein einheimisches Flugzeug gehandelt haben kann.

Ende April 1954 Frankreich wird gerade von einer Ufo-Welle überschwemmt. Die Holzfäller Roger Mougeolle und sein Begleiter gingen in einem Wald in der Nähe von Bois-de-Champ in den Vogesen, da hörten sie zunächst ein lautes Geräusch und sahen kurz darauf drei zigarrenförmige Objekte auf sie zukommen. Zwei glitten ohne einen Laut an ihnen vorüber, das dritte hingegen steuerte auf ihre Lichtung zu. Es hatte keinerlei Kennzeichen oder herausragenden Merkmale, und die Länge schätzten sie auf 180 Meter. Das Objekt hielt an und schwebte knapp drei Meter über dem Boden.
Während sein Kollege längst das Weite gesucht hatte, ging Mougeolle näher heran und berührte das Objekt. Es fühlte sich kalt, hart und glatt an. Anschließend schlug er mit seinem Beil auf die Hülle und wurde sechs Meter zurückgeschleudert. Dort blieb er am Boden liegen und konnte sich nicht mehr rühren. Nach einigen Minuten hob das Luftschiff ab und verschwand, auch seine Lähmung ließ nach.

25. Juni 1954 Der Privatflieger John Mark, Pilot eines Navion-Leichtflugzeugs, bemerkte auf seinem Flug in der Nähe von Indian Lake, Ohio, um 17.05 Uhr eine silberne oder aluminiumfarbene Scheibe mit flachem Boden, abgeschnittener Vorderseite und einer kegelförmigen Mulde an der Oberseite. Den Durchmesser der Scheibe schätzte John Mark auf über dreißig Meter.
Zunächst flog es horizontal, schwebte einen Augenblick, bis es plötzlich enorm beschleunigte, aufstieg und in den Wolken verschwand. Die ganze Sichtung dauerte drei bis fünf Minuten.

29. Juni 1954 James Howard, Pilot einer Boeing G-ALSC Stratocruiser- Linienmaschine auf dem Flug von New York nach London, befand sich in 5.700 Meter Höhe über dem St.-Lorenz-Golf, als er eineinhalb Kilometer tiefer einige seltsame Objekte auf Parallelkurs bemerkte. Später verschwanden sie unterhalb der Wolkendecke, die etwa bei 2.400 Meter lag. Als die Wolkendecke aufriß, befanden sie sich in Flughöhe. Es handelte sich um sechs kleinere und ein großes kugelförmiges Objekt. Howards Bericht:

"Die kleinen bewegten sich geordnet in gleichem Abstand manchmal drei vor und drei hinter dem großen Objekt, manchmal zwei vorne und vier hinten und so weiter, aber immer auf gleicher Höhe. Das große Objekt änderte langsam aber stetig seine Form, so wie ein Bienenschwarm sich ändern mag. Alle Objekte sahen durchscheinend grau und kantig aus, man konnte weder Lichter noch Flammen sehen." (Good, 1993, S. 216)

22./23. August 1954 Monsieur Misery, ein Geschäftsmann aus Vernon, Frankreich, kehrte nach Mitternacht nach Hause zurück und hatte ein komisches Gefühl. Die Stadt schien auf einmal in bleiches Licht getaucht zu sein. Als er aufblickte, bemerkte er ein etwa einhundert Meter langes, zigarrenförmiges Objekt, das senkrecht über dem Flußufer schwebte. Nacheinander lösten sich vier kleinere, scheibenförmige Objekte von dem großen und verschwanden. Das fünfte jedoch blieb in Höhe einer Brücke in der Schwebe, so daß er die rötliche Farbe und einen Ring erkennen konnte. Dann verschwanden sowohl diese Scheibe als auch das große längliche Objekt. Die ganze Beobachtung dauerte 45 Minuten. Auch der Ingenieur Millet und zwei Polizisten in ihrem Streifenwagen sollen diese Sichtung bezeugt haben.

14. Oktober 1954 Gegen Nachmittag hatte der RAF-Pilot Lt. Salandin vom 604th Squadron, der mit seiner Meteor MK8 vom Luftwaffenstützpunkt North Weald in Essex, Großbritannien, aufgestiegen war, eine ungewöhnliche Begegnung in einer Flughöhe von ungefähr 4.800 Metern. Drei Objekte steuerten aus großer Höhe seine Maschine an, zwei flogen zu seiner Backbordseite, das dritte direkt auf ihn zu, so daß es fast die Windschutzscheibe ausfüllte. Kurz vor dem Zusammenstoß drehte es nach backbord ab. Der Pilot versuchte zu wenden, um die Objekte zu verfolgen, aber da waren sie bereits verschwunden. Sie hatten Untertassenform und wirkten metallisch. Der Pilot konnte weder Luken noch Düsenflammen erkennen.

1954

1955 - 1959

Auch die zweite Hälfte der fünfziger Jahre wird noch stark von den Ufo-Meldungen vor allem amerikanischer Militärangehöriger geprägt, dennoch kann man an der folgenden Auswahl erkennen, daß man Ufo-Phänomene selbst aus den entlegendsten Gebieten der Erde (Papua, Antarktis, Grönland, etc.) gemeldet hat. Gab es Anfang der fünfziger Jahre schon Begegnungen der dritten und vierten Art, so setzt sich diese Entwicklung weiter fort, wobei Berichte von sogenannten Kontaktlern bislang nur sehr vereinzelt vorgekommen sind.

{ 1955 }

5. Juni 1955 Der Briefträger Muyldermans aus Namur, Belgien, war gerade mit seinem Wagen unterwegs, als er um 20.00 Uhr ein merkwürdiges geräuschloses Objekt bemerkte, das zunächst schnell dahinflog, dann aber langsamer wurde. Muyldermans hielt an und stieg aus, um das Objekt besser betrachten zu können. Es war grün und scheibenförmig, wobei aus seiner Oberseite eine Kuppel herausragte, während unterhalb eine Art Fahrwerk angebracht schien. Der Zeuge hatte einen Fotoapparat dabei und schoß drei Aufnahmen, wobei das Objekt auf dem ersten Foto still stand, beim zweiten niedriger flog und einen weißen Kondensstreifen hinterließ und beim dritten wieder nach oben beschleunigte, ebenfalls eine weiße Spur hinter sich lassend. Aufgrund des Kondensstreifens schließt man auf eine Mindestflughöhe von 1.500 Metern. Die Beobachtungszeit dauerte eineinhalb Minuten.

21. August 1955 Der Farmer Billy Ray Taylor aus Kelly, Kentucky (USA), bemerkte auf seiner abgelegenen Farm ein silbernes Ufo, das über ihn hinwegflog. Seinen anschließenden Bericht wollten die anderen Bewohner des Hauses keinen Glauben schenken. Eine Stunde später wurde das Grundstück von kleinen, etwa ein Meter großen Wesen aufgesucht. Sie hatten riesige Augen ohne Lider oder Pupillen, keine Nase, große spitz zulaufende Schlappohren und einen schlitzförmigen Mund. Ihre Finger endeten in Krallen und hatten zugleich Schwimmhäute, die Beine waren streichholzdünn, die Haut glänzte metallisch.
Die Männer schossen auf diese Wesen, aber obwohl sie trafen, erlitten diese keine Verletzungen und sprangen weiter herum. Nach einigen Stunden Belagerung drängten sich die acht Erwachsenen und die Kinder in zwei Autos und fuhren ins nahegelegene Hopkinsville, wo sie die Polizei verständigten. Zusammen mit Polizei und Nachrichtenreportern fuhren sie zurück, aber keines der Wesen war mehr da.
Nachdem die Beamten und die Reporter bereits einige Stunden fort waren, kamen die unheimlichen Wesen jedoch zurück. Erst bei Tagesanbruch waren sie endgültig verschwunden.

12.September 1955 Hinter einem Hügel bei Flatwood, West Virginia (USA), wird von einer Gruppe Jugendlicher der Absturz eines vermeintlichen Meteoriten beobachtet. Zusammen mit dem 17-jährigen Gene Lemon (der in mancher Veröffentlichung auch gerne ohne Altersangabe als der "Nationalgardist" Gene Lemon bezeichnet wird, um dem ganzen Fall offensichtlich zu mehr Seriosität zu verhelfen), Mrs. Kathleen Hill (nach einer anderen Quelle: Mrs. Kathleen May) und ihren beiden Söhnen suchen sie die Absturzstelle und treffen auf eine hausgroße leuchtende Kugel, die merkwürdig pocht und zischt.
Aber plötzlich erhebt sich aus den Sträuchern vor ihnen eine mehr als drei Meter große Gestalt mit blutrotem Gesicht und glühenden, grünlich-orangenen Augen. Das Wesen verbreitet einen stechenden Geruch und schwebt auf einmal auf sie zu, woraufhin die ganze Gruppe schreiend davonrennt. Noch Stunden danach ist ihnen übel. Am nächsten Morgen findet man an der fraglichen Stelle Landespuren wie die von Kufen.

20. November 1955 Der Führungsoffizier Captain B. G. Denkler und fünf weitere US- Air-Force-Mitglieder der 663rd AC&W Squadron beobachteten um 17.20 Uhr in Lake City, Tennessee, zwei längliche, hellorangene und durchscheinende Objekt, die mit unglaublicher Geschwindigkeit flogen und sich unregelmäßig näherten oder auseinanderflogen. Die Beobachtungszeit variierte je nach Person zwischen vier und fünfzehn Minuten.

{ 1956 }

8. Januar 1956 Über der chilenischen Forschungsstation in Roberts Island in der Antarktis wurden in 8.000 Meter Höhe zwei metallische, zigarrenförmige Objekte entdeckt und durch Ferngläser beobachtet. Sie hatten eine Länge von 150 und eine Breite von 15 Metern. Die Sichtung begann früh morgens; gegen 9.00 Uhr bemerkten vier Wissenschaftler schließlich, daß die beiden Objekte ihre Lage änderten. Nun lagen sie horizontal und führten verschiedenste unerklärliche Flugmanöver durch. Die bei der Station aufgestellten Geigerzähler maßen eine vierzigfach höhere Radioaktivität an als normal.
Um 21.00 Uhr wurde von den Objekten ein gleißend heller Lichtstrahl auf die Station gerichtet. Erst nachdem sich der Himmel bewölkte, wurden die Objekte nicht mehr gesehen, und gegen zwei Uhr am nächten Morgen waren die Radioaktivitätswerte wieder auf einen Normalwert gesunken.

19. Februar 1956 Um 22.50 Uhr hatten die Fluglotsen des Flughafens Orly, Paris, Kontakt auf ihren Radarschirmen. Die vermutete Größe des "Objekts" war doppelt so groß wie bei einem normalen Flugzeug. Das Objekt schien zunächst mit normaler Geschwindigkeit zu fliegen, dann unglaublich zu beschleunigen und wieder abzubremsen. Nach den Radarbeobachtungen muß es mehr als 3.000 Kilometer die Stunde geflogen sein. Etwa vier Stunden lang wurde es auf den Schirmen beobachtet.
Funkoffizier Beaupertuis und Kapitän Desavoi, an Bord einer DC- 3 der Air France, die von der Radarstation auf das Objekt aufmerksam gemacht wurden, bemerkten das riesige Objekt ebenfalls. Dreißig Sekunden lang konnte sie es beobachten. Jedoch war seine Form unscharf, es leuchtete rötlich.

13. August 1956 Um 22.00 Uhr wurde die Radarzentrale für Luftraumüberwachung in Lakenheath, England, von einer vierzig Kilometer entfernten Radarbodenstation auf ein Signal aufmerksam gemacht, das sich mit 7.000 Stundenkilometer in ihren Bereich hineinbewegte.
Von einer C-47 aus wurde zur gleichen Zeit ein Flugkörper unterhalb ihrer Maschine in 2.000 Meter Flughöhe beobachtet, was dem Signal entsprach. Nun hatten beide Radarstationen das Objekt zugleich auf ihren Schirmen. Ein Nachtjäger vom Typ De Havilland Venom stieg auf und wurde per Radar zu dem unbekannten Flugobjekt gelotst. Erst bestätigte dessen Pilot, daß er ihm voraus Radarkontakt habe und er es auch mit eigenen Augen erkennen konnte. Dann setzte sich das Objekt plötzlich hinter den Jäger und blieb dort bei allen weiteren Flugmanövern des Piloten. Die Bodenradarstation hatte zehn Minuten lang sowohl die Venom als auch das Ufo auf ihrem Schirm, und mit bloßem Auge sahen sie eine runde, hell leuchtende Scheibe. Schließlich mußte der Pilot aus Treibstoffmangel landen.
Ein zweiter Nachtjäger sollte als Ablösung hochgeschickt werden, doch er fiel wegen Maschinenschadens aus. Schließlich drehte das Ufo nach Norden ab und verschwand.

14. September 1956 Ein Mr. Scaly und der Polizist O. S. Gryman aus North Carolina haben um 1.00 Uhr nachts vierzehn gelbe bis rötliche Objekte mit enormen Ausstoß gesehen, die in lockerer Formation von Südwest nach Ost nach Nordost und dann wieder zurückflogen, während sie unvermittelt aufstiegen und wieder hinabflogen. Die Sichtung der Augenzeugen dauerte eineinhalb Stunden.

{ 1957 }

17. Mai 1957 Eine amerikanische Bomberbesatzung kehrte mit ihrem RB-47 von einem längeren Übungsflug vom Golf von Mexico zum Luftwaffenstützpunkt Forbes in Kansas zurück. Sie hatten verschiedene elektronische Geräte erprobt, unter anderem auch ein ECM für die Funktion von elektronischen Gegenmaßnahmen. Um 4.10 Uhr Ortszeit bemerkte die Cockpit-Besatzung zum ersten Mal ein leuchtendes Objekt, das sie in den nächsten eineinhalb Stunden begleitete. Auch wurde es auf dem ECM-Monitor und von einer Bodenradarstation bemerkt. Selbst das Auftauchen und Verschwinden des Objekts wurde mehrfach vom Boden und aus der Luft beobachtet.
Während ihres Flug wechselte das Objekt mehrmals plötzlich von der Steuerbord- auf die Backbordseite des Bombers. Es erschien den Zeugen zumeist als ein riesiges Licht, doch der Bomber- Kommandant meinte, daß das Licht von der Spitze eines Objekts ausging, das man selbst nicht erkennen konnte.
Der Fall erscheint deswegen so bemerkenswert, weil die üblichen Erklärungsversuche mit Lichtreflektionen, Mißdeutungen von Himmelskörpern, Bodenlichtern, etc. wegen des Flugverhaltens des "Objekts" ausgeschlossen werden können. Außerdem haben sich die optische Beobachtung und Instrumentenortung vom Flugzeug und Boden ergänzt, was im allgemeinen als ein wichtiges Beweismittel in der Ufo-Forschung angesehen wird.

25. August 1957 Der Neuseeländer Trevor James Constable schoß mit seiner Infrarotkamera in der Mojave-Wüste von Kalifornien einige Fotos, auf denen formlose Klumpen in der unteren Atmosphärenschicht zu erkennen sind. Constable selber hielt sie für natürliche Wesen, die den Luftraum bewohnten, aber eben normalerweise unsichtbar waren. Es gab viele Versuche, ihnen einen meteorologischen Ursprung wie Kugelblitze oder eine Art Plasma zuzuschreiben, aber ganz geklärt wurde der Fall nie. Alle Versuche, diese Phänomene erneut auf Film zu bannen, zeigten nur unbefriedigende Ergebnisse.

4. September 1957 Unter Leitung des portugiesischen Flugkapitäns Jose Lemos Ferreira stiegen um 19.21 Uhr vier Düsenjäger vom Militärstützpunkt Ota zu einem Navigationsnachtflug auf. Der Himmel war hell und sternenklar. In 8.000 Meter Flughöhe oberhalb der spanischen Stadt Grenada bemerkte Ferreira am Horizont plötzlich ein ungewöhnlich helles Licht, das im Kern ständig seine Farbe wechselte - von Dunkelgrün zu Blau, Gelb und Rot -, plötzlich größer wurde und dann zu einem gelben Punkt zusammenschrumpfte. Dieser Vorgang wiederholte sich ein paar Mal hintereinander. Ferreira hat seine Staffelpiloten ebenfalls auf das Phänomen aufmerksam gemacht, doch der zweite Pilot hatte es bereits gesehen.
Obwohl die Piloten eine lange Strecke zurückgelegt haben, befand sich die Lichterscheinung immer in demselben Winkel zu ihrem Kurs. Schließlich drehten die Maschinen ab, aber da war die Erscheinung wieder, nun in einem anderen Winkel. Das Objekt leuchtete hellrot und stand weit unterhalb ihrer Flughöhe. Nach einigen Minuten löste sich von dem großen Licht ein kleineres, dann tauchten noch drei weitere auf.
Plötzlich stürzte das "Objekt" nach unten, nur um in rasender Geschwindigkeit in Richtung der Staffel wieder aufzusteigen. Augenblicklich lösten die Piloten ihre Formation auf, um das Objekt seitlich zu übersteigen. Als sie jedoch die Aufstiegsbahn des Ufos schnitten, zog es sich mit seinen Begleitobjekten zurück.

5. Oktober 1957 Der Fall des 23-jährigen brasilianischen Landwirts Antônio Villas Boas: Boas' Hof lag in der Nähe der Stadt Sâo Francisco de Sales im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. In der Nacht sah der Farmer ein ungewöhnlich helles Licht in seinem Hof, das irgendwie von oben zu kommen schien. Auch sein Bruder hat dieses Licht gesehen.
Eine Woche später geschah ein zweiter Vorfall. Boas arbeitete gerade mit seinem Bruder auf dem Feld, es war etwa zwischen 21.30 und 22.00 Uhr, als sie wieder ein gleißendes, hellrotes Licht bemerkten, das, groß wie ein Wagenrad, am nördlichen Ende des Ackers stand und eine große Fläche beleuchtete. Als er auf das Licht zuging, wechselte es plötzlich mit enormer Geschwindigkeit seinen Standort zum südlichen Ende des Ackers. Boas ging nun auf das südliche Ende zu, woraufhin das Licht wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkehrte. Zwanzigmal soll sich dieser Ablauf wiederholt haben. Dann hatte er es satt und ging zu seinem Bruder zurück, der die ganze Zeit auf dem Traktor zurückgeblieben war, da er nicht mitkommen wollte. Später in der Nacht verschwand das Licht.
Nur einen Tag darauf wurde Boas gegen Mitternacht auf seinem Feld von einem Objekt angestrahlt, das sich aus dem Himmel herab bis auf eine Höhe von fünfzig Metern gesenkt hatte, um schließlich vor ihm auf dem Feld aufzusetzen. Das Flugobjekt war eiförmig mit kleinen roten Lichtern ringsum, wobei sich aus der Unterseite plötzlich drei Metallstützen herausschoben. Als Boas mit dem Traktor fliehen wollte, ging der Motor aus und sprang auch nicht wieder an.
Boas' weitere Geschichte ist sehr abenteuerlich. Er gibt eine sehr detailreiche Entführungsgeschichte durch Außerirdische wieder: Von mehreren kleinwüchsigen Wesen wurde er ins Raumschiff geschleppt, ausgezogen und medizinisch untersucht. Auch war er dort einer unbekleideten, blonden Frau begegnet, die sich ihm körperlich näherte. Weitere merkwürdige Ereignisse mit den Außerirdischen folgten, bis er nach gut vier Stunden freigelassen wurde und das Raumschiff verschwand.
Boas wurde mit oberflächlichen Hautverletzungen gefunden und soll einer Strahlungsquelle ausgesetzt gewesen sein, wie der Arzt Dr. Fontes mit Hilfe eines Geigerzähler nachweisen konnte. Seiner ärztlichen Untersuchung zufolge war der Geisteszustand Boas' völlig normal.

{ 1958 }

16. Januar 1958 Der brasilianische Fotograf Almiro Barauna befand sich an Bord der 'Almirante Saldanha', einem Forschungsschiff für hydrographische Untersuchungen, das im Bereich der Trinidad Island im Südatlantik vor Anker lag und an diesem Tag auslaufen sollte. Plötzlich bemerkte jemand an Deck ein Ufo und verständigte den Fotografen, der eine ganze Reihe von Fotos schoß. Neben ihm sollen sich noch über hundert Besatzungsmitglieder an Deck befunden haben.
Das Objekt wurde von Barauna als dunkelgrau und metallisch beschrieben, es war von einem grünlichen Dampf umgeben. Es hatte sich wellenförmig fortbewegt und spontan seine Geschwindigkeit geändert. Eine nachträgliche Analyse des brasilianischen Militärs ergab für dieses scheibenförmige Objekt einen Durchmesser von 35 Metern, und es soll sich mit 1000 Kilometer die Stunde fortbewegt haben.
Dennoch halten Kritiker die Fotos für nicht echt, da Barauna schon früher gefälschte Fotos von Schätzen am Meeresboden veröffentlicht hatte. Und in einem Magazin hat er einmal einen humoristischen Artikel mit dem Titel "Wie mich zu Hause eine Fliegende Untertasse verfolgte" geschrieben, in dem auch gefälschte Ufo-Aufnahmen abgedruckt waren - allerdings hatte er diese auch nicht als echt ausgewiesen. Trotzdem wurde vermutet, daß es sich bei seinen Fotos um Doppelbelichtungen gehandelt hat.
Die amerikanischen Ufo-Organisationen APRO (Aerial Phenomena Research Organization - Forschungsgesellschaft für Luftraumphänomene) und Ground Saucers Watch konnten allerdings keine Anzeichen für eine Fälschung feststellen. Die brasilianische Marine indes gab keinerlei Bestätigung für die Echtheit der Fotos, noch wies sie Barauna einen Schwindel nach. Zu dem ganzen Vorfall wurden später einfach keine Angaben mehr gemacht, obwohl es angeblich zur Zeit der Sichtung an Deck von Menschen nur so gewimmelt habe. Aber schon wenige Tage nach dem Ereignis konnten keine weiteren Zeugen aufgefunden werden; einige Marineoffiziere gaben lediglich an, sie "glaubten", daß die Fotos echt seien.
Nach Johannes von Buttlar, "Das UFO-Phänomen" (Frankfurt a. M. 1992), stellt sich der Fall Barauna allerdings etwas anders dar. Er schreibt auf S. 127:

"Nach erschöpfender Analyse dieser Bilder und Negative durch die Laboratorien der Kriegsmarine zur Auswertung von Photomaterial wurden die Aufnahmen mit Zustimmung des brasilianischen Präsidenten Juscelino Kubitschek schließlich als absolut echt zur Veröffentlichung freigegeben."

Selbst der brasilianische Marineminister soll sich am 24. Februar 1958 mit folgendem Bekenntnis dazu geäußert haben:

"Die brasilianische Marine ist in ein wichtiges Geheimnis verwickelt, das nicht veröffentlicht werden kann, da es dafür keine Erklärung gibt. Bisher habe ich nicht an Fliegende Untertassen geglaubt, aber der photographische Beweis von Barauna hat mich nun überzeugt." (Buttlar, 1992, S. 129)

Oktober 1958 Der spanische Geschäftsmann Señor Angelu fuhr in der Nähe von Figueras abends mit seinem Motorrad spazieren, als er ein Objekt beobachtete, das sich aus dem Himmel herabsenkte und in einen Wald zu stürzen schien. Als er die betreffende Stelle gefunden hatte, sah er ein scheibenförmiges Objekt, dessen Durchmesser er auf acht Meter schätzte. Auf der Oberseite hatte es ein durchsichtiges Cockpit.
Im Innern des Cockpits meinte er, eine menschliche Gestalt gesehen zu haben, und zwei weitere Wesen befanden sich auf dem Boden außerhalb des Objekts, die nicht mehr als einen Meter groß waren und hatten übergroße Köpfe hatten. Sie sammelten irgend etwas vom Boden ein, kehrten dann zurück, hoben mit ihrem Schiff ab und verschwanden. Die ganze Sichtung dauerte 15 Minuten.

27. Oktober 1958 Phillip Small und Alvin Cohen beobachteten um 22.30 Uhr in Lock Raven Dam, Maryland, ein großes, eiförmiges Objekt, das die Elektrik ihres Autos lahmlegte und bei einem der Insassen eine Brandstelle hinterließ. Die Sichtung dauerte nur eine Minute.

{ 1959 }

25. Februar 1959 Beamte des Londoner Flughafens sowie Polizisten und mehrere Zivilpersonen beobachteten zwischen 7.25 und 7.40 Uhr mit Ferngläsern ein Ufo. Laut der 'Times' handelte es sich um "ein hellgelbes Licht in veränderlicher Stärke etwa 60 Meter über dem Boden. Es blieb etwa 20 Minuten auf einer Stelle, dann stieg es mit hoher Geschwindigkeit auf." Vom Flughafen aus fand keine Radarbestätigung statt.

27./28. Juni 1959 Auf der Insel Neu Guinea im Missionsbereich der anglikanischen Kirche von Boainai in Papua hatte der Missionsleiter Revernd William Bruce Gill ungefähr um 19.00 Uhr Ortszeit eine ungewöhnliche Beobachtung gemacht. Er sah ein riesiges Licht am Himmel, das auch von den anderen Missionsangehörigen, die herbeigerufen wurden, bezeugt wurde. Außerdem meinte er, Figuren auf dem Objekt erkannt zu haben, die kamen und wieder verschwanden. Bis 23.00 Uhr hatte er das Objekt beobachtet und hinterher jede einzelne Bewegung in seinem Tagebuch aufgezeichnet. So gibt er minutiös an, wann welche Figur erschienen und wieder verschwunden war, wann eine Art Scheinwerfer auf dem Objekt anging und wann er wieder erlosch. Gill beobachtete in dieser Zeit sowohl ein großes Mutterschiff als auch vier kleinere Flugscheiben, die sich von ihm lösten. Er konnte die Objekte nicht die ganze Zeit über beobachten, weil sich teilweise die Wolkendecke dazwischenschob.
Auch am nächsten Abend tauchten die Erscheinungen wieder auf. An "Deck" befanden sich Personen, die sogar auf das Winken der Missionsangehörigen reagierten und zurückwinkten. Auf Lichtsignale mit der Taschenlampe soll das Objekt mit einer Schaukelbewegung geantwortet haben. Aus ganz Papua wurden in dieser Zeit weitere Ufos gesichtet, insgesamt sammelte man sechzig Berichte. Darunter waren auch Schilderungen von Fliegenden Untertassen, die sowohl von den Eingeborenen als auch von den Ausländern gemacht wurden.

11. Juli 1959 Östlich von Honolulu wurden in der Nacht unbekannte Flugobjekte von insgesamt fünf verschiedenen Besatzungen von Verkehrsmaschinen gesichtet. Unter ihnen auch PANAM-Flugkapitän Wilson, der um 3.02 Uhr ein großes, helles Licht bemerkte, das von kleineren begleitet wurde. Die Verkehrsmaschine hatte eine Flughöhe von 7.000 Metern und flog oberhalb einer Wolkendecke. Die Objekte erschienen gut 300 Meter über und schräg links von der Maschine. Auch der Kopilot Richard Lorenz und der Bordingenieur Robert Scott bemerkten das Licht. Zehn Sekunden lang raste es direkt auf sie zu, bis es plötzlich abdrehte. Die kleineren führten die Wendung ebenfalls durch, Wilson war sich nicht sicher, ob sie zu dem größeren gehörten oder eigenständig waren. Auch die vier Flugkapitäne der anderen Maschinen bestätigten in ihren Berichten die von Wilson zu Protokoll gegebene Beschreibung.

13. Juli 1959 Bei Blenheim, Neuseeland, ging die Krankenschwester Mrs. Moreland, die auf der Farm ihres Mannes mitarbeitete, morgens um sechs Uhr zum Melken aus dem Haus und bemerkte einen grünen Schimmer am dämmrigen Himmel. Als sie die Koppel erreicht hatte, senkten sich zwei große grüne Lichter aus den Wolken herab, woraufhin sie sich sich hinter einigen Bäumen versteckte. Aus ihrem Versteck heraus beobachtete sie ein untertassenförmiges Flugobjekt mit zwei Insassen, das sich in fünfzig Metern Entfernung bis auf etwa fünf Meter über dem Boden herabsenkte und dort schweben blieb.

24. September 1959 Polizeioffizier Robert Dickerson befand sich morgens um 5.00 Uhr in der Nähe des Flughafens Redmond in Oregon (USA) auf Patrouille, als er ein riesiges Objekt bemerkte, das sich langsam vom Himmel senkte. Ungefähr 65 Meter über ihm blieb es in der Luft schweben, stieg wieder auf, flog über den Flughafen hinweg und verharrte erneut. Dickerson meldete das Ufo dem Flugsicherungsspezialisten Laverne Wertz, der selber zusammen mit einigen weiteren Angehörigen der FAA-Bundesluftfahrtbehörde das Objekt minutenlang durch Ferngläser beobachtete.
Wertz schickte ein Fernschreiben an die Flugsicherungszentrale in Seattle, das an den Luftwaffenstützpunkt Hamilton in Kalifornien weitergeleitet wurde. Schnell wurden von Portland aus Düsenjäger losgeschickt, während man das Objekt auf den Schirmen der Radarstation Klamath in Oregon verfolgte. Als die Düsenjäger Redmond erreichten und die Koordinaten des Objekts anflogen, gingen dessen Lichter aus, und es schoß auf einem hellen Strahl nach oben. Ein Düsenjäger mußte ausweichen, ein anderer wurde von dem Sog mitgerissen und verlor fast die Kontrolle über seine Maschine. Drei Piloten verfolgten das Ufo, doch sie wurden abgehängt.
Nur auf den Radarschirmen konnten anschließend die merkwürdigen Flugmanöver des Ufos verfolgt werden, und einige Bürger von Redmont, die durch den Lärm der Düsenjäger aufgeschreckt wurden, bezeugten später ungewöhnliche Lichterscheinungen am Himmel

1960 - 1964

In den sechziger Jahren begann sich das Ufo-Phänomen sehr stark auf das Gebiet der Abductions (Entführungen durch Außerirdische) auszuweiten. Seit der Entführung von Betty und Barney Hill 1961 gab es in den nächsten Jahren die abenteuerlichsten Entführungsgeschichten. Sie haben das wissenschaftliche Forschungsinteresse geweckt und sind zum festen Bestandteil der Ufologie geworden. Mit dem Hill-Fall fand aber auch eine Untersuchungsmethode Eingang in die Ufologie, die zwar vorher schon praktiziert wurde, aber nur in anderen Zusammenhängen: Die Hypnose. Seit den sechziger Jahren wurden bereits einige Hundert Menschen, die von einer Ufo-Begegnung berichtet haben, in Hypnosesitzungen behandelt. Allerdings ist die Authentizität der Aussagen unter Hypnose nicht unumstritten, da der Einwand erhoben wird, daß die Zeugen durch die Art und Weise der Fragestellung des behandelnden Arztes in eine vorgefaßte Richtung gelenkt werden. Dennoch werden Aussagen unter Hypnose in der Ufologie genauso ernst genommen wie Augenzeugenberichte, vielleicht liegt das daran, daß sie häufig wesentlich detailreicher und somit vielversprechender ausfallen.


{ 1960 }

19. Juli 1960 T. L. Ochs aus St. Louis, US-Bundesstaat Missouri, beobachtete um 20.30 Uhr ein hellrotes Licht, das über ihn hinwegzog, abstoppte, auf der Stelle schwebte und dann zurückflog. Die Sichtung dauerte zwanzig Minuten. In den folgenden drei Nächten hatte Ochs ähnliche Erscheinungen gemeldet.

29. August 1960 Der Farmer Ed Schneeweis beobachtete auf seiner Farm in Crete, Illinois, ein leuchtend silbriges, rundes Objekt, das mit hoher Geschwindigkeit geradewegs nach oben aufstieg. Die Sichtung fand um 16.05 Uhr statt und dauerte 18 Sekunden.

29. November 1960 US Air Force Major F. B. Brown und sein Kollege flogen südlich von Kyushu, Japan, einen T-33 Jet Trainer, als sich gegen 18.40 Uhr ein helles, weißes Licht herabsenkte und ihr Flugzeug etwa zehn Minuten lang begleitete.

{ 1961 }

19. Januar 1961 Der wohl berühmteste Abduction-Fall, ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, der(!) klassische Fall in der Geschichte der Ufologie betrifft die angebliche Entführung von Betty und Barney Hill in Indian Head, New Hampshire (USA), durch Außerirdische. Auch wenn es zuvor schon Berichte von Abductions gegeben hat, so finden sich in der Hill-Entführung nahezu alle Elemente, die man auch in späteren Entführungsberichten wiederfindet. Folgendes hatte sich zugetragen:

Betty und Barney Hill fuhren mit ihrem Wagen nachts durch ein verhältnismäßig dünn besiedeltes Gebiet New Englands, als sie ein Flugobjekt am Nachthimmel bemerkten, was ihnen ungefähr fünfzig Kilometer weit gefolgt war, bis es sich herabsenkte und in der Nähe der Straße in der Luft schweben blieb. Die Hills stoppten ab, um sich das Objekt anzusehen. Barney Hill stieg aus und ging auf das Objekt zu, um es sich aus der Nähe anzusehen. Er meinte, im Innern mehrere Insassen erkannt zu haben. Schließlich ging er zurück, und die beiden setzten ihre Fahrt fort. Später stellten sie fest, daß ihnen etwa zwei Stunden in dieser Nacht fehlten, in denen sie eine gewisse Strecke in ihrem Auto zurückgelegt hatten, ohne daß sie es wußten. Sie konnten sich an nichts erinnern.

Noch in derselben Nacht und auch in weiteren hatte Betty Hill furchtbare Träume, in denen sie an Bord des Ufos verschleppt und medizinisch untersucht wurde. Ihr Mann Barney litt unter Depressionen und starker Erschöpfung. Kurz nach ihrem Erlebnis schickten die Hills einen ausführlichen Bericht des Ereignisses an die NICAP (National Investigation Committee on Aerial Phenomena - Forschungskomitee für Luftraumphänomene), die ihren Ermittler Walter Webb mit dem Fall beauftragte. Im Sommer 1962 suchten beide den Therapeuten Dr. Stevens auf, und auf seinen Rat hin wandten sie sich am 14. Dezember 1962 an den Psychiater Dr. Simon, der sie einer Hypnose unterzog. Beide wurden unabhängig voneinander hypnotisiert, und Dr. Simon hat dabei versucht, ihre Amnesie zu durchdringen. Durch die Hypnose stellte sich heraus, daß Bettys Träume auf tatsächliche Begebenheiten beruhten, nur daß sie von ihren Entführern konditioniert worden war, die Erlebnisse zu verdrängen.
Der Hypnosebericht stellt sich kurz gefaßt folgendermaßen dar: Nach der Ufo-Sichtung sind die beiden weitergefahren und ohne Grund in eine Seitenstraße abgebogen, wo sie von einer Gruppe fremder Wesen angehalten wurden. Beide wurden getrennt voneinander in ein Raumschiff verschleppt, wo man sie medizinisch untersuchte. Als Beweis soll bei Betty Hill in der Bauchdecke eine Narbe wie von einem Einstich einer Nadel zurückgeblieben sein). Die Wesen haben ihnen Fragen gestellt und auch auf einige ihrer Fragen beantwortet. Außerdem hatte man Betty eine Sternenkarte gezeigt, die sie später aus der Erinnerung nachzeichnete.
Mit der Sternenkarte hatte es eine Besonderheit. Die Astronomin Majorie Fish hat sie in einem Modell nachgebaut, ganz so wie Betty Hill sich unter Hypnose an sie erinnern konnte. Allerdings konnte sie letztlich nicht viel damit anfangen, auch wenn sie einige der Sterne meinte einer bestimmten Konstellation zuordnen zu können. Erst Dr. Mitchell von der Ohio State University hatte nach langwierigen Computerstudien behauptet, daß Betty Hills Karte einen Ausschnitt unseres Universums zeige, wie er von dem 36 Lichtjahre entfernten Stern Ceta Reticuli aus gesehen wird. Aber auch diese Behauptung wird von anderer Seite angezweifelt, vor allem weil viele Konstellationen denkbar wären, für die die angeblich Karte Gültigkeit haben könnte.

Die Parallelität der geschilderten Erlebnisse von Betty und Barney Hill sowie die Lebhaftigkeit der Darstellung unter Hypnose überzeugte viele Forscher von der Echtheit ihrer Berichte, beziehungsweise davon, daß die beiden davon ausgingen, alles so erlebt zu haben, wie sie es schilderten. Andere wiederum hielten ihr Erlebnis für eine Art gemeinsamen Tagtraum, was allerdings ein fast genauso ungewöhnliches Phänomen wie das einer Ufo- Entführung wäre, denn die Gemeinsamkeit von Menschen bei Träumen oder Tagträumen ist nicht mehr als eine Spekulation.

25. Januar 1961 Der Fall Betty Andreasson Nur eine Woche nach der Hill-Entführung fand ein zweiter berühmter Entführungsfall Eingang in die Geschichte der Ufo- Sichtungen. Betty Andreasson war Hausfrau und lebte mit ihrem Mann, ihren Eltern und den sieben Kindern in einem Haus in South Ashburnham, Massachusetts. An diesem Tag war ihr Mann nicht zu Hause, sondern er lag nach einem Autounfall im Krankenhaus.
Plötzlich, um 18.35 Uhr, gingen die Lichter im Haus aus, während man durch das Küchenfenster ein rötliches, pulsierendes Licht erkennen konnte. Bettys Vater sah, wie sich eine Gruppe kleiner Wesen dem Haus näherte, und einen kurzen Augenblick später betraten fünf kleine, humanoid aussehende Wesen die Küche. Außer Betty wurden alle Hausbewohner in einen scheintoten Zustand versetzt, und der Anführer der Gruppe hat mit Betty auf telepathischem Weg gesprochen. Die etwa 1,50 Meter großen Wesen mit ihren großen Köpfen und umlaufenden Augen begleiteten Betty hinaus zu einem kleinen scheibenförmigen Ufo von höchstens sechs Metern Durchmesser. Das Ufo lag auf einem Abhang, der an ihren Garten angrenzte.
Mit diesem Ufo wurde sie zu einem größeren geflogen, wo man sie körperlich untersuchte. Anschließend wurde sie an einen vermutlich unterirdischen Ort gebracht, an den sie schmerzliche Erinnerungen hat. Um 20.40 Uhr wurde sie wieder nach Hause gebracht, wo sie ihre Familie noch immer im scheintoten Zustand vorfand. Keiner konnte sich so richtig erinnern, was vorgefallen war, und sie gingen zu Bett.

27. Februar 1961 Mrs. Palm aus Bark River, Michigan beobachtete zehn Minuten lang ein feuerrotes, rundes Flugobjekt, das seine Geschwindigkeit verringerte und sich absenkte. Ihm gingen helle Strahlen voraus. Ihr Hund begann zu heulen. Die Sichtung fand um 22.15 Uhr statt.

27. April 1961 Eine Gruppe von 25 Jägern beobachtete am Nordufer des Onega-Sees bei Eutino (UdSSR), wie von Osten her ein rund zwanzig Meter großer, grünleuchtender Flugkörper auf flachem Kurs gegen das Ufer prallte und dann schwankend und lautlos nach Osten weiterflog.
Tags darauf wurde der Ort der Kollision näher untersucht. Zur Untersuchungsmannschaft gehörten unter anderem der Bezirksförster Brodski, der Umweltforscher Denisow, der Armeeingenieur Major Kopejkin sowie der Techniker Leutnant Lapunow. Am Seeufer war eine tiefe und breite Rinne gerissen worden. Sie hatte eine Länge von 27 Metern, eine Breite von 15 Metern und war bis zu drei Meter tief. Nach gut fünf Metern wurde die Rinne von einer zweiten und diese etwas weiter von einer dritten, nur noch vierzig Zentimeter tiefen Rinne abgelöst, die direkt in den See führte. Das Eis war an dieser Stelle gebrochen. Die Eisschollen waren hoch aufgetürmt und hatten eine intensiv grüne Farbe angenommen. Am Flußufer fand man zahlreiche kleinere Metallsplitter sowie Reste einer folienartigen Substanz.
Eine Analyse des grünen Eises durch den Geophysiker Prof. Vladimir Scharanow des Technologischen Instituts Leningrad ergab Anteile einer unbekannten organischen Verbindung mit kleinen Mengen Aluminium, Kalzium, Barium, Silizium, Natrium und Titan. Die Metallsplitter wie auch die folienartige Substanz waren nicht radioaktiv und wiesen eine Legierung hauptsächlich aus Silizium und Eisen mit kleineren Anteilen weiterer Elemente auf.
Daß es sich um einen Meteorit gehandelt haben könnte, wurde ausgeschlossen, was es aber war, blieb bis heute ungeklärt.

{ 1962 }

April 1962 Eine Geschichte, die eher einem Abenteuerfilm entlehnt zu sein scheint, hält sich beharrlich in der Ufo-Szene. Eine ehemaliger Testpilot der US Navy, der immer nur mit dem Kürzel "P.J." angegeben wird, befand sich außerplanmäßig auf der Wright Patterson Air Base, da für seine Heimatbasis in Myrtle Beach, South Carolina, eine Hurrikanwarnung ausgesprochen worden war. Wie üblich hielten er und sein Crew sich auch mit Dauerlauf fit, als sie in einen unverschlossenen Hangar auf ein Objekt stießen, das von bewaffneten Militärpolizisten bewacht wurde.
Das Objekt sah aus wie zwei aufeinandergelegte Teller, war um die vier Meter lang und 2,50 Meter hoch. Es hing an zwei Motorprüfständen über dem Boden, trug keine Markierung und hatte eine nietenlose Hülle. Einer der Wachposten kam auf sie zu und hat sie fortgeschickt. Für "P.J." und seine Crew war es klar, daß sie eine Fliegende Untertasse gesehen hatten. Eine Woche später wurde er in Myrtle Beach zum Brigadegeneral des Kampfgeschwaders befohlen, da er auf Wright Patterson einen Sicherheitsbereich verletzt hatte. Auf die Frage, was er gesehen habe, habe er "Nichts!" erwidert, was offensichtlich die korrekte Antwort gewesen war ...
Ob sich der Fall wirklich in dieser Form zugetragen hat, vermag heute niemand zu beurteilen, allerdings steht er in einer Reihe mit späteren Ereignissen, von denen beispielsweise Robert Lazar, John Lear und andere berichtet haben: Fliegende Untertassen, die auf einem Militärgelände getestet werden. Dabei ist die Verknüpfung, es handele sich um außerirdisches Fluggerät rein willkürlich, denn die USA hatten schon in den fünfziger Jahren mit Fluggeräten in der klassischen Form der "Untertasse" experimentiert.

Sommer 1962 Eine ähnlich abenteuerliche Geschichte wie aus dem April, die allerdings noch wesentlich ausgearbeiteter wurde, soll nach dem Ufo-Forscher Tommy Blann im Norden von New Mexico stattgefunden haben. Sein Informant, ein gewisser Colonel "X", will an der Bergung eines abgestürzten Ufos beteiligt gewesen sein. Wieder wurde das Objekt als scheibenförmig beschrieben, es hatte einen Durchmesser von neun und eine Höhe von 3,60 Metern. Das Objekt hatte sich schräg in den Boden gebohrt und dabei einen Graben gerissen. Acht Männer mit Gasmasken und Schutzanzügen untersuchten die Absturzstelle. Man hatte zwei Leichen aus dem Flugobjekt geborgen und mit einem Lastwagen zur Holloman Air Force Base gebracht. Die Körper sahen klein aus und steckten in silbernen, hautengen Fliegeranzügen.
Der besagte Colonel "X" fügte gegenüber Tommy Blann noch hinzu, daß die US-Militärs in unterirdischen Hangars etliche nicht gekennzeichnete Hubschrauberstaffeln versteckt halten, die nur die Funktion hätten, bei Bergungen von Ufos eingesetzt zu werden oder den Luftraum nach Ufos zu überwachen. Auch berichtete er von weiteren außerirdischen Leichen, die man schon früher nach Wright Patterson gebracht hatte.
Auch in diesem Bericht besteht wieder die typische Verbindung zwischen einer abgestürzten Fliegenden Untertasse, den geborgenen Leichen einiger Außerirdischer und die Geheimhaltungspolitik des Militärs. Vor allem aber soll wieder einmal die Wright Patterson Air Base involviert sein, die in nahezu alle geheimen militärischen Machenschaften verwickelt sein soll und mittlerweile ganze Lager von Raumschiffwracks angelegt haben muß.

{ 1963 }

14. September 1963 E. A. Grant, 37 Jahre alt, Ausbilder für Feuerwächter des U.S. Forest Service, beobachtete um 15.15 Uhr in Susanville, Kalifornien, zehn Minuten lang, wie ein rundes Objekt ein längeres einholte und sich entweder mit ihm verband oder verschwand.

{ 1964 }

24. April 1964 Der Fall von Lonnie Zamora aus Socorro Der 31jährige Polizist Lonnie Zamora stand mit seinem Polizeiwagen am südlichen Stadtrand von Socorro, New Mexico, um einem Verkehrssünder aufzulauern (Laut einer anderen Quelle jagte er hinter ihm her.), als er ein ungewöhnliches Donnern vernahm und zugleich ein grellblaues Leuchten bemerkte, das aus einer etwa 900 Meter entfernten unbewohnten Gegend westlich einer Schlucht zu kommen schien, in der ein Dynamitlager (andere Quelle: ein ehemaliges Dynamitlager) stand. Er fuhr auf der holprigen Straße in Richtung der Schlucht und beobachtete von der Hügelkuppe ein weißes Objekt in der Schlucht. Daneben bewegten sich zwei etwa 1,20 Meter große Figuren in weißen Schutzanzügen. Jetzt informierte er seine Dienststelle und gab durch, daß er sich das Objekt näher ansehen werde, er hielt das ganze für einen Verkehrsunfall.
Oberhalb der Schlucht stoppte er etwa dreißig Meter von dem Objekt entfernt ab. Die beiden Personen waren verschwunden, er vermutete, daß er sie in dem Moment aus den Augen verloren hatte, als er durch eine Senke gefahren war. Das Objekt befand sich unterhalb der Böschung, war eiförmig und hatte keine Fenster. Es stand auf einem etwa 1,20 Meter großen, sechsbeinigen Landegestell und hatte die Größe eines Autos. Plötzlich begann das Objekt zu knattern und starken Lärm zu machen, Flammen und Rauch drangen aus seiner Unterseite. Erschreckt rannte Zamora zurück und warf sich in Deckung, da er meinte, das Ding würde explodieren.
Bei einem Blick zurück sah er, wie das Objekt senkrecht aufstieg und dann lautlos etwa sechs Meter über dem Boden in der Schwebe blieb. An der Seite des Objekts entdeckte der Polizist ein rotes Zeichen. Es war etwa dreißig Zentimeter groß und zeigte einen Halbmond mit einem senkrechten Pfeil darin und einem waagerechten Balken darunter. Nach ein paar Sekunden flog das seltsame Fluggerät in südlicher Richtung davon, wobei es dem Verlauf des Grabens folgte.
Jetzt versuchte der aufgeregte Zamora das Revier über Funk zu verständigen, aber das Funkgerät funktionierte anfangs nicht. Nach einiger Zeit bekam er schließlich eine Verbindung und forderte Sergeant Chavez von der Staatspolizei auf, ihn bei der Untersuchung zu unterstützen. Dieser gab später an, daß er mit Zamora zu der besagten Landestelle gegangen sei und dort einen schwelenden Busch vorgefunden habe. Außerdem waren im Untergrund sechs frische, rhombenförmige Abdrücke von 25 mal 45 Zentimeter Größe zu sehen, zusätzlich gab es noch zwei runde, wenige Zentimeter voneinander entfernte Abdrücke.
Sergeant Chavez informierte das Militär, welches einige Spezialisten, unter anderem der bekannte Prof. Hynek, für nähere Untersuchungen vor Ort entsandte.
Weitere Zeugen hatten das eiförmige Objekt ebenfalls gesehen. Eine fünfköpfige Familie in einem Cadillac sowie Paul Kies und Larry Kratzer aus Dubuque, Iowa, die gerade eineinhalb Kilometer von dem Schauplatz entfernt in Richtung Socorro fuhren.
Der Geheimdienstmann Arthur J. Byrnes soll Zamora später nahegelegt haben, nicht über den Fall, vor allen Dingen aber nicht über die Markierung am Flugkörper und die beiden Figuren zu reden.
Trotz der augenscheinlich unzweifelhaften Beweislage blieb der Fall nicht unbestritten. Philip Klaas, der in den USA regelmäßig TV-Sendungen über Ufo-Schwindel brachte, meinte, daß der ganze Bericht erfunden worden sei, um den örtlichen Fremdenverkehr in Socorro zu beleben. Eines seiner Argumente war, daß der Vorfall ausgerechnet auf dem Grundstück des Bürgermeisters von Socorro stattgefunden hat. Dieser stritt das natürlich ab, und im übrigen wird der Hauptzeuge Zamora als ein ernsthafter Mann dargestellt, der sich für so einen Schwindel nicht hergeben würde.
Alles in allem ist der Fall sehr häufig veröffentlicht worden, was nicht zuletzt auf die Aussage Hector Qunintanellas, des damaligen Leiters des BLUEBOOKS, zurückzuführen ist, der nach einer CIA-Publikation gesagt haben soll, "daß Lonnie Zamora ein Objekt gesehen hat, das ihn sehr beeindruckt hat. Zamoras Zuverlässigkeit steht außer Frage. Er ist ein zuverlässiger Beamter, eine Stütze seiner Pfarrgemeinde und ein Mann, der durchaus geübt ist, Flugobjekte in dieser Gegend zu erkennen. Er ist durch das, was er gesehen hat, verwirrt, und offen gestanden, wir sind es ebenfalls. Das ist der bestdokumentierte Fall in den Akten." (zitiert nach Timothy Good, "Jenseits von Top Secret", Frankfurt am Main 1993, S. 392)
Das BLUEBOOK, die allgemeine Sammelstelle der US-Luftwaffe zwischen 1952 und 1969 für Ufo-Sichtungen, ist eigentlich bekannt dafür, daß sie immer bemüht waren, für alles und jedes Erklärungen zu finden, auch wenn diese oft widersprüchlich waren. Eine aus der Sicht eines Ufologen positive Bewertung des Zamora- Falls durch den Leiter des BLUEBOOKS bekommt natürlich großes Gewicht.

13. Juni 1964 B. L. English, Moderator beim Radiosender WTOD in Toledo, Ohio, beobachtete am Nachthimmel um 21.15 Uhr drei leuchtend weiße Kugeln, deren Seiten rot glühten. Sie bewegten sich zunächst sehr langsam, blieben dann stehen und zogen schließlich mit hoher Geschwindigkeit Kreise. Währenddessen hörte er ein tiefes, rumpelndes Geräusch.

16. Juli 1964 25 bis 30 Kilometer südlich von Houghton Lake, Michigan, gegen 23.15 Uhr, beobachtete der Pilot K. Jannereth des Northern Air Service eine Formation von vier übereinander und versetzt fliegenden hellen Lichtern. Dann gesellten sich zwei weitere hinzu. Sie näherten sich dem Flugzeug, bremsten plötzlich ab und begleiteten es für insgesamt fünf Minuten.

20. Juli 1964 J. J. Winkle aus Littleton, Illinois, bemerkte um 4.45 Uhr morgens ein gut zwanzig Meter breites, rundes Objekt, das eine gewölbte Oberseite und einen flachen Boden hatte. Das Objekt flog zunächst auf einer Ebene geradeaus, machte anschließend einen Bogen und stieg dann auf. An seiner Unterseite schoß während des Flugs ein acetylen-farbene Flamme heraus. J. J. Winkle beobachtete das Objekt eine Minute lang.

25. August 1964 In der kleinen Stadt Littleton im US-Bundesstaat Massachusetts bezeugten etliche Jugendliche zwischen zwölf und achtzehn Jahren unabhängig voneinander, ein Ufo gesehen zu haben. So fuhren Jim und John zusammen mit dem Anhalter Norman gegen 21.30 Uhr mit ihrem Wagen nach Hause, als sie ein ovales Objekt mit hell leuchtendem Rand bemerkten, das dicht über dem Boden flog. Über einem Stück Land, das den Namen Porter Field trug, blieb das Ufos in der Schwebe. Die Jugendlichen fuhren, so weit es ging, heran., um das Objekt genau zu beobachten. Es hatte einen Durchmesser von dreißig Metern und wurde von einem merkwürdigen Flattern bewegt. Anfangs versuchten sie, das Objekt durch Hupen zu einer Reaktion zu bewegen. Als aber nichts geschah, stiegen sie aus und gingen darauf zu. Dabei vernahmen sie ein leichtes Rauschen. Plötzlich ging die Beleuchtung aus, und das Objekt raste in die Dunkelheit davon.
Ein anderer Junge aus der Nachbarschaft, der durch das Hupen aufmerksam gemacht worden war, blickte von seinem Hause aus auf das Porter-Field-Gebiet und beobachtete ebenfalls ein beleuchtetes ovales Objekt, das flatterte, dann die Beleuchtung ausschaltete und rasend schnell davonflog.
Eine Stunde später wurde in Lynn, nördlich von Littleton, ungefähr fünfzig Kilometer entfernt, ebenfalls ein erleuchtetes Objekt gesichtet. Der Zeuge Richard beschrieb es als ein Ei mit einer Kuppel oben drauf. Die Zeugen von Littleton hatten ihr Objekt als Cowboyhut mit Schüssel an der Oberseite beschrieben. Der Autor Raymond Fowler ("Die Beobachter", Bergisch Gladbach 18994, S. 50f.) hat weitere Sekundärzeugen aufgeführt, die entweder ein seltsames Geräusch gehört oder am nächsten Tag zwei Jugendliche gesehen hatten, die das Gelände absuchten.

15. September 1964 Air Force Lieutenant Robert Jacobs, heute Dozent für Radio, Film und Fernsehen an der University of Wisconsin, behauptete sechzehn Jahre nach dem Ereignis, gefilmt zu haben, wie ein Ufo eine Atlas- Rakete zerstörte. Er hatte damals den Auftrag gehabt, Raketentests auf der Air Force Base Vandenberg in Kalifornien zu filmen. Dazu hatte er sich einer ungewöhnlichen Anordnung bedient: Die Fernsehkamera nahm durch ein Teleskop, das auf einem Hügel stand, den Flug der Rakete auf, während das Teleskop mittels Radarortung der Bewegung der Atlas-Rakete nachgesteuert wurde.
Einige Tage später wurde Jacobs zu seinem Vorgesetzten gerufen, der ihm in Anwesenheit von "einigen Herren in Zivil" aus Washington, die ihm nur mit Vornahmen vorgestellt wurden, den Film vorspielte. Darauf war zu erkennen, wie ein scharf gezeichnetes, rundes Objekt auf die Rakete zuflog und einen Blitz aussandte. Anschließend schwebte es oberhalb der Atlas und sandte einen zweiten Blitz aus. Kurz darauf flog es zweimal um die Rakete herum und gab wieder zwei Blitze ab. Nur wenige Sekunden nachdem das Ufo verschwand, geriet die Atlas-Rakete außer Kontrolle und fiel 160 Kilometer vor dem Ziel in den Pazifik. Anschließend wurde Jacobs aufgefordert, Stillschweigen über diesen Vorfall zu bewahren.
Dreißig Jahre nach dem Ereignis läßt sich der Fall natürlich nur sehr schwer einschätzen. Ohne den Film gesehen und die näheren Umstände kennengelernt zu haben, fallen einem natürlich verschiedene Erklärungsmöglichkeiten ein, die alle nichts mit einem Ufo im Sinne eines von Außerirdischen gelenkten Flugobjekts zu tun haben müssen. Es könnte sich beispielsweise etwas Metallisches an der Atlas verfangen haben, was von ihr mitgezogen wurde und das Sonnenlicht reflektiert hat. Oder die Militärs haben den Fall hochgespielt und waren froh über die Ufo-Theorie, denn so hatten sie für das Versagen ihrer Rakete eine Erklärung, die außerhalb ihrer Verantwortlichkeit lag. Eine solche Erklärungsmöglichkeit deutete sich ja, wie wir beispielsweise beim Roswell-Fall von 1947 aufzeigen konnten, schon häufiger im Zusammenhang von Militär und ihren geheimen Forschungsprojekten an.

Ende Dezember 1964 Warmister, Großbritannien, wurde zu einem richtigen Kultort, nachdem dort ab 1964 die seltsamsten Erscheinungen auftraten. Ufos, Lichtbälle, seltsame Geräusche, ja, sogar merkwürdige Tiere wurden in und um Warmister gesehen. Über Jahre hinweg hielt sich Warmister im oberen Bereich touristischer Attraktivität und stand der schottischen Stadt Inverness mit ihrem Seeungeheuer in nichts nach. Vor allem der Lokalreporter Arthur Shuttlewood, der später sogar einen Bestseller zu den Ereignissen schrieb ("The Warmister Mystery"), hielt die Geschichten aufrecht.

In diese ersten Hälfte der sechziger Jahre haben wir einen Fall mit hineingenommen (21.2.1961), bei dem die Reaktion eines Hundes geschildert wurde. Diesen Fall möchten zum Anlaß nehmen, einiges zum Stellenwert solcher Andeutungen zu machen. Damit wird der allgemeinen Vorstellung entsprochen, daß Tiere empfänglicher für ungewöhnliche oder Gefahrensituationen seien. Man sollte sich jedoch vor einer allzu schnellen Interpretation hüten, denn man kann nicht immer sagen, auf was ein Hund reagiert. Wenn der Hundebesitzer erschreckt in den Himmel starrt, liegt die Reaktion von Seiten des Hundes nahe, unruhig zu werden, zu knurren oder zu bellen. Dadurch ist aber weder die häufig unterstellte Sensibilität von Tieren bewiesen, noch muß man davon ausgehen, daß der Hund auf das Ufo reagiert.

1965 - 1969

In der ehemaligen UdSSR gelten die sechziger Jahre, vor allem aber das Jahr 1967 mit 194 offiziellen Sichtungen, als ein Höhepunkt der Ufo-Meldungen. Die unbekannten Flugobjekte wurden vielfach von Astronomen und anderen Wissenschaftlern gemeldet, und nicht selten fand die Beobachtung durch ein Teleskop statt. Im Gegensatz zu den USA gab es in der UdSSR keine Autoren, die reißerisch aufgemachte Sachbücher zum Thema Ufos verfaßten und eine breite Leserschaft mit ihren Vorstellungen erreichten, und auch die Tagespresse zeichnete sich nicht gerade durch eine überschwengliche Ufo-Berichterstattung aus. Somit hatten alle Meldungen immer einen offiziellen Charakter und galten als wissenschaftlich abgesichert, was heute in den Augen mancher Ufologen ihre Glaubwürdigkeit bekräftigen soll. Daß diese "Genauigkeit" jedoch zumindest für die auslaufenden achtziger Jahre in der UdSSR nicht mehr galt, werden wir in einem der späteren Kapitel aufzeigen.

Erstmals in der Geschichte der Ufologie wird das Phänomen der Viehverstümmelungen an die Öffentlichkeit gebracht. Es ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Ufologie geworden, da häufig eine Parallelität der Ereignisse zwischen verstümmeltem Vieh auf der Weide und Ufo-Sichtungen zu erkennen waren. Wir werden in diesem Teil kurz auf den ursprünglichen Fall aus dem Jahre 1967 eingehen.

{ 1965 }

In diesem Jahr hatte das sogenannte UMMO-Phänomen seinen Ursprung. Es wurde recht bald als groß angelegter Schwindel entlarvt, doch hat es sich beharrlich bis in die heutige Zeit hinein erhalten. Die UMMO-Welle begann in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, als verschiedene Ufologen aus Spanien und Frankreich anonyme Briefe aus allen Teilen der Welt erhielten. Darin behaupteten die Verfasser, daß sie von einem Planeten UMMO stammten, der 14,6 Lichtjahre von der Erde entfernt wäre.
Im Verlauf von mehreren Jahren wurden tatsächlich Tausende von Seiten mit wissenschaftlichen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Abhandlungen verteilt, Fotos von Objekten mit dem typischen UMMO-Zeichen wurden geschossen, UMMO- Botschaften auf Tonband aufgenommen und UMMO-Konferenzen abgehalten. Zwar brachte eine Analyse der Fotos zutage, daß auf ihnen Plastikraumschiffe aufgenommen wurden, und auch die Abhandlungen sollen sich aus herkömmlicher wissenschaftlicher Sicht größtenteils als Unsinn erwiesen haben, doch kann man den UMMO-Vertretern nicht absprechen, daß sie keine Kosten und Mühe gescheut hatten, um im Gespräch zu bleiben. Ein heutiger "Channel" für UMMO-Botschaften ist Andreas Schneider, der die UMMOS als eine außerirdische Rasse mit kleinen, 1,20 bis 1,50 Meter großen Wesen beschreibt, die einen nach unten spitz zulaufenden, haarlosen Kopf haben.

Mitte März 1965 Der 45jährige Farmer James Flynn betrieb in der Nähe von Fort Myers eine Viehranch. Eines Tages kamen seine Jagdhunde von einer Hatz nicht mehr zurück. Deswegen fuhr er mit seinem Buggy der Wildspur nach und bemerkte plötzlich über den Bäumen ein ungewöhnliches Licht. Er fuhr näher heran und entdeckte ein großes, scheibenförmiges Objekt von 22 Metern Durchmesser und mit vier umlaufenden Fensterreihen. Er betrat den hell erleuchteten Boden unterhalb des Objekts und verspürte einen starken Luftzug, der von dessen Unterseite ausging. Nachdem er zweimal zu den Fenstern hinaufgewunken hatte, kam aus einem der Fenster ein scharfer Lichtstrahl, der ihn genau zwischen die Augen traf und bewußtlos machte.
Als er aufwachte, war er auf einem Auge blind, das andere immerhin stark beeinträchtigt. Auf allen vieren kroch er zu seinem Wagen zurück. Später hat ihn dann ein befreundeter Indianer nach Fort Myers gebracht, wo Flynns Frau ihn zur Behandlung ins Krankenhaus einlieferte. Er war gar nicht drei bis vier Stunden bewußtlos gewesen, wie er angenommen hatte, sondern ganze 24 Stunden. Nach dem Befund des behandelnden Arztes Dr. Harvey Stipe hatte er Blutungen im vorderen Augenbereich, eine Schwellung über dem rechten Auge, eine kleine Abschürfung sowie ein Bluterguß. Außerdem kehrten erst nach einigen Tagen seine Reflexe wieder.
Flynn und Dr. Stipe sind noch einmal an den Ort des Geschehens zurückgekehrt, wo sie frisch angesengte und verbrannte Baumkronen in einem exakten Kreis vorgefunden haben. Außerdem entdeckten sie an einigen Bäumen abgeschabte Rinde, jeweils einen halben Meter unterhalb der Krone, als ob sich dort ein großes Objekt herabgedrängt hätte.

28. Mai 1965 Flugkapitän John Barker an Bord einer Linienmaschine von Brisbane, Australien, nach Port Moresby, Neuguinea, bemerkte um 3.25 Uhr neben seinem Flugzeug eine flache Scheibe, von der Gase ausströmten und die zehn bis fünfzehn Minuten lang neben der Maschine herflog. Das Objekt wurde auch vom Co-Piloten und einer Stewardeß bezeugt. Barker funkte an die Bodenkontrolle in Townsville, daß er das Objekt nun fotografiere. Bei seiner Landung wurde ihm mitgeteilt, daß er die Fotos nicht in Neuguinea, sondern erst wieder in Australien entwickeln dürfe.
Als er wieder nach Brisbane zurückflog, wurde er gleich darauf nach Canberra weitergeflogen, wo sowohl sein Film als auch der Flugschreiber der Maschine beschlagnahmt wurden. Weder von der Flugsicherung in Townsville noch von irgendeiner anderen australischen Behörde hat es je eine Bestätigung dieses Vorfalls gegeben; und doch taucht er in den Ufo-Büchern auf und gilt als ein weiterer Hinweis auf die Geheimhaltungspolitik der Regierungen.

4. Juni 1965 Es gibt immer wieder Berichte von amerikanischen Astronauten, die während ihrer Mission im All unbekannte Flugobjekte gesehen haben sollen. Einer der frühen Fälle betrifft den Astronauten James McDivitt an Bord der Gemini 4, die im Erdorbit kreiste. Er hat angeblich ein zylindrisches weißes Objekt, aus dessen einer Ecke eine weiße Stange herausragte, bemerkt und daraufhin das Flugsteuersystem aktiviert, da er eine Kollision befürchtete. Anschließend hat er es mit zwei verschiedenen Kameras fotografiert, aber die Fotos sind nie aufgetaucht, und was er gesehen hat, blieb im Dunkeln. Weitere Ufo-Berichte durch Astronauten folgen in den nächsten Jahren und gipfeln in der angeblichen Aussage Neil Armstrongs auf dem Mond, daß er auf der Mondoberfläche Raumschiffe gesehen habe. Doch von offizieller Seite gibt es keinerlei Bestätigung für diese Behauptungen, und selbst die Jahre später befragten Astronauten werden nie wirklich so konkret, wie sich es manch ein Ufo-Forscher, der an die Existenz von Außerirdischen glaubt, wünschen würde.

1. Juli 1965 Der Lavendelbauer Maurice Masse aus Valensole, dem französischen Department Alpes de Haute Provence, befand sich frühmorgens auf seinem Feld bei der Arbeit. Plötzlich vernahm er ein pfeifendes Geräusch und erblickte ein Flugobjekt von der Form eines Rugbyballs, das etwa einen halben Meter über dem Boden auf einem sechsbeinigen Landegestell stand. Aus der tiefsten Stelle der Unterseite führte eine Art Mittelstrebe zum Untergrund. Neben dem komischen Gerät machten sich zwei Gestalten an seinen Lavendelpflanzen zu schaffen. Aufgebracht rannte Monsieur Masse auf die beiden zu, die ihn aber anfangs gar nicht zu bemerken schienen. Doch als er ungefähr zehn Meter herangekommen war, drehte sich einer der beiden um und richtete einen kleinen, bleistiftartigen Gegenstand auf ihn. Auf der Stelle fühlte sich der Bauer gelähmt, konnte weder Kopf noch Gliedmaßen bewegen und spürte nichts mehr.

In seinem späteren Polizeiprotokoll beschrieb er die Wesen als ungefähr 1,20 Meter groß, mit großem und haarlosen Kopf, der nahezu halslos in den Körper überging. Als Mund hatten sie ein bloßes Loch. Die Fremden trugen hautenge Overalls, die auf der linken Seite mit einem kleinen und auf der rechten mit einem zweiten, größeren Behälter versehen waren.
Masse beobachtete dann später, daß die beiden in ihre etwa 2,50 Meter große Maschine geklettert waren und ihn durch die glasartige Kuppel beobachteten. Schließlich schloß sich die Rolltür von unten nach oben, das Landegestell löste sich vom Boden, und das Objekt schwebte davon. Nach dreißig Metern aber verschwand es von einer Sekunde auf die andere.

Eine Viertelstunde später ließ die Lähmung nach, und Maurice Masse ging zur Polizei. Am nächsten Tag untersuchte Polizeioberstleutnant Valnet die besagte Stelle und konnte feststellen, daß der Boden dort aufgeweicht war, obwohl es nicht geregnet hatte. Zusätzlich gab es eine Mulde, in deren Mitte sich ein Loch von 40 Zentimeter Tiefe und 18 Zentimeter Durchmesser befand.

26. Juli 1965 Die drei lettischen Astronomen Dr. Jan Melderik, Dr. Emeralda und Dr. Robert Vitolnijek untersuchten am Orga-Observatorium (UdSSR) leuchtende Nachtwolken, da bemerkten sie um 21.35 Uhr einen "Stern", der in westlicher Richtung flog. Sie griffen zunächst nach einem Fernglas mit 8-facher Vergrößerung und entdeckten, daß es sich um eine kleine, flache Scheibe handelte. Durch ein Teleskop schließlich sah das Objekt grün und linsenförmig aus und schien aus einer Kugel mit einem Ring zu bestehen. Die Flughöhe wurde auf 100 Kilometer über der Erde geschätzt.
Nach einer genaueren Analyse bemerkten sie, daß sich drei Kugeln langsam um das scheibenförmige Objekt herumbewegten, das selbst ungefähr einhundert Meter Durchmesser hatte, während der Orbit der Kugeln dreihundert Meter betrug. 15 bis 20 Minuten vergingen, als die drei Kugeln das Zentralobjekt verließen und verschwanden. Anschließend setzte sich auch die Kugel im Zentrum das Ringobjekt ab und verschwand gegen 22.00 Uhr. Um was es sich bei diesen Objekten gehandelt hat, vermochten die Astronomen nicht zu sagen, nur für ein irdisches Fluggerät schien der Durchmesser viel zu groß.

3. September 1965 Der Exeter-Vorfall In der amerikanischen Kleinstadt Exeter, New Hampshire, fand eine ungewöhnliche Sichtungswelle statt, bei der ein scheibenförmiges Ufo von verschiedenen Zeugen unabhängig voneinander aus unmittelbarer Nähe beobachtet worden war.
Der Polizeibeamte Bertrand fuhr nachts auf der Route 101 Streife, als ihm eine Frau in einem geparkten Wagen auffiel. Sie war ganz aufgeregt und berichtete ihm, daß sie von einem roten, glühenden Objekt verfolgt und gejagt worden sei. Bertrand hatte versucht, sie zu beruhigen, und sie dann nach Hause geschickt.
Eine Stunde später erhielt er einen Anruf vom Revier, zurückzukehren, um einen ähnlichen Vorfall zu untersuchen. Der Jugendliche Norman Muscarello war aufs Revier gekommen und hatte aufgeregt berichtet, daß er von irgendeinem Objekt verfolgt worden sei. Bertrand fuhr mit dem aufgelöst wirkenden Jungen zu der Sichtungsstelle, wo sie zunächst einige Minuten im Wagen sitzen blieben und die Gegend beobachteten. Als sich nichts Ungewöhnliches ereignete, stiegen sie aus und leuchteten mit der Taschenlampe die Umgebung ab. Plötzlich schoß ein scheunengroßes dunkles Objekt mit blinkenden roten Lichtern in Baumwipfelhöhe heran, bewegte sich hin und her, legte sich schräg und kam weiter auf sie zu. Betrand zog seinen Dienstrevolver, schoß aber dann doch nicht, sondern zerrte den völlig erstarrten Jungen zum Streifenwagen zurück. Das Objekt befand sich nur dreißig Meter entfernt in einer Flughöhe von ebenfalls dreißig Metern. In einer nahgelegenen Scheune wurden die Pferde unruhig und wieherten lautstark, und die Hunde in der Umgebung begannen zu heulen.

Über Funk verständigte Bertrand seinen Kollegen Dave Hunt, der bereits unterwegs war und wenige Minuten später eintraf. Alle drei standen da und beobachteten das Flugobjekt, wie es auf der Stelle schwebte, hin und her wackelte und schließlich in Richtung Hampton davonsauste.

Daraufhin kehrten die Polizeibeamten aufs Revier zurück, um ihren Bericht zu schreiben. Kurz darauf erhielten sie die Meldung, daß ein Manns aus Hampton ganz aufgeregt davon berichtete, von einer Fliegenden Untertasse verfolgt worden zu sein. Weitere Zeugen meldeten sich unabhängig voneinander, die alle in dem besagten Zeitraum von ungewöhnlichen Ereignissen wie beispielsweise von außen hell angestrahlte Zimmer berichteten.

Der Exeter-Vorfall wurde unter anderem von der Ufo- Forschungsgruppe NICAP (National Investigations Committee on Aerial Phenomena) und der Air Force untersucht. In einer ersten offiziellen Stellungnahme sprach das Pentagon von "flackernden Sternen und Planeten", die von den Menschen beobachtet worden seien; doch diese Erklärung konnte absolut nicht aufrecht erhalten werden.
Die nächste Erklärung eines Reporters der Lokalzeitung, daß es sich um ein Flugplakat aus fünfhundert Hochintensitätslampen gehandelt habe, hatte auch nicht lange Bestand, denn zu der Zeit war das in Frage kommende Werbeflugzeug der Sky-Lite Aerial Advertising Company gar nicht gestartet.
Einige Wochen später wartete die Air Force mit einer Reihe von Erklärungen auf, von der keine die gesichteten Flugobjekte tatsächlich erklären konnte. Man schrieb von einem "Temperatursturz, dessen Wirkung darin bestanden habe, Sterne und Planeten zum Tanzen und Funkeln zu bringen" oder "eine Übung des Strategic Air Command in hoher Flughöhe".
Letztere Erklärung wurde gleichfalls widerlegt, denn die betreffenden Übungsflüge waren bereits einige Stunden vor den Sichtungen abgeschlossen worden. Im übrigen galt der Polizeibeamte Bertrand durchaus als Fachmann für Flugzeuge, da er vier Jahre lang bei der Air Force für das Betanken der Flugzeuge zuständig war und alle möglichen Militärmaschinen kennengelernt hatte. Ein Irrtum bei seiner Beobachtung schien sehr unwahrscheinlich zu sein.
Letztlich kamen die Vertreter des BLUEBOOK, der damals offiziellen Air-Force-Sammelstelle für Ufo-Sichtungen, zu dem Ergebnis, daß die Sichtungen der Frau auf der Route 101 und von Norman Muscarello auf die Rückkehr von Air-Force-Flugzeugen zurückzuführen seien, während die Beobachtungen durch die Polizeibeamten Bertrand und Hunt als unidentifiziert eingestuft wurden. Ein weiterer Klärungsbedarf wurde mit dem Begriff "unidentifiziert" allerdings nicht formuliert, sondern das ist ein Vermerk, unter dem alle Fälle aufgeführt werden, zu denen nicht genügend Informationen vorliegen. Berechtigterweise wurde der Vorwurf laut, daß in diesem Fall die Zeugenaussagen sehr präzise waren; dennoch wurde der Fall von offizieller Seite zu den Akten gelegt.

3. September 1965 Die Deputies Billy McCoy und Robert Goode beobachteten um 23.00 Uhr in Damon, Texas, ein riesiges, dreieckiges Flugobjekt. Es hatte eine Seitenlänge von 50 bis 60 Metern und war in der Mitte etwa 12 bis 15 Meter dick. Dieses dunkelgraue Ufo hatte an der rechten Seite ein langgestrecktes, leuchtend rotes, pulsierendes Licht und an der linken Seite ein blaues. Es senkte sich bis auf etwa fünfzig Meter auf die Highway hinab und tauchte den Untergrund sowie den Polizeiwagen in rotes Licht. Der Fahrer verspürte auf einmal Hitze auf seinem linken Arm. Die Sichtung dauerte fünf bis zehn Minuten.

9. Dezember 1965 In Kecksburg, US-Bundesstaat Pennsylvania, stürzte abends ein Objekt vom Himmel, von dem man bis heute nicht genau weiß, ob es ein Meteorit, ein Ufo oder noch irgend etwas anderes gewesen war. Tausende von Zeugen zwischen Michigan und New York sahen einen leuchtenden Feuerball, der über den Himmel zog und eine Rauchspur hinter sich ließ. In Kecksburg hörte man beim Aufschlag einen donnernden Knall, und ein Blitz erhellte die Umgebung. Das Objekt war in einem Waldstück heruntergekommen, das bald darauf von den Militärs weiträumig gesperrt wurde. Umfangreiche militärische Aktivitäten wurden entfaltet, man sah sogar einen riesigen Tieflader in das Sperrgebiet hinein- und auch wieder hinausfahren. Von Seiten mehrerer Piloten, die zu der Zeit geflogen waren, wurden Schockwellen gemeldet, und ein Seismograph in der Nähe von Detroit hatte eine Erschütterung aufgezeichnet.
Jahrelang galt das Objekt als ein Meteorit, bis der Fall am 19. September 1990 in der amerikanischen TV-Serie "Unsolved Mysteries" des NBC aufgerollt wurde. In dieser Sendung wurde die These aufgeworfen, daß es sich auf jeden Fall um einen künstlichen Gegenstand gehandelt hat und nicht um einen Meteoriten. Es wurden mehrere Zeugen angeführt, die damals bei der Bergung zugegen gewesen waren. Sie beschrieben das Objekt unabhängig voneinander als bronzefarben, in der Form einer Eichel. Es soll ungefähr drei Meter im Durchmesser und vier bis fünf Meter in der Länge betragen haben. Beim Einschlag habe das Objekt eine lange Schneise in den Wald und eine Furche in den Boden gegraben.
Weitere Sekundärzeugen des Vorfalls sind Air-Force-Mitglied Robert Adams, der auf dem Luftwaffenstützpunkt Lockborne bei Columbus, Ohio, stationiert war und einen Tag nach dem Vorfall einen Tieflader mit einem großen verhüllten Gegenstand auf der Basis gesehen hat. Einen Tag später soll der Tieflader zum 160 Kilometer entfernten Luftwaffenstützpunkt Wright Patterson gebracht worden sein. Dort wollen der Baustoffhändler John Cummings und sein Vetter in einem bewachten Hangar ein Objekt gesehen haben, das der Beschreibung des Kecksburg-Objekts entsprach. Wachmannschaften mit Atemschutzmasken sollen es umringt und untersucht haben.
Allein schon der Name Wright Patterson regt die Neugier der Ufo-Forscher an, verbinden sie doch mit diesem Luftwaffenstützpunkt geheimste militärische Machenschaften und zahlreiche geborgene Ufo-Wracks außerirdischer Herkunft. Bei dem Objekt von Kecksburg kann man jedoch nicht behaupten, es müsse aus einer nichtirdischen Fertigung stammen. Das Argument, daß ein irdisches Gerät wie beispielsweise ein Satellit beim Absturz in der Atmosphäre verglüht wäre, genügt nicht.

{ 1966 }

Frühjahr 1966 Jack Davis, Kommandant einer Gefechtsraketenmannschaft einer Minuteman-Raketenabschußbasis, und seiner zweiter Mann versahen gerade ihren Dienst in einer zwanzig Meter unter der Erdoberfläche liegenden Kontrollzentrale, als technische Fehler nacheinander aus allen zehn ihnen unterstellten Abschußanlagen gemeldet wurden. Sie riefen sofort beim überirdischen Personal an und erfuhren, daß zur gleichen Zeit Ufo-Sichtungen gemeldet wurden.
Ein Jahr danach soll es auf einer anderen Minuteman- Abschußanlage zu demselben Phänomen gekommen sein: Ausfall aller zehn Raketen bei gleichzeitiger Ufo-Ortung durch das Radar. Abfangjäger waren aufgestiegen, aber nach einiger Zeit ohne positiven Kontakt zu ihrer Basis zurückgekehrt.

März/April 1966 Wieder einmal werden Hunderte Ufo-Sichtungen gemeldet, diesmal vornehmlich aus Dexter, Michigan, und Bangor, Maine. in Dexter wurde mehrmals ein beleuchtetes Objekt beobachtet, das von einem Sumpfgebiet aufstieg oder dorthin verschwand. Von offizieller Seite wurden diese Sichtungen mit dem Austritt von Sumpfgas zu erklären versucht, was ihnen von Seiten der Presse nur Spott einbrachte. Denn es wurden von Augenzeugen unter anderem ein schwebendes Flugobjekt mit einer Kuppel an der Oberseite beobachtet, das bei ihrer Annäherung schnell davonflog.
Im April wurde auch über der Beverly High School von mehreren Zeugen drei leuchtende unbekannte Flugobjekte gesehen, die verschiedenste Manöver am Himmel ausführten. Die Polizisten Bossie und Mahan wurden zur High School gerufen und konnten die Ufos ebenfalls sehen. Eines flog in Richtung des örtlichen Wasserreservoirs, dann an dem Gebäude der United Shoe vorbei, bis es hinter einigen weiteren Gebäuden verschwand. Die beiden anderen aber waren in die entgegengesetzte Richtung verschwunden.
Eines der beiden war vermutlich auch für die vielen Sichtungen verantwortlich, die auf dem Campus des Gordon Colleges in Wendham gemacht wurden. Mehrere Gruppen bemerkten in nur 30 bis 35 Meter Flughöhe ein leuchtend orangefarbenes Flugobjekt, das zunächst über dem College-Karree flog und dann in einem neunzig Grad Winkel davonsauste.
Noch ein Objekt soll sogar in Beverly gelandet sein und dort Gras entzündet haben. Ähnlich wie bei den Vorfällen von Exeter wurden bei dieser Ufo-Welle von Beverly, Wendham, Bangor und Dexter umfangreiche Untersuchungen von Ufo-Forschungsgruppen, Lokalreportern und auch von Militärs durchgeführt.

23. März 1966 John King aus Bangor, Maine, sah kurz vor Mitternacht aus unmittelbarer Nähe ein unbekanntes Flugobjekt. Es schwebte knapp über einem Sumpfgebiet. Der Mann holte seine .22er Magnum aus dem Handschuhfach seines Wagens und bewegte sich vorsichtig darauf zu. Plötzlich geriet er in Panik und begann zu feuern. Daraufhin blitzten Lichter bei dem Objekt auf, und es flog davon. King beschrieb das Objekt als scheibenförmig mit einem Durchmesser von sieben bis acht Metern und einer kleinen Kuppel an der Oberseite. Bei einer näheren Untersuchung des Orts der Begegnung entdeckten Polizeibeamte genauer an der Stelle einen versengten Untergrund, wo das Ufo schwebte.
Etwa 45 Kilometer südöstlich von Bangor beobachteten eine Mutter und ihre Freundin bei einer Autofahrt ein orange glühendes, rundes Objekt am Himmel. Sie hielten an und entdeckten ein weiteres leuchtendes Objekt, das zu dem ersten heranschwebte. Da bekamen sie Angst und fuhren schnell davon.

25. April 1966 Der ehemalige Gouverneur von Florida, Haydon Burns, flog während seiner Wahlkampagne mit seinem Stab und einige Journalisten über Florida, als er die Bemerkung machte, draußen befände sich tatsächlich ein Ufo. Er ging zu den Piloten in die Kanzel und befahl Kursänderung auf die "fremden Lichter". Daraufhin stiegen diese senkrecht auf und verschwanden von einer Sekunde auf die andere. Ein Journalist des "Miami Herald" gab später an, daß er zwei Lichter gesehen habe, die der Maschine in gleicher Höhe gefolgt seien.
Aus deutscher Sicht hat man vielleicht den Eindruck, es würde dem guten Ruf eines Politikers schaden, wenn er sich zu einer Ufo- Sichtung bekennt, in den USA dagegen wird das Ansehen davon nicht beeinträchtigt. Die Ex-Präsidenten Jimmy Carter sowie Ronald Reagan wollen ebenfalls ein Ufo gesehen haben. Gerade weil sich viele Wähler, die selbst ein Ufo gesehen haben, dadurch bestätigt fühlen könnten, ist es nicht auszuschließen, daß hier versucht wurde, Wählerstimmen durch Publicity zu gewinnen.

Winter 1966 Der Fall Kathie Davies Der Ufo-Forscher Budd Hopkins befaßt sich seit Jahren mit dem Abduction-Phänomen, bei dem Betroffene meist unter Hypnose Aussagen, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Eines der frühen Paradebeispiele von Hopkins' betrifft Kathie Davis und ihre Familie. Der Umfang der von Hopkins in seinem Buch (Budd Hopkins: "Eindringlinge. Die unheimlichen Begegnungen in den Copley Woods", München, März 1994) vorgestellten Informationen zu diesem Fall würden den Rahmen eines geschichtlichen Abrisses der Ufo-Sichtungen sprengen. Deswegen begnügen wir uns an dieser Stelle mit einer äußerst kurz gefaßten Version einiger Stationen der Lebensgeschichte von Kathie Davis, die sich größtenteils auf Aussagen unter Hypnose stützen.
Wahrscheinlich im Winter 1966 in Detroit, Michigan, hatte die damals siebenjährige Kathie Davis ihren ersten Kontakt mit einem Außerirdischen, der ihr als kleiner Junge begegnete, ins Bein stach und sich dann in ein anderes Wesen verwandelte. Mit siebzehn hatte sie ihre erste Ufo-Sichtung: vier spiralförmig fliegende Lichter. Im Dezember 1977 wird Kathie während einer Autofahrt mit zwei Freundinnen im Bundesstaat Indiana in ein Ufo entführt, wo man an ihr einen gynäkologischen Eingriff vornimmt. Vier Monate darauf geschieht das gleiche noch einmal: Entführung in ein Ufo und gynäkologischer Eingriff. Im Frühling oder Sommer 1979 wird die schwangere Kathie zum dritten Mal in ein Raumschiff entführt. Dort schiebt man ihr dünne Sonden in die Nasenhöhle. Weitere Entführungen und schmerzhafte Untersuchungen folgen; auch ihre beiden Kinder werden entführt und untersucht. Kathie Davis weiß nicht, was die Außerirdischen bezwecken, sie hat auch keine Botschaft zu verkünden, wie sie von anderen Abductees (Entführte) häufig geschildert werden.

{ 1967 }

5. März 1967 Auf dem Luftwaffenstützpunkt Minot, North Dakota, wurde von der Radaranlage ein unbekanntes Flugobjekt geortet, das sich ausgerechnet auf eine Minuteman-Raketeneinrichtung niedersenkte. Sofort wurden Kampfmannschaften alarmiert, die ein metallisches, scheibenförmiges Objekt sichteten, das ringsum von grell aufblitzenden Lichtern umgeben war und langsam über dem strengen Sicherheitsbereich flog. Das Ufo wurde verfolgt, aber nicht angegriffen, da man es unversehrt aufbringen wollte. Nachdem es eine Zeitlang in langsamer Geschwindigkeit schwebte, schoß es plötzlich senkrecht nach oben und verschwand.

20. Mai 1967 Die Begegnung von Falcon Lake Der 51jährige Stephen Michalak, der allein in einem Wald bei Falcon Lake in Kanada beim Schürfen war, bemerkte zwei zigarrenförmige, rotglühende Ufos mit Beulen, die fünfzig Meter von ihm entfernt herunterkamen. Während das eine in der Schwebe blieb und dann rasch davonflog, landete das zweite. Jetzt erschien es ihm wesentlich scheibenförmiger. Dreißig Minuten lang beobachtete er das Objekt, das in dieser Zeit seine Farbe von Rot zu Grau und schließlich wie zu der Farbe von leuchtendem Stahl veränderte. Den Durchmesser des Ufos schätzte der Zeuge auf zehn und die Höhe auf dreieinhalb Meter. Michalak näherte sich ihm bis auf zwanzig Meter. Durch eine Tür fiel purpur-violettes Licht nach draußen, und er hörte Stimmen aus dem Innern. Darüber hinaus roch es schweflig, ein warmer Luftschwall kam aus dem Ufo.
Etwas mutiger geworden, schritt der Zeuge weiter auf das Objekt zu, rief auch etwas, worauf die Stimmen aber nicht reagierten, setzte sich dann seine Schutzbrille auf und blickte durch die Tür ins Innere. Dort herrschte ein wahres Labyrinth an Lichtstrahlen, die in alle Richtungen wiesen. Als er die Oberfläche des Objekts untersuchte, kippte es zur Seite, und er verspürte einen brennenden Schmerz in der Brust. Gleichzeitig schmolz sein gummibeschichteter Handschuh, und das Hemd fing Feuer, was er sich schnell vom Leib riß. In dem Moment hob das Objekt ab und schoß davon.

Michalak aber hatte noch unter den Folgen dieser Begegnung zu leiden. Angstzustände quälten ihn, ihm war übel, er hatte Kreislaufprobleme und zeigte alle Anzeichen einer allergischen Reaktion. Auf dem Bauch hatte er ein seltsames Mal in der Gestalt eines Gittermusters, das den Auspufföffnungen des Ufos entsprach.

Als er einige Zeit später zu der Stelle zurückgefunden hatte, entdeckte er, daß die Bäume in der Umgebung verdorrt oder abgestorben waren, während auf dem Erdboden die Umrißform des Ufos zu erkennen war.
Der Fall Michalak hatte eine gewaltige Breitenwirkung, neben den Militärbehörden beteiligten sich mehrere Ufo-Forscher an der Untersuchung des Falls, auf höchster politischer Ebene wurde darüber diskutiert. Der Ufo-Forscher Chris Rutkowski, der einige Artikel zu dem Fall geschrieben hatte, kam zu dem Ergebnis, daß man bis heute nicht sicher sagen könne, ob es sich um einen Schwindel oder um die Wahrheit gehandelt hat. Die vielfältigen physiologischen Auswirkungen des Erlebnisses auf den Zeugen wurden in der nächsten Zeit von sage und schreibe 27 Ärzten untersucht. In einer Hypothese zu seinen physiologischen Reaktionen hieß es, er sei von Insekten gestochen worden und sein Körper habe darauf allergisch reagiert (aufgequollene Hände, aufgedunsenes Gesicht, extreme Übelkeit, Veränderung des Blutbildes, etc.).
Obwohl Michalak selbst nicht radioaktiv kontaminiert war, wurde am Landeort des Ufos zunächst ein erhöhter Wert von Radium 226 gemessen. Weitere Messungen schlossen sich an, die jedoch Zerfallswerte ergaben, die in keiner Weise von der gewöhnlichen Strahlung abwichen. Kritiker meinen, daß Michalak sich die Begegnung ausgedacht hatte und in Bedrängnis geraten war, als er die Stelle wiederfinden sollte. Er benötigte nämlich drei Anläufe, bis er den richtigen Ort wiedergefunden hatte. Michalak hielt dem entgegen, daß er beim ersten Mal mit dem Helikopter geflogen sei und die Gegend nicht wiedererkannt habe, während beim zweiten Mal sich die Blätter der Bäume mittlerweile entfaltet hatten, so daß der Wald ein ganz anderes Gepräge bekam. Und die Hypothese mit den Insektenstichen kann zwar seine allergische Reaktion erklären, aber kaum seine Sichtung und noch weniger die physischen Veränderungen der Umgebung, sofern sie nachgewiesen werden konnten (Radioaktivität?, beschädigte Bäume).

8. August 1967 Anatoli Sazanow, Astronom der Astrophysikalischen Bergstation der Akademie der Wissenschaften bei Kislowodsk im Kaukasus (UdSSR) beobachtete um 20.40 Uhr Moskauer Zeit ein ungewöhnliches Objekt am Himmel. Es war halbmondförmig und asymmetrisch, seine konvexe Seite wies in Flugrichtung. Von seinen Spitzen gingen, ähnlich wie Kondensstreifen bei einem Flugzeug, schwach leuchtende Bänder aus. Ein heller "Stern" folgte dem Objekt in gleichem Abstand. Schließlich entfernte sich der "Stern", während das halbmondförmige Objekt nun als eine schmale Scheibe erschien, die aber plötzlich verschwand. Die Größe des Objekts war auf 150 Meter Länge und sein Abstand zur Erde auf 20 bis 25 Kilometer geschätzt worden. Diese ungewöhnliche Erscheinung wurde von zehn Angestellten des Observatoriums bezeugt.

7./8. September 1967 Der Rancher Harry King fand seine Stute verstümmelt auf einer Weide im San-Luis-Tal im Süden von Colorado. Sie war vom Hals aufwärts nur noch ein Skelett mit ausgebleichten Knochen, obschon er sie am Tag zuvor noch lebend gesehen hatte. Der Kopf war vermutlich mit einem chirurgischen Brenninstrument abgeschnitten worden, außerdem war die Stute völlig blutleer - auch auf dem Boden des Fundorts gabe es keine Blutspuren -, und die inneren Organe waren entnommen.
In derselben Nacht will die Mutter von Harry King ein helles Licht über dem Farmhaus gesehen haben, und von den ortsansässigen Ranchern wurden Lichter über dem San-Luis-Tal beobachtet. Der Fall von Harry King blieb kein einzelner. In den nächsten Jahren wurden weit über hundert Viehverstümmelungen der unterschiedlichsten Art gemeldet, nicht selten im Zusammenhang mit Ufo-Sichtungen.

6. November 1967 Karl Farlow war mit seinem Lkw auf der A338 in Hampshire, Großbritannien, unterwegs, als plötzlich die Beleuchtung des Lkws ausfiel. Er fuhr an den Straßenrand, und da kreuzte auf einmal ein eiförmiges, grün leuchtendes Ufo die Straße. Es war viereinhalb Meter breit, machte ein brummendes Geräusch und verbreitete einen eigenartigen Geruch wie von einem Bohrer der durch Holz bohrt.
Aus der anderen Richtung kam ein Jaguar, bevor das Objekt ganz verschwunden war, und bei diesem Wagen fielen ebenfalls die Lichter aus. Erst als das Objekt eine Weile fort war, funktionierte die Beleuchtung wieder. Die Zeugen bemerkten neben der Straße Spuren, und die Straße selbst schien an der Stelle aufgeschmolzen zu sein.
Sie riefen die Polizei von einer Telefonzelle in der Nähe aus an, bei der das Licht ebenfalls nicht funktionierte. Man begutachtete die Stelle und nahm die Zeugen mit zur Wache. Nach einer weiteren Befragung am nächsten Tag wurde Farlow zu seinem Lkw gebracht, weil er noch seine persönliche Habe holen wollte. Dort sah er, daß mehrere Leute die besagte Stelle mit Instrumenten untersuchten, eine Planierraupe die Erde ebnete, und ein Anstreicher der Telefonzelle einen neuen Anstrich gab. Eine Woche später bemerkte Farlow, daß die Straße über eine Strecke von sechzig Metern gänzlich neu gedeckt worden war, als ob hier irgendwelche Spuren unwiederbringlich verwischt werden sollten.

3. Dezember 1967 Der 22jährige Polizeibeamte Herbert Schirmer aus Ashland, Nebraska (USA), fuhr nachts um 2.30 Uhr auf der Highway Patrouille, da sah er plötzlich ein dunkles, ovales Objekt auf der Straße, ringsum von einer Reihe blinkender Lichter umgeben. Als seine Autoscheinwerfer das Objekt erfaßten, stieg es plötzlich auf.
Zurück in seiner Dienststelle, schrieb Schirmer ins Tagesberichtsbuch, daß er eine Fliegende Untertasse gesehen habe. Als er in den frühen Morgenstunden vom Dienst nach Hause zurückkehrte, hatte er Kopfschmerzen und Ohrensausen; außerdem fiel ihm unterhalb des linken Ohrs ein Kratzer am Hals auf, und er hatte eine Erinnerungslücke zwischen der Ufo-Begegnung und seiner Rückkehr zur Wache.
Schließlich nahm Schirmer an Hypnosesitzungen teil, er konsultierte dazu verschiedene Ärzte. Unter Hypnose berichtete er von telepathisch begabten Außerirdischen, die ihn in ihr Raumschiff entführt hatten. Die Außerirdischen waren 1,35 bis 1,50 Meter groß, hatten einen stark vorgewölbten Brustkorb und einen großen Kopf. Ihre Augen waren groß und schrägstehend. Gekleidet waren sie in einen silbergrauen, enganliegenden Anzug und trugen auf der Brust das rote Symbol der geflügelten Schlange. Sie kamen von der Venus, hatten einen Antischwerkraftantrieb, mußten aber dennoch irdische Hochspannungsleitungen anzapfen. Zu ihrer Absicht, die Erde aufzusuchen, meinte Schirmer, daß sie der Menschheit helfen und ihre Entwicklung steuern wollten.

{ 1968 }

2. November 1968 Ein Arzt aus Südostfrankreich, der seinen Namen nicht genannt haben wollte - der französische Ufo-Forscher Aimé Michel bezeichnete ihn als Dr. "X" -, wurde um vier Uhr morgens von seinem Sohn geweckt und auf ungewöhnliche Lichtblitze über dem Tal aufmerksam gemacht. Dann erkannte der Arzt zwei scheibenförmige Objekte, die jeweils einen Lichtstrahl zum Boden schickten. Die Objekte kamen auf ihn zu und verschmolzen miteinander. Plötzlich richtete sich ein Lichtstrahl auf ihn, das Ufo explodierte zu einer Art Wolke und löste sich auf.
Neben weiteren ungewöhnlichen Folgen (Reden im Schlaf, alte Kriegsverletzung wird schmerzfrei) sollen sich sowohl auf dem Bauch des Arztes als auch auf dem des Sohnes ungewöhnliche dreieckige Male ausgebildet haben. Außerdem konnte sich der Arzt, der am nächsten Tag bis nachmittags durchschlief, nicht an den Vorfall erinnern. Erst als er die Treppe herunterfiel, kam die Erinnerung zurück.

{ 1969 }

Januar 1969 Der Schlußbericht des sogenannten Condon-Projekts - der in der Ufo-Szene bekannte "Condon-Bericht" - wird veröffentlicht. Die Air Force hatte der Universität Colorado den Auftrag gegeben, ein "unabhängiges" Forschungsprojekt zum Thema Ufos durchzuführen. Dafür stellte sie 300.000 Dollar zur Verfügung, die später auf 500.000 Dollar angewachsen waren. Manche Ufologen vertreten die Ansicht, daß das CIA die Air Force beauftragt habe, einen Bericht herauszubringen, der die ganze Ufo-Forschung in Verruf bringen sollte.
Auf insgesamt fast eineinhalbtausend Seiten, auf denen nur 91 Fälle von Tausenden zur Veröffentlichung vorbereiteten Fällen behandelt wurden, sollte nach allgemeiner Meinung von Ufologen mit dem Ufo-Phänomen abgerechnet werden. Obwohl viele behandelte Fälle als ungeklärt beschrieben wurden, kam der zuständige Leiter des Projekts, Edward U. Condon, zu der Einschätzung, daß es keine Beweise gibt, die die Annahme rechtfertigten, Außerirdische seien in die Erdatmosphäre eingedrungen. Und es gäbe keine ausreichende Beweise, die weitere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet rechtfertigten.

14. September 1969 Die Astronauten der Apollo-12-Mission, P. Conrad, D. Gordon und E. Bean meldeten der Bodenstation, daß die Raumkapsel von zwei Ufos begleitet würde. Gordon gab über Funk durch: "Sie leuchteten sehr stark und scheinen uns zuzublinken. Hoffen wir, daß sie friedlich gesinnt sind, wer sie auch sein mögen."
Bislang hat die NASA diese und auch keine weiteren, angeblich wahren Ufo-Sichtungen durch Astronauten zugegeben, was von Ufologen wiederum zur Bestätigung ihrer Behauptung genommen wird, daß die Militärs der Öffentlichkeit wesentliche Informationen vorenthalten.

1970 - 1974

Außer in dem Jahr 1973 war die erste Hälfte der siebziger Jahre nicht ganz so stürmisch an Ufo-Meldungen wie die zweieinhalb Jahrzehnte zuvor. Natürlich könnte man mit Meldungen aus aller Welt ganze Bände füllen, aber an der Ufo-Literatur ist deutlich zu erkennen, daß man sich entweder mit zurückliegenden Fällen oder mit besonders ausgewählten aus den siebzigern beschäftigte.

{ 1970 }

29. August 1970 Im schwedischen Kjellmansgaten, vierzig Kilometer nordwestlich von Göteborg, wurde von mehreren Zeugen nachts eine rot leuchtende Kugel am Himmel gesehen, von der gelbweiße Lichtstrahlen zum Boden gingen. Am nächsten Tag wurde die betreffende Gegend abgesucht, über der die Kugel gesehen worden war. In einem Garten entdeckte man drei verbrannte Stellen, die in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet waren, dessen Durchmesser vierzig Zentimeter betrug. Die Löcher der verbrannten Stellen waren vier Zentimeter tief. Dort fand man eine doppelt so hohe Strahlungsintensität wie normal, was entweder durch den Zerfall der Isotope von Barium 137 oder Cäsium 137 bewirkt worden war. Ob diese Stellen im Boden aber tatsächlich von der leuchtenden Kugel verursacht wurden, kann man nicht mit Sicherheit sagen.

{ 1971 }

2. November 1971 Ein besonders aufwendig untersuchter Fall einer Ufo-Sichtung mit anschließenden Folgen betraf den 16jährigen Farmerssohn Ronald Johnson aus Delphos, US-Bundesstaat Kansas. Gegen 19.00 Uhr bemerkte er ein etwa drei Meter großes, pilzförmiges Objekt, das in 25 Meter Entfernung niederging und gut einen halben Meter über dem Boden schweben blieb. Das Objekt leuchtete in verschiedenen Farben, rot, blau und orangefarben und machte ein Geräusch wie von einer alten vibrierenden Waschmaschine.
Nach drei bis vier Minuten flog das Objekt wieder davon, wobei es auch von den Eltern des Jungen beobachtet wurde. Im Anschluß an seine Sichtung brannten ihm die Augen, und er litt unter Sehstörungen und Kopfschmerzen.
Das eigentlich Ungewöhnliche an diesem Fall ist aber, daß die Stelle, wo das Ufo eine Zeitlang über dem Boden schwebte und ihn angeleuchtet hatte, auch noch nach dem Verschwinden des Ufos weiterleuchtete. Die Eltern und der Junge untersuchten die Stelle und berührten sie, dabei schmerzten ihre Fingerkuppen und blieben in der Folge mehrere Tage lang taub.
Die Ufo-Forschungsgruppe CUFOS (Center For UFO Studies, eine der drei größten privaten Ufo-Forschungseinrichtungen in den USA) nahm sich des Falls an und ließ vor Ort mehrere Bodenproben entnehmen. Insgesamt achtzehn verschiedene Laboratorien beteiligten sich an der anschließenden Analyse. Dabei wurde herausgefunden, daß die Erde wasserabweisend war. Und wie zu erwarten, fand man auch Chemilumineszenz, allerdings konnte man nicht herausfinden, wodurch sie verursacht worden war. Darüber hinaus entdeckte man einzigartige, eiszapfenförmige Kristalle von 0,01 bis 0,05 Mikron Länge sowie eine bislang unbekannte kristalline Struktur von niedrigem atomaren Gewicht.

{ 1972 }

5. Juli 1972 Daß angebliche Ufo-Sichtungen manchmal auch als Einbildung bewiesen werden können, zeigt der folgende Fall: Maureen Puddy war nachts mit ihrem Auto südöstlich von Melbourne, Australien, zwischen den Ortschaften Frankston und Dromana unterwegs, als ihr Wagen von einem blauen Licht eingehüllt wurde. Sie hielt an und stieg aus, da bemerkte sie über sich ein scheibenförmiges Objekt von mindestens dreißig Metern Durchmesser, und ein leichtes Summen ging von ihm aus. Sie stürzte wieder in ihren Wagen und fuhr davon, doch das Objekt schwebte weiterhin im gleichen Abstand über ihr. Erst nach dreizehn Kilometern bog es ab und verließ sie.
Am 25. Juli 1972 fährt die Zeugin durch dieselbe Gegend und hat an der gleichen Stelle abermals eine Begegnung. Diesmal hört sie zusätzlich eine Stimme in ihrem Kopf, die sie zu beruhigen versucht und ihr unter anderem mitteilt, daß sie den Medien berichten solle und ihre Tests negativ wären.
Maureen Puddy berichtete der Polizei von dem Vorfall. Weitere Zeugen hatten in dieser Nacht ebenfalls ein blaues Licht gesehen. Die Zeugin hat nun Kontakt zu Judith Magee und Paul Norman von der Ufo-Forschungsgruppe VUFORS Kontakt aufgenommen. Als Maureen Puddy am 22. Februar 1973 die telepathische Botschaft empfing, sie solle zum Treffpunkt kommen, fuhren sie und die beiden Ufo- Forscher an die besagte Stelle. Und während die Zeugin eine goldglänzende Gestalt sah und schilderte, man zerre sie in ein blau leuchtendes Ufo, bemerkten Judith Magee und Paul Norman nichts davon. Sie sahen nur, daß die Frau völlig verstört war und Angstzustände hatte. Hätte man vor diesem Ereignis nach der Einschätzung der Persönlichkeit durch die Ufo-Forscher gefragt, hätten sie die Frau als rechtschaffen, vernünftig und ganz normal beschrieben.

{ 1973 }

14. Februar 1973 Leider nur unter Verwendung von Pseudonymen schreibt der Autor Raymond Fowler ("Die Beobachter", Bergisch Gladbach, 1994, S. 292) über einen Fall, bei dem die Crew einer DC-8-Frachtmaschine unter dem Kommando von Kapitän Wheeler eine sehr unmittelbare Begegnung mit einem Ufo hatte. Gegen 2.30 Uhr morgens flogen sie etwa 75 Kilometer östlich von McAlester, Oklahoma, als sie ein Objekt auf demselben Kurs wie sie bemerkten. Doch dann schoß es senkrecht nach oben, flog in einer flachen, rechtwinkligen Kurve direkt auf die DC-8 zu und ging in dreihundert Meter, etwas oberhalb ihrer Maschine, auf Parallelkurs. Da sahen sie, daß das Objekt eine langgestreckte Scheibenform hatte und obenauf eine durchsichtige Kuppel trug. Die Länge des Ufos betrug 25 Meter und die Breite zwölf. An beiden Seiten gab es Stummelflossen, während neben einem raketenähnlichen Aufbau an der Heckkante zwei Flossen emporragten. Aus dem Heck strömten weder Gase aus noch war ein Leuchten zu sehen.
Der Kapitän versuchte vergeblich, das Ufo per Funk zu erreichen. Als er sein Radar einschaltete, hatte er tatsächlich ein Echo auf dem Schirm, allerdings nur kurzzeitig, denn unmittelbar nachdem die Radarstrahlen die metallisch wirkende Hülle trafen, schoß das Ufo nach oben und verschwand aus ihrer Sicht.
Kurze Zeit darauf erschien es erneut und flog einige Manöver um die DC-8 herum, wobei die Crew einmal von oben in die Kuppel des Objekts sehen und drei schattenhafte Wesen ausmachen konnte, die sich umherbewegten. Ungefähr achtzehn Minuten dauerte die Sichtung, dann verschwand das Objekt. Da ihr Funk ausgefallen war, hatte der Pilot den Vorfall nicht sofort gemeldet, sondern erst einen Monat später. Er wurde zu dem Vorfall vernommen und anschließend wurde ihm wurde Stillschweigen.

Oktober 1973 Der Lastwagenfahrer Eddie Webb befand sich auf dem Weg nach Cape Giradeau, Missouri (USA), als er voraus eine regenbogenartige Lichterreihe bemerkte, die sehr schnell näherkam. Er steckte den Kopf aus dem Führerhaus und wurde fast gleichzeitig von einem gelbroten Strahl mitten ins Gesicht getroffen. Für einen Augenblick war er geblendet. Nachher stellte er fest, daß das Gestell seiner Brille angeschmolzen und verformt war. Eddie Webb lag eine Woche im Krankenhaus, bis seine Sehkraft wiederhergestellt war.

11. Oktober 1973 Der Werftarbeiter Charles Hickson und sein Kollege Calvin Parker aus Pascagoula, Missouri, angelten gerade auf einem alten Werftgelände, als sie um 17.30 Uhr ein pfeifendes Geräusch aus der Luft vernahmen. Da senkten sich auch schon zwei leuchtende, pulsierende Lichter herab und landeten in wenigen Metern Entfernung zwischen Autowracks und anderem Gerümpel eines Abstellplatzes. Das Objekt soll etwa zweieinhalb Meter hoch und dreizehn Meter im Durchmesser betragen haben. Mit dem Abklingen des Pfeiftons erloschen auch die Lichter, und es bildeten sich zwei Öffnungen, durch die gelblichweißes Licht nach draußen drang. Jetzt bemerkten sie, daß das Objekt knapp über dem Boden in der Luft schwebte.
In einer Öffnung erschienen nun drei seltsame Wesen, etwa 1,50 Meter groß. Sie schwebten auf die beiden Angler zu und hielten sie fest. Hickson verspürte einen Einstich im Arm, Parker wurde ohnmächtig. Man verschleppte sie in das merkwürdige Objekt, und Hickson berichtete, daß man ihn in der Luft herumgedreht und gelähmt hätte. Anschließend wurde sein ganzer Körper durch eine Art optische Sonde abgefahren. Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde wurde er wieder auf dem Pier abgesetzt, wo auch sein Kollege war, der einen Schock erlitten hatte. Anschließend verschwand das Objekt mit einem Pfeifton.
Sie meldeten sich beim örtlichen Sheriff, wo sie stundenlang getrennt voneinander verhört wurden. Aber es ergaben sich in ihren Aussagen keine Widersprüche. Auch wurden sie zusammen in einen Raum gebracht, den man abgehört hatte, aber sie machten keinerlei Bemerkungen, die auf einen Schwindel schließen ließen. Und der Lügendetektortest, dem sie gleich zu Beginn ihrer Meldung unterzogen wurden, brachte keine positiven Resultate.
Prof. James A. Hardner, ein auf Hypnose spezialisierter Physiker der University of California, unterzog beide Zeugen einer Hypnose und kam zu dem Ergebnis, daß sie von einem realen Erlebnis berichtetet hatten.

18. Oktober 1973 Der Hubschrauberkommandant Captain Lawrence Coyne und seine dreiköpfige Besatzung - Co-Pilot Lt. Arrigo Jezzi, der Bordmediziner John Healey und Sgt. Bob Yanasek - hatten eine außergewöhnliche Ufo-Begegnung. Es geschah in der Nähe von Mansfield, US-Bundesstaat Ohio, als sie auf 2.500 Fuß flogen und Sgt. Yanasek am Horizont ein rotes Licht bemerkte, das auf Kollisionskurs mit dem Hubschrauber ging. Dieser ging zwar tiefer, doch alles deutete auf einen Zusammenstoß. Plötzlich bremste das Objekt ab und hielt sich rechts oberhalb des Hubschraubers. Aus seinem Heck fuhr ein starker grüner Lichtstrahl in die Hubschrauberkabine, mit dem das zigarrenförmige Ufo (zwanzig Meter lang, fünf bis sieben Meter hoch) möglicherweise den Hubschrauber angehoben hatte. Denn zuvor waren sie auf etwa 1.700 Fuß geflogen, und jetzt stieg die Maschine immer höher und war bereits auf 3.500 Fuß. Bei 3.800 Fuß gab es einen Ruck, und sie konnten wieder die Kontrolle über den Hubschrauber gewinnen und auf 3.500 Fuß hinuntergehen.
Die Begegnung wurden von Augenzeugen am Boden bestätigt, ein Zeuge beschrieb das Ufo wie ein Kleinluftschiff, aber sehr viel größer als der Hubschrauber.

30. November 1973 Der Privatpilot Riccardo Marano setzte mit seiner Piper Navajo gegen 19.00 Uhr zur Landung auf dem Flughafen von Caselle, Italien, an, als er vom Kontrollturm die Warnung erhielt, daß sich ein unidentifiziertes Objekt in einer Flughöhe von vierhundert Meter über der Landebahn befände. Marano näherte sich der besagten Stelle, aber das Objekt entfernte sich mit wechselnder Geschwindigkeit, mal in der Horizontalen, dann wieder in der Vertikalen. Marano schätzte die Geschwindigkeit des Objekts auf teilweise 5.000 Kilometer die Stunde.
Sowohl auf dem Radarschirm des Flughafens als auch auf dem einer militärischen Einrichtung wurde das Ufo geortet. Weitere Zeugen sahen es vom Boden aus; und zwei Piloten der Alitalia bestätigten gleichfalls, mit eigenen Augen das Ufo gesehen zu haben.

10. Dezember 1973 Von der MUFON-CES wurde eine Ufo-Sichtung aus der Nähe von Rosenheim dokumentiert. Der Hüttenwirt und der Hausmeister auf dem Hochries beobachteten um 20.30 Uhr durch ihre Ferngläser ein eiförmiges Flugobjekt in ungefähr acht Kilometer Entfernung. Nach zwanzig Minuten schoß der Hüttenwirt eine rote Signalrakete in Richtung des Objekts, das daraufhin rot aufglühte und sich langsam in die Luft erhob, die Steiggeschwindigkeit betrug ungefähr fünfzig Meter in der Minute. Als es zweihundert Meter aufgestiegen war, flog es ungefähr bis auf zwei Kilometer an die Hütte heran.
Jetzt konnten die Zeugen sehen, daß das Ei zwei Hälften hatte. Die obere war durchsichtig, während die untere mit vier Reihen bunter Lichter bestückt war, die ähnlich wie in Discotheken rotierten. Nach einigen Minuten flog das Ei weiter, und als der Hüttenwirt gegen 23.40 Uhr eine zweite Signalrakete abfeuerte, stieg das Objekt immer schneller werdend auf und verschwand.

{ 1974 }

10./11. April 1974 Die MUFON-CES dokumentierte ebenfalls die Ufo-Sichtung von Herrn N. und seiner Frau sowie einem befreundeten Ehepaar, die sich alle vier frühmorgens gegen 2.00 Uhr auf der Rückreise von einem Wochenendausflug befanden. In der Nähe von Hochheim bei Frankfurt sahen sie in fünfzig bis hundert Metern Entfernung voraus ein leuchtendes, scheibenförmiges Objekt, wie zwei umgekehrt gegeneinander gelegte Teller. Der äußere Rand wurde durch eine Reihe viereckiger, bunter Fenster gebildet, die beständig ihre Farbe wechselten. Aus der Unterseite schob sich ganz langsam ein Lichtstrahl heraus, mit dem der Boden abgeleuchtet wurde, als würde jemand nach etwas suchen. Plötzlich traf der Lichtstrahl das Wageninnere. Die Zeugen verspürten keine Schmerzen, nur fühlten sie sich leicht benommen. Irgendwann zog sich der Lichtstrahl zurück.
Nun begann das Lichtband des Objekts immer schneller zu rotieren und veränderte dabei sein Farbe. Anschließend flog das Ufo insgesamt dreimal im Wechsel eine gewisse Strecke waagerecht und eine senkrecht. Die vier in dem Wagen sprachen anschließend nicht über das Erlebte, und Herr. N. wunderte sich darüber, daß zwei bis drei Stunden vergangen waren, obwohl er den Eindruck hatte, der ganze Vorgang hätte nur zwanzig bis dreißig Minuten gedauert.

6. Juni 1974 Der Autor Raymond Fowler ("Die Beobachter", Bergisch Gladbach, 1994, S. 210 ff.) berichtet von einer Ufo-Sichtung in Amesbury, Massachusetts, bei der vier Personen eine rot beleuchtete Kuppel am Rand einer Lichtung schweben sahen. Unterhalb der Kuppel befand sich eine helle, rechteckige Öffnung, worin sich rotierende Blätter befanden. Außerdem sprühten aus einem dunklen Feld in der Mitte weiße, blaue und gelbe Funken in einer bestimmten Ordnung heraus.
Panisch rasten sie davon, aber das Objekt folgte ihrem Wagen. Dann bremste die Fahrerin an einer Kreuzung plötzlich ab, und das Ufo flog an ihnen vorbei auf ein Feld in hundert bis zweihundert Meter Entfernung zu. Dort blieb es wackelnd und flatternd schweben. Eine der Frauen stieg aus und beobachtete ein vielfältiges Farbenspiel der Beleuchtung des Ufos, bis es sich ihnen wieder zuneigte und sie vor Schreck nach Hause brausten. Weitere Familienmitglieder bezeugten in derselben Nacht das Objekt, und einmal soll sogar ein Düsenjäger über dem betreffenden Gebiet gekreist sein, aber da sei das Ufo schon gelandet und habe alle Lichter ausgeschaltet.

9. Juni 1974 Major Shiro Kubota und Oberstleutnant Toshio Nakamura wollten über Japan mit ihrer F-4EJ Phantom ein unbekanntes Flugobjekt abfangen. Erst als sie in der Luft waren, erhielten sie von ihrer Bodenleitstelle den Auftrag, ein leuchtendes, farbiges Licht zu überprüfen, was Dutzende von Augenzeugen am Boden gesehen hatten und auch durch Radar geortet werden konnte. Das Licht entpuppte sich als ein scheibenförmiges orangerotes Objekt mit einem Durchmesser von zehn Metern. Als sie sich das erste Mal dem Ufo näherten, änderte es seinen Kurs. Beim nächsten Abfangversuch durch den Phantom-Jäger schoß das Ufo auf das Flugzeug zu. Es unternahm mehrere schnelle Vorstöße und kam dabei jedesmal näher. Schließlich traf es die Maschine, und die beiden Piloten sprangen mit dem Fallschirm ab. Oberstleutnant Toshio Nakamura kam dabei ums Leben, weil sein Fallschirm Feuer fing. Offiziell hieß es, sie seien mit einem Flugzeug kollidiert.

Oktober 1974 Der Bohringenieur Carl Higdon befand sich auf der Jagd, als er in den Wäldern bei Rawling, US-Bundesstaat Wyoming, von Außerirdischen in ein Raumschiff entführt wurde, wo er mit den Wesen kommunizierte. Die Außerirdischen erklärten ihm gegenüber, daß sie die Erde besuchten, weil sie hier fischen und jagen wollten, denn sie bräuchten die Vitamine, die ihnen ihre eigene Nahrung nicht bieten könnte.

1974 Bill Paynter, der den damaligen Gouverneur von Kalifornien und späteren Präsidenten der USA, Ronald Reagan, und seine Sicherheitsbeamten in einer Cessna Citation flog, bemerkte in der Nähe von Bakersfield abends zwischen 21.00 und 22.00 Uhr ein riesiges weißes Licht, das zunächst hinter dem Flugzeug herflog, dann beschleunigte und aufholte und schließlich eine 45-Grad- Kurve flog. Reagan und seine Leute waren vollkommen überrascht. Diese Ufo-Sichtung wurde erstmals am 11. Oktober 1988 im "National Enquirer" veröffentlicht und wurde anschließend von einem weiteren Zeugen bestätigt.
Norman C. Miller, damaliger Leiter des Washingtoner Büros des "Wall Street Journal", schilderte, wie Reagan zu ihm während eines Flugs gesagt hatte: "Wissen Sie, Miller, als ich letzte Woche aus dem Fenster unseres Flugzeugs schaute, sah ich dieses glänzend-weiße Flugobjekt. Es flog im Zickzack in der Gegend herum. Ich ging zum Piloten und sagte: 'Hast Du jemals so was gesehen?', worauf er geschockt antwortete: 'Niemals!' Ich wies ihn an: 'Folge ihm!' Wir verfolgten es mehrere Minuten. Es strahlte dabei ein glänzendweißes Licht aus. Zu unser aller Erstaunen stieg es vor Bakersfield senkrecht in den Himmel." Später sollen er und seine Frau Nancy Bücher über Ufos gelesen haben. Auf Millers überraschte Frage, ob man sagen könne, daß er an Ufos glaube, soll Reagan einen Rückzieher gemacht und behauptet haben, er sei in der Hinsicht ein Agnostiker.

1975 - 1979

Einmal mehr werden in einem bestimmten Jahr herausragend viele Ufo-Sichtungen bezeugt: 1978 erhielt allein in Großbritannien das Verteidigungsministerium insgesamt 750 Meldungen von Ufos, mehr als doppelt so viele wie 1967.
Eine weitere Besonderheit stellen die auslaufenden siebziger hinsichtlich der Behandlung des Ufo-Themas durch die Regierungen dar. Man kann diese Zeit als eine der Informationsfreigabe bezeichnen. In Spanien wurden 1976 und 1978 die wichtigsten gesammelten Ufo-Meldungen an die Presse gegeben; im März 1978 wurden Ufo-Akten vom italienischen Verteidigungsministerium freigegeben; 1976 wurde in den USA der "Freedom of Information Act" (Gesetz zur Freigabe von Informationen) verabschiedet; und in Frankreich wurde 1977 die Ufo-Forschungsgruppe GEPAN gegründet, Schirmherrschaft hatte die CNES, das französische Gegenstück zur amerikanischen NASA. Großbritannien hingegen entschloß sich erst Anfang der achtziger Jahre zu einer offeneren Informationspolitik.
Neben den vielen Berichten von Militärpiloten aus Ländern des Mittelmeerraums hielt sich in den siebziger Jahren aber auch noch das Phänomen der "Abductions", man kann sogar sagen, daß es sich in immer neue Räume erweitert hat. Auch wurde angeblich ein Hubschrauber von einem Ufo mit einem Leuchtstrahl angehoben, wofür es viele Zeugen gab; ein anderes Flugzeug verschwand spurlos - nach den letzten Worten des aufgeregten Piloten hörte man über Funk nur noch ein metallisches Kreischen; und ein Waldarbeiter tauchte erst fünf Tage nach seiner Ufo-Begegnung, die von mehreren Personen bezeugt wurde, wieder auf. Wir werden im folgenden auf diese und weitere Fälle, die das Bild der "Geschichte der Ufo-Sichtungen" maßgeblich bestimmt haben, näher eingehen.

{ 1975 }

3. Mai 1975 Der Pilot Carlos de los Santos Montiel befand sich im Anflug auf den Flughafen von Mexico City, als er rechts und links an den Flügelspitzen seiner Maschine je eine dunkelgraue, metallische Scheibe bemerkte, die einen Durchmesser von dreieinhalb Metern hatten. Als er nach oben blickte, sah er, daß eine dritte Scheibe direkt auf ihn zuflog. Im letzten Augenblick ging das Objekt etwas hinunter und schabte an der Unterseite seiner Maschine entlang. Zunächst einmal mußte der Pilot die Maschine wieder unter Kontrolle bringen, da sie ins Taumeln geraten war und die Instrumente ausfielen; erst als die beiden seitlichen Ufos abdrehten, funktionierten sie wieder. Montiel funkte den Flughafen an und erfuhr, daß man die Ufos auch auf dem Radarschirm geortet hatte.

13. August 1975 Eine typische Begegnung mit Außerirdischen berichtete Sergeant Charles Moody von der US Air Force. Er war nachts in die Wüste bei Alamogordo, New Mexico, gefahren, um von dort aus einen angekündigten Meteorschauer zu beobachten. Statt dessen kam aber ein scheibenförmiges Raumschiff herunter, das langsam auf seinen Wagen zusteuerte. Moody wollte starten, aber der Wagen sprang nicht an. Dann verlor er das Bewußtsein. Als er wieder zu sich kam, sah er noch, wie das Objekt davonflog. Der Wagen sprang wieder an, und er fuhr nach Hause. Erst zu dem Zeitpunkt bemerkte er, daß sehr viel mehr Zeit vergangen war, als er erwartet hatte; ihm fehlte eine ganze Stunde.
Einige Tage später bekam er einen Hautausschlag und litt an Schmerzen im Unterkörper. Er wandte sich an den Psychologen und Neurologen Dr. Abraham Goldman, der ihn einer Hypnose unterzog. Auch an die Ufo-Forschungsgruppe APRO wandte sich Moody mit seinem Erlebnis. In den folgenden Wochen kamen seine Erinnerungen an die fehlende Zeit zurück: Er war von Außerirdischen in ihr Raumschiff geführt worden, wo man sich auf telepathischem Wege mit ihm verständigte. Sie hatten ihm zu verstehen gegeben, daß die Erde zwecks Studiums von verschiedenen außerirdischen Rassen aufgesucht würde.
Die Leiter der APRO haben den Fall weiter in Europa untersucht, weil Moody vier Wochen vor dem festgesetzten Termin nach Europa versetzt wurde. Sie unterzogen ihn einem Lügendetektortest, dessen Auswertung keine Anhaltspunkte für einen Schwindel erbrachte.

5. November 1975 Eine Gruppe von Waldarbeitern beendete südlich von Heber in Arizona ihre Arbeit und fuhr über einen Waldweg nach Hause. Zunächst bemerkten sie einen hellen Lichtschein hinter den Bäumen, dann stießen sie auf ein Ufo, das etwa fünf Meter über dem Boden einer Lichtung schwebte. Der Durchmesser des scheibenförmigen Objekts betrug sieben Meter.
Travis Walton sprang aus dem Wagen und lief auf das Ufo zu. Plötzlich löste sich ein Lichtstrahl aus dem Objekt und traf ihn an der Brust, woraufhin Walton zurückgeschleudert wurde und bewußtlos umfiel. Mike Rogers, der Fahrer des Wagens, schrie die anderen an, die Tür zu schließen und preschte in Panik davon. In einiger Entfernung hielten sie an. Von dort aus sahen sie nur noch den ungewöhnlichen Lichtschein, der bald erlosch. Daraufhin faßten sie Mut und fuhren zurück, aber Travis Walton und das Ufo waren verschwunden. Erst fünf Tage später fand man den Waldarbeiter in völlig erschöpftem Zustand, durcheinander und ohne klare Erinnerung an die Zwischenzeit. Am Arm hatte er Injektionsstellen.
Verschiedene Ärzte unterzogen ihn einer Hypnose. Dadurch schälte sich in etwa folgender Verlauf heraus: Er wachte aus seiner Ohnmacht auf und fand sich auf einem Metalltisch wieder, mit großen Schmerzen in Kopf und Brust. Drei kalkweiße Gestalten standen um ihn herum, sie waren nur 1,50 Meter groß, hatten schmale Gesichter, kahle Köpfe und große, braune, ovale Augen. Sie hatten weder Fingernägel noch Haare. Walton wurde von diesen Wesen untersucht, aber wie lange das gedauert hatte, konnte er nicht sagen. Als er wieder zu sich kam, befand er sich auf der Straße in der Nähe der Stelle, wo sie das Ufo zuerst gesehen hatten.
Alle Arbeitskollegen von ihm - Alan Dalis, John Gourlette, Kenneth Peterson, Mike Rogers und Dwayne Smith - bestätigten den Ablauf, so weit sie ihn mitbekommen hatten. Alle wurden stundenlang verhört, es hatten sich jedoch keine Widersprüche ergeben. Mehrere Lügendetektortest brachten keine eindeutigen Ergebnisse. In den fünf Tagen, in denen Travis Walton verschwunden war, wuchsen die Unterstellungen, daß die vier mit ihrer Geschichte einen Mord an Travis Walton vertuschen wollten. Nach diesen Ereignissen drehte der Regisseur Robert Liebermann noch im selben Jahr den Dokumentarfilm "Feuer am Himmel - The Walton Experience".

{ 1976 }

21. Januar 1976 Über dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Cannon im Bundesstaat New Mexico wurden zwei unbekannte Flugobjekte gesichtet. Die von den Sicherheitsmännern gesichteten Objekte hatten einen Durchmesser von 23 Metern und sahen gold- oder silberfarben aus. Am Bug hatten sie ein blaues und am Heck ein rotes Licht, in der Mitte wurden Luken beobachtet.

22. Juni 1976 Von den Kanarischen Inseln kommen immer wieder Berichte von unbekannten Flugobjekten oder seltsamen Lichterscheinungen. Wir nehmen stellvertretend für viele andere hier die Sichtung des Arztes Dr. Padrón León auf Gran Canaria, der mit zwei weiteren Personen in einem Taxi unterwegs war und eine Patientin aufsuchen wollte. Plötzlich fiel sein Blick auf eine riesige, hausgroße Blase in fünfzig Metern Entfernung. Sie hatte eine elektrisch blaue Farbe und schwebte etwa zwei Meter über dem Erdboden.
Das Taxi hielt an, und sie beobachteten zwanzig Minuten lang die Kugel, in der sich zwei riesige Wesen in Raumanzügen gegenüber standen und verschiedene Hebel bewegten. Sie trugen eine Art Helm oder auch Kapuzen. Nachdem der Taxifahrer einen Suchscheinwerfer auf das Objekt gerichtet hatte, stieg es höher und vergrößerte sich, die Personen und Instrumente hielten jedoch ihre Größe bei. Mittlerweile hatte die Blase die Größe eines 20- geschossigen Hochhauses erreicht. Die Zeugen rannten zu einem nahegelegenen Haus und beobachteten von einem Fenster aus, wie das Objekt mit einem hohen Pfeifton in Richtung Teneriffa davonflog. Dabei verformte es sich zu einer Spindel, die von einem weißen Ring umgeben war. In diesem Zeitraum und dieser Gegend wurde ein weiteres Ufo sowohl von weiteren Augenzeugen als auch von der Radarortung bestätigt.

18. September 1976 Auch aus dem Iran wurden Ufo-Sichtungen gemeldet. Gegen 22.30 Uhr riefen Bewohner aus dem Randbezirk der Hauptstadt Teheran beim Flughafen an und berichteten von einer seltsamen Erscheinung am Nachthimmel. Vom Flughafen aus verständigte man den Luftwaffenstützpunkt Shahrokhi, der jedoch selbst schon ein unbekanntes Objekt auf ihrem Radar 130 Kilometer nördlich von Teheran geortet hatte. Selbst mit bloßem Auge soll das leuchtende Objekt zu erkennen gewesen sein.
Zwei Abfangjäger vom Typ F-4 Phantom wurden hinaufgeschickt, doch als sie sich dem Objekt näherten, fiel die gesamte Elektronik aus. Als sie aber abdrehten, funktionierte sie wieder. Daraufhin erhielten die Piloten die Order, das ungefähr flugzeuggroße Objekt zu verfolgen. Vom Boden aus konnte man durch Ferngläser verschiedene bunte Lichter erkennen, was die Radarortung und den Bericht der Piloten bestätigte.
Während sie das Ufo verfolgten, schoß mit einemmal aus dem Objekt ein kleineres in Richtung der Phantomjäger hervor. Das veranlaßte einen der Piloten, eine Rakete abzufeuern. Und abermals fielen bei ihm sämtliche elektronischen Systeme aus! Der Pilot drehte ab, um Abstand zu gewinnen, während der zweite Pilot dranblieb und nun beobachtete, wie das kleinere scheibenförmige Objekt wieder vom großen aufgenommen wurde.

{ 1977 }

1. Juli 1977 Der amerikanische Soldat James Blake, der auf einem NATO- Stützpunkt bei Aviano in Nordostitalien stationiert war, bemerkte um 3.00 Uhr nachts ein ungewöhnliches Licht, das in einer Höhe von nur hundert Metern über einem Sicherheitsbereich schwebte, in dem zwei Militärflugzeuge stationiert waren. Zahlreiche Soldaten sollen das Objekt ebenfalls gesehen haben. Es hatte einen Durchmesser von fünfzig Metern und Ähnlichkeit mit einem Kreisel, dem noch eine Kuppel oben aufgesetzt war. Das Objekt schien sich zu drehen, dabei zu summen und seine Farbe von weiß in rot und dann in grün zu verändern. Es schwebte angeblich eine Stunde lang über dem Stützpunkt, zur gleichen Zeit herrschte dort eine totaler Stromausfall.
Ein weiterer Zeuge, der das Geschehen aus eineinhalb Kilometer Entfernung beobachtet hatte, war der Nachtwächter Benito Manfré, der beim Castello d'Aviano wohnte. Durch das nachhaltige Bellen seines Hundes alarmiert, ging er nach draußen und sah, daß der NATO-Stützpunkt vollkommen dunkel war. Nur an einer bestimmten Stelle, ein wenig über dem Stützpunkt, konnte er eine Ansammlung von Lichtern erkennen. Für ihn sah es wie eine glühende Scheibe aus. Nachdem das Objekt über die Berge bei Aviano hinweggeflogen war, gingen kurz darauf die Lichter auf dem NATO-Stützpunkt wieder an.
Der Vorfall blieb natürlich nicht verborgen, und bald gab es die wildesten Gerüchte. Die fadenscheinige Erklärung des Militärs, die meinte, daß das Phänomen auf eine Reflexion des Mondes von einigen niedrigen Wolken zurückgeführt werden müßte, heizte die Gerüchteküche nur noch mehr ein, denn jetzt war klar, daß die Militärs irgend etwas verheimlichten. Schließlich blieb es nicht verborgen, daß auf dem Stützpunkt höchste Alarmbereitschaft gegeben wurde und man sogar das NATO- Hauptquartier in Brüssel vertändigte.

7. Juli 1977 Eine tragische Geschichte geschah im Bezirk Zhangpo in der Provinz Fujian (China), als sich um 20.30 Uhr 3.000 Menschen zu einer Vorführung unter freiem Himmel des rumänischen Films "Alarm im Donaudelta" versammelt hatten. Einige Zuschauer sahen plötzlich zwei orangefarbene, an den Polen abgeplattete Leuchtobjekte vom Himmel herunterkommen und knapp über die Menschen hinwegfliegen. Man spürte Hitze und vernahm einen tiefen, summenden Ton.
Die Menschen warfen sich vor Schreck zu Boden, und es entstand eine regelrechte Panik. Bei der anschließenden Massenflucht wurden zwei Kinder zu Tode getrampelt und zweihundert Personen verletzt. Es wurde bezeugt, daß die Ufos schnell aufstiegen und innerhalb von Sekunden verschwanden.
Die Behörden vermuteten eine optische Täuschung in Verbindung mit dem Film, aber bei einer zweiten Vorführung konnte man nichts Ungewöhnliches entdecken.

20. September 1977 Gegen 16.00 Uhr erschien über der russischen Stadt Petrozawodsk an der Westküste des Onega-Sees zwölf Minuten lang eine fußballfeldgroße Scheibe, die als "riesiges glühendes Quallen-UFO beschrieben wurde". Hunderte von Einwohnern hatten das Objekt gesehen, berichtete der TASS-Korrespondent Nicolai Milow. Von dem Ufo gingen fünf Lichtstrahlen zur Stadt hinunter. Später fand man in Fensterscheiben und auf Pflastersteinen eingebrannte Löcher, die man auf die Lichtstrahlen zurückführte. Während der Sichtung soll sich das Objekt zu einem leuchtenden Halbkreis und dann zu einer Lichtmasse mit rotem Kern und weißen Rändern entwickelt haben.
Von amerikanischen Ufo-Forschungsgruppen wurde das Objekt eindeutig als Satellit identifiziert, der genau zu der Zeit von Plesetsk hochgeschossen worden war. Eine öffentliche Stellungnahme wurde nicht abgegeben, weder zu dieser noch zu der Ufo-Hypothese.

27. Oktober 1977 Im Luftraum über dem Militärflugplatz bei Cagliari auf Sardinien begegneten die beiden Hubschrauberpiloten Major Francesco Zoppi und Leutnant Riccardelli einem feurigen Kreis, der sich genauso schnell fortbewegte wie sie. Sie flogen in einer Dreierstaffel, und einer der beiden anderen Piloten sah den Feuerkreis ebenfalls, der dritte hingegen nicht. Anschließend verschwand der Kreis mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, die von keinem Flugzeug erreicht werden konnte. Sowohl vom Boden als auch vom Kontrollturm Falmas aus wurde das Objekt mit Ferngläsern beobachtet. Das italienische Verteidigungsministerium erklärte hernach, daß es sich um ein Flugzeug auf Sardinien auf einem ganz normalen Flugeinsatz gehandelt haben muß.
Am 2. November 1977 wurde ein ähnlicher Feuerball von italienischen und deutschen Piloten sowie von Mitarbeitern des Towers von Elmas beobachtet.

{ 1978 }

Januar 1978 (andere Quelle: Dezember 1978) Der britische Polizeisergeant Anthony Dodd und sein Kollege Police Constable Alan Dale befanden sich früh morgens auf einer Dienstfahrt durch die nordenglische Hügellandschaft der Yorkshire Moore. Plötzlich fiel Dodds Blick auf ein kuppelförmiges Flugobjekt, das sich aus dem vereinzelten Bodennebel, der über der Gegend lag, erhob. Das Objekt hatte einen Durchmesser von zehn Metern und flog in nur 35 Meter Höhe über den Polizeiwagen hinweg. Es leuchtete und hatte an der Außenseite tanzende Lichter, die den Eindruck hervorriefen, als ob das Objekt rotiere.
Sie bremsten natürlich ab, um das Ufo weiter zu beobachten, und konnten nun erkennen, daß es in einen Wald hineinzufliegen schien. Als sie zum nächsten Dorf fuhren, kam ihnen ein weiterer Polizeiwagen entgegen. Der Kollege aus dem anderen Wagen schilderte ihnen, daß er gerade ein fantastisches Ufo gesehen habe und daß er den Eindruck hatte, es sei in dieser Gegend heruntergekommen.
Das Erlebnis hatte eine so nachhaltige Wirkung auf Anthony Dodd gehabt, daß er sich von nun an stark in der Ufo-Forschung engagierte.

18. März 1978 Bill Herrmann, ein dreißigjähriger Lastwagenfahrer, beobachtete in der Nähe seines Hauses in Charleston, South Carolina (USA), ein metallisches, scheibenförmiges Objekt am Himmel. Es hatte einen Durchmesser von etwa zwanzig Metern.
Als es sich vor ihm herabsenkte, fiel er hintenüber auf den Rücken, wurde von grellem Licht überflutet und von einer unbekannten Kraft nach oben zum Raumschiff gezogen. Dabei verlor er das Bewußtsein. Als Bill Herrmann wieder zu sich kam, befand er sich etliche Kilometer entfernt auf einem offenen Feld und konnte sich an nichts erinnern.

Unter Hypnose sagte er aus, an Bord eines Raumschiffs gewesen zu sein. Dort wurde er von fötusartigen Wesen untersucht. Bill Herrmann ist fundamentalistischer Baptist, und entsprechend seines Glaubens hielt er sein ganzes Erlebnis für die Vorspiegelung Satans. Er gibt an, daß er seit diesem Vorfall noch weitere ähnliche Erlebnisse hatte, aber sie im Namen Gottes verleugnet habe.
Bill Herrmann mit seinem fundamentalistischen Glauben ist kein Einzelfall, der in der Ufologie erwähnt wird. Es gibt regelrecht eine Glaubensrichtung, in der Außerirdische und Ufos als Machwerk des Teufels beschrieben und entsprechend bekämpft werden.

4. Juni 1978 Das Ehepaar Grammond fuhr nachts in der Nähe von Dax, Frankreich, auf der Route Nationale, als sie in hundert Meter Entfernung auf der leeren Straße eine dunkle, halbkugelige Masse bemerkten, welche die ganze Straßenbreite einnahm, auf der Spitze ein rotes Blinklicht hatte und auf sie zukam. Monsieur Grammond bremste ab, der Motor ging kurz vor dem "Zusammenstoß" aus, aber das nebelhafte Gebilde näherte sich weiter, und sie fuhren hindurch. Dabei spürten sie nichts, und es gab keine erkennbaren Auswirkungen.

4. Juli 1978 Eine Begegnung der dritten Art hatten zwei Feldwebel der italienischen Luftwaffe, Franco Padellero und Attilio de Salvatore, sowie der Marineoffizier Maurizio Esposito und Signora Antonia di Pietro, abends um 22.30 Uhr während ihrer dienstfreien Zeit. In der Nähe des Ätna auf Sizilien sahen sie drei hellrote, pulsierende Lichter am Himmel. Eines der Lichter kam herunter und landete ungefähr in dreihundert Meter Entfernung, versteckt hinter einem Abhang.

Die vier fuhren zu der Stelle hin und erblickten ein grelles Licht, das aus einer Senke am Straßenrand heraufschien. Dort unten befand sich ein scheibenförmiges Objekt von ungefähr zwölf Metern Durchmesser, oben mit einer glitzernd gelben Kuppel besetzt. Neben dem Objekt stand eine Gruppe von großen Wesen, etwa fünf oder sechs, die schwarze, enganliegende Overalls trugen und blondes Haar hatten. Zwei von ihnen kamen den Abhang hinauf, einer nickte ihnen zu, und sie stiegen wieder hinab.
Als ein Auto die Straße entlangfuhr, ging das Licht des Objekts aus und erst wieder an, als das Auto außer Sicht war. Während sie das Objekt im Blick hatten, fühlten sich alle vier wie gelähmt und konnten sich anfangs nicht bewegen. Schließlich hatten sie aber doch ihre Bewegungsfähigkeit wiedergewonnen und fuhren weiter.

21. Oktober 1978 Frederick Valentich flog mit seiner Cessna 182 vom Moorabbin Airport, Victoria (Australien), über Bass Strait nach King Island. Auf der Strecke gab er über Funk durch, daß er ein großes Flugzeug mit hellen Lichtern gesehen habe, das nahe an seiner Maschine vorbeigezogen sei. Auch erfuhr man, daß das Objekt eine Zeitlang über ihm geschwebt habe, worauf seine Cessna mit Motorstörungen und zeitweiligem Funkausfall reagierte. Eine seiner Durchsagen über Funk lautete: "Es fliegt vorbei. Es hat eine längliche Form. Mehr kann ich nicht erkennen. (...) Jetzt kommt es auf mich zu. Es scheint, als stünde es in der Luft. Ich kreise, und das Ding über mir kreist mit. Es strahlt ein grünes Licht aus, und die Außenhaut wirkt irgendwie metallisch." Siebzehn Sekunden dauerte seine letzte Durchsage, dann hörte man nur noch einen lauten metallischen Knall. Man sah und hörte nie wieder etwas von Frederick Valentich, auch seine Maschine wurde nicht mehr aufgefunden, obwohl man eine Woche lange ein Gebiet von 2000 Quadratkilometern abgesucht hatte. Falls die Maschine über dem Meer abgestürzt war, hätte man zumindest Wrackteile oder Ölspuren finden müssen, meinen manche Ufo-Forscher.

Ende Dezember 1978 Bei der nun folgenden Geschichte denkt man automatisch, daß es sich um eine Fälschung handeln muß, denn sie betrifft einen Fernsehreporter, der mit einem Filmteam extra einen Frachtflug begleitet hat, um Aufnahmen von Ufos zu machen, und dabei tatsächlich welche aufgenommen haben will. Sein Filmmaterial konnte den anschließenden umfangreichen Analysen standhalten.

Quentin Fogarty, Reporter des australischen Fernsehsenders Channel 0-10 Network, mußte seinen Urlaub abbrechen, da er den Auftrag erhielt, eine Reportage über Ufos zu drehen. Am 21. Dezember war nämlich über der Cook-Straße, zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands, ein Frachtflugzeug von einem Ufo verfolgt worden, was auch durch Bodenradar bestätigt wurde.
Am 30. Dezember um 23.46 Uhr starteten Fogarty und ein erfahrenes Fernsehfilmteam mit einer Frachtmaschine vom Typ Argosy von Wellington nach Christchurch. Zwölf Minuten nach Mitternacht wurden die Fernsehleute von den Piloten auf zwei ungewöhnliche Lichter aufmerksam gemacht, die sich von der Halbinsel Kaikoura näherten. Der Pilot fragte bei der Flugsicherung in Wellington an, ob sie irgend etwas Ungewöhnliches auf dem Radar hätten, und er erhielt die Bestätigung, daß in etwa achtzehn Kilometer Entfernung zwei unidentifizierte Objekte zu orten seien. Jetzt verständigte der Pilot das Filmteam, das sofort ihre Kamera auf die Objekte richtete. Während sie drehten, stießen fünf weitere Objekte hinzu.

Von Christchurch aus flog das Team mit der Frachtmaschine weiter nach Norden. Die Flugsicherung gab bekannt, daß in der Gegend von Kaikoura nach wie vor unidentifizierte Flugobjekte geortet würden. Oberhalb der Wolkendecke sahen die Piloten dann in Flugrichtung ein helles Licht und bekamen auch Echos auf ihrem Radarschirm angezeigt. Die Entfernung betrug dreißig Kilometer. Doch plötzlich schoß das Objekt auf die Maschine zu und begleitete sie einige Kilometer. Es erschien birnenförmig, mit einem Strahlenkranz umgeben. Fünfeinhalb Minuten lang konnte der Kameramann das Objekt filmen.
Kurz nachdem das Objekt verschwunden war, wurde ein weiteres Ufo gesichtet, was ebenfalls durch die Flugsicherung in Wellington bestätigt wurde. Am 31. Dezember flog der Reporter Fogarty nach Melbourne zurück, und bereits am 1. Januar 1979 ging seine Reportage über den Sender.

Die Reaktion auf seinen Film war natürlich gewaltig, viele bezichtigten ihn der Täuschung, denn allzu unwahrscheinlich schien es den Leuten, daß jemand einen Flug mitmacht, um eine Reportage über Ufos zu drehen, und prompt welche auf Zelluloid bannen kann. Der Sender wurde so stark unter Druck gesetzt, daß er sich gezwungen sah, das Filmmaterial analysieren zu lassen. Dazu zog man den amerikanischen Experten Dr. Bruce Maccabee heran, der bereits sehr viel Erfahrung bei der Analyse von Film- und Fotomaterialien hatte. Zwanzig weitere amerikanische Wissenschaftler waren an der Untersuchung beteiligt, die sich über zweieinhalb Jahre streckte. Das Ergebnis lautete: Die auf dem Film gezeigten Flugkörper stellen eindeutig unbekannte Flugobjekte dar, eine Verwechslung mit Planeten, Ballons, etc. sowie eine Fälschung wurden ausgeschlossen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch die Mitarbeiter der amerikanischen Ufo-Gruppe Ground Saucer Watch, die eine eigenständige Analyse durchgeführt hatten.

{ 1979 }

16. - 18. September 1979 Im Raum Ingolstadt wurden in mehreren Nächten unbekannte Flugobjekte gesichtet. Einer von vielen Zeugen ist der Fernsehtechniker Y., der mehrere Minuten lang die Flugmanöver von drei etwa fünfzehn Meter großen, sternförmigen Objekten beobachtet hatte. Die Objekte hatten fünf Zacken, an denen rotblinkende Lichter umliefen. Als er die Polizeiinspektion Ingolstadt-West anrief, waren dort bereits mehrere Anrufe von anderen Augenzeugen eingegangen.
Polizeibeamte aus Eichstätt, Gunzenhausen und auch aus Weißenburg meldeten zu der Zeit gleichermaßen unbekannte Flugobjekte. Am nächsten Tag dehnte sich die Ufo-Welle bis Nürnberg aus, wo ebenfalls mehrere Zeugen sternförmige, leuchtende Flugobjekte beobachtet hatten.
Die Pilotin einer Cessna und der Flugzeugeigner befanden sich am 18. September um 21.40 Uhr auf einem Flug von München nach Brüssel. Nachdem sie von der Flugsicherung auf die unbekannten Objekte aufmerksam gemacht worden war, sah sie dreißig Sekunden später ebenfalls sehr helle Lichter, die auf sie zukamen. Die bunten Lichter umkreisten die Maschine, und die Pilotin befürchtete schon eine Kollision. Bei einer Zwischenlandung in Frankfurt rief der Flugzeugeigner in München-Riem an, um die Sichtungen seiner Pilotin, die sie über Funk durchgegeben hatte, zu bestätigen. Die offizielle Erklärung des Bayrischen Staatsministeriums lautete jedoch, daß sich das Flakschießen am Übungsplatz Hohenfels, durch die spezifische Wetterlage begünstigt, in der Luft widergespiegelt habe.

9. November 1979 Robert Taylor, ein 61jähriger Waldarbeiter aus Livingston, Schottland, ging auf einem Waldpfad durch seine Schonung, als er gegen 10.15 Uhr um eine Kurve bog und unvermittelt einem kuppelförmigen Objekt mit sechs Metern Durchmesser gegenüberstand, das ohne das geringste Geräusch dicht über dem Boden schwebte. Im selben Moment rollten blitzartig zwei kleine, kugelige und mit Stacheln besetzte Objekte auf ihn zu, die sich rechts und links an seine Hosenbeine setzten und ihn zum größeren Objekt zogen. Dann roch er einen beißenden, erstickenden Gestank, und er fiel in Ohnmacht.
Nach zwanzig Minuten wachte er wieder auf, mußte sich aber erst noch erholen, bevor er nach Hause taumeln konnte. Seine Frau verständigte die Polizei und einen Arzt. Taylors Kleidung war auf ein Art zerrissen, wie man es nach seiner Geschichte erwarten würde.

11. November 1979 Commandante Francisco Lerdo de Tejada, Pilot einer Super Caravelle der TAE, unterwegs von Salzburg nach Teneriffa, hatte einen Beinahe-Zusammenstoß über Spanien. Es war kurz nach 23.00 Uhr, als ihnen aus 9.00 Uhr zwei rote Lichter entgegenkamen, die seiner Einschätzung nach die Flügelenden eines Flugzeugs sein konnten. Aber dann kam das Objekt mit irrsinniger Geschwindigkeit auf sie zugeflogen und näherte sich bis auf 800 Meter, was im Luftraum schon als eine sehr gefährlich nahe Begegnung gilt. Der Pilot riß sein Flugzeug scharf herum, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Anschließend flog das unbekannte Objekt verschiedene Manöver um die Caravelle herum, so daß der Pilot den Eindruck hatte, es wolle mit ihm "spielen". Schließlich landete er entnervt in Valencia, wo das Ufo auch vom Flughafenleiter, einigen Fluglotsen und weiteren Personen gesehen wurde. Außerdem gab es eine Radarortung aus exakt dem Luftraum, in dem sich das Ufo befunden hatte. Zwei Mirage F1-Düsenflugzeuge sollen zu einer Abfangoperation aufgestiegen sein und tatsächlich visuellen Kontakt hergestellt haben. Von einer Mirage wird gesagt, daß sie mehreren Anflügen des Objekts ausgesetzt war.

26. November 1979 Im französischen Cergy-Pontoise beluden drei junge Männer frühmorgens ihren Wagen, um zum Flohmarkt zu fahren, da bemerkten sie ein Ufo. Franck Fontaine ist als einziger dem Ufo ein kleines Stück entgegen gefahren, um es sich genauer anzusehen. Als die anderen beiden zum Wagen kamen, war Franck verschwunden. Nach einer Woche kam er zurück und hatte keine Erinnerung an das, was geschehen war.
Erst in der nächsten Zeit erinnerte er sich, daß er von einem Ufo entführt worden war, das ihn zu einem anderen Planeten gebracht hatte. Die Außerirdischen hatten aber eigentlich gar nicht ihn, sondern seinen Kollegen Jean-Pierre Prevost als einen ihrer Botschafter auserwählt. Die ganze Geschichte fand in der Presse großen Anklang, immer wieder wurden Artikel zu den jungen Leuten verfaßt, und sie hatten einige öffentliche Auftritte, in denen sie nicht von ihrer Geschichte abwichen.
Nicht nur durch die Medien wurde der Fall hochgespielt, die drei jungen Leute entsprachen auch der Vorstellung vieler Jugendlicher oder Gleichaltriger, die in dieser unglaublichen Geschichte ihre Vorstellung einer Auflehnung gegen die bürgerlich ordentliche Welt mit ihren pedantischen Gesetzeshütern widerfanden. Dadurch wurden sie fast zu Kultfiguren, die eine Zeitlang eine große Anhängerschaft hatten.

1980 - 1984

{ 1980 }
13./14. Januar 1980 In der Bundesrepublik Deutschland gingen zwischen 22.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens Dutzende von Meldungen über ein unbekanntes Flugobjekt ein, das in Niedersachen nördlich von Bremen gesichtet wurde, unter anderem auch über dem NATO- Stützpunkt Garlstedt. Daraufhin wurde für die US- Flugabwehreinrichtungen in den NATO-Ländern Niederlande, Dänemark und Deutschland Alarmbereitschaft ausgerufen. Offiziell wurde das Objekt später als Luftspiegelung ausgewiesen, es sollte möglicherweise auch ein Nordlicht gewesen sein.

18. Januar 1980 Auch in Süddeutschland wurde ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet. Um 18.45 Uhr sah ein Frau aus Roßhaupten bei Füssen eine hell strahlende Kugel am Himmel, die sie mit dem Fernglas näher beobachtete. Die Kugel hatte eine grüne und eine rote Fläche, die ihre Positionen manchmal zu wechseln schienen. An der Seite ragte ein Gestänge heraus. Die Größe des Objekts wurde auf etwa acht Meter geschätzt. Die Frau verständigte ihre Schwägerin, die vierhundert Meter entfernt wohnte; sie sowie drei weitere Hausbewohner konnten das Objekt ebenfalls sehen.
Man verständigte die Polizei, und im Anschluß an die Befragung der Zeugen fuhren zwei Beamte in Richtung Seeg, wohin das Objekt verschwunden war. Tatsächlich konnten auch sie das unbekannte Flugobjekt beobachten, bis es schließlich nach Süden aus ihrem Blick entschwand.

August 1980 In China sahen Hunderttausende(!) von Einwohnern über Tientsin und dem Golf von Bo Hai (früher Zhili) Ufos am Himmel.

11. November 1980 Über Spanien wurde zur selben Zeit von verschiedenen Flugzeugen aus ein grünlich schimmerndes Objekt gesichtet. Commandante Ramos von der Iberia-Fluggesellschaft begegnete ihm um 18.40 Uhr in 10.000 Metern Höhe. Er und sein Kopilot sahen eine Kugel mit hellgrüner Oberfläche auf sie zurasen. Sofort schaltete der Kopilot, der das Steuer übernommen hatte, auf manuell um, und sie gingen sofort etwa hundert Meter in den Sturzflug. Dann blickten sie der Kugel hinterher, die ihre Richtung geändert hatte und nach Süden verschwand. Sie schien andere Lichter auszusenden und möglicherweise von einem kleineren begleitet zu werden.
Aus einer Boing 727 auf dem Flughafen Barcelona wurde ebenfalls ein Objekt gesehen, das aber in dem Moment "erlosch", als der Pilot ihm mit seinen Landescheinwerfern ein Signal gab. Von anderen Augenzeugen am Flughafen Barcelona wurde ein Objekt gesehen, das über die Landebahnen surrte und dann in den Himmel hinaufschoß.

29. November 1980 Police Corporal Alan Godfrey soll nach seinen Angaben unter Hypnose einer Art Zeitversetzung ausgesetzt gewesen sein, nachdem er einem Ufo begegnet war. Er fuhr mit seinem Polizeiwagen um 5.00 Uhr morgens durch Todmorden, Yorkshire (England), als er auf der Straße einem Ufo begegnete, das eineinhalb Meter über dem Boden schwebte. Es war rhombenförmig, ungefähr sechs Meter breit und vier Meter hoch. Godfrey wollte seine Kollegen verständigen, aber der Funk seines Wagens war ausgefallen. Nun versuchte er, eine Skizze des Objekts anzufertigen, aber plötzlich befand er sich neunzig Meter weiter auf der Straße, und das Ufo war nirgends zu sehen. Daraufhin fuhr der Beamte in die Stadtmitte, holte einen Kollegen und untersuchte mit ihm anschließend den Ort des Geschehens. Dort, wo das Ufo über dem Boden schwebte, fiel ihnen eine teilweise trockene Stelle auf der ansonsten regennassen Fahrbahn auf.
Zurück auf der Wache, bemerkte Godfrey erst, wieviel Zeit schon vergangen war. In den späteren Sitzungen seiner hypnotischen Rückführung beschrieb er die geradezu abenteuerliche Geschichte, daß er sich auf einem Raumschiff befunden habe.
Godfrey war nicht der einzige, der in diesem Zeitraum und in dieser Gegend ein Ufo gesehen hatte. Zu der Zeit gab es viele weitere Meldungen von unbekannten Flugobjekten.

27./28. Dezember 1980 An der Südostküste Großbritanniens, in der Nähe von Ipswich, befindet sich sowohl der NATO-Stützpunkt Bentwaters als auch der RAF-Stützpunkt Woodbridge. In einem offiziellen Bericht beschrieb der Stellvertretende Standortkommandant Oberstleutnant Charles I. Halt von der US Air Force über die Woodbridge-Sichtungen:
Zwei Patrouille-Posten der US Air Force beobachteten nachts um drei Uhr außerhalb des Woodbridge-Stützpunkts im nahegelegenen Tangham Wood ungewöhnliche Lichter. Mit der Erlaubnis des Flugleiters vom Dienst verließen sie den Militärbereich und gingen zu Fuß zu der Stelle im Wald. Sie sahen ein schimmerndes, dreieckiges Objekt, das etwa drei Meter breit und zwei Meter hoch war. Der ganze Wald wurde von einem strahlend weißen Licht erhellt. An der Oberseite befanden sich ein pulsierendes rotes Licht, und an der Unterseite eine Reihe blauer Lichter. Als die Wachmänner sich näherten, verschwand es zwischen den Bäumen. Eine Stunde später wurde es noch einmal in der Nähe des rückwärtigen Tors des Stützpunkts gesichtet.
Als weiterer Hinweis auf das ungewöhnliche Objekt galt die wilde Aufregung der Tiere auf einem nahegelegenen Bauernhof. Bei Tageslicht wurde die betreffende Stelle untersucht, und man fand drei ungewöhnliche Abdrücke, fünfzehn bis sechzehn Zentimeter im Durchmesser. Außerdem maß man in ihnen eine erhöhte Strahlung im Beta/Gammabereich.
In der folgenden Nacht wurde ein rotes Licht zwischen den Bäumen beobachtet. Es pulsierte, schien leuchtende Partikel abzugeben und sich in fünf weiße Lichter aufzuteilen. Dann verschwand es. Einen Augenblick später wurden am Himmel kurz über dem Horizont drei sternartige Objekte gesichtet, zwei im Norden und eines im Süden.
Bis heute ranken sich um den Woodbridge-Fall die wildesten Spekulationen, ob er echt ist oder nicht. Neben dem als offiziell augewiesenen Bericht von Oberstleutnant Halt, der allerdings von Seiten des Verteidigungsministeriums nicht bestätigt wurde, tauchen noch weitere Zeugenaussagen auf, die teilweise erheblich von der Grundaussage abwichen. So verlegten einige das Datum der Sichtungen auf den 26./27., andere auf den 30. Dezember. Ein weiterer Augenzeuge will sogar außerirdische Wesen, Hubschrauber und ein großes Militäraufgebot gesehen haben. Auch gibt es ein angeblich echtes Tonbandprotokoll von Oberstleutnant Halt, der die Ufo-Sichtung original mitgeschnitten hat; aber auch hier bestreiten einige die Echtheit des Tondokuments.
Weiterhin verschwand wichtiges Indizienmaterial für die Authentizität des Falls, und selbst Jahre danach versuchen Ufologen immer noch, Licht in die ganze Angelegenheit zu bringen, aber sie erreichen nur, daß weitere Ungereimtheiten, Widersprüche und Dementis zu dem bereits Bekannten hinzugeführt werden, wodurch der Fall selbst für Eingeweihte unüberschaubar wird. Wenn es eine Desinformationspolitik der britischen Regierung gegeben hat, dann war sie überaus erfolgreich, denn sie hat diejenigen Menschen, die sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigen, über Jahre in ihren Bann geschlagen. Es wurden Telefonate bis nach Amerika geführt, Interviews und Zeugenaussagen protokolliert, immer wieder und unermüdlich die verschiedensten offiziellen Stellen angeschrieben und um Einsicht in die Akten gebeten, nur um fünf Jahre später zu dem vorläufigen Ergebnis zu gelangen, daß der Woodbridge-Vorfall solange im Dunkeln bleiben wird, bis nicht noch mehr Zeugen gehört wurden. (Timothy Good, "Jenseits von Top Secret", Frankfurt am Main, 1993, S. 108)

29. Dezember 1980 Betty Cash, Vickie Landrum und ihr siebenjähriger Enkel Colby Landrum fuhren gegen 21.00 Uhr mit dem Wagen auf einer wenig befahrenen Landstraße etwa fünfzig Kilometer von Houston, Texas, entfernt, als dem Jungen ein helles Licht oberhalb der Baumkronen auffiel, das sich der Straße näherte. Sie schafften es nicht mehr rechtzeitig, die Stelle zu passieren, bevor das Flugobjekt über der Straße schwebte. Da ihnen nun der Weg versperrt war, mußten sie anhalten. Die Form des Ufos ähnelte einem Diamanten, und es war um ein Vielfaches größer als ihr Oldsmobile. Neugierig geworden stiegen sie aus, um sich das Objekt näher anzusehen, aus dessen Unterseite Flammen ausströmten. Dabei spürten sie eine ungeheure Hitze, die von dem Objekt ausging, und zwar so stark, daß sie die Karosserie ihres Wagens nicht mehr anfassen konnten, ohne sich zu verbrennen. Während Großmutter und Enkel wieder ängstlich in den Wagen stiegen, blieb Betty Cash wie erstarrt stehen. Mit jedem Feuerstoß stieg das Objekt auf und sackte danach wieder ab, auch gab es dabei Pieptöne von sich.

Erst nach zehn Minuten schwebte das unbekannte Flugobjekt höher und verschwand von der Straße. Kurz darauf kamen aus allen Richtungen über zwanzig doppelrotorige Hubschrauber herangedonnert, aber da war das Objekt schon nicht mehr zu sehen. Einige Kilometer später sahen sie sowohl das Ufo als auch die Hubschrauber, die sich nie näher als einen Kilometer an das Objekt hernflogen.
Für die Zeugen blieb die Begegnung nicht ohne Folgen. Sie hatten alle Anzeichen einer schwerwiegenden Strahlenverseuchung, vor allen Dingen Betty Cash, die am längsten draußen gestanden hatte: Noch am selben Abend mußte sie sich übergeben, bekam Durchfall, gerötete Haut und Brandblasen, morgens lag sie in einem komaähnlichen Zustand. Betty Cash mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie war durch Verbrennungen und Geschwüre stark entstellt, nach vier Wochen Krankenhausaufenthalt hatte sie einen Teil ihres Haars verloren. Auch litt sie lange Zeit unter Sehstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen sowie allgemeine Appetitlosigkeit. Später kam noch Brustkrebs hinzu. Die beiden anderen zeigten genau die gleichen Symptome, aber nicht ganz so schlimm; außer daß sich bei Vickie Landrum das Sehvermögen erheblich verschlechtert hatte.
Die Betroffenen haben versucht, zwanzig Millionen Dollar Schadensersatz vom amerikanischen Staat geltend zu machen. Doch keine einzige offizielle Stelle (NASA, Heer, Luftwaffe und Marine) hat sich bei dem Gerichtsverfahren zu einem Projekt oder Testversuch bekannt, der dafür verantwortlich zu machen wäre.

Die These, daß es sich um ein außerirdisches Flugobjekt gehandelt hat, kam den Behörden in gewissem Sinne sehr entgegen, denn dadurch wurden die Zeugen in ein schlechtes Bild gerückt und die Militärs ihrer Verantwortlichkeit enthoben. Da es nicht die Aufgabe des Gerichts war, herauszufinden, was für die Strahlenverseuchung der Zeugen verantwortlich war, sondern nur darüber zu befinden hatte, ob der amerikanische Staat erwiesenermaßen zu belangen wäre, wurde die Klage schließlich abgewiesen. Die Herkunft der Hubschrauber wurde dabei nicht ermittelt, obwohl von vielen weiteren Zeugen am selben Abend in demselben Gebiet sowohl ein Ufo als auch Hubschrauber gesehen wurden.

{ 1981 }

8. Januar 1981 Am Nachmittag arbeitete Renato Nicolai, ein 55jähriger pensonierter Maurer und anschließender Landwirt, im südfranzösischen Trans-en-Provence an einer Terasse oberhalb seines Hauses, als er um 17.10 Uhr ein rundes, dunkles Objekt vom Himmel fallen sah. Es fiel ihm auf, als es in fünfzig Meter Höhe war und dann geräuschlos hinter einigen Bäumen verschwand. Das Objekt landete im hinteren Teil seines Gartens, in ungefähr achtzig Meter Entfernung. Renato Nicolei wollte es sich näher ansehen und hatte schon fast die Hälfte der Strecke zurückgelegt, da stieg das Objekt mit einem Pfeifton wieder auf, neigte sich zur Seite und schoß davon. Der Zeuge beschrieb es als eine Kugel aus zwei ungleichen Hälften, etwa zwei Meter hoch und zweieinhalb Meter im Durchmesser, die obere Halbkugel war die größere. Getrennt wurden die beiden Hälften durch einen fünfzehn Zentimeter breiten Rand, und das ganze Gebilde ruhte auf kleinen Teleskopbeinen. Die Oberfläche des Objekts schien glatt, erst als es aufstieg und davonschoß, konnte er an der Unterseite vier Ausbuchtungen erkennen, die der gelernte Maurer von der Form her als "Maurereimer" beschrieb.
Natürlich berichtete er sofort seiner Frau davon, und am nächsten Morgen untersuchten sie die Landestelle, wo ihnen markante Spuren auffielen. Ein Nachbar, dem sie das Ereignis schilderten, rief die Polizei von Draguinan an, welche den Ort inspizierte. Sie fand einen zwölf bis achtzehn Millimeter tiefen Abdruck, der einen Durchmesser von 2,20 Meter hatte. An zwei Stellen waren Markierungen wie von Kufen eingegraben. Die ganze Stelle war dunkler als die Umgebung, und die Steine waren fest ins Erdreich gedrückt, als habe eine schwere Last auf ihnen gelegen. Außerdem wiesen einige Steine schwarze Stellen auf.

Die Gendarmerie nahm Bodenproben und schickte sie an die GEPAN, der offiziellen französischen Sammelstelle für Ufo- Sichtungen unter Leitung der Raumfahrtbehörde CNES. Die GEPAN untersuchte selbst den Ort und gab die Bodenproben an mehrere Laboratorien zur Analyse weiter. Es wurde eine starke mechanische und thermische Einwirkung auf den Boden festgestellt, die ermittelten Temperaturangaben gingen bis zu sechshundert Grad Celsius. Darüber hinaus wurde im Boden ein monokristalliner Bestandteil gefunden, der ansonsten in dieser Gegend nicht vorkam.

Die Forscher untersuchten auch die Vegetation und stellten bei ihr ebenfalls erhebliche chemische Abweichungen von der Norm fest. Der Anteil an Chlorophyll, Phenotin, Karotin, Lutein, Violoxanthin und Protochlorophyllid wich um fünfzig Prozent, bei jungen Blättern sogar um bis zu achtzig Prozent von dem Durchschnittsgehalt ab. Auffällig war, daß diese Abweichungen mit zunehmender Entfernung vom Landeplatz geringer wurden.

25. April 1981 Um 7.00 Uhr morgens beobachtete der Chinese Du Shengyuan aus Peking in etwa 2.000 Meter Höhe ein kreisendes Objekt am Himmel. Er nahm sich ein Fernglas und beobachtete es genauer. Das Objekt war elliptisch und langgestreckt, in der Mitte weiß und am Boden grün. Sein Flugverhalten war sonderbar, denn es flog sehr wechselhaft, mal ganz schnell, dann wieder gemächlich, beschleunigte plötzlich, um im nächsten Moment wieder abzustoppen. Weitere zwanzig Personen haben das Objekt vom Hof des Hauses aus ebenfalls beobachtet.

10./11. September 1981 Die 23jährige Buchhalterin Denise Bishop aus Weston Mill bei Plymouth (England) kam gegen 23.15 Uhr nach Hause, da bemerkte sie hinter ihrem Haus ein helles Licht. Sie ging zur Hintertür und sah ein großes Ufo, das oberhalb eines Hügels schwebte. Von der Unterseite führten sechs oder sieben verschiedene, pastellfarbene Lichtstrahlen auf die Häuserdächer. Denise Bishop bekam einen Schreck und wollte ins Haus flüchten, da traf sie ein bleistiftdünner, limonengrüner Lichtstrahl vom Ufo auf dem Handrücken. Sie war gelähmt und blieb mitten in der Bewegung stehen. Erst als der Strahl erlosch, erhielt sie ihre Bewegungsfähigkeit wieder und eilte ins Haus. Unterdessen flog das Ufo davon.
Für diese Begegnung gab es keine weiteren Zeugen, ihre Schwester, die sofort nach dem Ereignis mit ihr aus dem Haus lief, hatte nichts mehr gesehen. Auch an ihrer Hand konnte die Schwester nichts bemerken, erst später zeigte sich ein Brandfleck mit blutigen und blauen Flecken. Nach der Analyse eines Chirurgen deutete die Art der Verbrennung auf einen Laser hin.

{ 1982 }

1982 Hessdalen in der Nähe von Trondheim, Norwegen, erlebte eine Ufo- Welle, bei der einige Monate lang ungewöhnliche Lichter beobachtet wurden. Die norwegische Forschungsgruppe UFO Norge richtete in der betreffenden Gegend eine Ufo-Beobachtungsstation ein und konnte einige Fotos von einem sehr entfernten ovalen Objekt schießen, das sich zwischen den Bergen hin und her bewegte. Allerdings konnte man auf den Bilder nicht allzuviel erkennen, auch wenn man sie als Bestätigung für die optischen Sichtungen ansieht. Unterstützt bei ihrem Forschungsprojekt wurde die Gruppe von den Universitäten Oslo, Trondheim und Bergen sowie von der Norwegischen Luftwaffe und der Norwegischen Verteidigungs- Forschungseirichtung (NDRE).
Eine von vielen Sichtungen aus dieser Zeit ist die von Bjarne Lillevold vom 24. September 1982. Der Bergmann fuhr mit seinem Motorrad von der Arbeit zurück nach Hessdalen, als er in geringr Flughöhe ein leuchtendes Dreieck mit der Spitze nach unten bemerkte, das immer wieder auf und ab schwebte. Die Ränder des Objekts leuchteten grell, während die Spitze rosarot schimmerte. In der unmittelbaren Umgebung des Objekts schienen Wärmeschlieren aufzusteigen. Zwanzig Minuten lang beobachtete der Zeuge das Objekt, das sich nur siebzig Meter von ihm entfernt befand. Als er weiterfuhr, folgte es ihm eine kurze Zeit, nahm dann aber eine andere Richtung.

18. Juni 1982 In der chinesischen Provinz Heilongjiang wurden zwischen 21.10 Uhr und 22.53 Uhr zahlreiche Ufo-Sichtungen gemeldet, unter anderm von fünf chinesischen Luftwaffenpiloten, die an der nordchinesischen Grenze Patrouille flogen. Plötzlich fiel die gesamte Elektronik der Kampfflieger aus und sie begegneten einem Ufo von gelbgrüner Farbe. Es wurde immer größer und erschien bald so groß wie ein Berg. Es soll rotiert und dabei Lichtringe produziert haben, in dessem Zentrum sich wiederum Feuer befand. Alle Piloten gaben anschließend ihre Beobachtung zu Protokoll und fertigen Skizzen des Gesehenen an.

{ 1983 }

24. März 1983 Im US-Bundesstaat New York meldeten zwischen 19.00 und 22.00 Uhr über 2.000 Zeugen bumerangförmige, leuchtende Flugobjekte am Himmel. Das Zentrum der Beobachtungen lag in dem Gebiet Millwood, Ossining und Yorktown Heights. Um was es sich tatsächlich gehandelt hatte, blieb bislang verborgen.

12. August 1983 Der 78jährige Alfred Burtoo hatte sich sehr früh morgens am Basingstoke-Kanal in Aldershot, Hampshire (Großbritannien) eingerichtet, um zu angeln. Plötzlich nähert sich ihm aus Richtung North Town ein helles Licht in torkelnder Bewegung und senkte sich in einiger Entfernung ab. Kurz darauf schritten zwei 1,20 Meter große Gestalten auf ihn zu, die hellgrüne, hautenge Anzüge, Helme und ein schwarzgetöntes Visier trugen. Sie bedeuteten ihm mitzukommen, und so marschierten sie den Treidelweg entlang bis zu einem großen Objekt, in das sie gemeinsam einstiegen. Dort drinnen sei er unter ein gelbes Licht dirigiert und nach seinem Alter gefragt worden, versichert Burtoo, aber er wurde als zu alt angesehen und wieder freigelassen.
Mr. Burtoo gab später einen detaillierten Bericht über die Inneneinrichtung des Ufos, über das Aussehen der Wesen und seine Begegnung mit ihnen wieder. Für den Vorfall konnte kein weiterer Zeuge gefunden werden; selbst zwei berittene Polizisten, die ihn später am Morgen beim Angeln begegnet sein sollen, wurden nicht ausfindig gemacht. Der Fall Burtoo wurde sowohl im Lokalblatt "Aldershot News" als auch in Amerika vom "National Enquirer" veröffentlicht.
Die Geschichte dürfte die Presse aus dem Grunde interessiert haben, als daß der Zeuge mit umfangreichen Beschreibungen aufwarten konnte, die sich journalistisch gut verwerten ließen. Ansonsten unterscheidet sich dieser Fall nicht von anderen Ereignissen, für die es häufig wesentlich mehr Hinweise auf seine Glaubwürdigkeit gibt als der Bericht nur eines einzigen Zeuge. Daß Mr. Burtoo als vernünftiger Mann gegolten hat, der eigentlich keinen Grund habe, sich eine derartige Geschichte auszudenken, ist ein Argument, was von Ufologen mittlerweile auf nahezu jeden Zeugen angewendet wird, den sie in ihren Publikationen anführen.

{ 1984 }

12. Juli 1984 Mehrere hundert Personen sahen bei Danabury, New York, ein bumerangförmiges Objekt, ähnlich wie dem der Sichtungswelle vom 24. März 1983. Neben nüchternen Beschreibungen wurden von manchen Zeugen auch abenteuerlichste Geschichten berichtet, was sie alles an dem "außerirdischen" Raumschiff gesehen haben wollen. Nichtsdestotrotz fand man für die beschriebenen Objekte keine plausible irdische Ursache, denn die Erklärung "Formationsflug von Privatfliegern" konnte für manche Meldungen (Schwebeflug des Ufos in hundert Meter Höhe) wohl kaum herhalten.

September 1984 In der russischen Zeitschrift "Trud" wurde am 30. Januar 1985 ein Bericht von einer Ufo-Sichtung abgedruckt: Igor Tscherkaschin, Pilot der russischen Verkehrsmaschine vom Typ TU-134 A, sowie die dreiköpfige Crew, begegnete auf dem Flug von Tiflis über Rostow nach Tallin einem ungewöhnlichen Flugobjekt. Es befand sich ihrer Einschätzung nach in einer Flughöhe von vierzig bis fünfzig Kilometern und sandte einen hellen Strahl zum Erdboden, der sich nach unten hin kegelförmig erweiterte. Sie selbst hatten eine Flughöhe von zehn Kilometern und konnte wegen der Helligkeit des Strahls Häuser und Straßen erkennen.
Plötzlich schwenkte der Strahl auf ihre Maschine zu und tauchte das Cockpit in grelles Licht. Der Flugkapitän hatte den Eindruck, als ob das Ufo auf ihre Maschine zurasen und sie in eine grüne Wolke hüllen würde. Diese grüne Wolke soll sich bis nach Tallin erhalten haben.
Weitere Bestätigung erfuhr die Beobachtung durch die Bodenradarortung sowie durch ein Verkehrsflugzeug, das in die Gegenrichtung flog.

Zusammenfassende Analyse

Wie man anhand der "Geschichte der Ufo-Sichtungen" erkennen konnte, werden in der Ufologie gänzlich verschiedene Dinge behandelt. Neben Berichten von Piloten, die ein ungewöhnliches Licht gesehen hatten, das sie eine Strecke begleitete, stehen die Schilderungen von materiellen Fliegenden Untertassen, denen Außerirdische entstiegen sind, und daneben wiederum die Berichte von Entführungsopfern, die sogar telepathisch mit den Außerirdischen kommuniziert haben wollen. All das wird unter dem Oberbegriff Ufologie zusammengefaßt, obwohl damit kaum die Verschiedenartigkeit der Ereignisse erfaßt werden kann.

Darüber hinaus sind die Interessen an der Ufologie nicht minder vielfältig wie die von ihr beschriebenen Phänomene. Generell lassen sich anhand der Geschichte der Ufo-Sichtungen vier wesentliche Interessensgruppierungen herauslesen, die damit verflochten sind: Das Militär, die Ufologen, die Medien und all die verschiedenen Ufo-Zeugen, die zwar keiner bestimmten gesellschaftlichen Gruppierung angehören, bei denen aber häufig ähnlich gelagerte Interessen zu erkennen waren.

Das auffälligste Merkmal der Ufo-Sichtungen im Laufe der Jahrzehnte war ihre Korrespondenz mit dem jeweiligen technologischen Stand. So wurden Ende des letzten und Anfang dieses Jahrhunderts vornehmlich Luftschiffe gesehen und als unbekannte Flugobjekte definiert. In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts waren es schon (Geister-)Flugzeuge, und während des Zweiten Weltkriegs bestimmten (Geister-)Raketen das Erscheinungsbild der gesichteten Ufos; und nur kurz darauf, im Jahre 1947, dem Beginn der modernen Ufo-Forschung, waren es dann die Fliegenden Untertassen. Aber auch sie entsprachen bereits dem technologischen Stand, denn es existierten zumindest schon Pläne der Deutschen für ein derartiges Fluggerät, auch wenn erst einige Jahre später, und dann in Kanada, die Avroe-Scheibe entwickelt wurde, die senkrecht aufsteigen konnte.

Seit den fünfziger Jahren hat sich das Erscheinungsbild der Ufos nicht wesentlich in eine bestimmte Richtung gewandelt. Das könnte damit zusammenhängen, daß sich prinzipiell die äußere Form der Flugzeuge seit den ersten Düsenjägern nicht mehr grundsätzlich geändert hat. Wenn man also allgemein über Ufo-Sichtungen spricht, kann man auch nur allgemein sagen, daß die Verwechslung mit irdischen Fluggeräten ihren Anteil daran hatte. Wer aber aus dieser Korrespondenz zwischen Ufos und dem technologischen Stand die Schlußfolgerung ableitet, daß a l l e Ufos mit Flugzeugen verwechselt wurden, setzt sich über die Vielschichtigkeit des Phänomens rigoros hinweg und ihm könnten jederzeit Fälle nachgewiesen werden, die dieser schnellen Erklärung gänzlich widersprechen.

Ab der Mitte dieses Jahrhunderts wurden Flugzeuge immer mehr Bestandteil des alltäglichen Erscheinungsbilds. Während die Menschen ihnen früher vor Begeisterung noch zugewunken haben - womit nicht die Kriegsmaschinen aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg gemeint sind -, so schaut man heute kaum noch auf, wenn wieder einmal ein Flugzeug den Himmel überquert. Das bedeutet, daß die Faszination am Fliegen und den Fluggeräten nachgelassen hat, und damit auch die mit der Fliegerei verbundenen Träume von Abenteuer und fernen Ländern. Das Flugzeug ist ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand geworden, und die vielen katastrophalen Abstürze haben ihren Teil zur Ernüchterung beigetragen.

Diese jüngere Entwicklung spiegelt sich in der Geschichte der Ufologie wider. In zunehmenden Maße standen nicht mehr die Flugobjekte im Mittelpunkt des Interesses, sondern deren vermeintlich außerirdische Besatzungen. Auffällig waren allenfalls zu Beginn der neunziger Jahre die dreieckigen Fluggeräte in Belgien. Aber ob hier tatsächlich eine Korrespondenz mit den damals noch geheimen Stealth-Bombern vorhanden war, wie einige Ufo-Forscher und vor allem ihre Widersacher meinen, muß angezweifelt werden, denn allzu abweichend wurde das Flugverhalten der Ufos über Belgien beschrieben.

Fand also bei den Ufos kaum mehr eine Wandlung statt, konnte man vor allem in den letzten fünfzehn Jahren eine Korrespondenz zwischen den Außerirdischen in bestimmten Kinofilmen (E. T., etc.) und einigen Büchern (Whitley Strieber: "Die Besucher") mit den angeblich echten Außerirdischen bemerken, bei denen sich schon bald die Bezeichnung "Greys" durchsetzte. Sie waren nur wenig über einen Meter groß, hatten im Verhältnis zum Körper ausladende Köpfe, einen kleinen bis kaum vorhandenen Mund, nur die Andeutung einer Nase, aber große, schwarze, mandelförmige Augen. Fortan bestimmten die Greys das Erscheinungsbild der Außerirdischen. Die "Grey-Manie" ging sogar so weit, daß aus Reihen der Ufologen ernsthaft der Vorschlag kam, nur noch solchen Abductees (Von Außerirdischen entführte Menschen) Glauben zu schenken, die ihre Entführer als Greys oder zumindest grey- ähnlich beschrieben.

Dieser Versuch einer Einschränkung, wenn sie sich tatsächlich durchsetzt, kann man als Kapitulation auf der ganzen Linie bezeichnen. Denn wenn schon die Ufologen freiwillig damit anfangen, die eigene Glaubwürdigkeit und die der vielen Augenzeugen zu beschneiden und sie sogar selbst Vorschriften entwerfen, was gesehen werden darf und was nicht, dann braucht man die Ufologie eigentlich nicht mehr, dann reicht schon eine bescheidene behördliche Einrichtung in jedem Staat, die für den Zeugen einen Musterbogen bereithält, in den er seine Sichtung eintragen kann, so daß er seine Pflicht ordnungsgemäß erfüllt hat.

Wenn man nicht den, vorsichtig ausgedrückt, arg spekulativen Thesen des Autors Johannes Fiebag folgen will, der meint, daß die Außerirdischen sich mit ihren auf die Erde projizierten Erscheinungsformen im Laufe der menschlichen Zivilisationsgeschichte den jeweils vorherrschenden Vorstellungen und Wünschen der Menschen angepaßt haben - von Götter, Feen, Kobolden, Ungheuern bis zu den heutigen Außerirdischen reichten angeblich ihre Projektionen -, dann liegt die wesentlich plausiblere Schlußfolgerung nahe, daß man es hier mit einem sehr menschlichem Phänomen zu tun hat.

Damit soll keineswegs der Psychologie das Wort gesprochen werden, die aus ihrem Selbstverständnis heraus Ufo-Zeugen "berät", "behandelt" oder gar "therapiert" und damit in allen drei Fällen unterstellt, es bestände ein Bedarf oder es läge eine Störung vor. Und daraus wird dann sogar noch der Anspruch abgeleitet, zwischen angeblich normalem und anormalem Verhalten zu unterscheiden.

Natürlich wird mit den Außerirdischen häufig eine bestimmte Hoffnung verknüpft, daß es sich um Wesen handelt, welche die existentiellen menschlichen Nöte bereits überwunden haben. Aber im Gegensatz zum psychologischen Ansatz muß man sagen, daß dies eine spezifische Ausdrucksform einer viel prinzipielleren Hoffnung und Jenseitsvorstellung ist (von der auch Psychologen nicht augenommen sind). Wollte man Ufo-Zeugen mit den Mitteln der Psychologie oder irgendeines anderen Berufsstands in bestimmte Bahnen des Denkens und Verhaltens lenken, liefe das darauf hinaus, einen idealisierten Menschen schaffen zu wollen, der keine Träume und Wünsche mehr haben darf - oder Stillschweigen darüber bewahrt - und der seine Ufo-Sichtung in einen vorgefertigten Musterbogen einträgt, an irgendeinem Schalter abgibt und, eingefügt in die gesellschaftlichen Anforderungen, seinen ganzen Daseinszweck nur noch in der Erfüllung eben jener Vereinzelung sieht, in die er sich hineinbegeben hat. Somit würde das Ufo-Phänomen vollständig mit einem Tabu belegt: Es darf nur das gesehen werden, was laut Musterbogen vorgegeben ist.

Tatsächlich wird dieser wunschlose, von jeglichen persönlichen Bindungen entblößte Mensch, der im Innern vielleicht noch Fragen hat, sie sich aber nach vorgefertigten Schemata selbst beantwortet, von manchen Menschen heute bereits gefordert.

Erinnern Sie sich beispielsweise an die ARD-Diskussion vom 27.12.1994, die als Anlaß des Dokumentarfilms "UFOs - und es gibt sie doch" abgehalten wurde (siehe UFO\MA-REDAKTION unter LAIRE/08). Dort forderte der WDR-Wissenschaftsredakteur Ranga Yogeshwar letztlich von Ufo-Zeugen, daß sie ihre Sichtung für sich behalten und nur den Vorgaben einer höheren gesellschaftlichen Instanz (vermutlich meinte er damit sich selbst oder die von ihm repräsentierte Wissenschaftsredaktion) folgen sollten. Es läßt sich jetzt schon absehen, daß auf diese Weise aus einem Ufo ein Wetterleuchten oder aus einem Außerirdischen die Reflektion eines Autoscheinwerfers würde, und der Mensch, der nachhaltig auf die Sichtung eines Ufos besteht, aus der gewünschten Norm fällt und - nach dieser Denkungsart - einen pathologischen Schaden haben muß.

Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, zeigt die Menschheitsgeschichte zu genüge. Der Verweis an dieser Stelle auf die Medizin, in der der Krankheitsherd herausgeschnitten wird, bevor er auf das "gesunde" Fleisch übergehen kann, dürfte als Hinweis deutlich genug sein. Aus diesem Grund meint die Psychologie mit den Begriffen Sehnsüchte und Träume auch etwas anderes, denn sie unterstellt den Menschen von vornherein ein unbefriedigtes Bedürfnis und stuft anschließend ein, ob es innerhalb oder außerhalb der Norm liegt.

Gegenüber dem psychologischen Standpunkt kann man aber feststellen, daß der Mensch, der ein Ufo gesehen haben will oder von Außerirdischen entführt wurde, noch existentielle Probleme anspricht, die normalerweise gar nicht mehr behandelt werden. Dabei ist die Frage, ob der Mensch allein im Universum sei, weniger wichtig als vielmehr die Frage, welche Erwartungen der Mensch hat und warum er überhaupt etwas von irgend jemand anderem erwartet. Sich dieser Frage zu stellen hieße jedoch, sich mit den gesellschaftlich vorgegebenen Antworten zu diesem Thema nicht mehr abspeisen zu lassen.

Jetzt wird auch deutlich, warum das Ufo-Thema gesellschaftlich immer randständig geblieben war und die Ufologen, die sich um Anerkennung bemühen, gezwungen sein werden, genau die Anteile am Ufo-Phänomen zurückzuschrauben, durch die das vorherrschende Ordnungsgefüge auch nur ahnungsweise in Frage stellen könnte. Die Glaubwürdigkeit eines Zeugen anzuzweifeln, nur weil er sich nicht an den vorgegeben Normen für die Sichtung eines Außerirdischen anpassen will, ist nur der Anfang dieser Entwicklung. Vielleicht wird in wenigen Jahren ein weiteres Kapitel der "Geschichte der Ufo-Sichtungen" hinzugefügt, in dem man dann sowohl auf einen festen Typus des Außerirdischen als auch auf bestimmte Schemata des Ablaufs der Begegnung trifft, welche die heutigen Sichtungen an Eingleisigkeit bei weitem übertreffen.

Quelle:
mailbox "Schattenblick" Heide,
Schleswig-Holstein, 1996
schattenblick