Das Bagdad Disaster

oder: Eines der bestgehüteten militärischen Geheimnisse

von Karl-Heinz Siegert (FUFOR)

18. Januar 2003

Viele Menschen fragen sich noch heute, warum der Golfkrieg im Jahre 1991 so abrupt endete, obwohl die Truppen der USA, England und Frankreichs bereits ca. 350 km vor Bagdad standen. Die Panzerverbände der Alliierten stießen plötzlich auf starke Luftstreitkräfte der Iraker. Zum einen waren es Kampfflugzeuge des französichen Typs Mirage 2000, die von unterirdischen Flugplätzen aus gestartet waren. Bei diesem Manöver treten die Maschinen nur in der Abhebephase an die Erdöberfläche. Stützpunkte dieser Art wurden erstmals Ende des II.WK von der deutschen Luftwaffe errichte, deutsche Fachleute halfen auch beim Bau der irakischen Ungerundbasen.
Die Mirage griffen die Panzerverbände an, deren Kommandanten völlig verblüfft waren. Regelrechte Panik trat ein, als Flugscheiben in das Geschehen eingriffen und mit Laserkanonen die Panzer samt Besatzungen zum Zerschmelzen brachten. Die Angreifer wurden völlig vernichtet, die grössten Verluste erlitten Briten und Franzosen. Es kam zu aufstandsartigen Tumulten unter französichen Soldaten, diese setzten ihre Kommandanten fest und fragten erstaunt, gegen was für einen Feind man eigentlich kämpfen würde.
Diese vernichtende Niederlage führte zum sofortigen "Stop" aller aktiven Kriegshandlungen gegen den Irak. Der Leser wird nun verstehen, warum man noch heute die geheimen Massenvernichtungswaffen des Irak sucht!

Es war nicht der einzige Einsatz von Flugscheiben im Irak:
Im Jahre 1993 lief eine für ca. 14 Tage geplante Operation gegen Basra (s.u. den Bericht von Thomas Ritter). Die am 12. und 13. Januar 1993 begonnene Operation mußte wegen starker Flugscheibenabwehr abgebrochen werden. Am 16. Januar 1993 begannen Flugscheiben einen Gegenangriff gegen den US-Flugzeugträger "Kitty Hawk". Durch "Laserbeschuß" explodierte einer der Atomreaktoren, dabei starben ca. 80 US-Soldaten sofort, viele andere erlitten schwere Verstrahlungen. Die "Kitty Hawk" trieb ca. 1 Woche im Persischen Golf, alle Kommunikationseinrichtungen waren ausserdem ausgefallen. Noch im Jahre 1994 war der Flugzeugträger verstrahlt und sollte verschrottet werden. Ab Ende der 90iger Jahre operierte das Schiff, oder ein Neubau, wieder öffentlich.
Es halten sich hartnäckige Gerüchte, daß der Irak unter dem Schutz der 3. Macht steht. Wir haben Informationen, wonach die eingesetzten Flugscheiben mit irakischen Hoheitszeichen versehen waren jedoch von reichsdeutscher Besatzung geflogen wurden. Weitere Informationen von Mitarbeitern eines deutschen Luftfahrtunternehmens liegen uns vor, wonach man in irakischen Untergrundanlagen "Deutsche" getroffen habe, die weder der Bundesrepublik noch der ehem. DDR zuzuordnen seien.


Zur Lage-Einschätzung
Es wird erneut versucht werden, die Massenvernichtungswaffen (Flugscheiben) im Irak zu finden und zu zerstören und den Irak zu befreien (von seinem Öl). Unseren Informationen folgend sollen sich derzeit um die 100 Flugscheiben in der Golfregion aufhalten. Sog. "Wächter", insgesamt 7, landen abends im Grenzgebiert Libanon/Israel, morgens flögen diese wieder davon, berichtet eine dort ansässige Libanesische Familie. Wenn dann im Februar die USA ihren Angriff starten, wird sich der Konflikt unmittelbar danach ausweiten (Iran, Syrien), später auf weitere arabische Staaten.
Am 11. September 2001 (!) wurde ein Beistandspakt zwischen China und dem Irak geschlossen, damit sind weitere Krisen und Konfliktherde vorprogrammiert. Wenn dann im Jahre 2004 in New York eine A-Bombe fällt und ein Jahr später die geplante Welthauptstadt Jerusalem ebenfalls durch eine A-Bombe in Flammen aufgeht (siehe Bibelcode entschlüsselt Teil 2), glaube ich, geht die Macht der "Weltverschwörer" langsam zu Ende, die SDI-Waffen werden ebenfalls den Flugscheiben zum Opfer fallen. K.-H. Siegert
Quellen: private militärische Quellen, NSA

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22. Jän, 2003
MEZ Interfax: US-Angriff in zweiter Februarhälfte Bericht der russischen Nachrichtenagentur beruft sich auf Kreise im russischen Generalstab

Moskau - Die USA planen einem russischen Agenturbericht zufolge einen Angriff auf den Irak in der zweiten Februarhälfte. Die russische
Nachrichtenagentur Interfax meldete am Mittwoch unter Berufung auf ranghohe Kreise im russischen Generalstab, die Entscheidung für einen
Angriff sei bereits gefallen, aber noch nicht öffentlich gemacht.

"Nach der Information, die wir haben, ist die Operation für die zweite Februarhälfte geplant. Die Entscheidung dafür wurde schon getroffen,
aber noch nicht öffentlich gemacht", sagte die Quelle der Agentur, der generell gute Kontakte zum russischen Militär nachgesagt werden. "Die
Militäroperation gegen den Irak wird in einer Kombination von Maßnahmen durchgeführt werden. Angriffe werden aus der Luft, von Land und zu See geführt werden. Der Krieg wird kurz werden, er wird etwa ein Monat dauern", zitierte Interfax die Quelle weiter.

Die USA haben dem Irak mit einem Militärschlag gedroht, sollte das Land die Abrüstungsforderungen der Vereinten Nationen nicht erfüllen.
US-Präsident George W. Bush hatte am Dienstag bekräftigt, die Zeit des Irak zur Zusammenarbeit mit den UNO-Waffeninspektoren laufe ab.(APA/Reuters)

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Extreme Inszenierung beim Sturz der Bagdader Saddamstatue gestern

von g-b - 10.04.2003 23:32

Bei www.whatreallyhappened.com findet man Belege dafür, dass
(a) Exil-Iraker, die am Wochenende von US-Truppen in den Irak eingeflogen und dort beschützt wurden, gestern mit am medienwirksamsten die US-Truppen um- und den Statuensturz be-jubelten;
(b) aber durch eine Weitwinkelaufnahme klar wird, wie wenige "Zuschauer" beim Statuensturz nur anwesend waren und "jubelten"!
Fazit: Es war eine propagandistisch-mediale Inszenierung größten Ausmaßes!

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Exil-Iraker am Wochende im Irak unter massivem US-Schutz

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Einer genau dieser Exil-Iraker (Milizenmitglied) GESTERN in Bagdad


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Weitwinkelaufnahme vom Platz und zur Zeit des Statuensturzes am 09.04.03

/10/03 Smoking Gun in Baghdad: 'Welcome, Bush' = INC Photo Op! BUSTED! The men who tore down the statue were not locals, but men who flew in with Ahmed Chalabi!

http://www.democraticunderground.com/duforum/DCForumID66/17554.html

Smoking Gun in Baghdad: 'Welcome, Bush' = INC Photo Op!
Judge for yourselves. Here is the original Washington Post Chalabi/INC article:

Exile-Led Militia Has Low Numbers, High Hopes
Ill-Equipped Group Seen as Unprepared

DOKAN, Iraq, April 7 -- It was a motley group of freedom fighters filing aboard four C-17 military transport planes at a remote airfield in northern Iraq last weekend. Some of the 700 men of the newly dubbed 1st Battalion of Free Iraqi Forces -- vaunted as the kernel around which a new Iraqi army would be assembled -- were so lightly armed they lacked even pistols, let alone assault rifles. Members of the group are expected to perform a variety of tasks, including delivering humanitarian aid and helping to hunt supporters of Iraqi President Saddam Hussein.

Most of the INC's militiamen are like Sarkawt Ahmad, who deserted from Hussein's armed forces years ago. A Kurdish native of Baghdad, Ahmad fled in 1990 to the north, where U.S. and British fighters enforcing a "no-fly" zone created a haven for the Kurdish parties that rule here. But he wants to go home. "The INC is going to Baghdad, that's why I'm with them," said Ahmad.

From rows of couches, there was a striking view of Lake Dokan. But all eyes were on the television, where satellite news channels showed the INC founder, Ahmed Chalabi. The INC, one of six anti-Hussein groups working with the United States, is often criticized by other opposition groups for its apparent lack of grass-roots support inside Iraq. The group has replied that its most crucial support is meant to be invisible: intelligence networks and discreet undergrounds, which Chalabi now will be expected to activate.

Here is a link to the enlarged photo window that accompanies this article.

Here is the photo that appears on that page with this caption: "Ahmed Chalabi, left, arrived Sunday at an air base near Nasiriyah in southern Iraq with members of a militia called the Free Iraqi Forces."

Now here is a link to a Reuters photo gallery from today's Baghdad celebration.

Caption: "An Iraqi man greets advancing U.S. Marines on the way to the centre of Iraqi capital Baghdad. April 9, 2003. REUTERS/Oleg Popov"

See anybody familiar in the Chalabi/INC/Free Iraqi Forces clan pictured above this photo?
Quelle: http://www.de.indymedia.org/2003/04/48630.shtml

Also: Eyewitness Report: The Toppling Of Saddam Statue: Video & Text

The photographs tell the story... Is This Media manipulation on a grand scale?

Updated: 04/15/03
New pictures of " crowd" in the square: Picture 1 Picture 2 Picture 3 Picture 4
Yes, the occupation has begun.
See Also: A tale of two photos
04/10/03

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April 6th: Iraqi National Congress founder, Ahmed Chalabi is flown into the southern Iraqi city of Nasiriyah by the Pentagon. Chalabi, along with 700 fighters of his "Free Iraqi Forces" are airlifted aboard four massive C17 military transport planes. Chalabi and the INC are Washington favorites to head the new Iraqi government. A photograph is taken of Chalabi and members of his Free Iraqi Forces militia as they arrive in Nasiriyah.

April 9th: One of the "most memorable images of the war" is created when U.S. troops pull down the statue of Saddam Hussein in Fardus Square. Oddly enough... a photograph is taken of a man who bears an uncanny resemblance to one of Chalabi's militia members... he is near Fardus Square to greet the Marines. How many members of the pro-American Free Iraqi Forces were in and around Fardus Square as the statue of Saddam came tumbling down?

The up close action video of the statue being destroyed is broadcast around the world as proof of a massive uprising. Still photos grabbed off of Reuters show a long-shot view of Fardus Square... it's empty save for the U.S. Marines, the International Press, and a small handful of Iraqis. There are no more than 200 people in the square at best. The Marines have the square sealed off and guarded by tanks. A U.S. mechanized vehicle is used to pull the statue of Saddam from it's base. The entire event is being hailed as an equivalent of the Berlin Wall falling... but even a quick glance of the long-shot photo shows something more akin to a carefully constructed media event tailored for the television cameras.

SEE Also: Media Watch: Human Beings As Feces On FOX NEWS (Broadband) A must see program from Australia's ABC Click Here to view video if you have a Dialup Connection Warning: Video Contains Graphics Depictions Of War

Quelle: http://www.informationclearinghouse.info/article2842.htm

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OVNIS SOBRE O IRAQUE EM DEZ-1998

UFOs über dem Irak im Dezember 1998

bagdad

Na madrugada do dia 17 de Dezembro de 1998, cerca das 2:30 h da madrugada foi avistado um Objecto Voador Não Identificado, de configuração triangular, sobre os céus da cidade de Bagdade. O objecto foi filmado graças a uma câmara para captação de imagens nocturnas da estação de televisão norte-americana CNN. Como o objecto emitia luzes de presença, a artilharia anti-aérea iraquiana fez diversos disparos, não tendo atingido o objecto, que deslocava-se muito lentamente.
Já nessa madrugada, cerca das 1:00 horas (hora local) a cadeia de televisão NBC, referenciava a existência de um OVNI em forma de V sobrevoando Bagdade, no momento em que a USAF procedia a bombardeamentos.


Am 17.12.1998 gegen 2.30 morgens wurde ein dreieckiges UFO über dem Himmel Bagdads gesichtet. Das Objekt wurde von einer CNN-Kamera aufgenommen. Da es "Präsenzlichter ausstrahlte" (Positionslichter aufwies), gab die irakische Flugabwehr mehrere Schüsse ab, die aber nicht trafen, und das Objekt entfernte sich sehr langsam.
Vorher in der selben Nacht gegen 1 Uhr Ortszeit hatte der Sender NBC die Existenz eines UFOs in V-Form gemeldet, das Bagdad überflog, zu der Zeit, als die US Air Force ihre Bombardements begann.


AVIÃO ESPIÃO U-2 É SEGUIDO POR VARIOS OVNIS

Spionageflugzeug U-2 wird von mehreren UFOs verfolgt

Entretando, durante uma reunião ocorrida na sala oval da casa brancacerca das 10:45 H desse mesmo dia para analisar os resultados dos ataques feitos durante a noite, foi abordada a questão da observação de OVNI's sobre o Iraque.

A 23 de Dezembro o debate desta questão foi confirmado uma vez que um elemento do Conselho Nacional de Segurança dos Estados Unidos confidenciou que um avião espião U-2 que efectuava fotografias às àreas bombardeadas foi seguido durante bastante tempo por vários Objectos Voadores Não Identificados, o que fez com que o célebre "telefone vermelho" que liga os altos comandos militares à Casa Branca nomeadamente, o Conselho Nacional de Segurança e a CIA, fosse utilizado para informar o presidente dos E.U.A.

Bei einem Meeting im Oval Office des Weißen Hauses am selben Tag um 10.45 Uhr wurde die Frage der UFOs über dem Irak erörtert.
Am 23.12. wurde die Debatte über diese Frage bestätigt, als ein Mitglied des US-Sicherheitsrates vertraulich mitteilte, dass eine U-2, die Luftaufnahmen von bombardierten Flächen machte, geraume Zeit von mehreren UFOs verfolgt wurde, so dass man den US-Präsidenten über das Rote Telefon informierte.

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Há que ter em atenção que já aquando da guerra do Golfo já tinham sido observados diversos objectos voadores não identificados. As fotos que a seguir se apresentam foram obtidas por elementos das forças aeronavais inglesas e norte-americanas.

Man muss beachten, dass schon während des Golfkrieges mehrere UFOs beobachtet worden waren. Die folgenden Fotos wurden von US-amerikanischen und britischen Besatzungsmitgliedern aufgenommen.


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Helicóptero APACHE sendo interseptado por um OVNI, sobre o Iraque, durante a guerra do Golfo

Apache-Hubschrauber, von einem UFO verfolgt, über dem Irak, während des Golfkrieges.


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Caça britânico TORNADO interseptando um OVNI sobre o Iraque durante a guerra do Golfo

Britischer Tornado-Jäger, ein UFO verfolgend, über dem Irak, während des Golfkrieges.

Quelle: http://ovnis.esoterica.pt/princip/clasestr/iraque/iraque.htm


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Flugscheiben über dem Irak - dle Wunderwaffen des Saddam Hussein
von Thomas Ritter

Der Flugzeugträger USS"Nimitz" und seine Begleitschiffe kreuzen wieder einmal im Persischen Golf - nur wenige Meilen außerhalb der irakischen Hoheitsgewäswr. TV-Stationen berichten "life" vom Alltag an Bord und beschwören sensationsgierig die "sich immer mehr verschärfende Krise". Offiziere loben vor laufender Kamera die Präzision dieser oder jener Lenkrakete und haben keine Zweifel am "Endsieg über den sogenannten >neuen Hitler<".

Um welche "Krise" geht es hier denn eigentlich? Warum kann man sich des fatalen Eindruckes nicht erwehren, als sei ein erneuter Krieg gegen den Irak jenseits aller Friedensbeteuerungen schon längst beschlossene Sache im Weißen Haus?

Vordergründig wurde die Eskalation der ohnehin nach dem Golfkrieg immer noch heiklen Situation irn Nahen Osten allein durch die Weigerung der irakischen Regierung und insbesondere des Staatsoberhauptes Saddam Huswin verursacht, bestimmteAreale den internationalen UN-Abrüstungskommissionen zugänglich zu machen. Diese Abrüstungskommissionen hatten nach Beendigung des Golfkrieges die Überwachung der irakischen Rüstungsindustrie übernommen, um sicherzustellen, daß der Irak keinen neuen Angriffskrieg vorbereitet und keine nuklearen, biologischen oder chemischen Massenvernichtungswaffen anhäuft.

Selbstverständlich mag die Behinderung der Arbeit der Abrüstungskommissionen durch die irakischen Behörden vordergründig den Verdacht nahelegen, der "neue Hitler" - wie er von den Alliierten während des Golfkrieges voreilig betitelt wurde - habe noch etwas zu verbergen. Die These, daß Massenvernichtungswaffen in den privaten Gemächern des irakischen Staatsoberhauptes zu suchen seien, kann manjedoch wohl nur einer auf das Niveau der Boulevardpresse herabmanipulierten Leserschaft zumuten wollen.

Vielmehr stellt sich die Frage, ob denn die Kriegsmaschinerie des Irak tatsächlich so gefährlich ist, wie sie von den Massenmedien des Westens gern dargestellt wird. Es steht außer Zweifel, daß der Irak vor Beginn des Golfkrieges sowohl über Waffen zur chemischen als auch zur biologischen Kriegführung verfügte. DieseTatsache ist weder außergewöhnlich und ebenso bedrohlich wie der Fakt, daß noch zahlreiche weitere Länder im Nahen Osten, aber auch in Asien, Afrika und Südamerika nach Auflösung des Warschauer Paktes zumindest in den Besitz von ebensolchen Massenvernichtungswaffen gelangt sind, wie sie der Irak besaß. Auch bei Brasilien und Ecuador sowie im Fall von Indonesien besteht zumindest der Verdacht, daß anläßlich bewaffneter Konflikte zumindest chemische Kampfstoffe in nicht unerheblichem Maße eingesetzt worden sind.

Selbst die USA betreiben einen Transfer von Militärtechnologie, wenn auch nicht im Bereich von Stoffen, die zur chemischen oder biologischen Kriegführung geeignet sind. Dafür jedoch verscherbelt eine spezielle Abteilung des Pentagon gebrauchte US-Nfilitärtechnik vom Klappspaten bis zum dearmierten Hubschrauber sogar via Internet (Bombe gefällig? - für Interessierte hier die Adresse: htttp://wwwdrms.dla.mil/).

Es soll auch nicht die Möglichkeit geleugnet werden, daß während des Golfkrieges und auch nach seiner Beendigung ein Teil der chemischen und biologischen Waffenvorräte dem Zugriff der UN- Rüstungsinspektoren entzogen wurde.

Nahezu ausgeschlossen werden kann aber die Möglichkeit, daß der Irak in den Jahren seit dem Golfkrieg in der Lage gewesen sein soll, chemische und biologische Massenvernichtungswaffen in nennenswertem Umfang zu produzieren oder zu erwerben.

Der Irak unterliegt seit Ende des Golfkrieges beispiellosen Restriktionen, die von den Vereinten Nationen auf Betreiben der USA gegen das Land verhängt worden sind. Zu diesen Restriktionen gehört neben dem Flugverbot, das mit militärischen Mitteln kontrolliert wird, auch ein

strenges Handelsembargo, das unter anderem dazu geführt hat, daß Bagdad von keiner europäischen Fluglinie mehr angeflogen wird. Außerdem sind die Exportmöglichkeiten des Landes insbesondere im Bereich des Rohölexportes und damit auch die Gelegenheiten zur Devisenbeschaffung derart beschnitten worden, daß die erzielten Einnahmen gerade recht und schlecht zur Deckung des Lebensbedarfes der Bevölkerung ausreichen. Die bisherigen Berichte der UN-Inspektoren und weitere zuverlässige internationale Quellen belegen, daß die durch Export erwirtschafteten Einnahmen bestimmungsgemäß für die Deckung des Lebensbedarfes der Zivilbevölkerung eingesetzt werden.

Wozu also das ganze Geschrei um eine "neue Irak-Krise" und die Unausweichlickeit eines erneuten Militärschlages? Warum gefährdet der "große Bruder" der NATO so leichtfertig den Frieden, für den er doch einzutreten vorgibt und setzt sich auch über den ernstzunehmenden Einspruch solcher Staaten wie Rußland und China hinweg?

Offiziell begründet die amerikanische Führung ihre Haltung mit der angeblichen Drohung des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, im Fall eines erneuten Krieges "mit vollkommen anderen Waffen zurückzuschlagen". Wer den Kontext der Rede des irakischen Staatsmannes kennt, weiß, daß mit dem erneuten Krieg ein militärischer Konflikt gemeint ist, der nicht durch den Irak verursacht wird. In den von Saddam zitierten "vollkommen anderen Waffen" nun wollen die "Spezialisten" des Pentagon bislang unbekannte chemische und biologische Massenvernichtungswaffen erblicken. Die Frage, woher sich der Irak bei seiner angespannten innenpolitischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt auch finanziellen Situation (nicht umsonst wurden die Auslandskonten des Irak auf Betreiben der USA eingefroren) diese ultramodernen Waffen beschaffen konnte, wird in diesem Zusammenhang wohlweislich nicht gestellt. Es soll hier nicht darum gehen, die berechtigte Sorge der Vereinten Nationen vor einem neuen Krieg in Nahost in Frage zu stellen oder der Hinhaltetaktik Bagdads das Wort zu reden, vielmehr soll dieser Artikel einen weiteren sehr wahrscheinlichen Grund für das so überaus starke Engagement der USA in bezug auf den Irak und die Golfregion aufzeigen.

Dieser Grund sind in der Tat die von Saddam Hussein angekündigten "vollkommen anderen Waffen", die jedoch mit biologischer oder chemischer Kriegsrührung nicht das mindeste zu tun hben. Die Auswertung von Berichten über den Verlauf des Golfkrieges gibt Anlaß zu der Annahrne, daß nicht nur von amerikanischer Seite damals neuartige Waffentechnik eingesetzt wurde. In Erinnerung werden zweifellos noch die Bilder der angreifenden "Stealth"-Bomber und Jäger sein sowie die Aufnahmen der Kameras computergesteuerter Raketen, die präzise gegen irakische Bunker und unterirdische Hangars gelenkt wurden.

Betrachtet man die Berichterstattung der Massenmedien über den Verlauf der Operation "Wüstensturm", so schien nach der Befreiung Kuwaits alles auf einen raschen Marsch nach Norden und die baldige Einnahme Bagdads hinzudeuten. Dies hätte mit Sicherheit das Ende der Herrschaft Saddam Husseins bedeutet und aus westlicher Sicht die Gefahr eines erneuten, vom Irak ausgehenden Krieges in dieser Region drastisch miaimiert.

Dennoch wurde der angeblich so rasche Vormarsch der alliierten Truppen durch irakische Streitkräfte noch in Grenznähe stehen gebracht und der Golfkrieg endete, ohne daß die UN- Streitkräfte im Irak dauerhaft einmarschiert wären. Von westlicher Seite wurde nie ein Wort über diese militärische Glanzleistung der gegnerischen Streitkräfte verloren. Waren das noch die gleichen Iraker, die sich wenige Tage vorher gleich in ganzen Regimentern den UN-Truppen ergeben hatten? Oder kamen, als die UN-Truppen in irakisches Gebiet eindrangen, bislang geheimgehaltene Waffen zum Einsatz? Waffen, deren Wirkungsweise nicht zu unterschätzen ist und die den Amerikanern möglicherweise sogar bekannt waren, die sie aber niemals im Irak vermutet hätten?

Es gibt zum Einsatz dieser "vollkommen anderen Waften" einen sehr interessanten Bericht einer alliierten Militärquelle, welche dem Autor bekannt ist, diejedoch aus begreiflichen Gründen des Personenschutzes an dieser Stelle nicht genannt wird:

" Für den 12. und 13. Januar 1993 war der Beginn einer zunächst

elf Tage langen Luftoffensive geplant, die sich insbesondere gegen Basra, die Agrargebiete nordöstlich von Basra, das urbane Zentrum um Nedschef Siedlungen in den Seengebieten des Euphrat-Tigris Deltas sowie wiederum gegen die südlichen und südwestlichen Vorstädte von Bagdad richten sollte.

Es war vorgesehen, daß an dem Angriff 182 Jagdbomber vom Typ F- 14, 56 Jagdbomber vom Typ F- 18, 81 Jagdbomber F- 15, 12 aIs Begleitjäger ausgerüstete F-15, 22 als Begleitjäger ausgerüstete F-4, 8 Begleitjäger vom Typ F-16, 12 als Erdkampfflugzeuge ausgerüstete Tornado, 4 Jagdbomber Mirage 2000 sowie weiterhin 48 F-111 und 9 schwere Bomber vom Typ B-52 teilnehmen.

Eines der Haupziele dieses Angriffes war das Gebiet um Nedschef in dem die Alliierten einen bis dato intakten Stützpunkt irakischer Luftstreitkräfte vermuteten. Mit der Vernichtung dieses Stützpunktes waren die 12 Tornados der RAF unter dem Begleitschutz von 22 F-4 der USAF beauftragt worden.

Den ersten Einflug unternahmen Einheiten der USAF mit 144 Jagdbombern vom Typ F-14 und 22 F-15. Dieser Luftschlag richtete sich gegen die Stadt Basra. Dabei stießen die Angreifer auf völlig neue Einheiten der irakischen Luftverteidigung. Bei diesen Maschinen handelte es sich nicht um herkömmliche Jagdflugzeuge, sondern um scheibenförmige Flugobjekte mit starker Bewaffnung und von außerordentlicher Wendigkeit, die darüberhinaus auch weitaus höhere Endgeschwindigkeiten als die Einheiten der USAF zu erzielen vermochten. Beidem Luftkampf gingen 16 F-14 undeine F-15 verloren. Die weiteren geplanten Luftangriffe wurden daraufhin nicht durchgeführt. Lediglich die bereits in der Luft befindliche erste Angriffswelle von 32 F-111 führte ihre Mission auf Basra aus. Dabei wurde eine F-111 von den vorher beschriebenen Einheiten der irakischen Luftverteidigung vernichtet.

Die geplante Offensive auf Bagdad wurde abgebrochen.

Die USA F brachte insgesamt 198 Einheiten zum Einsatz. Davon waren 18 Totalverluste. Die Gesamtdauer des Einsatzes betrug drei Stunden und 45 Minuten. "

Offizielle Stellen der Alliierten bemühten sich bereits unmittelbar nach dem Einsatz, den katastrophalen Mißerfolg zu vertuschen. Doch nicht über alles ließ sich der Mantel des dienstlichen Schweigens breiten.

Woher verfügte der Irak über jene sagenhaften Kampfflugzeuge, die den Gegnern das Fürchten lehrten? Es besteht die Möglichkeit, daß die Technologie für diese an UFOs erinnernden Maschinen ursprünglich aus Deutschland stammte und gegen Ende des 2. Weltkrieges in den Irak verbracht wurde. Was auf den ersten Blick phantastisch amnutet, wird verständlich, wenn man weiß, daß der Irak seinerzeit ein wichtiger Verbündeter des Dritten Reiches war.

Weiterhin darf die Möglichkeit, daß es deutschen Ingenieuren wie Habermohl, Schriever, Miethe und Epp sowie einer Sonderforschungsgruppe der SS in den Skoda-Werken bei Prag noch in der Endphase des II. Weltkrieges gelang, zumindest Prototypen funktionsfähiger Flugscheiben herzustellen, dank der neuesten Forschungen, die sich verstärkt den irdischen Facetten des UFO- Phänomens zuwenden, als gesicherte Tatsache angenommen werden. Ein großer Teil dieser streng geheimen Entwicklungen fiel nach dem Ende des II. Weltkrieges zwar den Siegermächten in die Hände und wurde von ihnen für eigene, geheime Waffentwicklungen weiterverwendet. So ist zum Beispiel die legendäre deutsche V- 1 als Vorläufer der heutigen Marschflugkörper (Cruise Missiles) zu qualifigeren und de r"Stealth-Bomber" kann seine Verwandtschaft zur deutschen Horten HO-IX - einer der geheimsten Kampfflugzeugentwicklungen des Dritten Reiches - nicht verleugnen.

Es gelang den Streitkräften des Dritten Reiches aber bis zur Kapitulation der Wehrmacht, große Mengen an Menschen und Material ins Ausland zu verbringen. Auf die Tatsache, daß es der deutschen Aufklärung und dem RSHA (Reichssicherheitshauptamt) offensichtlich seinerzeit auch gelungen ist, in Südamerika sowie in Teilen Asiens und Afrikas regelrechte Auslandskolonien zu errichten, sei hier nur am Rande verwiesen. Es existieren Berichte von Zeitzeugen, daß ab Ende November 1944 in größerem Umfang Lufttransporte auch in den Irak

durchgeführt wurden. Zuständig für die Realisierung dieser und ähnlicher Aufträge war ein bis heute legendenumwobener Truppenteil der deutschen Luftwaffe, das im Herbst 1944 geschaffene Geheimgeschwader KG 200, von den Allierten auch das "Spionagegeschwader Hitlers" genannt, was zumindest insoweit zutraf, als die Flieger vom KG 200 in der Hauptsache dafür ausgebildet wurden, Agenten hinter den feindlichen Linien abzusetzen.

Am 27. November 1944 um 16.29 Uhr jedoch startete Hauptmann Braun mit seinem Zweiten Piloten Dipi.-Ing. Pohl und seiner übrigen Besatzung an Bord einer Junkers 290 A 3 + HB vom Flughafen der Wiener Neustadt zu einem Flug ins Morgenland. An Bord des schweren Transportflugzeuges befanden sich fünf Iraker, darunter ein Generalstabsoffizier und mehr als eine Tonne geheimer Last, deren Inhalt auch die Besatzung der Ju 290 nicht kannte. Hauptmann Braun war lediglich der Punkt des Absetzens seiner Fluggäste und der Fracht mitgeteilt worden. Die Iraker sollten im Auftrag des Großmuftis von Jerusalem, Mohammed Amin Al Husseini, der seit Oktober 1941 unter dem Schutz Hitlers in Deutschland lebte, in Persien tätig werden. Weitere Einzelheiten waren der Besatzung aus Geheimhaltungsgründen nicht bekanntgegeben worden. Nach ruhigem Flug wurden Passagiere und die geheime Fracht am 25. November 1944, um 1.30 Uhr am Fallschirm südlich von Mossul in der geplanten Landezone abgesetzt. Es war bei weitem nicht der einzige Flug von Einheiten des KG 200 nach Irak. Im Verlauf dieser Aktionen wurden etliche Tonnen geheimer Fracht und zahlreiche deutsche Soldaten, Offiziere und irakische Zivilisten ausgeflogen.

Im Angesicht dieser historischen Tatsachen erscheint es durchaus nicht mehr so ungewöhnlich, daß auch Produktionsunterlagen, Bauteile und möglicherweise sogar der funktionsfähige Prototyp einer Flugscheibe vor Kriegsende in den Irak verbracht wurden.

Was spricht weiterhin dagegen, daß irakische Wissenschaftler, Ingenieure und Militärs die von den Deutschen übernommene Technik mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln im Lauf der Jahre immer weiter vervollkommneten, so daß die amerikanischen Luftstreitkräfte im Golfkrieg schließlich auf einen Gegener stießen, der auch die erstmals unter Kriegsbedingungen eingesetzten "Stealth-Bomber" nicht zu fürchten brauchte? Dann wäre allerdings auch recht leicht verständlich, warum die USA ein so vitales Interesse an der Auffindung geheimer Depots im Irak haben, daß sie sogar einen erneuten Militärschlag in Betracht ziehen. Die offenbar äußerst leistungsfähigen Flugscheiben in der Hand der Luftstkräfte eines Landes, das sich als einer der wenigen Staaten der Welt weigert, die Großmachtansprüche der "NeuenWeltordnung" US- amerikanischer Prägung anzuerkennen, sind in der Tat ein "Risiko für die nationale Sicherheit der USA".

Literatur:
- Johnson, Brian, Streng Geheim, weitbild-Verlag,Augsburg 1978
- Stahl, P W, Geheimgeschwader KG 200,8. Auflage, Motorbuch Verlag,
Stuttgart 1995,
- Wunderwaffen und die irdischen Facetten des UFO-Phänomens,
Zunneck, Karl-Heinz, Geheimtechnologien, CTT- Verlag, Suhl 1998
aus: Thomas Mehner (Hrsg.), An den Grenzen unseres Wissens, Band 2, Wissenschaft - der Irrtum neuester Stand, Suhl 1998.

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s01s02s03s04

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In unserer Republik gibt es neben vielen Hundert "anderen" esoterischen Zirkeln und VHS-Übungsgruppen auch an die 30 Ufo-Gruppen. Im Januar 2003 wurden bundesweit in einigen dieser Gruppen durch einen Agenten Informationen verbreitet in Form von vier Fotokopien, welche Hinweise auf den Irak-Krieg von 1991 enthalten und wo auch der Einsatz von Flugscheiben und deren Erfolge in den Kampfhandlungen beschrieben werden.

Eine Auswahl der Info´s:
- durch biologische und chemische Kampfstoffe wurde 80% der eigenen US-Truppe kontaminiert
- die Anzahl der von Ramstein aus gelieferten Leichensäcke war 5-stellig
- 200 Flugzeuge sollen vor dem 16. Jan. 1991 abgeschossen sein
- von mind. 600 vernichteten Panzern ist die Rede
- in Kuwait waren Langstreckenraketen mit Atomsprengköpfen stationiert,
wovon einige wenige
in die Händer der Iraker gefallen sein sollen.

Es sind also keine Informationen aus erster Hand, sondern durch Agenten in der Scene verteilte Schriftstücke. (Einzelheiten in den Dateien Fotokopie 1-4)
Neben diesen Informationen wurden auch andere Hinweise gegeben, insbesondere wurde geraten, Bücher von Kryon zu lesen. Vorsicht.


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Scott Ritter, ein Parteifreund von George W. Bush und nun sein schärfster Kritiker, war von 1991 bis 1998 UN-Waffeninspecteur im Irak und hat daran mitgewirkt, daß 90 % des dortigen Waffenpotentials zerstört wurde.

In diesem Interview enthüllt er, wie die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und zum Scheitern gebracht haben.

Der erstklassige Bericht eines Insiders.

Ein Interview mit Scott RITTER

»Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite
Wundermittel ist der Krieg. Beide bringen zeitweiligen Wohlstand, und beide bringen den endgültigen Zusammenbruch. Aber auf beiden ruht die Hoffnung von Opportunisten in Politik und Wirtschaft.«
Ernst Hemingway

Das nachfolgende Interview wurde am 16. und am 19. August 2002 über mehrere Stunden per Telefon geführt.

PITT: Gibt es, in Anbetracht Ihrer Erfahrung und der Zeit, die Sie im Irak verbracht haben, für die Vereinigten Staaten einen Grund für einen Krieg gegen dieses Land?

RITTER: Die Vereinigten Staaten haben nur dann einen Grund für einen Krieg gegen den Irak, wenn der Irak entweder die Vereinigten Staaten angreift oder von der internationalen Staatengemeinschaft insbesondere vom UN Sicherheitsrat als eine Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit betrachtet wird. Wenn der Irak die Vereinigten Staaten angreift, haben diese gemäß dem Selbstverteidigungsrecht nach Artikel 51 der UN Charta natürlich das Recht zu einem bewaffneten Angriff. PITT: Stellt der Irak eine Gefahr für Frieden und Sicherheit dar?

RITTER: Das muss vom Sicherheitsrat sorgfältig geprüft werden. Lautet die Antwort "JA", müsste eine Resolution nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen verabschiedet werden.

In den Vereinigten Staaten wird immer wieder auf Resolutionen gemäß Kapitel VII verwiesen, die bereits vom UN Sicherheitsrat verabschiedet wurden und in denen der Irak als eine Bedrohung bezeichnet wird. Verwiesen wird vor allem auf Resolution 687, die im April 1991 verabschiedet wurde und zur Gründung der UNSCOM, der UN Abrüstungskommission für den Irak, führte, zum Verbot von irakischen Waffen und zur Ermächtigung der Vereinten Nationen, mit militärischer Gewalt einzugreifen, falls der Irak den Forderungen nicht nachkommt. Ich glaube nicht, dass ein Völkerrechtler außerhalb der Vereinigten Staaten die Resolution 687 als einen Freibrief für die USA betrachtet, Krieg gegen den Irak zu führen. Darüber müsste immer noch der UN Sicherheitsrat entscheiden, und gegenwärtig gibt es im Sicherheitsrat keine Anzeichen für eine Unterstützung der US amerikanischen Sichtweise, wonach die gegebenen Bedingungen einen Krieg rechtfertigten.

Die Regierung Bush beruft sich derzeit auf das »Recht zur präventiven Selbstverteidigung«. Das besagt Folgendes: Wenn ein Land feindselige Absichten zeigt und die Mittel und Fähigkeiten zu einem Angriff erwirbt, ist das andere Land nicht verpflichtet, tatenlos zuzusehen, bis der Angriff erfolgt. Es kann sich dabei auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen berufen. Dieser Logik folgend hätten die Alliierten Deutschland in einem Präventivschlag angreifen und so vielleicht Millionen von Menschenleben retten können. Eine durchaus sinnvolle Sache. Die gleiche Logik diente freilich auch Deutschland als Vorwand für den Überfall auf Polen und viele andere Länder. Auf diese Argumentation wird immer wieder gern zurückgegriffen. Israel beispielsweise hat sich mehrfach darauf berufen.

Der entscheidende Punkt ist die Feststellung der feindseligen Absicht. Wie lässt sich eine reale Bedrohung von einer herbeigeredeten unterscheiden, an die man vielleicht sogar selbst glaubt und hinter der man seine eigenen aggressiven Absichten versteckt? Wann ist ein Präventivschlag gerechtfertigt?

Im Falle des Irak hängt die Antwort von den Massenvernichtungswaffen ab, die seit 1991 verboten sind. Der Irak hat nicht mehr das Recht, solche Waffen zu besitzen, und wenn er jetzt, mehr als zehn Jahre nach dem Verbot dieser Waffen durch die internationale Staatengemeinschaft, über solche Waffen verfügt, könnte man dies definitiv als Beleg für seine feindseligen Absichten ansehen. Die Vereinigten Staaten könnten sich dann der weltweiten Unterstützung für einen Präventivschlag gegen den Irak sicher sein.

PITT: Besitzt der Irak Massenvernichtungswaffen?
RITTER: Die Sache ist nicht so einfach, wie einige Mitglieder der Bush Regierung uns glauben machen wollen. Zweifellos ist der Irak seinen Abrüstungsverpflichtungen gemäß den Resolutionen des UN Sicherheitsrates nicht in vollem Umfang nachgekommen. Andererseits wurde der Irak seit 1991 weitgehend entwaffnet: 90 bis 95 Prozent des Arsenals der irakischen Massenvernichtungswaffen wurden nachweislich zerstört. Das schließt sämtliche Fabriken zur Herstellung chemischer, biologischer und atomarer Waffen ein, außerdem Langstreckenraketen und die entsprechenden Maschinen in diesen Produktionsstätten sowie die meisten der in diesen Fabriken hergestellten sonstigen Produkte.

Der Irak war verpflichtet, all das den Vereinten Nationen zu übergeben, die dessen Vernichtung und Abbau überwachen sollten. Stattdessen zerstörte der Irak einseitig und ohne die Überwachung durch die Vereinten Nationen einen Großteil dieser Waffen. Das konnten wir später verifizieren. Das Problem ist jedoch, dass diese Zerstörungen nicht dokumentiert sind, und damit wird die Frage des Nachweises schnell zu einer vertrackten Angelegenheit.

PITT: Warum hat der Irak die Waffen zerstört, statt sie zu übergeben?

RITTER: In vielen Fällen versuchten die Iraker, die Existenz dieser Waffen geheim zu halten. Und die einseitige Zerstörung könnte auch insofern ein Trick gewesen sein, als man behaupten konnte, die Waffen seien zerstört, während man in Wirklichkeit ein geheimes Arsenal zurückbehielt.

Entscheidend ist, dass man im Zweifelsfall nicht zugunsten des Irak entscheidet. Der Irak hat die internationale Staatengemeinschaft angelogen. Er hat die Waffeninspekteure angelogen. Viele glauben, dass sich der Irak noch immer bemüht, die Fähigkeit zur Herstellung dieser Waffen zu bewahren. Gleichzeitig muss man aber auch sagen: Es gibt keine Beweise dafür, dass der Irak tatsächlich über die entsprechende Fähigkeit oder die benötigten Materialien verfügt. Vielmehr spricht einiges dafür, dass dem Irak die notwendigen Materialien nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ich glaube, das vorrangige Problem ist jetzt das der Bilanz. Der Irak hat 90 bis 95 Prozent seiner Massenvernichtungswaffen zerstört. Okay. Wir sollten uns vor Augen hatten, dass die übrigen 5 bis 10 Prozent nicht unbedingt eine Bedrohung darstellen. Es handelt sich nicht mal um ein Waffenprogramm. Es handelt sich lediglich um einzelne Teile eines Waffenprogramms, und das ist in seiner Gesamtheit unbedeutend; trotzdem bleibt es unzulässig. Andererseits: Nur weil wir es nicht nachweisen können, heißt das nicht, dass der Irak nicht darüber verfügt. Aber es gibt auch keine Erkenntnisse darüber, dass der Irak solches Material besitzt. Das ist unser Dilemma. Wir können dem Irak keine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen, und deshalb können wir auch das Problem seiner Massenvernichtungswaffen nicht ad acta legen. Gleichzeitig können wir aber nicht guten Gewissens behaupten, die Tatsache, dass die Iraker ihren Abrüstungsverpflichtungen nicht nachgekommen sind, bedeute de facto, dass sie verbotene kriegsfähige Waffen zurückbehalten haben.

Wie gehen wir mit dieser Unklarheit um? Manche sagen, wir müssen das Schlimmste annehmen, weil es heute im Irak keine Waffeninspekteure mehr gibt, weil der Irak in der Vergangenheit die Bereitschaft zeigte, solche Waffen zu kaufen und gegen seine Nachbarn und die eigene Bevölkerung einzusetzen, und weil der Irak in der Vergangenheit die Waffeninspekteure angelogen hat. Angesichts dieser Gegebenheiten sei ein Präventivschlag gerechtfertigt.

Würde dieser Fall vor Gericht verhandelt, wäre die Beweisführung eine ganz andere. Der Irak hat nämlich immer und immer wieder seine Bereitschaft gezeigt, mit den Waffeninspekteuren zusammenzuarbeiten. Was das Ende der Inspektionen angeht beziehungsweise den Abbruch, das Unabgeschlossene der Mission mit anderen Worten, die Unfähigkeit, den Nachweis zu führen, dass der Irak vollständig abgerüstet hat , da muss man mildernde Umstände gelten lassen. Gerade diejenigen, die diese Resolutionen in Kraft setzen wollten beispielsweise die Vereinigten Staaten , haben gegen die Bedingungen der Resolutionen verstoßen, indem sie die einzigartige Möglichkeit, im Irak zu operieren, auf eine Weise ausnutzten, die mit den Resolutionen des UN Sicherheitsrates unvereinbar ist zum Beispiel, um im Irak Spionage zu betreiben.

PITT: Die US Regierung und all diejenigen, die einen Angriff auf den Irak befürworten, konzentrieren sich im Allgemeinen auf fünf Punkte: 1. das Atomwaffenpotenzial; 2. das Potenzial chemischer Waffen; 3, das Potenzial biologischer Waffen; 4. das Potenzial für Raketen mit einer Reichweite bis in die Vereinigten Staaten und 5. die möglichen Verbindungen zwischen Saddam Hussein und Al Kaida oder anderen Terrornetzwerken. Bleiben wir einen Augenblick beim Atomwaffenprogramm des Irak.

RITTER: 1998, in dem Jahr, als ich den Irak verließ und das UN Waffeninspektionsprogramm beendet wurde, waren die Infrastruktur und die Anlagen zu 100 Prozent zerstört. Das steht ganz außer Frage. Sämtliche Instrumente, Geräte und Anlagen wurden zerstört. Die Anlagen zur Entwicklung von Waffensystemen wurden zerstört. Die Maschinen zu ihrer Herstellung wurden aufgespürt und vernichtet. Und wir hatten von Fahrzeugen und von der Luft aus die Möglichkeit, die Gammastrahlung zu messen, die bei Versuchen zur Anreicherung von Uran und Plutonium freigesetzt wird. Wir haben nie etwas gefunden. Wir können ohne Abstriche sagen, dass die industrielle Infrastruktur, die der Irak zur Herstellung von Atomwaffen benötigt, zerstört wurde.

Doch auch hier ist die Sache nicht ganz so einfach, weil der Irak noch immer über Tausende von Wissenschaftlern verfügt, die an den Versuchen zur Herstellung von Atomwaffen beteiligt waren. Diese Wissenschaftler waren auf eine sehr spezielle Art und Weise organisiert, es gab verschiedene Unterabteilungen, die sich jeweils auf ganz bestimmte Technologien konzentrierten. Die materielle Infrastruktur wurde zwar zerstört, aber die Iraker behielten diese Organisationsstruktur ihrer Wissenschaftler bei. Das heißt, der Irak verfügt über Tausende von Atomwissenschaftlern mit all ihrem Knowhow und ihren Fachkenntnissen, die noch auf genau dieselbe Weise organisiert sind wie zu dem Zeitpunkt, als der Irak ein Atomwaffenprogramm und die entsprechenden Infrastrukturen besaß. Diese Wissenschaftler arbeiten heute in einem erlaubten Rahmen. Ihre Beschäftigung ist also an sich nicht illegal, sie gestattet es ihnen jedoch, ihre Tätigkeit in Bereichen fortzusetzen, die jenen ähnlich sind, in denen sie arbeiten würden, wenn sie tatsächlich ein Atomwaffenprogramm aufbauten.

Es gibt die Befürchtung, dass die Iraker langfristig vorhaben, wieder ein Atomwaffenprogramm aufzubauen. Aber bei aller Sorge darf man die Realität nicht aus den Augen verlieren. Hier handelt es sich nicht um etwas, das über Nacht passieren könnte oder hätte passieren können, solange die Waffeninspekteure im Irak waren. Um das Potenzial für Atomwaffen wiederzugewinnen, müssten die Iraker praktisch aus dem Nichts Anlagen zur Anreicherung von Nuklearmaterial und zur Waffenproduktion aufbauen, was Zigmilliarden Dollar kosten würde. Atomwaffen kann man nicht in einem Keller oder einer unterirdischen Höhle herstellen. Dazu bedarf es moderner industrieller Infrastrukturen, die ihrerseits immense Mengen an Strom benötigen und sicherheitsgeschützte Technologien, die auf dem freien Markt nicht so ohne weiteres zu haben sind. PITT: Wie zum Beispiel Neutronenreflektoren ...

Ritter: Solche Geräte könnte der Irak sogar selbst entwickeln und bauen. Ich meine eher Hochgeschwindigkeitskameras und Zentrifugen, die man zur Anreicherung von Uran benötigt. Man braucht auch spezielle Chemikalien. Das alles ist nicht billig zu haben. Es ist sehr teuer und leicht aufzuspüren.

Der amerikanische Vizepräsident [Dick Cheney] sagte, der Irak könne innerhalb von zwei Jahren eine Atombombe bauen. Wenn er nicht über Informationen verfügt, von denen wir nichts wissen, ist das blanker Unsinn. Und es sieht nicht so aus, als verfügte er über derartige Informationen, denn wenn man den Vizepräsidenten oder andere aus der Regierung Bush drängt, die Behauptungen zu belegen, verweisen sie immer nur auf meinen ehemaligen Chef Richard Butler [den damaligen Leiter der UN Waffeninspektion im Irak], einen australischen Diplomaten, und auf Khidir Hamza, einen irakischen Überläufer, der behauptet, er sei Saddams Bombenbauer gewesen. Keiner von ihnen kann seine Aussagen auf etwas anderes als Spekulationen stützen. Die ständig wiederholten Behauptungen des Vizepräsidenten bezüglich des irakischen Atomwaffenpotenzials sind haltlose Spekulationen. Und das ist selbstverständlich zu wenig, vor allem wenn man sich die Protokolle der Vereinten Nationen zur irakischen Abrüstung zwischen 1991 und 1998 ansieht. Diese Protokolle sind unumstritten. Sie sind belegt. Wir haben das Atomwaffenprogramm des Irak vernichtet, und wenn der Irak es wieder aufbauen würde, könnten seine Aktivitäten von Geheimdiensten ganz leicht entdeckt werden.

PITT: Ich möchte noch einmal nachhaken, denn die Behauptungen des Vizepräsidenten sind in dieser Debatte von enormer Bedeutung. Wollen Sie sagen, dass der Irak beispielsweise Gaszentrifugenanlagen nicht geheim halten könnte wegen der enormen Energie, die eine solche Anlage benötigt, und wegen der Hitze, die bei diesen Prozessen entsteht?

RITTER: Es ist nicht nur die Hitze. Bei der Zentrifugierung entstehen Gammastrahlen und auch diverse andere Strahlen. Das ist leicht aufzuspüren. Der Irak könnte das nicht verbergen.

PITT: Und was ist mit den chemischen Waffen?

RITTER: Der Irak produzierte drei verschiedene Nervengifte: Sarin, Tabun und VX. Die Befürworter eines Kriegs gegen den Irak sprechen von 20 000 Sprengköpfen, die mit den Nervengasen Sarin und Tabun gefüllt sind und gegen Amerikaner eingesetzt werden könnten. Doch diese Behauptung wird durch die Fakten nicht gestützt. Sarin und Tabun haben bei der Lagerung eine Lebensdauer von fünf Jahren. Selbst wenn der Irak es irgendwie geschafft hätte, diese ungeheuren Mengen an Kampfstoffen vor den Inspekteuren geheim zu halten, enthüllten ihre Depots heute nur noch eine unbrauchbare und harmlose Schmiere. Chemische Waffen wurden in der Anlage in der Region Muthanna hergestellt. Diese riesige Produktionsstätte für chemische Waffen wurde im Golfkrieg bombardiert, danach kamen die Waffeninspekteure und vernichteten alles, was davon noch übrig war. Damit verlor der Irak die Grundlage für die Herstellung von Sarin und Tabun.

Wir haben Tausende Tonnen chemischer Stoffe vernichtet. Nicht, dass wir gesagt hätten: » Gut, wir haben eine Fabrik zerstört, jetzt warten wir darauf, dass alles andere verrottet. « Wir hatten über Jahre hinweg eine Verbrennungsanlage in Betrieb und verbrannten diese Substanzen jeden Tag tonnenweise. Wir brachten Bomben, Raketen und Sprengköpfe, die mit diesen Kampfstoffen gefüllt waren, gezielt zur Explosion. Wir ' entleerten Scud Raketensprengköpfe, die damit bestückt waren. All das Zeug haben wir ausfindig gemacht und zerstört.

PiTT: Könnten die Iraker denn nicht noch einiges davon versteckt haben?

RITTER: Das ist eine durchaus reale Möglichkeit. Das Problem besteht darin, dass alles, was sie beiseite geschafft haben, in der Fabrik in der Region Muthanna produziert worden sein muss. Nachdem wir diese Fabrik in die Luft gesprengt hatten, besaßen die Iraker keine Möglichkeit mehr, neue Kampfstoffe dieser Art zu produzieren. Und Sarin und Tabun zerfallen binnen fünf Jahren und werden damit völlig nutzlos. Es ist kein wirksamer chemischer Kampfstoff mehr, vor dem sich die Welt zu fürchten hätte. All das Gerede über die chemischen Waffen des Irak besitzt heute keine Gültigkeit mehr. Das meiste davon beruht auf Spekulationen, denen zufolge der Irak einige dieser Kampfstoffe vor den UN Inspekteuren verborgen gehalten haben könnte. Ich glaube, wir haben bei der Waffeninspektion im Irak gute Arbeit geleistet. Hätten sie etwas versteckt, dann hätten wir es gefunden. Aber nehmen wir einmal an, es wäre ihnen tatsächlich gelungen, etwas davon zu verstecken. Na und? Es wäre inzwischen unbrauchbar. Es ist nicht der Rede wert.

PITT: Gibt VX Gas nicht mehr Anlass zur Sorge?

RITTER: Bei VX verhält sich die Sache anders, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens haben die Iraker lange bestritten, überhaupt ein Programm zur Herstellung von VX zu besitzen, während sie zugaben, Sarin und Tabun zu produzieren. Erst durch die mühevolle Arbeit der Inspekteure konnten wir die Existenz eines solchen Programms aufdecken.

PITT: Wie ging das vor sich?

RITTER: Die Inspekteure durchsuchten die Fabrik in der Region Muthanna und entdeckten das Gebäude, in dem die Iraker ihre Forschung und Entwicklung betrieben. Es war im Krieg bombardiert worden, und dabei war die riesige Betondecke des Labors eingestürzt. Ein Glück für uns, denn damit war der ganze untere Bereich wie auf einem Standbild konserviert: Als wir die Decke entfernten, um Zugang zu den Labors zu bekommen, gewannen wir Einblick in die irakische VX Produktion genau an jenem Tag im Januar, an dem die Bombe das Gebäude getroffen hatte. Wir schickten ein Inspektionsteam hinein, das wie forensische Archäologen vorging. Sie hoben die Decke ab ein kühnes Unterfangen, denn es war hoch gefährlich , gingen rein und konnten Unterlagen sicherstellen und Proben nehmen, die belegten, dass der Irak tatsächlich über ein Forschungs und Entwicklungslabor für vx Gas verfügte.

Als die Iraker dieser ersten Lüge überführt wurden, sag ten sie: »Wir haben dieses Programm deshalb nicht deklariert, weil es keinen Erfolg hatte. Es is ' t uns iücht
gelungen, vx in einer stabilen Forni herzustellen.« Natürlich bezweifelten die Inspekteure diese Aussage und fragten nach: »Wie viele Vorläufersubstanzen habt
ihr hergestellt?« Vorläuferchemikalien sind die Aus gangsstoffe für vx. »Wie viel Vx habt ihr produziert?
Wo habt ihr es hingebracht?« Die Iraker führten die Inspekteure auf ein Feld, wo sie die Chemikalien ent sorgt hatten. Es wurden Bodenproben genommen, und
tatsächlich wurden Zerfallsprodukte von vx und seinen Vorläufersubstanzen gefunden.

Leider wussten wir nicht, ob sie alles hier vergraben oder einen Teil zurückbehalten hatten. Wir fragten also, welche Container sie benutzt hatten. Die Iraker zeigten uns riesige Stahlbehälter, die aus der Sowjetunion stammten und zum Verschiffen von Treibstoff und anderen Flüssigkeiten bestimmt waren; die Iraker hatten sie für die Aufbewahrung von VX umfunktioniert. Als die Inspekteure Proben von den Innenwänden der Container nahmen, fanden sie heraus, dass sie gereinigt worden waren; es war nichts mehr zu finden. Aber einer der Inspekteure entdeckte auf einer Seite des Containers ein Reinigungsventil. Das Team nahm eine Probe und entdeckte vx in stabiler Form.

'Mir konfrontierten die Iraker mit ihrer zweiten Lüge. Da machten sie einen Rückzieher: »Also gut, ihr habt Recht, wir haben tatsächlich VX in stabiler Form hergestellt. Aber wir haben es deshalb nicht deklariert, weil wir das VX nicht waffenfähig gemacht haben. In unseren Augen handelt es sich also nicht um ein Waffenprogramm. Wir haben uns entschlossen, es selbst zu vernichten. Ihr habt ja gesehen, dass wir es zerstört haben. Es ist weg, also brauchen wir nicht mehr darüber zu reden.«

Auch das war eine Lüge. Wir fanden Scud Raketen, die mit VX Giftgas in stabiler Forin bestückt und in den Anlagen zur Vernichtung von Sprengköpfen zerstört worden waren. Also hatten die Iraker waffenfähiges VX hergestellt und uns über diese Tatsache belogen.

Wir wussten, dass die Iraker vorhatten, eine ganze Fabrik zur Herstellung des Nervengases vx zu bauen, und wir besaßen Informationen, wonach sie bereits über das entsprechende Equipment verfügten. Wir gingen dem nach, und 1996 entdeckten wir schließlich 200 Kisten mit Ausrüstung für die Herstellung von Glasfaserauskleidung, die für den Aufbau einer Fabrik zur Herstellung des Nervengases VX bestimmt war. Die Iraker hatten sie vor den Inspekteuren versteckt. Wir fanden sie wie gesagt 1996 und zerstörten sie. Damit hatte der Irak keine Möglichkeit mehr, vx zu produzieren.

All das zeigt, wie kompliziert und vielschichtig diese Fragen sind. Mit Sicherheit gibt es im Irak nach wie vor ein ungelöstes VX Problem. Und mit Sicherheit hat sich der Irak nicht so verhalten, wie es dem ehrlichen Bemühen, eine Lösung zu finden, entspräche. Es ist mühselig, an einem Ort zu arbeiten, wo man angelogen wird. Aber wenn man den Ärger über die Lügen beiseite lässt und sich den Tatsachen zuwendet, muss man festhalten: Es wurde eine Forschungs und Entwicklungsanlage zerstört, es wurden Vorläufersubstanzen zerstört, ebenso der Giftstoff, Waffen und eine Fabrik.

Das ist gar nicht so übel. Selbst wenn der Irak noch über VX in stabiler Form verfügte, wäre es heute wahrscheinlich zerfallen und damit unbrauchbar. Bleibt die Frage, ob der Irak den Stabilisierungsprozess perfektioniert hat. Schon eine geringfügige Abweichung von der Formel lässt Eiweißstoffe entstehen, die das vx binnen Monaten zerstören. Die eigentliche Frage lautet also: Gibt es heute im Irak eine Fabrik zur Herstellung des Nervengases VX? Und die Antwort lautet: Nie im Leben.

PITT: Hätte eine solche Fabrik nicht wieder aufgebaut werden können?

RITTER: Seit 1998 hat kein Inspektionsteam mehr den Irak betreten. Ich schätze, der Irak wäre technisch in der Lage gewesen, innerhalb von sechs Monaten nach unserer Abreise seine Anlagen zur Herstellung dieses Kampfstoffes wieder aufzubauen. Somit hätte der Irak dreieinhalb Jahre Zeit gehabt, all die Horrorsubstanzen herzustellen und waffenfähig zu machen, die die Bush Regierung als Begründung für einen Angriff heranzieht. Das entscheidende Stichwort ist hier jedoch die technische Fähigkeit. Wenn niemand hinschauen würde, könnte der Irak diese Programme wieder aufnehrnen. Aber genau wie beim Atomwaffenprogramm hätte er bei Null anfangen müssen, da die gesamte Ausstattung, die Anlagen und die Forschungslabors zerstört waren. Die Iraker hätten sich die komplizierten Instrumente und die Technologie über Scheinfirmen beschaffen müssen. Das wäre nicht verborgen geblieben. Die Herstellung von chemischen Waffen setzt Abgase frei, die man längst aufgespürt hätte. Per Satellit und auf andere Weise haben wir das Land über wacht und nichts entdeckt. Wenn der Irak heute Waffen produzieren würde, hätten wir dafür einen definitiven Beweis. So einfach ist das.

PITT: Sie sind sicher, dass bei den Inspektionen nichts übersehen wurde?

RITTER: Zwischen 1994 und 1998 überprüften Waffeninspekteure sämtliche chemischen Produktionsstätten des Irak; es wurden hoch empfindliche Messinstrumente und Kameras installiert und unangemeldete Inspektionen durchgeführt. Wir fanden keine Belege dafür, dass Kapazitäten zur Herstellung verbotener Substanzen zurückgehalten oder wieder aufgebaut wurden. Mobile Inspektionsteams durchkämmten den Irak mit hoch empfindlichen Sensoren, die Laserstrahlen ausschicken und die Inhaltsstoffe der Partikel untersuchen, die die Strahlen passieren. Diese Geräte positionierten wir in Windrichtung der chemischen Anlagen, und so konnten wir genau sagen, was da jeweils emittiert wurde. Obwohl es nicht zu unseren Aufgaben gehörte, waren wir in der Lage, irakische Luftabwehranlagen aufzuspüren, weil die Laserstrahlen auch Salpetersäure anzeigten, ein Oxidationsmittel, das als Treibstoff für Scud Raketen verwendet wird. Wir lokalisierten die Quelle und entdeckten mehrere Kilometer entfernt liegende irakische SA 2 Luftabwehrraketenstellungen. Die Dinger arbeiten äußerst genau.

PITT: Würden wir es merken, wenn der Irak versuchte, sich die für die Herstellung chemischer Waffen nötige Ausrüstung zu beschaffen?

RITTER: Als Waffeninspekteur arbeitete ich mit den Geheimdiensten sicherer Staaten zusammen, um die .Bemühungen des Irak zu vereiteln, sich unter der Hand Materialien aus dem Ausland zu besorgen. Wie wir Leute wissen, verfügen die Iraker über mehrere solcher geheimen Beschaffungskanäle. Dabei wird meist gegen die Sanktionsbestimmungen verstoßen aber auf diese Weise beschaffen sich die Iraker die Güter, die sie für den täglichen Bedarf und zur Aufrechterhaltung ihrer industriellen Infrastruktur benötigen.

PITT: Handelt es sich um dieselben geheimen Kanäle, über die auch Halliburton, das so eng mit Vizepräsident Cheney verbundene Unternehmen, mit dem Irak zusammenarbeitete?

RITTER: Um ähnliche. Ich glaube aber, dass die geheimen Kanäle, die die Iraker für die Zusammenarbeit mit Halliburton nutzten, nichts mit Geheimdiensten zu tun hatten. Der irakische Geheimdienst verfügt jedoch über geheime Beschaffungskanäle überall auf der Welt; und viele davon dienen zum Kauf von konventioneller militärischer Ausrüstung. Vergessen wir nicht: Es ist dem Irak zwar nicht verboten, eine konventionelle militärische Rüstung zu besitzen, im Rahmen der Sanktionsbestirnmungen ist es ihm jedoch nicht gestattet, Waffen oder Ersatzteile für seine Hubschrauber , Flugzeug oder Panzerverbände zu erwerben. Jeder Militärfachmann wird Ihnen sagen, dass ein solcher Bestand in kürzester Zeit nicht nur völlig veraltet ist, sondern unbrauchbar wird, wenn nicht ständig neue Ersatzteile verfügbar sind.

PITT: Ein Freund von mir war Panzerfahrer bei der Armee Mindestens einmal am Tag stand er bis zu den Hüften im Dreck, um irgend etwas zu reparieren.

RITTER: Bei Panzern, Flugzeugen und Hubschraubern fallen dauernd Teile aus. Die Iraker müssen also bei ihren geheimen Beschaffungsmaßnahmen immer auch bestrebt sein, Ersatzteile für das Militär zu bekommen Und das tun sie mit beträchtlichem Erfolg. Deshalb ist ihr Luftabwehrsystem auch noch relativ effektiv. Und deshalb können sie auch immer noch Panzer zum Einsatz bringen.

Aus diesen verdeckten Kanälen stammen zudem Produktionsausrüstungen für legitime zivile Produktionszweige. Mit »legitim« meine ich nicht, dass sie im Sinne der Sanktionsbestimmungen erlaubt sind, sondern dass sie nichts mit der Herstellung von Massenvernichtungswaffen zu tun haben. Der Irak ist ein moderner Industriestaat. Er braucht Maschinen und Maschinenteile, um zu funktionieren. Aufgrund der Wirtschaftssanktionen ist dies dem Land jedoch nicht möglich, daher muss der irakische Geheimdienst für die Beschaffung sorgen. Das mag illegal sein, aber wir als Inspekteure hatten uns einzig und allein auf die Massenvernichtungswaffen zu konzentrieren.

Ich habe Listen von buchstäblich Hunderten von Scheinfirmen des irakischen Geheimdienstes zusammengestellt, die weltweit operieren. Wir sind überallhin gereist, um sie zu überprüfen. Und wir fanden nirgendwo einen konkreten Hinweis daran dass sie in die Beschaffung verbotener Waren verwickelt waren.

Was dem noch am nächsten kam, war ein Versuch der Iraker, in Rumänien den Mehrheitsanteil an einem Raumfahrtunternehmen namens Aerofina zu kaufen, um dort Teile zu produzieren, mit denen die Al Samud hergestellt werden konnte, eine nicht unter die Sanktionsbestimmungen fallende Rakete mit einer Reichweite von unter 150 Kilometern. Der Irak hatte Schwierigkeiten, bestimmte Teile dieser Rakete im eigenen Land herzustellen, daher wollte man sich die Möglichkeit dazu im Ausland verschaffen. Da diese Technologie der Rüstungskontrolle unterliegt, war das irakische Vorgehen illegal; es war ein Verstoß gegen die Sanktionen und ein Verstoß gegen UN Resolutionen. Technisch gesprochen verstieß der Irak damit gegen die Abrüstungsbestimmungen des UN Sicherheitsrats. Aber das bedeutet nicht, dass die Waffe an sich verboten ist; und schon gar nicht ist es ein vernünftiger Grund für einen Angriff.

PITT: Und Ihre Kontrollen waren gründlich genug ...

RiTTER: Wir waren sehr effektiv. Immer wenn eine irakische Delegation den Irak verließ, bekamen wir einen Wink; wir fanden heraus, wohin sie unterwegs waren, mit wem sie sich trafen und was sie kauften. Wir fingen Telex und andere Nachrichten ab und installierten Abhöreinrichtungen in Hotels. Aber wir fanden nie einen Hinweis darauf, dass sie versuchten, verbotenes Waffenmaterial zu kaufen. Im Irak führte ich bei diesen Finnen unangekündigte Inspektionen durch und prüfte ihre Unterlagen. Dabei fanden wir interessante Dinge heraus, beispielsweise, dass mindestens sechzig Franzosen im Auftrag des Irak Scheinfirmen in Frankreich betrieben. Aber bei der Überprüfung dieser Firmen stellten wir fest, dass sie nichts mit Massenvernichtungswaffen zu tun hatten. Unsere Erkenntnisse mögen für die Franzosen und für andere von großem Interesse gewesen sein, aber nicht für uns.

Auch jetzt noch, wo die Inspekteure nicht mehr im Irak operieren, sind die Geheimdienste anderer Länder in der Lage, sofort alle Aktivitäten aufzudecken, mit denen der Irak versucht, sich verbotene Güter zu beschaffen.

PITT: Und die biologischen Waffen?

RITTER: Wenn man Richard Butler reden hört, müsste man meinen, biologische Waffen seien ein "schwarzes Loch" und wir wüssten gar nichts darüber. Aber bei der Durchsicht der Protokolle zeigt sich, dass wir doch einiges wissen. Wir haben mehr Produktionsanlagen für biologische Waffen kontrolliert als sonst etwas über tausend Einrichtungen, ein paar hundert davon sogar mehrmals.

Wir sahen uns derselben Schwierigkeit gegenüber wie beim Programm zur Produktion von VX: Die Iraker brauchten vier Jahre, bevor sie überhaupt eingestanden, ein Programm zur Herstellung biologischer Waffen zu haben. Sie bestritten es von 1991 bis 1995, und im Sommer 1995 gaben sie es schließlich zu.

PITT: Was versuchten sie zu produzieren?

RITTER: Sie haben es nicht nur versucht, sie haben tatsächlich etwas produziert und zwar vor allem Anthrax, den Milzbranderreger, in flüssiger Form. Sie produzierten auch eine beträchtliche Menge flüssiges Botulinum. Es gelang ihnen, das eine wie das andere in waffenfähiger Form herzustellen, und sie bestückten Sprengköpfe und Bomben damit. Eine Zeitlang leugneten sie alles. Als sie es 1995 schließlich zugaben, machten wir uns daran, die Fabriken und die für die Produktion notwendige Ausrüstung zu zerstören.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung gibt es absolut keinen Hinweis darauf, dass der Irak mit Pocken, Ebola oder anderen Horrorwaffen experimentierte, von denen in den Medien heute so gern geredet wird.

Die Fabrik in Al Hakam ist ein gutes Beispiel für die Schwierigkeiten, mit denen wir konfrontiert wurden, und für unseren Umgang damit. Dass diese Fabrik existierte, wussten wir seit 1991, und wir hatten dort Inspekteure, die äußerst misstrauisch waren. Der Irak deklarierte die Anlage als eine Fabrik zur Herstellung von Einzellerprotein, das als Tierfutter verwendet werden sollte. Das war lächerlich. Kein Mensch stellt auf diese Weise Tierfutter her. Es wäre das teuerste Tierfutter der Welt. Es gab dort einen hochwertigen Fermenter und andere Verarbeitungsanlagen. Wir wussten, dass hier Kampfstoffe hergestellt wurden. Die Iraker bestritten dies. Am Ende gaben sie es zu, und wir zerstörten die Fabrik.

Auf der Grundlage einer Dokumentation über die Nährmedien, die sie für Anthrax verwendet hatten, berechneten wir die Produktionsrate dieser Anlage. Der Irak behauptete, die Fabrik diene der zivilen Nutzung; aber dafür hätten die Nächsten Jahrhunderte lang gereicht, und sie haben nur eine Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren. Dies und andere Indizien legten den Verdacht nahe, dass der Irak geplant hatte, große Mengen Anthrax zu produzieren. Die Inspekteure verlangten Unterlagen über den Produktionsablauf, die nach Auskunft der Iraker jedoch nicht existierten. Dann sagten sie, die Fabrik sei nicht voll ausgelastet gewesen. Dann wieder hieß es, die Produktionsleistung sei begrenzt gewesen. Viele Inspekteure glaubten das nicht. Aber ich will mir darüber kein Urteil anmaßen.

Der Irak war imstande, Anthrax in flüssiger Form zu produzieren. So viel steht fest. Auch unter idealen Lagerbedingungen beginnt flüssiges Anthrax innerhalb von drei Jahren zu keimen und wird damit unbrauchbar. Auch wenn uns also die Iraker angelogen und Anthrax zurückbehalten haben es gibt keinen Beweis, der diesen Verdacht erhärtet, es bleibt die rein theoretische Spekulation einiger Inspekteure. Der Irak besitzt heute keine biologischen Waffen mehr, weil sowohl das Anthrax als auch das Botulinumtoxin inzwischen unbrauchbar geworden sind. Um heute über biologische Waffen zu verfügen, hätte der Irak eine Produktionsbasis für diese Kampfstoffe ganz neu aufbauen müssen. Noch einmal: Die Forschung und Entwicklung biologischer Waffen wurde von den Inspekteuren besonders sorgfältig überprüft. Wir haben im ' Irak überall gesucht, in jeder Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, in jeder Universität, in jeder Schule, jedem Krankenhaus und jeder Bierbrauerei überall, wo Fermentationsprozesse stattfinden könnten, haben wir kontrolliert und nirgendwo einen Beleg dafür gefunden, dass weiterhin Forschung und Entwicklung betrieben oder Materialien zurückbehalten wurden.

Manchmal wurden die Tests auch für andere Zwecke missbraucht. Ein Fall hat mit Dick Spertzel zu tun, der gegen Ende der UNSCOM Mission im Irak die UN-Inspektion für Biowaffen leitete. Als ehemaliger Offizier der US Armee für biologische Kriegsführung spielte er bei der Herstellung biologischer Angriffswaffen in den USA eine nicht unerhebliche Rolle. Er weiß also sehr genau Bescheid. Er erklärte, dass die UN keine Proben von biologischen Waffen nehmen würden. Zu den besonders spektakulären Fällen zählen hierbei die irakischen Präsidentenpaläste. Wir suchten sie im Jahr 1998 auf, als viele in der Regierung beschwörende Reden hielten, unter anderem Verteidigungsminister Cohen, der ein Päckchen Zucker hoch hielt und sagte, wenn Anthrax darin wäre, reichte es aus, die Bevölkerung von Washington D. C. auszulöschen. Viele behaupteten, in den irakischen Palästen würde Anthrax hergestellt. Die Welt war drauf und dran, einen Krieg anzufangen, damit wir Zutritt bekämen. Als wir nun endlich hineindurften und nach atomaren und chemischen Waffen suchten, fanden wir nichts. Allerdings wurde den Biologen nicht aufgetragen, Tests durchzuführen. Als die Iraker Dick Spertzel darauf ansprachen, sagte er, er habe nie erwartet, dort biologische Waffen zu finden, und wolle den Irakern nicht die Genugtuung verschaffen, mit negativen Testergebnissen Punkte zu machen.

PITT: Dieses Verhalten erinnert an einen Kriminalbeamten, der sich weigert, die Suche nach einer Mordwaffe in den Durchsuchungsbefehl aufzunehmen, aus Angst, sie nicht zu finden und das dann in der Beweisaufnahme zugeben zu müssen.
RITTER: Genau das ist passiert. Es ist paradox, dass sich Dick Spertzel seither beklagt, es gäbe keine Informationen, und das Biowaffenpotenzial der Iraker als »schwarzes Loch« bezeichnet. Das ist lächerlich. Die Iraker haben ihn wiederholt gebeten, mit effizienten Messinstramenten Tests zu biologischen Waffen durchzuführen. Er blieb dabei, er wolle keine Untersuchungen durchführen, die ein negatives Ergebnis brächten und damit den Irak in seiner Behauptung bestätigten, solche Waffen gar nicht zu besitzen.

PITT: ES lag gewiss im Interesse der Iraker, die Inspekteure zuzulassen, denn wenn das Ergebnis negativ war, hatten sie einen Grund, die Aufhebung der Sanktionen zu verlangen.

RITTER: Für mich ist es intellektuell und moralisch unbegreiflich, dass Richard Butler das Dick Spertzel hat durchgehen lassen. Bei unseren morgendlichen Einsatzbesprechungen kam es mehrmals zu einem heftigen Wortwechsel zwischen mir und Dick Spertzel über die Art und Weise seiner Untersuchungen. Ich sagte immer und immer wieder, dies sei eine der unprofessionellsten Untersuchungen, die ich je gesehen hätte. Aber er war für die Biologie zuständig. Mein job war die Detektivarbeit. Und ich fand nie einen Beleg für Geheimverstecke biologischer Waffen.

Ich möchte Ihnen noch eine Geschichte über unsere Forschungen nach biologischen Waffensystemen erzählen. Im September 1997 führte die exzellente Inspekteurin und Biologin Diane Seaman eine unangemeldete Besichtigung des staatlichen Standardisierungslabors durch, wo Lebensmittel getestet werden. Sie kam durch den Hintereingang und stieß auf zwei Herren mit Aktentaschen, die gerade die Treppe herunterkamen. Als sie sie sahen, gerieten sie in Panik und versuchten wegzulaufen. Diane rannte ihnen nach, hielt sie fest und nahm ihnen die Aktentaschen ab, die sie einem ihrer Mitarbeiter gab. Der sollte sie wegschaffen, während sie selbst die Iraker aufhielt, damit der Mann mit den Aktentaschen entkommen konnte.

In unserem Hauptquartier fanden wir in den Aktentaschen Dokumente des Sicherheitsdienstes (Special Security Organization,), der für Saddams persönlichen Schutz zuständig ist. Er entspricht in etwa dem US amerikanischen Secret Service, ist aber weitaus brutaler. Ich hatte die schon eine ganze Weile im Visier. Im Vorfeld hatten wir einen sehr detaillierten Bericht erhalten, demzufolge die Einheiten aus Saddams Leibwache dafür einsetzte, biologische Kampfstoffe zwischen verschiedenen Einrichtungen hin und herzutransportieren. In dem Bericht waren Personen und Orte sehr genau beschrieben. Wir nahmen Proben und fanden keine Hinweise auf biologische Kampfstoffe, aber die blieb eine Organisation, die uns beunruhigte. Jetzt waren wir plötzlich im Besitz von Aktentaschen der, die Inn aus dem Gebäude herauszuschmuggeln versucht hatte. Was noch ungeheuerlicher war: Die Dokumente trugen die Überschrift: »Biologische Sonderaktivität«.

Wir glaubten, einen Volltreffer gelandet zu haben. Wir fingen an, die Dokumente schnell zu übersetzen und ich meine wirklich schnell , und lasen Sätze wie »Testvorrichtung für Botufinumtoxin« oder >Testvorrichtung für Clostridium Perfringens<. Beides sind Gifte, die der Irak als Kampfstoffe entwickelt hat. Wir organisierten ein Treffen mit den Irakern und kündigten an, dass wir darüber sprechen wollten. Die Iraker lehnten ab mit der Begründung, dies hätte nichts mit unserer Arbeit zu tun.

Also suchten wir das Hauptquartier der auf, das sich unmittelbar neben dem Präsidentenpalast befindet. Wir wurden mit vorgehaltener Waffe gestoppt und gezwungen, unsere Inspektion abzubrechen. Das führte zu einer größeren Konfrontation. Die Weit bereitete sich auf einen Krieg vor. Aber dann ließen wir die Dokumente vollständig übersetzen und erkannten, dass es darin gar nicht um biologische Waffen ging, sondern um Lebensmitteltests. Es waren Berichte über die Proben, die von jedem Kleidungsstück, jedem Bettlaken, jeder Speise und von allem genommen wurden, was mit dem Präsidenten und seinem engsten Kreis in Berührung kam. Sie haben Testvorrichtungen für Botulinurntoxin, weil Botulinumtoxin ein Lebensmittelgift ist. Das Gleiche gilt für Clostridium perfringens. In den Unterlagen über »Biologische Sonderaktivität« ging es einzig und allein um die Sicherheit des Präsidenten.

Was später aus dieser Geschichte gemacht wurde, hat mit der Wahrheit wenig zu tun. Richard Butler, der die Wahrheit kennt, zitiert im amerikanischen Fernsehen und Rundfunk diesen Vorfall bis heute als einen Beleg dafür, dass der Irak nach wie vor an der Herstellung biologischer Waffen arbeite. Wie bei den atomaren und chemischen Waffen wissen wir auch über die biologischen Waffen des Irak vieles nicht. Aber wir wissen doch eine Menge. Wir wissen genug, um sagen zu können, dass es im Dezember 1998 keine Belege dafür gab, dass der Irak biologische Waffen zurückbehalten hat oder an deren Herstellung arbeitete. ja, wir fanden im Gegenteil eine Menge Belege dafür, dass der Irak den Forderungen nachgekommen ist.

PITT: Und was ist mit den irakischen Trägersystemen?

RITTER: Dem Irak ist der Besitz von Raketen mit einer Reichweite von mehr als 150 Kilometern verboten; Raketen mit geringerer Reichweite dagegen sind zulässig. Der Irak arbeitete aktiv an der Entwicklung von zwei Raketentypen: an solchen mit Feststoffantrieb und an der Al Sarnud Rakete mit Flüssigantrieb.

Das Antriebssystem der Al Samud ist praktisch ein Motor, der brennt, solange er mit Treibstoff befeuert wird. Von der Größe des Treibstofftanks hängt die Reichweite 2,b. Der Irak entwickelte ein Antriebssystem, das leicht dadurch modifiziert werden konnte, dass man die Treibstofftanks verlängerte oder mehrere Raketen aneinander koppelte, um die Reichweite zu erhöhen.

Wir haben dieses Projekt sehr genau untersucht und herausgefunden, dass die Iraker äußerst begrenzte Möglichkeiten haben, was die Produktion im eigenen Land betrifft. Vor dem Golfkrieg erwarb der Irak eine Menge Technologie sowie Bauteile aus Deutschland, das eine lange Tradition in der Herstellung von Präzisionsmaschinen hat. Nach dem Krieg versuchten die Iraker, das zu kopieren, doch mit wenig Erfolg. Wir beobachteten, wie sie ihre Raketen zusammenbauten, und weil viele Mitglieder unseres Teams Raketenspezialisten waren, erkannten wir ihre Fehler. Sie mussten uns ihre Technologie zeigen, und natürlich schwiegen wir dazu. Aber uns wurde schnell klar, dass das Programm von intelligenten, entschlossenen Amateuren geleitet wurde, die es nur einfach nicht hinkriegten. Sie hatten Raketen gebaut, die im Kreis flogen und ins Trudeln gerieten, die nach Norden statt nach Süden losgingen und die explodierten. Irgendwann könnten sie es natürlich schaffen. 1998 jedenfalls waren sie optimistischen Schätzungen zufolge noch fünf Jahre davon entfernt selbst wenn die Sanktionen aufgehoben würden und der Irak Zugang zu den notwendigen Technologien erhielte.

Ich höre immer wieder, der Irak besitze Mehrstufenraketen. Aber der Irak verfügt nicht über die Kapazitäten für Mehrstufenraketen. Sie haben es einmal versucht, 1989, als das Land freien Zugang zu dieser Technologie hatte, und die Rakete explodierte nach dem Abschuss. Ich höre, der Irak verfüge über Clusterbomben; auch das hat der Irak ausprobiert, ohne dass es funktionierte. Alles läuft darauf hinaus, dass der Irak nicht die Möglichkeiten besitzt, um Langstreckenraketen herzustellen. Die Iraker sind nicht einmal in der Lage, Kurzstreckenraketen zu bauen. Sie versuchen es zwar, aber ohne Erfolg. ich denke, dieses Raketenprogramm gibt uns durchaus Anlass zur Sorge, weil die Technologie leicht modifiziert werden kann. Aber die Vorstellung, der Irak könne plötzlich mit einer Langstreckenrakete aufwarten, ist absurd. Dazu müssen jede Menge Tests durchgeführt werden, und zwar im Freien. Das könnte niemals geheim bleiben.

Gewiss, die Inspekteure haben den Irak verlassen, und wir wissen nicht, was in den Fabriken passiert. Aber das spielt letztlich keine Rolle, weil sich die Tests nicht in den Gebäuden durchführen lassen. Man muss die Raketen ins Freie bringen und von Abschussrampen abfeuern. Das kann nicht geheim bleiben. Niernand hat bisher einen Beweis vorgelegt, dass der Irak dies getan hätte. Der Irak deklariert nach wie vor seine Raketentests, gewöhnlich acht bis zwölf pro Jahr. Unsere Radaranlagen registrieren diese Tests; wir wissen also, was dort getestet wird, und das, was wir wissen, braucht uns nicht zu beunruhigen.

PiTT: Und was ist mit den L 29 Flugzeugen?

RITTER: Eine Zeit lang hatte die CIA die Befürchtung, dass L 29, einmotorige tschechoslowakische Jets, die die Iraker zu Drohnen unbemannten Luftabwehrflugzeugen umgebaut hatten, umgerüstet und mit chemischen und biologischen Waffen bestückt würden. Es gab tatsächlich eine Zeit, als L 29 auf eine Vielzahl von Flugfeldern verteilt wurden und die CIA überzeugt war, sie würden für den Abschuss auf die Türkei, Saudi Arabien und andere Länder umgerüstet. Ich sprach in Israel mit den besten Experten der israelischen Luftwaffe und mit deren Biologen. Sie winkten ab. Sie meinten, das sei Unsinn. Um Kampfstoffe abzufeuern, müssten an den Flugzeugen sehr spezielle Umrüstungen vorgenommen werden, die nicht geheim bleiben könnten. Diese Umrüstungen hätten auch Einfluss auf die Reichweite und den Treibstoff.

Wir schickten trotzdem Inspekteure in die Fabrik und fanden keinen Hinweis darauf, dass die Iraker die L 29 zu dem von der CIA gemutmaßten Zweck umbauten. Es handelte sich offensichtlich um ein Programm zum Bau von Aufklärungsdrohnen. Bedauerlicherweise führt die CIA bis heute die L 29 Flugzeuge als ein Beispiel für ein potenzielles Trägersystein an. Weil sich keine Inspekteure im Irak aufhalten, so die CIA, können wir auch nicht wissen, welche Fortschritte die Iraker inzwischen gemacht haben. Dies ist eine der Fragen, die sofort geklärt werden könnten, wenn wir wieder Inspekteure im Irak hätten.

PITT: Bleiben noch die Verbindungen zu Al Kaida.

RITTER: Dieser Verdacht ist nun wirklich lächerlich. Saddam ist ein säkularer Diktator. Er hat in den vergangenen dreißig Jahren den islamischen Fundamentalismus bekämpft und ihn zerschlagen. Er führte nicht zuletzt auch wegen des islamischen Fundamentalismus Krieg gegen den Iran. Die Iraker haben heute Gesetze, wonach jemand, der für den Wahabbismus Anhänger wirbt, mit dem Tod bestraft wird; dies gilt nicht nur für den Wahabbismus, sondern für den islam überhaupt, aber der Hass auf die Wahabbiten, zu denen auch Osama bin Laden gehört, ist besonders groß. Osama bin Laden seinerseits hasst Saddam Hussein schon lange. Er bezeichnete ihn als einen Abtrünnigen, der getötet werden müsse.

PITT: obwohl Osama bin Laden die Sanktionen gegen den Irak immer wieder scharf verurteilt.

RITTER: Das tut er, weil die amerikmischen Sanktionen nicht auf Saddam zielen. Sie schaden der irakischen Zivilbevölkerung.

Es gab nie eine Verbindung zwischen Osama bin Laden und Saddam Hussein. Auch das angebliche Treffen [zwischen Mohammed Atta und einem irakischen Geheimdienstmitarbeiterl in der tschechischen Hauptstadt Prag, von dem immer wieder die Rede ist, fand niemals statt. Die Geheimdienste jedenfalls halten es heute für äußerst unwahrscheinlich, dass ein solches Treffen stattfand. Vieles spricht dafür, dass sich Moharnmed Atta zu jenem Zeitpunkt in Florida aufhielt.

Irakische Überläufer berichteten in jüngster Zeit über das Trainingslager in Salman Pak südlich von Bagdad. Sie behaupten, dort befinde sich eine Boeing. Das ist nicht wahr. Es handelt sich um eine russische Antonov. Sie behaupten, dort gebe es Eisenbahnattrappen, Busattrappen, Gebäude und so weiter. All das ist typisch für ein Trainingslager zur Befreiung von Geiseln, und als solches wurde es Mitte der achtziger Jahre unter Leitung des britischen Geheimdienstes tatsächlich gebaut. Spezialeinheiten des britischen Geheimdienstes SAS brachten den Irakern Techniken zur Geiselbefreiung bei. Jedes Land mit einer nationalen Fluglinie, das von Terroristen angegriffen wird und der Irak wurde damals vom Iran und von Syrien angegriffen , muss mit diesen Techniken vertraut sein. Der Irak benutzte Salman Pak bis 1992 als Trainingsgelände für Geiselbefreiungen. 1992, als der Irak keine funktionierende Fluglinie mehr hatte und auch das Eisenbahnnetz zusammengebrochen war, übergab er die Anlage an den irakischen Geheimdienst, genauer gesagt, an die Abteilung für äußere Bedrohungen. Dies sind Fakten, die durch Quellen aus verschiedenen Ländern belegt sind. Die Abteilung für äußere Bedrohungen wurde geschaffen, um Kurdistan und insbesondere das Eindringen islamisch fundamentalistischer Elemente aus dem Iran nach Kurdistan zu bekämpfen. Es handelte sich also nicht um ein Trainingslager für islamisch fundamentalistische Terroristen, sondern um ein Trainingslager des Irak zur Bekämpfung islamisch fundamentalistischer Terroristen.

Und dieser Kampf fand statt. Ziel Nummer eins war die islamistische Kurdenpartei, die sich später Al Ansar nannte. jeff Goldberg behauptete im New Yorker, Al Ansar werde vom irakischen Geheimdienst finanziell unterstützt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Iraker bekämpfen Al Ansar nun schon seit Jahren. Al Ansar stammt aus dem Iran und wird von Iranern unterstützt. Als Teil seines andauernden Kriegs gegen den islamischen Fundamentalismus schuf der Irak eine Spezialeinheit zur Bekämpfung dieser Leute. Es wäre absurd, wenn der Irak Al Kaida unterstützte, sei es mit konventionellen Waffen, wie einige behaupten, sei es mit Massenvernichtungswaffen ...

PITT: Weil Al Kaida diese Waffen gegen Saddam Hussein einsetzen könnte.

RITTER: Nicht könnte. Würde! Saddam ist der Abtrünnige, er ist die Inkarnation des Teufels. In den Augen dieser Leute verkörpert er das Böse schlechthin.

Es gibt keine Fakten, die die Behauptung stützen könnten, es gebe Verbindungen zwischen dem Irak und Al Kaida. Der Irak hat sich nie mit Terroristen dieser Art verbündet. Zwar hat der Irak den Terrorismus seither als Instrument benutzt, aber das Ziel irakischer Terroristen waren vorrangig der Iran, Syrien und die irakische Opposition im Ausland.

PITT: Sprechen wir von dem Überläufer, dem »Bombenbauer«.

RITTER: Klüdir Haniza.

PITT: Wer ist das?

RITTER: Er behauptet, er sei Saddams Bombenbauer, er sei für das irakische Atomwaffenprogramm verantwortlich und dessen führender Kopf gewesen. Leider wird ihm von vielen geglaubt. Kürzlich hat er vor dem US Senat ausgesagt, und niemand hat seine Glaubwürdigkeit angezweifelt. Auch tritt er regelmäßig im amerikanischen Fernsehen auf,

In Wirklichkeit arbeitete er Mitte der achtziger Jahre als Funktionär auf mittlerer Ebene am irakischen Atomprogramm mit. Er arbeitete mit Hussein Kamal zusammen, Saddam Husseins Schwiegersohn, der die Kommission für militärische Industrialisierung leitete und mit ihrer Hilfe nicht nur Massenvernichtungswaffen für den Präsidenten produzierte, sondern sich auch persönlich bereicherte. Hamza hat keine Atomwaffen entwickelt. Mag sein, dass er Hussein Kamal bei der Durchsicht von Unterlagen der Atomwaffenkonstrukteure gelegentlich zur Seite stand, um zu prüfen, ob sie falsche Angaben machten. Er prüfte auch Unterlagen daraufhin, ob die darin enthaltenen Materialforderungen berechtigt waren.

Am Ende wurde Harnza gefeuert. 1994 lief er über, und die CIA lehnte es ab, mit ihm zusammenzuarbeiten sämtliche Geheimdienste lehnten ihn ab , weil sie wussten, dass er nicht derjenige war, für den er sich ausgab. Vergessen wir nicht, die CIA hatte ausgezeichnete Informanten aus dem irakischen Atomwaffenprogramm, die sich 1991 abgesetzt hatten und der CIA halfen, den vollen Umfang des Atomwaffenprogrammes einzuschätzen. Sie waren auch der UNSCOM behilflich, an entsprechende Unterlagen aus den Archiven heranzukommen, unter anderem an die Personalakten, die Konstruktionspläne und so weiter. Hamza war kein Konstrukteur, und er war mit Sicherheit nicht der führende Kopf des Prograrnms. Der führende Kopf war jafar al jafar. Die Untersuchung des irakischen Atomwaffenprogramms und der Versweierungstaktiken des Irak lag in meiner Verantwortung. Ich habe mit allen wichtigen Leuten gesprochen, die daran mitarbeiteten, angefangen mit jafar al jafar. Ich habe sehr eng mit der Internationalen Atomenergieorganisation (International Atomic Energy Agency, IAEA) zusammengearbeitet, um alle Unterlagen zu sichten. Hamza ist nicht der, für den er sich ausgibt. Trotzdem wird er von den amerikanischen Medien hofiert.

PITT: Und Hamzas Dokument des »rauchenden Colts«, das angeblich belegt, dass der Irak eine Atombombe entwickelt hat?

RITTER: Hussein Kamal setzte sich 1995 ab. Als wir ihm das Dokument vorlegten, sagte er sofort, es sei eine Fälschung, und benannte alle Fehler. Und dieser Hussein Kamal verfolgte mit seiner Flucht aus dem Irak immerhin auch das Ziel, Saddam Hussein zu stürzen. Er wollte Saddam diskreditieren, insofern hatte er bestimmt kein Interesse daran, ein Dokument für wertlos zu erklären, das ihm internationale Unterstützung für Saddams Sturz hätte verschaffen können. Aber etwas zu bestätigen, das er als eine plumpe Fälschung erkannte, konnte er auch nicht.

Immer wieder habe ich angeboten, mit Khidir Hamza ein Streitgespräch zu führen. Er weigerte sich. Er hat Angst vor mir, weil er weiß, dass ich im Besitz von Unterlagen bin, die ihn als Lügner entlarven. PITT: Sie haben auch Richard Butler zum Streitgespräch herausgefordert.

RITTER: Meine Einladung gilt immer noch. Ich würde zu jeder Zeit und an jedem Ort mit ihm eine Diskussion führen.

PITT: Wer ist Butler?

RITTER: Ein australischer Diplomat; er kommt aus der Politik. Er hat sich in der australischen Politik engagiert und es verstanden, dieses Engagement in eine diplomatische Karriere umzumünzen, wo er sich mit Rüstungskontrolle im weitesten Sinn beschäftigte. Eine Zeit lang war er australischer Botschafter bei der Internationalen Atomenergieorganisation in Wien. Er hat am Atomwaffensperrvertrag mitgewirkt. Als australischer Botschafter bei den Vereinten Nationen hat er sich auch weiterhin mit dem Thema Rüstungskontrolle beschäftigt. Er ist sehr telegen, redegewandt und gebildet. Als Rolf Ekeus, der erste Chef der UNSCOM von 1991 bis Juni 1997, zurücktrat, wurde Richard Butler vorn Generalsekretär gefragt, ob er Ekeus'Posten übernehmen wolle.

PITT: Und Butler erklärt jetzt öffentlich, Sie wüssten nicht, wovon Sie reden ...

RITTER: Ihm passt nicht, was ich sage. Richards Problem ist, dass ich alles, was ich sage, belegen kann, er dagegen nicht. Wenn man sich die Mühe macht nachzulesen, wird man sehen, dass Richard bezüglich des Irak und seiner Tätigkeit als Chef der UN Waffeninspekteure ständig gelogen hat. Bezüglich des Irak hat er jede Glaubwürdigkeit verloren. Aber der gegenwärtigen Politik kommt es sehr gelegen, wenn einer mit dem Hintergrund Ricliard Butlers im amerikanischen Fernsehen Saddam attackiert. Bedauerlicherweise bieten ihm die Medien immer noch ein Forum.

Ich habe Richard Butler wiederholt zu einer Diskussion vor laufender Kamera und Publikum aufgefordert. Er hat es abgelehnt, mit mir zusammen in einer Sendung aufzutreten. Wir waren beide eingeladen, vor dem kanadischen Parlament zu berichten, aber Richard Buder kam nicht. Ich bin mir fast sicher, dass Richard Buder gesagt hat, wenn ich vor dem Senat aussagen würde, käme er nicht. Er geht einer Diskussion aus dem Weg, die er doch eigentlich befürworten sollte.

ich mache zwischen Butler und Haniza einen gewissen Unterschied. Butler glaubt, was er sagt, und ist überzeugt, meine Aussagen widerlegen zu können. Doch das kann er nicht.

PITT: Was sind Butlers Motive?

RITTER: Sehen Sie, Richard Butler kommt mir vor wie der Kommandant eines auf Grund gelaufenen Flugzeugträgers. Er hat UNSCOM kaputt gemacht. UNSCOM gibt es nicht mehr wegen Richard Butler. Und deshalb tut er alles, um die Geschichte umzuschreiben, sich in ein positiveres Licht zu rücken und gleichzeitig an seiner Karriere als Abrüstungsfachmann weiterzubasteln.

PITT: Wie hat er UNSCOM zugrunde gerichtet? Wurde sie von der CIA infiltriert?

RITTER: Ich weiß nicht, ob ich es so bezeichnen würde. Ganz klar war die CIA beteiligt, vielfach auf ganz legale Weise. Aber die Frage ist doch: Wer hat das Sagen? Ein Team aufzustellen, in dem unter anderem auch CIA-Mtarbeiter tätig sind, so wie ich es gemacht habe, ist das eine in allen meinen Teams gab es auch CIA Mitarbeiter. Ich war auf sie angewiesen. Sie sind gut. Sie verfügen über großartige Fähigkeiten, die man braucht, wenn man sich auf ein Spiel mit den Irakern einlässt, wie ich es getan habe.

Solange sich alle Aktivitäten innerhalb des Irak im Einklang mit dem UN Mandat bewegen nämlich mit der Suche nach Massenvernichtungswaffen , ist alles in Ordnung. In dem Moment, in dem man zulässt, dass Inspekteure auch nachrichtendienstliche Informationen sammeln, die mit dem Mandat nichts zu tun haben, diskreditiert man das gesamte Inspektionsteam. Richard Butler hat bei mehreren Inspektionsprogrammen das wichtigste war ein Funkaufklärungsprogramm, das ich konzipiert und zwischen 1996 und 1998 auch geleitet habe zugelassen, dass die CIA den Ton angibt, mit dem einzigen Ziel, Saddarn auszuspionieren. Das war ein Fehler, und das habe ich immer wieder gesagt. Richard Butlers Weigerung, diese Verbindung zu beenden, war einer der Hauptgründe für meinen Rücktritt 1998.

PITT: Warum wurden die uNscom Inspekteure 1998 abgezogen?

RITTER: Im August 1998 brachte Richard Butler eine Delegation nach Bagdad, um dort Gespräche zu führen. Die Iraker waren verärgert über das, was sie als Verzögerungstaktik und gezielte Provokationen empfanden. Sie hatten das Gefühl, die Inspekteure würden in unzulässiger Weise in Bereiche eindringen, die die Souveränität, die Würde und die nationale Sicherheit des Irak verletzten. Sie wollten hier eine Grenze ziehen. Richard Butler trat mit einem sehr aggressiven Programm auf, und die Iraker kündigten an, nicht mehr mit ihm zu verhandeln. Sie betrachteten ihn nicht mehr als fairen und objektiven Vermittler bei der Durchsetzung der Bestimmungen des UN Sicherheitsrates, sondern als einen Handlanger der USA. Butler zog sich zurück, und die Iraker sagten, sie würden nicht mehr mit der UNSCOM zusammenarbeiten. Daraufhin ordnete Richard Butler im Oktober den Rückzug der Inspekteure an.

Die Iraker hatten eigentlich von Anfang an gesagt, dass sie nicht mit amerikanischen Inspekteuren zusammenarbeiten wollten. Dann lenkten sie ein, verlangten aber, die Amerikaner dürften lediglich die laufenden Kontrollen durchführen. Daraufhin zog Richard Butler alle Inspekteure ab. Die USA bereiteten sich auf eine Bombardierung des Irak vor. Die Bomber waren schon in der Luft. Dann gelang es dem Generalsekretär, die Iraker zur bedingungslosen Rückkehr der Inspekteure zu bewegen, und die Bornber wurden zurückgerufen. Aber das Pentagon und das Weiße Haus fügten sich von der UN herumgeschubst, und deshalb wurde entschieden, trotzdern zu bombardieren.

Am 30. November 1998 traf sich ein ranghohes Mitglied des amerikanischen Nationalen Sicherheitsrates mit Richard Butler, um ihm zu sagen, dass die USA den Irak bombardieren würden, und ihm den Zeitplan vorzulegen. Die Bombenangriffe sollten zeitgleich mit einer Inspektion beginnen: Damit wurden die Inspektionen als Vorwand für die Bombardierung benutzt. Richard Butler sollte einen Inspektionsplan erarbeiten, der mit dein Zeitplan der amerikanischen Bombardierungen zusammenfiel.

Nach diesem Gespräch beschloss Richard Butler, Inspekteure mit sehr heiklen Kontrollaufgaben in den Irak zu schicken, die nichts mit der Abrüstung zu tun hatten, sondern die Iraker provozieren sollten.

1)er Irak hatte bereits ein Protokoll zur Durchführung von so genannten Inspektionen sensibler Einrichtungen vorgelegt nachdem mehrere Inspektionsteams, an denen ich beteiligt war, versucht hatten, Zugang zu den Spezialbrigaden der Republikanischen Garde und zu anderen sensiblen Einrichtungen im Großraum Bagdad zu bekommen. Die Iraker hatten verständlicherweise gesagt, sie wollten nicht, dass vierzig Geheimdienstofflziere dort herumliefen. Im Juni 1996 flog Rolf Ekeus in den Irak und handelte eine Übereinkunft aus, die so genannten Modalitäten zur Inspektion sensibler Einrichtungen: Wenn die Inspekteure an einen Ort kämen den die Iraker als sensibel deklariert hatten, sollten die Iraker den unverzüglichen Zutritt eines nur vierköpfigen Inspektionsteams gewährleisten, das kontrollierte ob die Einrichtung etwas mit Massenvernichtungswaffen zu tun hatte oder ob es sich tatsächlich nur um eine sensible Einrichtung handelte. In diesem Fall war die Inspektion zu beenden.

Diese Modalitäten bezüglich der Inspektion sensibler Einrichtungen wurden vom Sicherheitsrat als Teil eines Rahmenpakets zu den allgemeinen Durchführungsbestimmungen gebilligt. Und sie waren praktikabel nicht perfekt, aber doch so gut, dass wir zwischen 1996 und 1998 unsere Arbeit tun konnten.

Nach seiner Konsultation mit dem ranghohen Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates ordnete Richard Butler in enger Koordination mit den Vereinigten Staaten an dass die Inspekteure nach ihrer Ankunft im Irak im Dezember die Modalitäten zur Inspektion sensibler Einrichtungen für null und nichtig erklären sollten. Er tat dies ohne Abstimmung mit dem Sicherheitsrat. Das einzige Land, mit dem er sich abstimmte, waren die Vereinigten Staaten.

Die Inspekteure gingen also in den Irak und suchten ein Hauptquartier der Baath Partei in Bagdad auf. Die Iraker sagten zwar, es handle sich um eine sensible Einrichtung ein vierköpfiges Inspektionsteam werde aber dennoch zugelassen. Die Kontrolleure erklärten einseitig die Modalitäten zur Inspektion sensibler Einrichtungen für ungültig und forderten die Zulassung des gesamten Inspektionsteams. Die Iraker ließen sich auf einen Kompromiss ein und gewährten einem sechsköpfigen Team Zutritt. Es fand nichts. Daraufhin forderte der Leiter des Teams auf Anordnung Richard Butlers den Zutritt eines sehr viel größeren Teams. Die Iraker antworteten, sie würden nur ein Team entsprechend den vereinbarten Modalitäten zulassen. Daraufhin zogen sich die Inspekteure zurück und erstatteten Richard Butler Bericht. Dieser wiederum führte den Vorfall als Beispiel für die eklatante Missachtung des Mandats des UN Sicherheitsrates an.

Er hatte das Inspektionsteam auf Befehl der Vereinigten Staaten abgezogen. Damit brach er das Versprechen, das er den anderen Mitgliedern des Sicherheitsrates gegeben hatte: nämlich nie wieder einseitig Inspekteure abzuziehen beziehungsweise im Falle eines notwendigen Abzugs zuvor den Sicherheitsrat zu informieren und dessen Erlaubnis einzuholen. Schließlich waren die Inspekteure ja im Auftrag des Sicherheitsrates tätig. Richard Buder jedoch telefonierte lediglich mit dem stellvertretenden US Botschafter Peter Burleigh, führte dessen Marschbefehl aus, zog die Inspekteure zurück, und zwei Tage später begannen die Amerikaner mit der Bombardierung. Sie benutzten Richard Butlers Bericht an den Sicherheitsrat als Rechtfertigung. Und natürlich hieß es in diesem Bericht, die Inspekteure wären bei der Durchführung ihrer Aufgaben von den Irakern behindert worden. PiTT: Das alles wird es sehr schwierig machen, amerikanische Inspekteure wieder in den Irak zu bekommen.

RITTER: Das wird es schwierig machen, überhaupt irgendwelche Inspekteure hineinzubekommen. Man wird den Irakern zusichern müssen, die Inspekteure nicht wieder auf eine solche unzulässige Weise einzusetzen.

PITT: Diejenigen, die gegen den Irak in den Krieg ziehen wollen, sprechen oft davon, »dem Irak die Demokratie zu bringen«. Was halten Sie davon?

RITTER: ES ist lächerlich, wenn Donald Rumsfeld und andere über Demokratie im Irak sprechen. Das Demokratiemodell des Westens beruht auf der Herrschaft der Mehrheit. Aber im Irak sind 60 Prozent der Bevölkerung schiitische Moslems, also theoretisch mit dem Iran verbündet. Der Iran ist selbstredend eine Brutstätte des antiamerikanischen islamischen Fundamentalismus. Der Irak verfügt nachweislich über die zweitgrößten Ölreserven. Die Vorstellung einer demokratischen Regierung im Irak mit den Schiiten an der Macht was bedeuten würde, dass diese beiden großen Ölproduzenten theoretisch miteinander verbündet wären ist etwas, das sich nicht viele Leute wünschen. In der Region würde dies keine große Unterstützung finden. Wir wollen keine Demokratie im Irak, weil wir nicht wollen, dass die Schiiten an die Macht kommen.

Die zweitgrößte Gruppe sind die Kurden, sie machen und 23 Prozent der Bevölkerung aus. Und in Wahrheit wollen wir genauso wenig wie die Türkei, dass die Kurden mehr Unabhängigkeit bekommen. Die Türken haben einen langen und blutigen Krieg geführt, um ein unabhängiges Kurdistan zu verhindern. Es liegt nicht im Interesse der Vereinigten Staaten, diesen 23 Prozent der Bevölkerung mehr demokratische Rechte zu verschaffen.

Das bedeutet, dass wir eigentlich nur über die verbleibenden 17 Prozent reden: die Sunniten. Saddam ist Sunnit. Die sunnitischen Stämme haben schon immer die irakische Politik dominiert. Sie haben das Militär dominiert, sie haben die herrschende Klasse dominiert. Aber auch was die Sunniten betrifft, geht es uns nicht um Demokratie.

PITT: Sie haben die Herrschaft der Sunniten durch einen Vergleich mit dem Film »Der Pate« beschrieben.

RiTTER: Es gibt da eine Szene, in der Don Corleone die Mafia Familien zusammenruft. Wenn man nur diese eine Szene betrachtet, könnte man meinen, dass diese Familien prächtig miteinander klarkommen. In Wirklichkeit sieht es ganz anders aus. Sie bekämpfen sich bis aufs Blut, sie intrigieren gegeneinander, sie belügen und bestehlen sich, sie verbünden sich und entzweien sich wieder, bis irgendwann eine Familie die Oberhand gewinnt.

Genau das ist auch im Irak geschehen. Saddam Husseins Familie, die Abu Nassir, zählt 20 000 Leute und beherrscht ein Land von mehr als 20 Millionen Menschen. Und zwar deshalb, weil sie als die dominierende Familie hervorgegangen ist, weil sie die Sunniten dominiert. Und die Sunniten wiederum dominieren die Kurden und die Schiiten.

So sieht die Realität aus. Wenn man Saddam Hussein ersetzt, dann wahrscheinlich durch einen anderen Sunniten; das bedeutet, dass sich die sunnitische Stammeshierarchie durchsetzen wird und man am Schluss wieder ein Regime hat, das auf die gleiche Weise herrscht wie Saddam Hussein.

Das Ganze ist so und so absurd. Man kann einem Land nicht die Demokratie von außen aufzwingen. Das funktioniert nicht. Der Irak muss einen solchen Wandel von innen heraus vollziehen, und das dauert Jahrzehnte. Die einzige Möglichkeit, wie das geschehen kann, die einzige Möglichkeit, eine Demokratie auf den Weg zu bringen, besteht darin, die Wirtschaftssanktionen aufzuheben und dem Irak den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu erlauben. Die Entwicklung einer lebensfähigen Mittelklasse über die religiösen, ethnischen und Stammesgrenzen hinweg ist das Einzige, was der Demokratie zum Leben verhelfen kann.

PITT: Als die Vereinigten Staaten in Afghanistan eingriffen, benutzten sie die Nordallianz als ihre Ersatztruppe, als ihre Soldatenfür den Bodenkampf Es wurde viel darüber geredet, die Kurden auf ähnliche Weise einzusetzen, wenn die USA in den Irak einmarschieren. Ist das ein gangbarer Weg?
RITTER: Nein. Erstens führen die Kurden untereinander Krieg und sind zu sehr zerstritten. Zweitens würden die Türken niemals zulassen, dass die Kurden eine derartige Dominanz bekommen. Drittens scheinen die Kurden selbst auf eine solche Rolle nicht sehr erpicht zu sein. Kürzlich trafen sich in Washington sämtliche irakische Oppositionsgruppen. Die größte kurdische Gruppe im Irak, die Kurdische Demokratische Partei, hat dieses Treffen allerdings boykottiert. Sie sagte: »Welche Garantien könnt ihr uns geben? Wenn ihr anfangt, euch für den Krieg zu rüsten, wird Saddam nicht einfach ruhig zusehen. Er wird zuschlagen, und er wird in Kurdistan zuschlagen. Er wird uns vernichten. Was wollt ihr tun, um das zu verhindern? ihr könnt überhaupt nichts tun, um das zu verhindern, weil ihr darauf hinarbeitet, ihn zu beseitigen. Wenn ihr interveniert, um ihn davon abzuhalten, uns zu vernichten, zersplittert ihr eure Kräfte. So oder so die Kurden können dabei nur verlieren, und deshalb sind wir nicht mit von der Partie.«

PITT: Wie sieht die taktische Lage aus, wenn die Vereinigten Staaten gegen den Irak in den Krieg ziehen? Auf wen können sie als Verbündete zählen? Welche Stützpunkte können sie benutzen?

RITTER: Ich denke, die Türkei würde uns erlauben, die dortigen Stützpunkte zu benutzen, wenn wir versprechen, Kurdistan nicht anzutasten und die Kurden davon abzuhalten, ihre Unabhängigkeit zu erklären. ich glaube, das wird mit das Erste sein, was geschieht, und zwar relativ bald. Wir haben bereits jetzt amerikanische Streitkräfte in Kurdistan, die Rollfelder bauen und logistische Basen einrichten. Irgendwann in diesem Herbst werden wahrscheinlich mehrere tausend amerikanische Soldaten in Kurdistan stationiert werden, vorgeblich, um die Kurden im Irak zu schützen, indem man die Flugverbotszone erweitert und »sichere Häfen« schafft. Damit wird man die Zusammenarbeit der Türkei erkaufen.

Der Hauptstoß wird aus dem Süden erfolgen, aus Kuwait. Er wird von den logistischen Basen und Luftwaffenstützpunkten der Amerikaner aus geführt werden, die in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain eingerichtet worden sind, mit 70 000 bis 150 000 Mann. Dieser Vorstoß wird zum Ziel haben, den Süden des Irak einzunehmen, dort die irakische Opposition einzusetzen, um Bagdad dann immer mehr unter Druck zu setzen, in der Hoffnung, dass die irakische Armee auseinander fällt und das irakische Volk und insbesondere die Bevölkerung Bagdads sich erhebt und Saddam stürzt. Zugleich wird es von Jordanien aus Sondereinsätze in den westlichen Irak geben, um zu verhindern, dass der Irak Israel mit Raketen beschießt. Dies würde zu einem Gegenangriff der Israelis führen, der diese ganze Koalition sprengen könnte. Aber der Hauptstoß wird aus dem Süden erfolgen.

PiTT: Wie werden die anderen Staaten in der Region reagieren?
RITTER: Erstens ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser ganze Feldzug scheitert, weil es so viele Unwägbarkeiten gibt. Die Frage ist, ob a) die irakische Armee nicht kämpfen wird; ob b) sich das irakische Volk erhebt; und c) sich die internationale Staatengemeinschaft um uns scharen wird, sobald wir nur unsere ernsthafte Absicht demonstriert haben, Saddam zu beseitigen.

PITT: Bis jetzt ist die internationale Gemeinschaft ja alles andere als begeistert.

RITTER: Sie ist entschieden dagegen. in der arabischen Welt gibt es starke Ressentiments. Falls Amerika im Alleingang im Irak einmarschiert, werden wir ...

PITT: Brent Scowcroft [Sicherheitsberater von George Bush sen.] hat vor kurzem von einem Armageddon gesprochen.

RITTER: Zu einem solchen könnte es werden. Diese Gefahr besteht wirklich. Wir müssen zwei Faktoren in den Griff bekommen: die Zeit und die Opfer in einem solchen Krieg. Wenn wir in den Irak einmarschieren, müssen wir auch schnell siegen. Wir werden keinen Spielraum für einen langen, ausgedehnten Feldzug haben. Falls die Iraker unseren Vorstoß eine Zeit lang aufhalten können einen Monat oder zwei, falls Saddam sich halten kann , wird es in der arabischen Welt dermaßen krachen, wie wir es noch nicht erlebt haben. Verglichen damit wäre der 11. September nur ein Dummejungenstreich. Und falls es auf unserer Seite Opfer gibt, werden wir hier in den USA ein politisches Desaster erleben. Wenn zur internationalen Ablehnung noch die Verärgerung der amerikanischen Bevölkerung hinzukommt, wird der Präsident enorm unter Beschuss geraten.

PITT: Insbesondere durch die internationale Staatengemeinschaft, falls wir uns nicht ein UN Mandat beschaffen ...

RITTER: Ein solches wird es nie geben. Wir behaupten zwar, bereits eines zu haben, aber das stimmt nicht, und das könnte das Ende der UN als Förderer von Frieden und Sicherheit sein.

PITT: Was ja durchaus den Absichten gewisser Leute in dieser Regierung entgegenkäme.

RITTER: Die Ironie besteht doch darin, dass angesichts der Gefahr eines Zusammenbruchs von Ägypten, Jordanien und Saudi Arabien die Bush Regierung sagt: »Na und?« Bush und seine Leute haben doch ständig davon geredet, dass es im Nahen Osten eine Unigestaltung geben müsse, dass der Nahe Osten den Kontakt zu den westlich orientierten Gesellschaften verloren habe.

Es wird wirklich auf den Kampf der Kulturen hinauslaufen, den Osama bin Laden wollte. Das ist einer der Gründe, weshalb er uns angegriffen hat: Er wollte einen Krieg zwischen dem Westen und dem Islam herbeiführen. Nahezu jeder hält das für lächerlich. Aber jetzt machen die Vereinigten Staaten daraus tatsächlich einen Krieg zwischen dem Westen und dem Islam. Und den werden wir nicht gewinnen. Es ist nicht so, dass unser Land plötzlich besetzt werden würde, aber wir werden verlieren, weil wir nicht gewinnen. Es könnte für die USA eine demütigende Niederlage werden, eine entscheidende Niederlage, die den Verlust des amerikanischen Einflusses auf der ganzen Welt einläuten könnte. Sie könnte für unsere Wirtschaft verheerende Folgen haben.

Da wird ein sehr gefährliches Potenzial freigesetzt. Lesen Sie nur in der Nuclear Policy Review, was das Pentagon als Planungsstudie vorgelegt hat. Die sagen zwar, das sei alles nur hypothetisch, aber in einem der Szenarien geht man davon aus, dass Zehntausende von amerikanischen Soldaten in einem Krieg in Übersee feststecken und nicht nur das Risiko besteht, dass sie aufgerieben werden, sondern dass auch Massenvernichtungswaffen zum Einsatz kommen. Wir gehen ja bereits davon aus, dass der Irak in der Lage ist, chemische und biologische Kampfstoffe herzustellen. Vielleicht besitzen sie ja gar keine, aber in allen unseren Planungen unterstellen wir, dass sie welche haben. Wenn 70000 bis 100000 Mann im Irak festsitzen, wenn der Nahe Osten explodiert und unsere Kommunikationsverbindungen bedroht sind und damit auch unsere Möglichkeit, diese Truppen zu versorgen, und die Iraker leisten anhaltend Gegenwehr dann wird die Gefahr eines Einsatzes von Atomwaffen sehr real.

So kann es zum Armageddon kommen. Heute kann sich noch niemand vorstellen, Terroristen eine Atomwaffe in die Hand zu geben; es wäre für sie sehr schwierig, eine zu bekommen. Aber falls entweder die USA oder Israel Atombomben gegen den Irak einsetzen sollten, würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen, dass innerhalb von zehn Jahren die Vereinigten Staaten von Terroristen mit einer Atombombe angegriffen werden. Und das wäre dann das Ende vorn Lied. Falls die USA oder Israel Atomwaffen gegen den Irak einsetzen, würden im Gegenzug Pakistan und der Iran den Terroristen den Bau von Atombomben ermöglichen. Das garantiere ich Ihnen. Das ist das Armageddon. Dieser Krieg gegen den Irak ist das Dümmste, was ich je gehört habe.

PITT: Wie hoch wären die unmittelbaren Verluste an Menschenleben bei einem Krieg im Irak?

RITTER: Im Irak wird es keine Umwälzung geben. ich glaube nicht, dass sich das irakische Volk gegen Saddam erheben wird, aber falls doch" wird man den Aufstand brutal niederschlagen. Ich denke, wenn die USA von Süden aus vorstoßen, wird Saddam scharf gegen die Schiiten vorgehen, und das wird 20 000 bis 30 000 Tote zur Folge haben. Saddam wird einen Präventivschlag gegen Kurdistan führen und 10000 bis 20000 Kurden umbringen. Die Vereinigten Staaten werden Bagdad »schwächen« müssen, ein städtisches Gebiet mit fünf Millionen Menschen. Denken Sie nur an Grosny, als die Russen gegen die Tschetschenen losgezogen sind. Dies wird noch schlimmer werden, und wir werden 30 000 bis 40000 Zivilisten töten. Wir sprechen über eine ungeheure Zahl von Toten unter der Zivilbevölkerung, ganz zu schweigen von Zehntausenden irakischer Soldaten und Sicherheitsleute, die umkommen werden.

PITT: Sie haben das amerikanische Militär als die größte Tötungsmaschine der Geschichte bezeichnet.

RITTER: Wir können wirkungsvoller töten als irgendwer sonst auf der Welt. Die Frage lautet: Was kann uns daran hindern? Wenn es um Kriegführung in Städten geht und darum, in bebauten, von Zivilisten dicht bevölkerten Gebieten bestimmte Leute aufzustöbern, sind unsere Handlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Das heißt, dass auch wir beträchtliche Verluste hätten.' Unser Blutzoll wird in die Hunderte, wenn nicht sogar in die Tausende gehen.

PITT: Und im denkbar schlimmsten Fall ...

RITTER: Falls die ganze Sache schief läuft und 70000 Amerikaner abgeschnitten im Irak nur mehr darauf warten können, vernichtet zu werden, werden wir die Atombombe einsetzen. Daran gibt es keinen Zweifel. Wir werden die Atombombe einsetzen. An diesem Krieg ist alles schlecht. Dieser Krieg wird nicht gut enden.

PITT: Von wem in der amerikanischen Regierung geht dieser Druck aus, einen Militärschlag zuführen? Kürzlich äußerte sich Condoleeza Rice [Sicherheitsberaterin von George W. Bush] in dem Sinne, dass es anscheinend nur zwei Optionen gebe: gar nichts zu tun oder Krieg zu führen,

RITTER: Condoleeza Rice hat nichts zu entscheiden.

PITT: Sie ist ein Sprachrohr. Aber für wen?

RITTER: Für Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz und Richard Perle.

PITT: Weshalb?

RITTER: Weil Sie alle aus dem Umfeld einer neokonservativen Denkfabrik kommen, die äußerst enge Beziehungen zu Israel unterhält und die den Irak als Bedrohung für Israel und die Vereinigten Staaten ansieht. Sie haben sich ideologisch, intellektuell und politisch darauf eingeschworen, Saddam Hussein zu beseitigen.

PITT: Glauben Sie, Israel sei der Dreh und Angelpunkt?

RITTER: Nein. Lassen Sie Israel aus dem Spiel. Israel ist nicht die treibende Kraft. Was ich meine, ist, dass diese Leute Neokonservative mit einer ausgesprochen pro israelischen Haltung sind. Einige der schlimmsten Feinde Israels sind pro israelische Amerikaner. Für mich gehören Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz heute zu den schlimmsten Feinden Israels. Ich halte mich selbst für ausgesprochen pro israelisch, und wenn man sich um Israel Sorgen macht, ist diese Politik, die einen Angriff auf den Irak im Alleingang plant, das Schlimmste, was geschehen kann. Das destabilisiert den Nahen Osten noch mehr und bringt Israel in weit größere Gefahr. Es ist einfach schlechte Politik.

PiTT: Wie würden Sie »neokonservativ« definieren? Ich frage deshalb, weil ich weiß, dass Sie Republikaner sind und Bush im Jahr 2000 unterstützt haben.

RITTER: Ich würde als neokonservativ Leute bezeichnen, die alles zurückweisen, was außerhalb ihres ideologischen Systems liegt. Ich glaube, ein Konservativer kann auch jemandem mit moderateren Ansichten zuhören und zumindest anderer Auffassungen in Betracht ziehen. Aber Neokonservative sind so sehr in ihrer Ideologie verfangen, dass sie nichts anderes mehr in Betracht ziehen. Im Hinblick auf den Irak sind Neokonservative diejenigen, die im vergangenen Jahrzehnt in bestimmten Denkfabriken gewirkt haben das American Enterprise Institute fällt mir da ein und dort etwas entwickelt haben, was ich, ehrlich gesagt, nur als Meinung einer Randgruppe bezeichnen kann.

Nachdem es Bush mit der Wahl nicht geschafft hatte, das Mandat zu bekommen, das er gebraucht hätte, um die Demokraten und moderatere Stimmen für sich zu gewinnen, musste er auf seine neokonservative Basis zurückgreifen, wodurch plötzlich diese Leute mit ihrer extremen Haltung zum Irak an Gewicht gewannen. Sie sind definitiv nicht repräsentativ für das vorherrschende Denken in Amerika. Aber sie sitzen jetzt an den Schalthebeln der Regierungsmacht ...

PITT: ... und des Militärs.

RITTER: insbesondere im Pentagon. Donald Rumsfeld war politisch bereits tot. Kein Mensch glaubte, dass Donald Rumsfeld noch irgend etwas ausrichten könnte. Paul Wolfowitz galt als tollwütiger Irrer von der extremen Rechten. Und nicht ohne Grund nennt man Richard Perle den »Fürsten der Finsternis «. Von diesen dreien glaubte man, sie würden den Rest ihres politischen Lebens damit verbringen, aus dem Hinterhalt ihre Giftpfeile abzuschießen, wie sie es zuvor schon zehn Jahre lang getan hatten. Und jetzt, mit einem Schlag, sind sie die Drahtzieher.

PITT: Ziemlich gefährliche Zeiten.

RITTER: Extrem gefährliche.

PITT: Sie glauben, Öl habe mit dieser Sache nicht viel zu tun?

RITTER: Nein. Öl gibt es in diesem Teil der Welt überall. Wir können vom Irak alles Öl bekommen, das wir wollen. Der irakische Öl Minister hat klargemacht, dass nach Aufhebung der Sanktionen der Irak alles in seiner Macht Stehende tun wird, damit der strategische Energiebedarf der Vereinigten Staaten gedeckt wird. Es stimmt nicht, dass uns der Irak den Zugang zum Öl verwehren würde.

PITT: Was halten Sie von den Anhörungen des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen den Biden Hearings , die kürzlich stattfanden, im Hinblick auf diesen potenziellen Konflikt?

RITTER: Ich fordere den Senat seit langer Zeit auf, Anhörungen über den Irak durchzuführen, und im Juni bin ich nach Washington gefahren, um mich mit einer Reihe von Senatoren und deren Stäben zu treffen. Ich habe versucht, mit joe Biden und seinem Stab zu sprechen, aber sie haben auf meine Telefonanrufe nicht geantwortet. Von hochrangigen Mitarbeitern in den Büros von Chuck Hagel und John Kerry erfuhr ich, dass Biden von Anhörungen nichts wissen wolle; das stehe nicht auf seiner Tagesordnung. Offenbar hat sich zwischen Juni und Ende Juli etwas verändert, und die Anhörungen fanden statt. Aber sie waren nicht fair und objektiv.

Stattdessen war es ein abgekartetes Spiel, eine Gaunerei, bei der die Senatoren ein handverlesenes Gremium zusammenstellten darunter Butler und Hamza , das instruiert war herauszufinden, dass der Irak eine Bedrohung darstelle.

Das alles ist sehr merkwürdig. Alsjoe Biden diese Anhörungen auf Fox News Sunday ankündigte was an sich schon Bände spricht und im selben Atemzug die amerikanische Demokratie pries und von der Notwendigkeit einer Debatte und eines Dialogs sprach, sagte er auch, falls Saddam in fünf Jahren noch am Ruder sei, hätten wir einen Fehler gemacht. Er sagte, er sei zuversichtlich, dass sich nach den Anhörungen der Kongress nahezu einstimmig entschließen werde, militärische Maßnahmen gegen den Irak einzuleiten. Wenn das kein vorweggenommener Beschluss war, weiß ich nicht, was sonst.

PITT: Es war die Rede von einem »Regimewechsel«, aber nicht davon, wie dieser zu erreichen sei, durch Krieg.

RITTER: Sie haben von nichts anderem gesprochen. Wenn Biden und die Senatoren Richter wären und dies tatsächlich eine Debatte über die vom Irak ausgehende Bedrohung gewesen wäre, hätten sie sich selbst wegen Befangenheit ablehnen müssen, weil sie nichts anderes im Sinn hatten als den Regimewechsel. Sie haben in den Regimewechsel so viel politisches Kapital investiert, dass es lächerlich wäre anzunehmen, diese Senatoren hätten etwas gewollt, das einer fairen und offenen Anhörung über den Irak oder über die Bedrohung der Vereinigten Staaten durch den Irak gleichkäme.

PITT: In Anbetracht all Ihrer Erfahrungen wie denken Sie über die irakische Regierung im Allgemeinen?

RITTER: Die irakische Regierung ist fest verschanzt nach mehr als dreißig Jahren Herrschaft der Baath Partei. Die Baath Partei hat jeden Bereich des öffentlichen Lebens im Irak durchdrungen Kultur, Wirtschaft, Erziehung und Politik. Es wäre unverantwortlich, die Vorgänge dort auf einen einfachen Nenner zu bringen und zu versuchen, Saddam Hussein vom Rest der politischen Maschinerie losgelöst sehen zu wollen. So funktioniert das nicht.

Ich bin Realist genug, um zu verstehen, dass die irakische Regierung innerhalb des Landes viel stärker ist, als die meisten Leute annehmen. Ich denke, man darf die irakische Regierung nicht als zu leichtgewichtig ansehen. Es ist ein brutales Regime, das seine Missachtung des Völkerrechts und der Menschenrechte hinreichend demonstriert hat. Es hat bewiesen, dass es in der Lage ist, die Bevölkerung über seine politischen Ziele zu belügen genauso wie es viele andere Regierungen auf der Welt, einschließlich unserer eigenen, auch tun. Es besteht kein Grund, um die Sache herumzureden. Die Iraker haben nicht die Wahrheit gesagt. Mir ist klar, dass man das nicht hinnehmen kann. Wenn man aber in der politischen Welt sämtliche Verbindungen zu all jenen kappt, die Lügen erzählen, würde kein Mensch mehr mit einem anderen etwas zu tun haben.

PITT: Sie sagten, eines der gefährlichsten Dinge in den Vereinigten Staaten sei gewesen, dass die Amerikaner sich dem Irrglauben hingegeben haben, man könne 20 Millionen Iraker - die ganz normale Zivilbevölkerung mit einem einzigen Menschen, Saddam Hussein, gleichsetzen. Wenn wir darüber sprechen, wie wir Saddam und seine Regierung loswerden, übersehen wir dabei, dass wir auch über 20 Millionen gewöhnlicher Menschen sprechen.
RITTER: Der Irak ist nicht gleich Saddam Hussein. Saddam ist ein gewichtiger Faktor, zweifellos, aber wenn wir eine ganze Nation von mehr als 20 Millionen Menschen mit einem einzigen Mann gleichsetzen, so ist das auf groteske Weise ignorant.

PITT: Wie würden Sie das Problem anpacken?

RITTER: Als Erstes würde ich einen Sondergesandten ernennen einen Vertreter der US Regierung und ihn nach Bagdad schicken, damit er dort Gespräche führt. Und zuhört. Bei jedweder Lösung, die militärische Maßnahmen einschließt, muss auch die Diplomatie ins Spiel gebracht werden. Einer der Gründe, weshalb wir keine Koalition zustande bringen, ist, dass wir bei der Irak Frage auf sämtliche diplomatischen Mittel verzichtet haben. Wenn sich Colin Powell mit dem Vertreter des nordkoreanischen Außenministers zusammensetzen kann wobei Nordkorea natürlich zu Bushs »Achse des Bösen gehört , sollten wir auch in der Lage sein, uns mit den Irakern zusammenzusetzen.

Es ist wichtig, dass wir uns diplomatisch wieder engagieren, denn dadurch kommt der Prozess des Austauschs von Standpunkten in Gang. Wir können darlegen, dass wir darauf bestehen, dass sich der Irak strikt an die Bestimmungen des Sicherheitsrats hält. Wir können ebenfalls darlegen und dies ist ganz entscheidend , dass uns mehr an der Abrüstung als an der Beseitigung des Regimes gelegen ist. Ich glaube, wir brauchen eine völlige Neubewertung unserer politischen Ziele hinsichtlich des Irak. Wir können nicht über Abrüstung und über die irakische Verpflichtung sprechen, sich an die Beschlüsse des Sicherheitsrats zur Abrüstung zu halten, und im selben Atemzug verkünden, wir wollten im Alleingang und unter Bruch des Völkerrechts Saddam Hussein stürzen.

Das gilt insbesondere, wenn wir sagen, dass wir selbst dann, wenn der Irak hinsichtlich der Inspekteure voll und ganz mitspielt, nach wie vor Saddam zur Strecke bringen wollen. Das ist äußerst kontraproduktiv. Zuerst müssen wir auf Abrüstung pochen. Zuerst müssen wir auf das Völkerrecht pochen. Und alles tun, um die Waffeninspekteure wieder in den Irak zu bekommen.

PITT: Was ist nötig, um die Inspekteure wieder in den Irak zu bekommen ?

RITTER: Am Ende, so glaube ich, wird dem Irak nichts anderes übrig bleiben, als die kategorische Forderung, die Inspekteure wieder ins Land zu lassen, ohne Vorbedingungen zu akzeptieren. Darum geht es. Aber der Irak wird sich so lange weigern, bis er die Zusicherung hat, dass die Inspektionen nicht wieder dazu missbraucht werden wie das im Dezember 1998 durch die USA geschehen ist , Militäraktionen zu provozieren oder geheimdienstliche Informationen gegen Saddam Hussein zu sammeln.

Es ist schwierig, die Interessen in Einklang zu bringen: einerseits die legitime Forderung des Sicherheitsrats, es dürfe keine Vorbedingungen geben und der Irak müsse sich voll und ganz an die Bestimmungen halten, die ihm durch den Beschluss des Sicherheitsrats auferlegt wurden. Und andererseits die legitimen Bedenken des Irak, was seine Souveränität und nationale Sicherheit angeht.

Deshalb, denke ich, wäre es hilfreich, wenn sich ein ehrlicher Vermittler einschalten würde. Das würde ein vertrauensbildendes Umfeld schaffen, in dem die unterschiedlichen Interessen zusammengeführt werden könnten. Der ehrliche Vermittler würde nur dann auf den Plan treten, wenn den Inspekteuren ein unbeschränkter Zugang ohne Vorbedingungen gewährt würde. Andererseits würde der Vermittler sicherstellen, dass es keinen Missbrauch gibt. Ich glaube, hätte es im Dezember 1998 einen ehrlichen Vermittler gegeben, wäre Richard Butler mit seiner inszenierten Manipulation nicht durchgekommen. Hätte es einen ehrlichen Vermittler gegeben und hätte die internationale Staatengemeinschaft erkannt, dass die Iraker voll und ganz bereit waren, die Inspekteure in das Hauptquartier der Baath Partei zu lassen, hätte Richard Butler mit dem Bericht, den er veröffentlichte, keinen Erfolg gehabt, und die USA hätten nicht so ungeniert das Völkerrecht missachten und den Irak bei der Operation Wüstenfuchs bombardieren können.

Ich glaube, diese Art unabhängiger Beobachter ist ein entscheidender Teil jeder zukünftigen Lösung, die darauf abzielt, die Inspekteure wieder in den Irak zu bekommen. PITT: Sie haben im Marineinfanteriekorps gedient, als Offizier, als Nachrichtenofftzier. Sie haben sieben Jahre lang im Irak nach diesen Waffen gesucht, um die Sicherheit nicht nur unseres Landes, sondern der Region und der ganzen Welt zu gewährleisten. Dennoch gibt es in unserem Land Menschen, die Sie als Verräter beschimpfen, weil Sie über diese Dinge so reden, wie Sie es tun. Was entgegnen Sie denen?

RITTER: jeder Mensch darf sagen, was er möchte, aber ich glaube, dass diejenigen, die so etwas von mir behaupten, sich absichtlich dumm stellen. Da gibt es doch so etwas, das man die Verfassung der Vereinigten Staaten nennt. Als ich die Uniform des Marineinfanteriekorps anzog und als Offizier bei den "Marines" Dienst tat, schwor ich einen Eid, die Verfassung gegen alle Feinde, im Ausland wie im Inland, hochzuhalten und zu verteidigen. Das bedeutet, dass ich bereit bin, mein Leben für dieses Stück Papier und das, was es repräsentiert, einzusetzen. Dieses Schriftstück spricht von » uns, dein Volk« und von einer Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk. Es spricht von der Redefreiheit und von den individuellen bürgerlichen Freiheiten.

Eines meiner Lieblingsgemälde stammt von Nonnan Rockwell. Es ist mit »Freedom of Speech«, »Redefreiheit«, betitelt und zeigt eine Stadtratsversammlung in Neuengland, bei der ein Gentleman zum Publikum spricht. Ältere und jüngere Leute hören ihm zu. Sie müssen dem nicht beipflichten, was er sagt, aber er spricht und äußert seine Meinung. Für mich verkörpert das Recht jedes Bürgers, frei zu sprechen, mehr als alles andere die Prinzipien der amerikanischen Demokratie.

Wir haben keine Demokratie, solange die Bürger sich nicht einmischen. Und ich mische mich ein. Die Leute müssen mir nicht beipflichten. Damit habe ich kein Problem. Ich respektiere das und möchte die Menschen, die anderer Meinung sind als ich, dazu einladen, mit mir zu diskutieren, damit wir unsere Differenzen besprechen und herausfinden können, wo genau wir unterschiedlicher Meinung sind. ich glaube, ich kann bei einer solchen Diskussion unumstößliche Fakten auf den Tisch legen. Was mich bei dieser ganzen Sache, seit ich mein Amt niedergelegt habe, besonders stolz macht, ist ganz gleich, wie viele Leute sagen, dass sie mir nicht zustimmen , dass alle Journalisten, die über mich geschrieben haben, einhellig zu demselben Schluss gekommen sind: Sie können nicht nachweisen, dass die von mir dargelegten Tatsachen falsch sind. Wenn ich sage, dass etwas so und so geschehen ist, ist es auch genauso geschehen.

Ich denke, was ich beisteuern kann, ist für die Diskussion absolut unverzichtbar. Deshalb melde ich mich zu Wort um Einsichten zu liefern, die andernfalls nicht gehört würden. Ich bin kein Verräter; dass ich mich zu Wort melde, ist vielmehr das Patriotischste, das ich im Moment machen kann. Der größte Dienst, den ich meinem Land erweisen kann, besteht darin, in der Irak-Frage zu einer breit angelegten Debatte und zu einem Dialog beizutragen. Wenn der Krieg kommen muss, dann kommt er eben, aber zumindest wird es dann ein Krieg sein, über den offen und fair debattiert worden ist und für den es aufgrund der wirklichen Fakten triftige Gründe gab. Aber wenn diejenigen, die den Krieg fordern, ihre Gründe nicht triftig darlegen können, muss sich die amerikanische Öffentlichkeit dessen auch bewusst sein. Das ist die Rolle, die ich hier spiele.

Das zielt auf den Kern dessen, was es bedeutet, ein Amerikaner zu sein, und darauf wo unsere Verantwortung liegt. Unsere Hauptverantwortung besteht nicht darin, dazusitzen und stumpfsinnig mit dem Kopf zu nicken, wenn unsere gewählten Vertreter in Washington irgend etwas sagen. Unsere Pflicht und Verantwortung besteht darin, die amerikanische Demokratie funktionsfähig zu halten, und die amerikanische Demokratie kann nur funktionieren, wenn die Bürger sich einmischen, wenn die Bürger mit Fakten versorgt werden. Wenn ich mich zu Wort melde, dann um die Demokratie zu stärken, aber es hat nichts mit Verrat an meinem Land zu tun.

PITT: Sie hatten auch Probleme mit dem FBI.

RITTER: Ich war seit jeher sehr offen gegenüber dem FBI. Meine erste Überprüfung durch das FBI fand 1991 statt, nachdem ich geheiratet hatte. Mein Frau stammt aus der ehemaligen Sowjetunion, ist aber inzwischen amerikanische Staatsbürgerin. Die Überprüfung wurde 1992 beendet, als das FBI feststellte, dass meine Eheschließung die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten rächt gefährdet, und mir wurde auch nie auch nur der geringste Verstoß gegen irgendein Gesetz vorgeworfen. Ein Mann begegnet einer Frau, und sie verlieben sich. Das ist alles.

Den Job von den Vereinten Nationen zu bekommen war eine tolle Sache. Das Problem dabei war, dass sich die CIA darüber aufregte, weil ich, ein Nachrichtenoffizier, nicht mehr unter ihrer Kontrolle stand und eine einflussreiche Position innehatte. Da schob man das FBI vor, um mich einzuschüchtern. Das funktionierte nicht. Man kann mich nicht einschüchtern. Das Ganze wurde zu den Akten gelegt und erst 1996 wieder ausgegraben, als wir von der UNSCOM aufgrund der erfolgreicher Beziehungen, die ich zwischen den UN und Israel vermittelt hatte, anfingen, in gewisser Weise von der CIA unabhängig zu werden. Wir waren nicht mehr so sehr auf ihre Erkenntnisse angewiesen wie zuvor. Das bereitete den Leuten Kopfzerbrechen, für die das Motto »Wissen ist Macht« gilt. Solange die CIA der einzige Lieferant von Informationen war, hatte sie Macht und Einfluss auf die Inspektionen. Dadurch, dass sie die Informationen kontrollierte, konnte sie uns vorschreiben, wohin und wann wir losziehen und auf welche Weise wir vorgehen sollten.

Aber weil es uns gelang, uns mit Israel eine äußerst effektive alternative Informationsquelle zu erschließen, verlor die CIA ihren Einfluss. Sie reagierte darauf, indem sie mich beschuldigte, ich würde für den Staat Israel spionieren. Sie hetzte das FBI auf mich, das mich ständig überwachen sollte.

Als ich mein Amt niederlegte und anfing, mich gegen die amerikanische Politik im Irak auszusprechen, wurde eine dritte Überprüfung in Gang gesetzt. Das wurde mir klar, als ich mich entschloss, einen Dokumentarfilm im Irak zu drehen, der den Titel » On Shifting Sands« [»Auf Treibsand«] trägt. Ich wurde jetzt nicht mehr nur verdächtigt, ein Agent Israels zu sein, sondern auch ein Agent des Irak!

PITT: Einige Leute haben Sie als Agent des Irak bezeichnet und behauptet, Sie hätten 400 000 Dollar vom Irak bekommen, um diesen Film zu produzieren.

RITTER: Um den Film zu drehen, habe ich eine Produktionsgesellschaft gegründet und nach Investoren gesucht. Weil es bei dem Film um ein kontroverses Thema ging, das heißt, weil er die Wahrheit zeigte auf eine Art und Weise, die die Regierung Clinton ärgern würde, waren nicht allzu viele Leute bereit einzusteigen. Keiner der Sender, die üblicherweise Dokumentarfilme zeigen PBS, Frontline, CNN usw. , wollte sich beteiligen und Geld in das Projekt stecken. Ein amerikanischer Staatsbürger, ich betone: ein amerikanischer Staatsbürger irakischer Abstammung namens Shakir Alkafajii, der in Detroit als Geschäftsmann tätig ist, war bereit, 400 000 Dollar aus eigener Tasche beizusteuern. 400000 Dollar ist kein großer Betrag für einen hochwertigen Dokumentarfilm von eineinhalb Stunden Dauer. Und im Übrigen habe nicht ich das Geld erhalten; es floss in die Produktionsfirma. Der Film hat letztlich 486 000 Dollar gekostet. 56 000 habe ich aus eigener Tasche bezahlt, 30 000 kamen von einem weiteren Investor. ich habe mit dein Film keinen Gewinn gemacht. Meiner Meinung nach ist es ein guter Film geworden.

Ich habe dabei auch mit den Leuten vom FBI zusammengearbeitet. Ich sagte ihnen, ich würde gern mit ihnen über ihre Befürchtung sprechen, es gebe eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit zwischen der irakischen Regierung und Shakir Alkafajii: Wenn er meinen Film unterstützen würde, bekäme er irgendeine Art von Vergünstigung. Ich sagte dem FBI, falls sie herausfinden sollten, dass dies der Fall sei oder dass die irakische Regierung den Film durch ihn finanzieren ließe, würde ich die Arbeit daran auf der Stelle abbrechen. Nicht nur haben sie keinerlei Hinweis gefunden, dass schmutziges Geld im Spiel war; nachdem sie den Film gesehen hatten, befanden sie ihn sogar für ziemlich gut.

Die Anschuldigung, ich sei ein irakischer Agent, ist Blödsinn. Ich habe zwölf Jahre lang die Uniform des Marineinfanteriekorps getragen. Ich bin für mein Land in den Krieg gezogen. Ich diene heute meiner Gesellschaft. Das alles mache ich nicht aus Sympathie für das irakische Volk, sondern weil ich mein Land liebe.

* * *




http://www.thetruthseeker.co.uk/article.asp?ID=2696

Part One: American Military Defeat in Falluja II
Kevin Thomson ˆ Jan 15, 2005


-- Introduction --

I wrote on November 27, 2004, that there was no Falluja victory by
American military. See the full article:
www.thetruthseeker.co.uk/article.asp?id=2581

At the time, I believed the battle fell back to typical guerrilla
attrition, such as hit-and-run attacks, in and around Falluja. Now
more and more evidence points to a worse situation than what I
estimated back in November. It is not unfair to describe the
situation as an American military defeat in Falluja.

The U. S. military certainly won't admit any defeat or the true
extent of American casualties. Reports from the Iraqi rebels
definitely contain their fair share of propaganda. It is not easy to
reach a realistic assessment by a concerned citizen like myself. My
conclusion is based on circumstantial evidences that are available in
the public domain.

Here I will present the evidence and my conclusions:


-- The political objectives behind Falluja offensive --

The Falluja assault was planned not only as a military offensive, but
also a PR stunt within the context of a broader strategy. The
offensive was well advertised in advance via media and started right
on schedule after the November US presidential election. Media were
embedded and charged into Falluja along with the marines and soldiers
to beam the American military power to the world via TV images. All
hospitals were not allowed to announce civilian casualties and
journalists were kept away from the hospitals to minimize any
negative PR. In fact, Falluja hospital was one of the first targets:

"FALLUJA, Iraq, Monday, Nov. 8 - Explosions and heavy gunfire
thundered across Falluja on Sunday night and Monday morning as
American troops seized control of two strategic bridges, a hospital
and other objectives in the first stage of a long-expected invasion
of the city, the center of the Iraqi insurgency.

"The hospital was selected as an early target because the American
military believed that it was the source of rumors about heavy
casualties."

Full article:
www.nytimes.com/2004/11/08/international/middleeast/08falluja.html?
ex=1257570000&en=7900014eb4622de3&ei=5090&partner=rssuserland

The media blitz was and still is an essential part of the strategy.
It is to convince Iraqis, Americans, and the rest of world that
American military power is irresistible. The American dictated agenda
is the only way. The legitimacy generated from the up-coming Iraqi
election can then be used to pressure NATO and UN for a new mandate
to send troops to help achieve American policy goals in Iraq and
reduce American troop numbers. The American policy goals are to keep
permanent U. S. military bases in Iraq and to have a 3,000-person
staff of U. S. Baghdad embassy administrate Iraq behind the scenes.
This strategy of Falluja victory, followed by elections, followed by
forcing NATO cooperation is described in detail in an article:

Plenty of Strategy, Just No Exit, by Mark Rothschild
www.antiwar.com/rothschild/?articleid=4154

"The Pentagon's Fallujah-based exit strategy hinged on the success of
the campaign - initiated on Nov. 8 - to subdue the Sunni city.
Military planners had hoped that the reconquest of Fallujah would
severely cripple the insurgency and thereby herald a period of
relative calm before the January Iraqi elections. It was also
believed that the success of Fallujah II would preclude the necessity
of calling up further U.S. troops.

"The Pentagon exit strategy presupposed valid Iraqi elections as an
essential prerequisite for garnering international peacekeepers to
supplement overstretched U.S. troops. In the event that the elections
were deemed a success, Old Europe would be hard-pressed to refuse
afterwards to participate militarily alongside the U.S.

"The administration's plan for solving the troop crisis is for the UN
to endorse a NATO-led peacekeeping mission to Iraq. Such a NATO
peacekeeping mission would allow the U.S. to maintain operational
control of its troops on the ground while utilizing the troops of
allied countries to accomplish U.S. policy goals.

"One of the main U.S. policy objectives for Iraq is the establishment
of permanent U.S. military bases in the country."


-- The military offensive and failure --

The Falluja II offensive is "the largest concentration of heavy armor
in one place, since the fall of Berlin (1945)." This was the first
time since World War II that "an American armored task force" has
been turned "loose in a city with no restrictions".

The impression we got from the press leading to Falluja II assault is
that our military will deliver a clear-cut victory. The tide was
about to turn decisively in favor of America. Indeed, strictly inside
Falluja and for the first 4 or 5 days, the offensive was a success,
as confirmed by journalists at the frontlines. Michael Ware, the
Baghdad Bureau Chief for Time Magazine, charged into Falluja with an
Army element and witnessed some fierce fighting. In an interview on
November 24, Ware called the Falluja assault "a sweeping military
victory," even though he considers Iraq in general "an absolute
disaster." Here we have a seasoned journalist with a critical view of
the Iraq War that witnessed the military success from the frontlines.
Ware's interview can be heard at:
www.wnyc.com/shows/lopate/episodes/11242004

After the initial success, bad signs began appearing. The first was
the rebel's successful takeover of Mosul, the third largest city in
Iraq, on November 10-11. This move by the rebels immediately forced
1,000 America troops to be rushed from Falluja back to Mosul,
effectively weakening the Falluja siege.

Then, came the attacks in and around Baiji, where Iraq's largest
refinery is located. This refinery produces gasoline for both Iraqi
civilian use as well as use by the U. S. military. U. S. troops were
called in to replace Iraqi National Guards to protect the refinery.
Iraqi rebels failed to overrun the city or the refinery, but managed
to blow up pipelines around Baiji. This led to severe fuel shortages
later in Baghdad. See the story:

Acute petrol shortage adds to chaos of Baghdad
http://news.ft.com/cms/s/4a66c4dc-4989-11d9-8ce9-00000e2511c8.html

The civilian fuel shortage also meant a shortage of local fuel for
the military. The U. S. was forced to ship in more fuel from sources
outside of Iraq to supply the military needs.

Attacks at other cities and towns also pinned down many American
troops.

Then, since mid-November, we had a media blackout from Falluja. This
points to a serious deterioration over Fallujah by the US military.

The US Military started asking for more troops: first 5,000 more and
then, right before Thanksgiving, the number was increased to 12,000.
Sending 12,000 more troops to Iraq right before the holiday indicates
that the deployment of additional troops was unexpected and needed
out of some sort of emergency situation.

On December 2:

U.S. Embassy Bans Use of Airport Road Employees in Baghdad Will
Travel Increasingly Dangerous Route by Helicopter
www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn/A29731-2004Dec2?language=printer

Banning the use of airport road is not a confidence vote for the
security situation around Baghdad. It is a clear admission that the
rebels are able to intensify attacks on supply lines. (The airport
road is a supply route.)

Iraqi resistance groups claimed that they never lost Falluja entirely
and fighting never stopped in the city and its suburbs. They were
also reportedly attacking U. S. troops laying siege to Falluja from
the rear. That being said, announcements coming out of the Iraqi side
are usually unreliable. Remember those laughable claims made by
Baghdad Bob, the nickname for the former Iraqi Information Minister?

However, this time, the rebels' claims were substantiated by other
news sources and developments. Around November 20-22, Chinese news
agencies and Christian Science Monitor reported fierce fighting in
Falluja. U. S. military also admitted at that time that some "pockets
of resistance" to be stamped out. And, since mid-November, the return
of Falluja residents had been postponed repeatedly. Something was
wrong in Falluja.

On December 10, the military made another excuse for not re-opening
Falluja:

"An army spokesman said the estimated 250,000 people that fled the
(Falluja) assault cannot return until the risk posed by stray animals
and sewage is eliminated."

Full story:
US warns on Falluja disease risk
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4085109.stm

On December 13:

Sabotage suspected in Iraq blackout (around Baghdad)
www.abc.net.au/news/newsitems/200412/s1264402.htm

More fighting reported on December 14:

US retaliates after 8 Marines killed in Fallujah
www.abc.net.au/news/newsitems/200412/s1264430.htm

Dec. 14: News that confirmed supply line attacks:

"WASHINGTON (AP) - The Air Force is making more cargo flights over
Iraq to keep Army transport trucks off the country's dangerous roads,
accepting the increased risk to planes and added cost to reduce the
threat on the ground, officials said Tuesday.

"During the last month, the Air Force reorganized the operations of
its cargo lifters and is now flying about 450 tons of cargo around
Iraq daily, said Lt. Col. Mike Caldwell, an Air Force spokesman.
That's an increase of about 100 tons a day over its previous average,
he said."

Full story:
http://iraq.headliner.org/headliner.php?c=us&id=220611&abbr=ap

The rebels' attacks of supply lines started affecting the military.

And, yet more attacks were reported:
Marines Face More Cunning Foe in Fallujah
www.grandforks.com/mld/grandforks/news/10445264.htm

On December 18:

Four Iraqis killed in US air strike near Fallujah (town of Ameriyat)
http://news.xinhuanet.com/english/2004-12/18/content_2349693.htm

Ameriyat is a small town 6 miles from Falluja. Two weeks before this
news story was published, The rebels claimed that Iraqi fighters had
been using Ameriyat as a staging area to attack U. S. forces from the
rear. American forces bombed and attacked Ameriyat and clashed with
the rebels near the town. This news confirmed not only the earlier
rebel reports, but also the continued fighting around Falluja.

Finally, U. S. admitted that Falluja was not under control and that
the residents could not return. The report also mentioned that 6
marines were killed in Falluja the day before.

US marines do not recommend return of residents to Fallujah
www.spacewar.com/2004/041218082624.0db14n9n.html

December 19 was a very bad day for the American forces in Iraq.
Attacks spread to the Shiite south.

"Suicide bombers blew themselves up in the Shia holy cities of Najaf
and Karbala yesterday, killing at least 62 people and wounding 129."

In Baghdad, three election workers were dragged out of their car and
executed under broad daylight on a street not far away from the Green
Zone, the symbol of American occupation in Baghdad. No Iraqi police
or National Guards intervened. Journalists caught the entire attack
on camera.

Six weeks from elections, 65 are killed on day of terror in Iraq
http://news.independent.co.uk/world/middle_east/story.jsp?
story=594813

December 22: the now infamous suicide attack at the mess hall of a US
military base in Mosul, killing 22 Americans.
www.cnn.com/2004/WORLD/meast/12/22/iraq.main/

As of January 12, 2005, two months after Falluja II offensive,
Falluja is still partially under rebel control and only 8,000 or so
(out of 300,000) residents returned to the city. American forces in
and around Falluja are still regularly attacked and bombarded by the
rebels. Two more marines were killed around Falluja on Jan. 12. (That
is, another 10-20 wounded, according to the usual fatality-wounded
ratio.)

>From Reuters: Two U.S. Marines Killed in Western Iraq
http://story.news.yahoo.com/news?
tmpl=story&u=/nm/20050114/wl_nm/iraq_usa_marines_dc&cid=574&ncid=1478

Since my November article, the Iraqi rebels continue to attack U. S.
supply lines - now with ever increasing effectiveness. Read the
following news story of January 12. Unless you are seeing things
through Fox News-colored lenses, we cannot help but to get an
impression that American troops are under siege and the rebels are
tightening the noose.

"The Air Force is flying in as many as 800 tons of cargo a day into
Iraq - up more than a third since November. Every ton in the air is a
ton that doesn't have to be hauled by truck over Iraq's dangerous
roads.

(Note: 800 tons per day is almost double the airlift amount reported
in the Dec. 14 story above.)

"Reducing the number of truck convoys is one way to reduce the number
of Americans killed or wounded by roadside bombs and ambushes, which
is why the U.S. military is relying more and more on airlift to
supply the 150,000 troops in Iraq."

"Every member of the crew who can afford to take his eyes off the
instruments keeps a lookout for ground fire.

"With clear skies, it's a good day for flying. But does that make it
a safe day for flying?

"It's a good point. The clearer it is the easier it is to see us,"
Kresmer said.

"The best defense is flying high. "Only some of their more
sophisticated weapons can reach up and touch us at this altitude,"
said the pilot.

"When it's time to land, Kremser handles his cargo plane like a
racecar, banking sharply to become as difficult a target as possible.

"Another load of troops and all their gear delivered out of the reach
of the insurgents - at least for now.

Full story:
Dangerous Skies Over Iraq
www.cbsnews.com/stories/2005/01/12/eveningnews/main666478.shtml

Another telling story, this time from The Washington Times, Jan. 04,
2005: "Nowhere is safe" (scroll down, in the middle of the page)
http://washingtontimes.com/national/20050103-105946-5032r.htm

"Sen. John Cornyn, Texas Republican, recently returned from his
second fact-finding mission to Iraq, this latest with a small group
of fellow members of the Senate Armed Services Committee, including
committee chairman Sen. John W. Warner, Virginia Republican; ranking
member Sen. Carl Levin, Michigan Democrat; and Sen. Evan Bayh,
Indiana Democrat.

"It was during a private meeting at the offices of interim Iraqi
Prime Minister Iyad Allawi that Mr. Allawi told the senators to move
their chairs away from the window - for fear an insurgent sniper
might take aim at the American scalps."



http://www.thetruthseeker.co.uk/article.asp?ID=2700

Part Two: American Military Defeat in Falluja II
Kevin Thonson -- January 15, 2005


--American causalities in Falluja II--

Our military guard true American causalities as top secret. Reports
from Iraqi rebels are usually exaggerated. My best guess of American
causalities in Falluja II comes from one line in the following news
story. This story accuses Iraqi fighters of using narcotics in order
to fight ferociously. But, the article also contains a line
reads: ".. 3rd Battalion, 1st Marine Regiment, 1st Marine Division,
one of lead units in the assault to oust the insurgents. The
battalion, known as the Thundering Third, suffered 23 dead and 300
wounded." If a battalion has 1,000 marines, then the causality rate
is 32.3%. That is very high causality rate.

Full story:
Fallujah insurgents were addicted to more than mayhem
www.theunionleader.com/articles_showa.html?article=49537

Eric Herrera is an Army solider from Texas. He survived a grenade
attack in Falluja during Thanksgiving weekend. (This is two weeks
after our military declared Falluja victory.) He was flown back home.
Eric's description represents the first hand pictures at the Falluja
front lines.

Here is what Eric said on December 26, 2004 from his Texas home:

"I heard the first one (grenade) go off and then I saw the second one
come in ... like actually hit the ground and explode."

"That explosion on the streets Fallujah Thanksgiving weekend landed
Eric home for the holidays - with a broken foot."

Here are Eric's comments on the battleground situation as he saw it:

"There's a lot of people that don't think we should be there ... like
my unit," Herrera says. "We're not doing good out there. We're just
soldiers dying left and right."

Full story with video interview of Eric Herrera:
www.team4news.com/Global/story.asp?S=2735469&nav=0w0vUZ5H

Some pictures of American losses in Iraq:
www.rense.com/general61/loses.htm
www.ogrish.com/archives/us_casualties_in_iraq_Dec_28_2004.html

And, videos:
www.ogrish.com/archives/2004/december/ogrish-dot-com-
ushelpinsurgent.wmv
www.ogrish.com/archives/2005/january/ogrish-dot-com-iaimarines.wmv


-- Rhetoric - then and now --

Then:

Bush: "Bring'em on" (in reference to Iraqis attacking US troops)

News quotes:

"blasted guerrilla strongholds"
"pounds Falluja"
"hammer rebel positions"
"tighten the noose"
"Unleash 'Operation Phantom Fury'"
"imposed curfew"
"smash what has become the largest remaining insurgent
stronghold in Iraq"
"Cornered Rebels"
"hunt down last Fallujah rebels"
"have broken the back of the insurgency"
"mission accomplished in Fallujah, 1,600 rebels
killed"

Now:

A media blackout on Falluja news.

>From New York Times, Jan 10, 2005:
"Hot Topic: How U.S. Might Disengage in Iraq"

"Conversation has started bubbling up in Congress, in the Pentagon,
and some days even in the White House about when and how American
forces might begin to disengage in Iraq."

www.nytimes.com/2005/01/10/politics/10policy.html?
ex=1263099600&en=84fa8573daf1e156&ei=5090&partner=rssuserland

>From a recent Iraqi resistance video:
http://strike-free.net/movie_clips/iraqresistance6.wmv

Iraqi resistances to Bush: "You have asked us to bring it on, and so
have we, like never expected! Do you have another challenge?"

Bush's response:

"Sometimes, words have consequences you don't intend them to mean."

Full story (from January 14, 2005):
http://news.scotsman.com/latest.cfm?id=4002166

Shortly after the fall of Baghdad in April of 2003, France, Germany,
and Russia asked to have UN lead the Iraqi reconstruction. The
response from the Bush Administration was to scorn these countries
for not supporting American invasion before but yet dreaming of
sharing power in Iraq with America after our victory. The Neocon's
and Jewish radicals, who were - and still are - the powers that be in
America, told France to face the military reality in Iraq. "Military
reality" is the only language these arrogant neocon's and Jewish
radicals understand. The fact that their rhetoric has changed
dramatically indicates that the military reality in Iraq must have
changed dramatically.


-- Conclusion --

All circumstantial evidence points to a failure to achieve either the
American political or military goals of the Falluja II offensive.
With 12,000 additional troops all in Iraq now, Falluja is still not
under control. Continued attacks on supply lines pressure both
civilian lives and the military operations. Car bombings, ambushes,
and assassinations have intensified and even spread to the Shiite
south. Election workers either have resigned or been killed execution-
style. The January 30 election is in serious doubt. So far, the U. S.
has been unable to take any meaningful measures to reverse or counter
this worsening trend. Could it be that our troops are too busy
defending themselves?

In November, it seems that American forces still had the upper hand
militarily around Falluja, although at the time the goal of crushing
the Iraqi rebels had already failed miserably. Now it looks like the
rebels are actually gaining the upper hand militarily. It is not
unreasonable to call the current situation an American defeat in
Falluja II, although we don't know the true extent of the defeat yet
(such as the real American casualties.)

The Falluja II offensive in November represents the best that the
American military can deliver in fighting Iraqi rebels, both in terms
of manpower and firepower. The offensive turned out to be a dud. In
recent weeks, there are rumors of a large scale American offensive in
Mosul. It is doubtful that the military can launch a bigger offensive
than Falluja II, in a city that is several times larger than Falluja.
Unless the U. S. can send in a significant number of additional
ground forces (such as 50,000 or more), the Iraqi rebels will be
steadily winning the war militarily.

Yes, as our military had planned, Falluja II was a tipping point -
except it is tipping in favor of the Iraqi rebels.

If I were a responsible military planner, I would have emergency
helicopter evacuation plans ready, for all America personnel and top
Iraqi puppets. Sorry, low level Iraqis who had cooperated with
American troops will be abandoned, and have to fend for themselves.


-- My view on the coming Jan. 30 Iraqi election --

The best-case scenario is for the election to be irrelevant. Why can
Americans dictate the Iraqi political process now? Because, we
toppled Saddam's regime by force, we still have 150,000 troops in
Iraq, and our forces have not yet been driven out of Iraq. The ugly
truth is this: the military victor gains the political power, and
writes the history. America will not be the final military victor in
Iraq. Whatever America dictates now doesn't really matter. The new
victor will have the final say.

The revolutionary Chinese Communist leader, Chairman Mao, said it
bluntly: "Political power grows out of the barrels of guns."

The worse case: Sadr'ists and other Shiites join the fight against
American forces after the election - probably out of the U. S.
refusal to withdraw, defying the demand of a so-called "elected"
and "legitimate" Iraqi government. This will quicken the American
defeat.

An American military defeat is inevitable. What detours it will take
to get there is the question.


-- Notes on Sadr'ists --

I suspect that Sadr's militia has been fighting American troops
alongside Sunni rebels all along, despite the fact that they reached
a truce with the Iraqi puppet government and the American military in
Sep. 2004. Sadr'ists fought along with Sunni rebels during Falluja I
in April 2004. The truce may be just a smoke screen. The truce saved
Sadr City from Falluja-style destruction, and yet they can continue
to attack American forces anonymously. Sadr'ists probably never
turned in all their weapons, and could easily replace the weapons
they did turn in at the beginning of the truce. The Iraqi rebels all
wear masks. Nobody can tell if some of them are Sadr'ists. In fact,
we don't know exactly who the rebels are. Our military is fighting
faceless enemies.

It is not clear the extent of Sadr'ist's involvement. They can be
just taking in Falluja refugees and providing some logistic supports.
Most likely, Sadr's militia has been actively attacking American
forces, even if it is just to brush up on their militia training.

It is hard for me to imagine that the Sunni rebels alone can
simultaneously neutralize the massive American assault on Falluja,
overrun Mosul, and launch numerous and sustained attacks across Iraq,
including some attacks in the Shiite south. In about two months since
the Falluja II offensive, the Iraqi rebels have turned the table
around and have American forces under some sort of siege, despite the
additional 12,000 American troops. The Sunni rebels did it alone? I
doubt it. Sure, the number of resistance fighters has been growing as
reports confirmed; but the most plausible explanation is that
Sadr'ists have been fighting all along without publicizing it.

The problem with Sadr's militia (the Mahdi army) is its formal and
publicized structure - a popular leader (Sadr), a base (Sadr City),
black uniforms, identification cards, etc. Guerrilla fighters don't
wear uniforms and don't expose their organizations or command
structures. They don't have fixed bases, either. As a result,
guerrillas can melt away and re-emerge as they wish. Sadr'ists
corrected this problem via the September truce and have been
operating underground since.

Now we haven't heard any of Sadr's fury speeches for months. His
black-uniformed militia has disappeared from the streets. But, we see
the Iraqi rebels steadily gaining ground over American forces.

Would it not be foolhardy to believe that the insurgency is
restricted to just Sunni rebels?


-- Historic Irony --

A widespread general conception (or more accurately - misconception)
is that the American military might is irresistible, especially
fighting against third-world armed forces like the Iraqis. If the U.
S. ever loses in Iraq, it must be because of non-military factors:
such as political unpopularity, unbearable financial costs of the
war, etc.

Most remember the vivid images of humiliating Iraqi defeats in the
Gulf War I and during the initial stages of the current Iraq War. Our
movies and TVs are still saturated with the invincible pictures of
our mighty military hardware, jet fighters, helicopters, armors,
etc., charging around and blowing up enemies with missiles and smart
bombs. Who would have thought that the military situation in Iraq
could have soured so unbelievably fast?

Before the Iraqi Invasion, nobody - for or against the war - believed
that a straight-out American military defeat is possible. Now this
impossibility is turning into reality in front of our very eyes. It
is ironic that the mighty American military is not to be defeated by
some formidable foes (such as the former Soviet Red Army), but by the
most unlikely force ˆ the rag-tag Iraqi guerrillas.

Is it fate that whoever superstitiously worships brute forces,
eventually fails miserably on the very brute forces they worship?

Is this God's ultimate ridicule on humanity's futile empire-building
efforts that the latest empire (America) meets its fate at the ruins
of the first one (Babylon) - four thousands years apart?

(Note: Ancient Babylon lies in ruin only 60 miles from Baghdad.)


*****

http://atimes.com/atimes/Middle_East/GA12Ak02.html

The taming of Sadr City
By Michael Schwartz

Sadr City - the overcrowded, under-serviced 3 million-person Baghdad slum that has been the site of some of the fiercest fighting in Iraq - is the linchpin of the war.
Though there have been more spectacular battles in Fallujah and Najaf, Sadr City is of paramount importance because it is the center of the Shi'ite rebellion, and the Shi'ites represent 60% of the Iraqi population. As a consequence, the Mehdi army - the military arm of the Sadrist movement that has dominated the area's politics for the past quarter century - has become the most important of all the insurgent groups, and a close look how it operates in its home base yields some startling conclusions about the trajectory of the struggle for control of Iraq:
* The Sadrists have developed an effective political-military strategy aimed at converting Sadr City into a "liberated area", in the classic guerrilla warfare model.
* Their main military strategy is to expel the US from their domain; only when they are under attack themselves do they venture outside Sadr City to attack US bases or supply routes.
* The al-Sadr organization is attempting to construct a coherent "dual" government that replaces the central government and which administers the usual set of public services - from traffic control to apprehending street criminals - within limits set by their inability to coordinate with a national government. This proto-government has been particularly assiduous in addressing the number one problem of public order, street crime, and has actually cooperated with the local police in this campaign.
* Mehdi soldiers - the guerrilla forces led by the Sadrists - though prone to thuggery, are largely under the control of this dual government, which is led by civilians - tribal leaders and Muslim clerics. The Mehdi soldiers act as the police force within the community.
* The Sadrists have been surprisingly successful in co-opting the Iraqi police, by rewarding them for working on community issues and fighting them when they participate in efforts to suppress the rebel political-military structure. American military complaints about the unreliability of their Iraqi trainees is actually a reflection of successfully applied guerrilla policy.
* The Sadrists have begun to enforce strict Islamist fundamentalism by suppressing such "moral crimes" as liquor sales and prostitution. The have utilized an ugly brand of vigilantism (firebombing, assaults and even homicide) to remove moral criminals from the community.
* The Sadrists, and parallel groups in other cities (notably Fallujah), have publicly denounced the spectacular bombings perpetrated by various terrorists groups, complaining about their negative impact on the lives and livelihoods of Iraqi civilians and calling for an active alliance with the Iraqi police in suppressing foreign jihadis and domestic terrorists.
* The organization in Sadr City is an echo of similar developments in Sunni cities (with Fallujah as the center), and it may foreshadow similar developments in the all-important Shi'ite south. The American attacks on various Iraqi cities, including the brutal battle of Fallujah, was an attempt to reverse this trend toward self-governed cities into which American forces rarely intrude.
* The existence of these dual governments in many cities rebuts American claims that US withdrawal would result in chaos. Ironically, just the reverse is true; US success in defeating the guerrillas would result in chaos, whereas a guerrilla victory would bring greater stability (and perhaps too strict an order) to the Iraqi cities.
To understand these non-intuitive conclusions, we begin with the two battles, in Najaf, which converted Muqtada al-Sadr - a young cleric who inherited the leadership of the Sadrist movement after his father and uncle were martyred - from a rather obscure militant into the one of the most visible and admired leaders in Iraqi society.


The battles in Najaf
Muqtada al-Sadr and his Mehdi army were thrust into the center of Iraqi politics by the two battles with American troops in Najaf in April and August last year. In both battles, the US sought to recapture the Shrine of the Imam Ali from the Mehdi army, and the battles were concentrated in the historic cemetery near the shrine and the densely packed residential and commercial district surrounding it. The second battle, particularly, annihilated the neighborhood and inflicted irreparable damage on the lives and livelihoods of the local residents. Dexter Filkins of the NY Times (August 28, 2004) described it:

A scene of devastation. Hotels had crumbled into the street. Cars lay blackened and twisted where they had been hit. Goats and donkeys lay dead on the sidewalks. Pilgrims from out of town and locals coming from home walked the streets agape, shaking their heads, stunned by the devastation before them.
Both sides claimed victory in both battles, and each had good cause to do so. But beneath this disagreement over outcomes lay a larger mystery about why these decisive battles took place in Najaf. Since both sides agreed (particularly in the second battle) that the US was determined to deal a death blow to the Mehdi army, why weren't the attacks launched at its principle base in Sadr City, particularly since the presence of the sacred Shrine in Najaf made it much more difficult for the US to unleash its most devastating offensive weapons.
The difference between the two settings lies in a simple fact: in Sadr City, the Mehdi soldiers were protecting their home neighborhoods from the ongoing US military incursions; in Najaf they were outsiders who had entered the city for the precise purpose of protecting the shrine, and had brought with them a ferocious battle with the US Marines that devastated the city. The US Army chose to attack the militia in Najaf - after experiencing frustration with attempts to assault Sadr City - "because Sadr's ragtag militia doesn't enjoy local support". (Christian Science Monitor, August 13, 2004)
While the Mehdi army could be seen as courageously defending Najaf from US invasion (and this is exactly the view taken by many residents and the vast majority of the international Shi'ite community); many local residents and pilgrims felt that the militia could have prevented all the carnage if they had never come to Najaf. Before the militia arrived, there was almost no fighting, as demonstrated by the huge throngs of pilgrims. During the Saddam Hussein regime, such pilgrimages had been severely limited, and thus his demise resulted in a mini-economic boom for local merchants.
Once the Mehdi army arrived and the fighting began, tourism died and the lives and livelihood of innumerable citizens were destroyed. During the first siege, the opinion of many was expressed by local cleric Sadr al-Din al-Kubanchi, who told NY Times reporter Abdul Razzaq al-Saeidy (April 24, 2004):

It's not brave to take refuge in the house or the mosque or the markets and use women and children as human shields ... If that happens, the [US] soldiers will attack Najaf and our enemies will happily see our blood flow.
This sentiment was elaborated during the second battle by Abu Muhammed, a pilgrim from Kut, who told Times reporter Filkins:

"I blame Muqtada al-Sadr for what happened here, and the Iraqi government, too," said an old Iraqi man, identifying himself as Abu Muhammad. "We, the simple people, are paying for their mistakes." Mr Muhammad seemed to speak for many Iraqis here, who in dozens of interviews over the last several days denounced not only Mr Sadr but the Iraqi prime minister, Iyad Allawi, as well. With their homes and businesses in ruins, it seemed for many Iraqis that most of Iraq's new leaders had failed. "Look at all the damage," an Iraqi man said to a friend as he walked down a street whose every building had been broken and crushed. "Let God take revenge on the Americans for this."
Though their hatred for the US was undiminished, many residents and pilgrims bitterly resented the presence of the Sadrist militia. In this view, the Mehdi, no matter how well intentioned, had created a war that killed many innocent civilians, destroyed a large part of a holy city, and devastated the lives of a whole community.


Sadr City as a classic 'liberated area'
Things operated very differently Sadr City, where the Mehdi army was integrated into local life. The Sadrist movement had erected a governing structure that could viably lead the community, including a legislature (made up of tribal leaders) and an executive branch made up of movement activists (including key clerics), with the Mehdi army playing the role of the police. For the near term, this incipient government had two key tasks: to make Sadr City inaccessible to US troops (and whatever allies it could muster among Iraqi armed forces); and to institute "law and order" within its boundaries. These dual goals, if successfully achieved, would offer Sadr City a semblance of a normal existence that had been disrupted when the US toppled the Saddam regime. It could not, of course, solve the larger economic and infrastructural problems that were preventing the reconstruction and revival of Iraqi society; those problems could only be addressed if and when the national government stopped being a part of the problem.


Sadrist military strategy
Looking first at the relationship with the American army, we note that the Mehdi army has adopted a distinctly defensive posture. Militia members rarely attack American convoys outside Sadr City, nor do they lob grenades into American bases located around Baghdad, two strategies they used regularly during the Najaf battles. On the other hand, once the Americans enter Sadr City, the Mehdi usually resist ferociously. They are determined to carve out areas into which Americans are at least hesitant to come, and, over time, make these areas more-or-less immune to American incursions. This goal may be unreachable in the sense that US military superiority will always allow it to mount an attack from the air or to march through the community by massing a force of sufficient size; but if the end result is that Americans come to Sadr City infrequently and stay briefly, then the guerrillas will have won a sufficient victory to proceed with their broader plans.
Phillip Robertson, writing in Salon.com, described how this strategy played out in practice when he described the reaction of Sergeant Reggie Butler (the ranking non-commissioned officer of the 1st Platoon of the 1st Cavalry) to orders that his unit patrol one of the areas in Sadr City that the Mehdi were most determined to defend:

Butler instantly understood that the officers in the operations center had given the 1st Platoon the worst patrol in the Shi'ite ghetto, a loop around the entire northern side of the city. It was also a provocative one. The Bradleys would go within blocks of the al-Hekma mosque, a place where the Mehdi army has laid many ambushes and constantly fires at American patrols.
During this patrol, there was no fighting because both sides stayed within certain unspoken boundaries. The Americans did not attempt to actively search for guerrillas, contenting themselves with a "snap checkpoint", which involved "choking off traffic in both directions, while Iraqi soldiers searched cars full of young men". The Mehdi spotters, for their part, contented themselves with tracking the progress of the patrol:

At each of the stops, someone fired a few shots from a rifle. "When you hear that pop-pop from an AK, they are tracking you. That's how they tell everybody where you are," a gunner explained. The invisible men were watching us and holding their fire ... Three hours later, the ceasefire hadn't collapsed and Butler's platoon had only had to endure a hail of rocks thrown by Iraqi boys. They had trouble believing their good luck.
But this "truce" was only situational. Several days earlier, a vicious firefight had erupted. In this case, the patrol that invaded Sadr City was intent on searching a residence that the Americans suspected was being used to sell arms. Robertson described the events this way:

On a busy street in the middle of the day, the people and traffic disappeared. Spotters for the Mehdi army had seen the Americans coming in their convoy and signaled the fighters, who were ready to shoot from alleys and rooftops. As the street cleared out, a heavy soldier named Barron was yelling over to me in the back of the last Bradley ... "See that? No people. That's bad." Seconds after he said it, the street around the Humvees disappeared in clouds of dust where the Mehdi army bullets hit the ground. The dust came up around the wheels. It looked like the Humvees were sinking. The heavy guns on the vehicles shuddered. Gunners standing up in the Humvees were returning fire, but it was hard to see if they hit any of the Mehdi fighters who were trying to hit the convoy. It was a gun battle on an empty street against invisible men ... When we drove into the ambush, the 1st Cavalry soldiers were on their way to meet the Iraqi police and search an arms dealer's house. As the convoy arrived at the dealer's street, the four Iraqi police trucks slowed down but didn't stop. The Iraqis were supposed to conduct the search while the Americans provided security ... With the Iraqi police missing and the locals firing rockets at the convoy, Alpha Company abandoned the cordon-and-search and headed for the base at 50 miles an hour, narrowly missing a roadside bomb.
There are three noteworthy elements to this event that speak to the strategy of the Mehdi army in Sadr City. First, this incursion involved the invasion of someone's home, one of the most provocative acts the US routinely undertakes. The rules of engagement for such action call for smashing the door (rather than giving the suspect a warning by knocking) and extremely aggressive behavior inside; actions that are pregnant with the possibility of greater violence, including death, if the residents resist or act in a suspicious manner. Sadr City residents consider this terrifying procedure a heinous attack on respected members of the community. Because of notoriously faulty intelligence, the suspects are usually not guilty of anything; but even if this suspect were an arms dealer, his neighbors would not see this as a crime. After all, an arms dealer supplies his neighbors with needed guns to resist crime or the Americans. Because the resistance has spies within the Iraqi police, they knew the destination of this mission; and were able to prevent an American assault on a respected resident of the neighborhood; and to create a deterrent against future house invasions. This sharply contrasts with the actions in Najaf and Karbala, where the battles were between militia members and US troops, both of whom did not live there.
Second, the conduct of the battle was designed to protect the guerrillas from casualties. By occupying strategic places in the buildings above the convoy, the Mehdi were able to fire at the American and Iraqi soldiers while using the buildings to protect themselves from the superior weaponry of the American troops. As Robertson put it, "It was a gun battle on an empty street against invisible men." Typically, the guerrillas sought to start and finish battles before gunships could arrive, thus reducing the danger to themselves and to the buildings. They could easily hide their guns and pose as civilians to escape capture; a strategy that often did not work among the frequently unsympathetic townspeople in Najaf. This posture of protectiveness to the guerrilla cadre reflects classic guerrilla strategy, which seeks to fight battles only when casualties can be limited. (It of course completely precludes suicide attacks, a strategy that has not been practiced by the Sadrists.)
Third, the community was forewarned about the impending action, and given a chance to evacuate the area. Our attention is called to this by Robertson's dramatic remark, "On a busy street in the middle of the day, the people and traffic disappeared." They disappeared because of the warnings issued by the guerrillas that a battle was brewing.
It is important to note that warning the civilians also warned the Americans, since the quiet streets were a sign that the American 1st Cavalry noticed and understood. The Mehdi army was therefore sacrificing the element of surprise in order to reduce civilian casualties.
Evacuation of civilians from the battlefield is a central element in winning a guerrilla war. High levels of civilian casualties alienate the local population (even if they hate the invader). This sort of consideration is part of the explanation for the almost unanimous respect for Muqtada al-Sadr in Sadr City, His standing is indicated by the following incident reported by Washington Post reporter Scott Wilson during a patrol conducted by American and Iraqi troops (July 6, 2004):

A column of six US military vehicles and a flatbed truck carrying Iraqi National Guard soldiers stopped in traffic next to an outdoor market. A child emerged from the roadside stalls, carrying a cardboard poster of Muqtada al-Sadr ... On tiptoes, the child handed the poster to the Iraqi soldier manning a machine gun, as US soldiers watched in dismay. The Iraqi soldier, part of a nascent security force trained and funded by the United States, held Sadr's picture aloft for a gathering, cheering mob ... "If we took it from them now, this whole place would explode," said Sgt Adam Brantley, 24, of Gulf Shores, Ala, watching from behind the wheel of a Humvee.
The testimony of the American sergeant - that the community would "explode" if they tampered with the display of the Sadr portrait - is graphic evidence of the Sadrist base in this neighborhood (and most neighborhoods in Sadr City). This military strategy contrasts sharply with the orientation adopted by much of the Iraqi resistance. Many groups try to undermine the viability of the occupation army by attacking convoys and bases in order to inflict casualties, by fighting sustained battles designed to use up huge amounts of the US's ammunition; and by bombing supply convoys in order to deprive the military of needed ordinance. This strategy intends to exhaust the army and the American people by making the war expensive in every respect. The Sadrist strategy abandons all these goals in favor of carving out liberated areas free of American influence and - most particularly - free of the havoc and destruction caused by the various activities of the American armed forces. It involves withdrawing into Sadr City, not engaging in battles or even demonstrations outside its confines, but creating a strong deterrent against incursions by American armed forces.


Sadrist dual government
Insofar as this military strategy is successful, it enables the creation of a viable governing structure. Knight Ridder reporter Tom Lasseter described how this looks in practice (Houston Chronicle, July 17, 2004):

From directing traffic to organizing blood drives, the militia overseen by firebrand cleric Muqtada al-Sadr is taking control of Baghdad's largest neighborhood, even as Iraqi and US officials demand that the group disband. Al-Sadr's office, not the beleaguered police station, is often the first stop for Sadr City residents who want to report a crime in this teeming slum of 3 million. "Who runs Sadr City? Only the Mehdi army," said Ali Qassim, who works in an ice cream shop off one of the area's dusty boulevards ... On Tuesday morning, Iraqi police near downtown Baghdad arrested at least 500 Iraqis in a roundup targeting petty crooks and organized crime groups, but the sweep didn't extend to Sadr City. To do so would require the Mehdi army's cooperation. "If there is something wrong in this city, they will fix it," said Jasem Jaber, an Iraqi policeman assigned to Sadr City ... Most residents interviewed said the Mehdi army - named after the Shi'ite Muslim messiah - doesn't need to carry weapons anymore because it's in charge.
Christian Parenti, in a thorough Nation article put it more bluntly:

If there is anything like "progress" in Iraq it takes place here, under the radar, in the rubble of occupation. Sadr's followers, despite many faults, including thuggishness and misogyny, are central to creating what order there is in this ravaged ghetto.
This assertion of the Mehdi army as the backbone of law and order is not a simple usurpation of power by an armed gang. The Sadrists, like most successful guerrilla armies, are the enforcement arm of a politically controlled revolutionary movement. Parenti provides a vivid snapshot of how this larger structure operates in his description of the Sadrist functionary in the al-Thawra district of Sadr City:

I try to meet Muqtada's local representative, a 29-year-old sheik named Hassan Edhary, but he is on the run. The First Cav wants him, dead or alive. His two predecessors are already in Abu Ghraib. A few weeks ago, US tanks blew up this office. Reconstruction [of the office] started the next day at dawn.
When Edhary arrived suddenly at his office later that week, he sounded and acted very much like other politicians:

A stream of supplicants files through Edhary's little office, asking for advice, money and letters. One lives in an IDP [internally displaced people] camp and has no roof. Can the organization help? Edhary says, "I don't have enough people to go investigate your claim. But if you can find a religious sheik in your area to write a letter on your behalf, then come back." A young doctor explains that a group of medical workers has some money and wants to open a free or low-cost pharmacy to serve the people. Can the office contribute some money? The sheik leans close and plays with his string of black prayer beads as the young man talks. Finally, he tells the doctor that Hussein, our hacker pal [and Parenti's interpreter], can help the clinic with its computers. Hussein and the doctor exchange numbers.
There are several interesting elements to this situation that help us to understand ways in which guerrilla war is essentially connected to a larger political structure:
* Most visible is the fact that Edhary is the accepted political authority. While such petitions could, in principle, be carried to the US-appointed interim administration, in practice virtually all local residents look only to the Sadrists.
* Almost as visible is Edhary's extreme resource poverty. He is unable to help a clearly worthy medical cause, except to provide donated computer advice. This is a symptom both of the poverty of Sadr City and of the fact that the guerrilla government has no sure means of accumulating resources. (We should note, however, that they have by-and-large refused to extort funds from the community through the coercive power of the Mehdi - a mistake some Mehdi soldiers made in Najaf.)
* Somewhat less visible is the rest of the governing structure. Edhary refers the IDP resident to his local cleric, who must validate the claim before he passes on it. This could easily be a temporizing action (like so many other public officials), but it also reveals the existence of an elaborate tribal and clerical structure that is the skeleton of the dual government.
Though the resources are meager and Edhary's presence is made episodic by his "wanted, dead or alive" status, the dual government is nevertheless visible and accessible to the local community. As long as his decisions are even-handed; as long as his authority is buttressed by both the Mehdi army and by respected community leaders, and as long as he can avoid the clutches of the Americans, Sheik Edhary will probably retain legitimacy among his constituents - a legitimacy that is aggressively withheld from the US and its appointed interim administration.


Law and order in Sadr City
Sheik Edhary is one element in a much larger system of administration headed by the Tribal Council, a legislative body made up of 28 members. The council issued its most dramatic edict in June last year in response to a year of problematic public order after the fall of Saddam. (Though order was largely restored in the fall of 2003 after the Mehdi army was formed, it became much worse when the US forces began their campaign to eliminate the Mehdi).
The new edict, circulated by leaflet throughout Sadr City, sought to reverse this trend with a comprehensive ban on a daunting range of anti-social activities, all of them enforced by the Mehdi army and all of them punishable by death. (NY Times, July 16, 2004) Among the offenses were:
* Street crime, notably hijacking (a favorite of street criminals who resell stolen vehicles and/or the contents of stolen trucks), kidnapping (a lucrative and widespread criminal activity targeted at prosperous citizens, who pay as much as $50,000 to redeem family members), and robbery (both from commercial sites and from individual homes). Street crime is, by all measures, what most Iraqis consider to be the worst problem of post-Saddam Iraq.
* Political crimes, including both collaboration with the US government and terrorist activities. The leaflet specifically mentioned members of al-Qaeda, as well as locally bred Wahhabis and Saddam loyalists. (This should not be construed as purely anti-Sunni; the Sadrists vocally and physically supported the Sunni guerrillas in Fallujah and elsewhere.)
* Moral crimes, including prostitution, pimping, p.graphy, gambling and alcohol sales. These crimes reflect the deep streak of Islamist fundamentalism that forms a core part of the Sadrist movement. There are several noteworthy elements to this policy.
First, the list was circulated so broadly that even the American mass media took notice of it. The broad circulation reflects confidence among Sadrist leadership that the campaign would find favor with local residents.
Second, the list of crimes, particularly the moral crimes like selling liquor, was more than a little offensive to Western sensibilities. We will address this issue at length below, but in this context we need to point out that extreme hostility toward these moral crimes is organic to the Sadr City community, and not something imposed from the outside. While many Iraqis are secular and oppose such laws, the Sadr City community is dominated by tribal leaders, clerics and citizens whose fundamentalist version of Islam supports such bans (even if some or most of them find the punishment excessive - see below). For most Sadr City residents, therefore, the morality expressed in this leaflet was very resonant; and it did not generate the revulsion experienced by most Western observers.
Third, capital punishment for thievery is excessive at least, while it is unimaginably brutal for gambling or selling liquor. The Sadrists themselves preferred to use much less drastic (but often extremely brutal) means of enforcing their new legal system; but as long as the Americans controlled the larger political context, they had no way to detain prisoners or punish them with normal judicial sanctions. Their ability to threaten perpetrators therefore depended on punishment that could be enforced without courts and jails. Most such punishments are morally troubling. (More on this below.)
Fourth, for most residents of Sadr City the moral crimes were secondary to the promise that the Mehdi army would act decisively against the most pervasive problem faced by virtually everyone in Iraq: street crime. In a survey conducted (ironically by the American interim government) at about the same time, an overwhelming proportion of Baghdad residents had listed personal safety as the most important problem they faced. Street crime (like robbery, hijacking and kidnapping) was by far the most important, IEDs (street bombs designed to destroy American Humvees and tanks, but which all too frequently also injured or killed civilians) were a distant second; and the American troops themselves (whose reckless shooting whenever they chased guerrillas accounting for a substantial proportion of civilian injuries) were a close third. (The devastating use of gunships and bombers had not yet begun when this survey was completed.) Mehdi's army was proposing to eliminate all three: by arresting and/or executing street criminals, by driving out al-Qaeda and other terrorists who were responsible for the IEDs in heavily populated areas, and by keeping the American forces out of the community.


The Sadrists and street crime
In the next few days, the Mehdi army proudly advertised the results of its enforcement campaign, including the arrest of an organized ring of thieves who had been stealing from a food warehouse that services the local community. Rather than execute these thieves, they delivered them to the Iraqi police, an option made available by their quasi-symbiotic relations with formal law enforcement. (NY Times, July 17, 2004)
The complexity of the Mehdi policing function is illustrated by Sheik Edhary's handling of a crisis that occurred while Michael Parenti was observing his office hours:

resistance
Some sweaty Mehdi men rush in. They've just busted looters with four stolen trucks full of sugar. It turns out the trucks belong to a European [non-governmental organization] NGO, not the government or some rich company. The sheik wants the vehicles and sugar returned, via the police, to the NGO. "We have the trucks in storage. Can we turn them over tomorrow?" asks the rotund Mehdi man in charge of the bust. He's wearing a dirty football jersey. "I am your servant. I have given my whole life to the religion, but I really cannot do this tonight." Edhary leans away from the men at his desk and snaps taut a section of his black prayer beads, then counts the little glass balls. He is "asking God" for advice. An even bead count means yes; odd means no. "'No! No! Absolutely not," the sheik bounces up from the desk, his outer black robe slipping from one shoulder. He's addressing the sweaty man. "The trucks must be returned tonight. If the trucks do not move now we will be blamed. Either you do it now, or just go and don't do it at all. I will find someone else." The sheik is electric with stress but dignified. "I am your servant, as you wish," says the Mehdi guy, but he looks pissed as he and his posse sweep out to deal with the trucks.
Much is revealed here:
* This scene underscores civilian control over Mehdi's army. It disconfirms the image of the Mehdi as undisciplined fanatics dictating to a cowed civilian population. Instead, the Mehdi soldiers meekly follow the orders of a religious/civil authority, much like normal urban government operations.
* Edhary's decision demonstrates that the guerrilla government operates within a logical legal framework. If the owner of the trucks had been the government, or the United States, or "some rich company" (read, "non-Iraqi corporation"), then the truck and its contents could be confiscated and utilized by the guerrilla government. Since the truck belonged to an NGO, it had to be returned. The apparent illogic is unraveled if we reference this fact of war: the Iraqi administration, the US occupation and the multinationals are all part of the occupying force and therefore are the enemy. Since time immemorial, warring countries have confiscated the goods of their enemy, even when they were first illegally taken by pirates or thieves.
* Edhary's insistence on the immediate return of the trucks reveals his concern about public opinion. Any delay might result in community residents thinking that the guerrillas themselves were involved in the theft. That is, Edhary is determined to convince his constituency that the local authority follows both a larger morality and its own laws.
* Edhary's consultation with God is more than symbolic; it represents the marriage of religion and government. The dual government that the Sadrists are erecting is embedded in Shi'ite Islam, and the functionaries work simultaneously as clerics and government officials. This integration is a source of major complaint by secular Iraqis, and a key point of condemnation by the occupation.
When the Americans could not control the looting after the fall of the Saddam government, the Mehdi soldiers were established by local clerics as alternate law enforcement (Miami Herald, April 13, 2004). The uprising in April, 2004 transformed them into an insurrectionary Shi'ite army, but they have retained both their police function and their subservience to civilian authority. By Spring of 2004 their police credentials were so entrenched that the Mehdis often patrolled their neighborhoods or directed traffic without firearms. (Washington Post, July 9, 2004)


The Sadrists and the local police
The local insurrectionary leadership cooperate with the police around issues of mutual interest (like street crime and traffic control), but unrelentingly attack the police when they participate in American attempts to enter the community or attack the guerrillas. We have already seen that during the summer of 2004, the police left criminal enforcement in Sadr City to the Mehdis; and that the Sadrists delivered arrested criminals to the police rather than execute them. This was the carrot of cooperation.
And we have also seen the stick of violent confrontation. In the aborted attempt to apprehend the suspected arms dealer, the Iraqi police drove right past the house in order to avoid the inevitable battle that would ensue if they attempted to complete the operation. In other circumstances, when they did not or could not avoid American sponsored operations, the Mehdis fought them as ferociously as they fought the Americans (Scott Wilson, Washington Post, May 7, 2004). In one incident, the Sadrists co-existed peacefully with an Iraqi police station until the Americans used it as a launching place for an incursion into the community. The next day, the station was attacked and burned to the ground.
American media have repeatedly reported the unwillingness of Iraqi military forces to fight the guerrillas. In one instance, an attempt to ambush guerrillas setting bombs was canceled because "Iraqi troops refused to participate". The American commander concluded, "They don't want to work." But the same troops worked hard on other assignments (Washington Post, July 9, 2004). The problem is not cowardice, but an unwillingness to engage the guerrillas. In a rare moment of public candor, Iraqi Major Mehdi Aziz told New York Times reporter Ian Fisher "We are not going to fight our people." Or, as reporter Anne Barnard wrote in the International Herald Tribune (September 6, 2004):

Police officers such as Razak Abdelkarim, 20, say that their friends and neighbors are members of the Mehdi army and that the police cannot function without their consent. "We are in the middle," he said. "If we join the Mehdi army, the Americans will kill us, and if we go and work with the Americans, the Mehdi army will kill us."
The problem of police refusing to fight guerrillas became so pervasive that it gave rise to what might be an apocryphal story of premier Allawi, reported by Paul McGeough of the Sydney Morning Herald. McGeough talked to three eyewitnesses about Allawi's alleged execution of seven suspected insurgents. According to one of the eyewitnesses:

The prisoners were against the wall and we were standing in the courtyard when the Interior Minister said that he would like to kill them all on the spot. Allawi said that they deserved worse than death - but then he pulled the pistol from his belt and started shooting them. Re-enacting the killings, one witness stood three to four meters in front of a wall and swung his outstretched arm in an even arc, left to right, jerking his wrist to mimic the recoil as each bullet was fired. Then he raised a hand to his brow, saying: "He was very close. Each was shot in the head."
Whether or not this incident actually occurred, it is the rationale for the action that is most important. One of the witnesses, defending the act, stated:

Allawi wanted to send a message to his policemen and soldiers not to be scared if they kill anyone - especially, they are not to worry about tribal revenge. He said there would be an order from him and the Interior Ministry that all would be fully protected.
This incident (or the myth of this incident) is persuasive testimony to the power of the guerrilla movement, not just in Sadr City, but in all the regions where the resistance has taken hold. The Iraqi police are reluctant, resistant and even mutinous when asked to fight locally-based guerrillas because they themselves are members of the communities that nurture, protect and applaud the guerrillas.


The Sadrists and moral crimes
Because the Interim government is secular and because the Americans frown on both the content and harshness of Islamist morality, the Mehdis cannot deliver moral violators over to the Iraqi police. As a consequence, their ad hoc enforcement of these rules tends toward vigilantism.
This is illustrated by a July, 2004, edict that all stores in the Kadhimiya district stop selling liquor within 48 hours, adding that "alcohol, songs and prostitutes" were no longer permitted in what would henceforth be a "sacred" zone (Washington Post, July 20, 2004). This enforcement philosophy was explained by Malek Suwadi al-Mohamadawi, a tribal sheik who helped draft the original proclamation outlawing liquor sales: "If they admit they are doing something wrong and say they will give it up, this will be fine. But if they don't stop, they should face these punishments." (NY Times July 16, 2004)
In the next few days, many stores eliminated liquor from their offerings, while some of those who refused were firebombed. At least one store owner died in these attacks. The most spectacular attack, described by NY Times reporter Ian Fisher, took place after the earlier warnings and attacks had failed to close a key distributor:

Luckily it was mostly beer - 6,000 cans of it - that was shot up Sunday. But the liquor distributor in Baghdad was hit with a full-scale assault: several cars and a minivan full of masked men with guns and grenades sprayed the building with hundreds of rounds. Fifty workers and customers huddled for safety on a second floor as it was raked with bullets. "It was a miracle of God that we survived this," said one of the liquor distributor's managers. He would not give his name. "Do you want me to have my head cut off?" he asked. The manager was afraid because this seemed more serious than just an attack on a liquor dealer, a fairly common crime with the rise of religion in Iraq since Saddam Hussein was removed from power last year. The police said that the liquor store raid on Sunday was a well-planned attack by the Mehdi army.
In an even more spectacular incident, the Sadrists demolished a village known for sexual libertinism (Financial Times, April 1, 2004):

A Shi'ite militia group loyal to radical cleric Muqtada Sadr has wiped out a large village in central Iraq which refused to adhere to its puritanical creed, killing many of its inhabitants and forcing the rest to flee. Hundreds of militiamen from the Mehdi's army group besieged the town of Kawali, 10 km south of the city of Diwaniya, with mortars, and smashed walls with sledgehammers three weeks ago, reducing to rubble the entire village famed for its dancers and prostitutes since the 1920s.
The Sadrists made no attempt to deny their role in this demolition. Sayid Yahya Shubari, the commander of the Mehdi's army in Diwaniya, told Financial Times reporter Nicolas Pelham:

The Mehdi's attacked after receiving reports that pimps had kidnapped a 12-year-old girl. "It was a well of debauchery, drunkenness and mafia, and they were buying and selling girls," he said. He said Kawali was flattened after the villagers shot an emissary he had sent to negotiate with them.
And once again, this was not just an ex-cathedra activity by a self-appointed vigilante force. FT reporter Pelham found considerable support for the destruction of Kawali among the local population:

In Diwaniya, a town where women are all but absent on the streets, many younger residents and some policemen praised the Mehdi army's methods as salvaging their town's reputation. "People would come from all over the south, and even Baghdad to dance with the Kawali girls," said Bassam al-Najafi, a Diwaniya restaurateur. "Women were leaving their husbands to work there. They are cleansing the town."
The Sadrists have a great deal of energy for eliminating moral crimes, and they are willing to impose severe penalties on those who resist them. Even taking into account their guerrilla status, which deprives them of the routine methods of law enforcement that might make the penalties less harsh but more certain, the zeal and determination that animate these moral crusades presage a strict Islamist civil society if they consolidate their leadership in the Shi'ite regions of Iraq.
This combination of questionable morality and murderous vigilantism is abhorrent to liberal Western sensibilities. But it is also apparent is that the social base for these policies is very broad. As the above account indicates, Diwaniya - even without Sadrist leadership - is a town were "women are all but absent on the streets" and Sadr City has long been known for the fundamentalism of its population. The campaigns to align local law enforcement with Islamist fundamentalism springs from a deep well of moral conviction in the community; it is not an imposition by a small, morally righteous, minority. The question of religious tolerance in Sadr City and other fundamentalist areas, therefore, represents one of the enduring dilemmas of popular sovereignty in Iraq. The Sadrists and numerous Sunni Muslim tendencies have repeatedly indicated their willingness to impose their morality on the non-believers in their communities and in the country as a whole (though they have at times enunciated a more tolerant approach to their secular neighbors). This issue in Iraq is not fundamentally different from the same issue in the United States, where evangelical Christians seek to embed their morality into the criminal code.
Journalist Naomi Klein, writing in The Nation, summarized the political dilemma for Western liberals thusly:

There is no question that Iraqis face a mounting threat from religious fanaticism, but US forces won't protect Iraqi women and minorities from it any more than they have protected Iraqis from being tortured in Abu Ghraib or bombed in Fallujah and Sadr City. Liberation will never be a trickle-down effect of this invasion because domination, not liberation, was always its goal. Even under the best scenario, the current choice in Iraq is not between Sadr's dangerous fundamentalism and a secular democratic government made up of trade unionists and feminists. It's between open elections - which risk handing power to fundamentalists but would also allow secular and moderate religious forces to organize - and rigged elections designed to leave the country in the hands of Iyad Allawi and the rest of his CIA/Mukhabarat-trained thugs, fully dependent on Washington for both money and might. This is why Sadr is being hunted - not because he is a threat to women's rights but because he is the single greatest threat to US military and economic control of Iraq.


The Sadrists and the terrorists
The Sadrists - and to a lesser extent, the Sunni leadership in Fallujah - have attempted to dissociate themselves from resistance fighters who utilize kidnapping, suicide bombers and other tactics designed to attack the civilian base of the occupation. Though the official edict quoted above listed al-Qaeda, Wahhabis and Saddamists as criminals subject to the death penalty, other pronouncements indicate that the denunciation extends to all "terrorists", both foreign and domestic. The Sadrist opposition to terrorism rests on much more than philosophical grounds; they view the terrorists as killing innocent civilians with bombings that fail to drive the Americans out, while giving the US military an excuse to remain in Iraq. Their general attitude was expressed by Aws Khafaji, a Sadrist cleric, after a day of coordinated terrorist attacks in June (Washington Post, June 25, 2004):

We condemn and denounce yesterday's bombings and attacks on police centers and innocent Iraqis, which claimed about 100 lives. These are attacks launched by suspects and lunatics who are bent on destabilizing the country and ruining the peace so that the Iraqi people will remain in need of American protection.
A few days later, Muqtada al-Sadr spoke out against beheading: "We denounce those who decapitate prisoners. Islamic law does not permit them to do this, and anyone who does can be counted a criminal and be punished if seized." (NY Times, July 24) A few days later, he condemned the bombing of Christian Churches, (NY Times, August 3). Later that fall, the Sadrists freed 15 Iraqi national guards who were being held in exchange for an arrested Sadrist cleric, declaring "Kidnapping is not our style, let alone killing. The time has not yet come for us to follow this method." (GlobalSecurity.org, September 25, 2004)
Moreover, the Sadrists widely circulated a leaflet declaring their willingness to work with the police in protecting the country's infrastructure from terrorist bombings (Washington Post, June 25, 2004):

The Mehdi army is ready to cooperate actively and positively with honest elements from among the Iraqi police and other patriotic forces, to partake in safeguarding government buildings and facilities, such as hospitals, electricity plants, water, fuel and oil refineries, and any other site that might be a target for terrorist attacks.
They even aligned themselves with the interim administration for this endeavor. Sayeed Rahim al-Alaq, deputy head of the committee that drafted the list of offenses described above, told New York Times reporter Fisher: "We are with the government. We are anti-terrorists." (July 16, 2004)
The importance of this clear denunciation of the terrorists was nicely expressed by independent reporter Rahul Mahajan (DemocracyNow.org June 28, 2004):

I think that what has happened with the resistance in the last few days is really a dramatic, important and positive development. Last week, as you know, there was a single day of violence on which over 100 people were killed. Abu Musab al-Zarqawi's jihad claimed responsibility for it ... Across the country, anti-occupation figures - militant Sunni clerics, Muqtada al-Sadr's organization, even a representative of mujahideen in Fallujah - all made open, public statements denouncing his acts and distinguishing between terrorism committed by foreigners - much of which is directed at Iraqis - and what they call legitimate resistance. It marks the emergence of the resistance as a political force ...
In Sadr City, the on-the-ground policies vis-a-vis the terrorists have yet to be definitively developed. In the absence of clear policies, the terrorists represent an ongoing threat to the viability of the resistance, since their indiscriminate attacks antagonize Iraqi citizens while providing the principle rationale for the presence of occupation troops.


Liberated areas and the question of 'law and order'
Despite important differences in religious beliefs, the proto-government in Sadr City is similar to the proto-governments that developed in Fallujah and other Sunni cites after the first battle of Fallujah in April 2004. (For a detailed portrait of the Fallujah government before the November reconquest by the Americans, see the extraordinary series of articles by Nir Rosen in Asia Times Online, July 15-24, 2004 - Inside the Iraqi resistance http://www.atimes.com/atimes/others/Fallujah.html).

The summer of 2004 saw an increasing number of liberated cities, with the American troops on the outskirts, unsuccessfully trying to reconquer them, leading to Tom Engelhardt's elegant portrait of the new Iraqi reality (TomDispatch, July 25, 2003):

Think of Sunni Iraq - and possibly parts of Shi'ite Iraq as well - as a "nation" of city-state fiefdoms, each threatening to blink off [the US] map of "sovereignty", despite our 140,000 troops and our huge bases in the country.
He quoted independent reporter Robert Dreyfuss to the effect that this process is already very far along (TomPaine.com July, 22, 2004):

Cities all over Iraq are totally outside the control of either the US forces or the government of Iraq. Not only Fallujah, Ramadi and Samarra, but other population centers in central Iraq are virtually self-contained city-states. The Kurds run their little enclave all by themselves. Parts of Baghdad are no-go zones for Americans. And in the south, fascist Shi'ite militia and armed gangs controlled by Iranian-backed mullahs and the likes of Ayatollah [Ali al-]Sistani run things without any help from Baghdad.
In attacking first Najaf, then Tal Afar and Samarra, and finally tackling the center of the Sunni resistance in Fallujah, the US was seeking to reverse this process. But these attacks were not designed to restore order; they were, instead, intended to prevent the consolidation of a very orderly anti-American status quo in a constantly expanding set of "liberated" areas.
Ironically, the American attacks in the fall of 2004 underscore the larger contradictions in American policy in Iraq: that the chaos American leaders keep saying they are preventing will, in fact, occur only if US military forces succeed in destroying these nascent city-states.
To see this we need only begin by recalling the description above of the Sadrist regime in Baghdad. While there is ample room for concern that the consolidation of Mehdi power might result in the forcible imposition of fundamentalist orthodoxy, there appears to be little chance that law and order would disintegrate. Without underestimating the thuggish tendencies among the Mehdi and granting that there is currently far too much street crime in Sadr City, the Sadrists are the only effective governing force in the Baghdad Shi'ite community. The removal of US troops would allow Sadrist civilian authority to operate openly and thus consolidate their daily supervision of the militia. This would enhance their ability to control the excesses of the militia and systematically reduce street crime, and would almost certainly result in an orderly (perhaps too orderly) daily existence in the areas they control.
The same prognosis could have been made with even more assurance, in Fallujah and the several other Sunni cities that were off limits to the Americans during the summer of 2004. That is, before the US upset this guerrilla-imposed order with invasions followed by ongoing battles with the resistance. In the early winter of 2004, therefore, the choice in the Sunni areas appeared to be between peacefully run cities controlled by the resistance, or chaotic, constantly disrupted cities in which large numbers of American troops prevented the guerrillas from exercising control.
In the meantime, the Kurdish provinces had a peaceful existence based on a much more fully developed form of local control, resting largely on their own militia, the peshmerga, and the two political formations that control them. The absence of an American military presence in the Kurdish region has not been a problem; on the contrary, this absence is another reassurance that the other areas could and would be quite stable if only the Americans were not disrupting their efforts.
In the Shi'ite areas of the country, the US maintains a form of technical control, but most troops are stationed outside the cites and do not pacify or disrupt daily lives. There is no evidence to suggest that the American presence has reduced violence or prevented chaos. In fact, accepted wisdom has been that American entry into the cities would be a disruptive, not a pacifying, force.
Local law and order would not collapse if the US left. Quite the contrary - US withdrawal would remove the key force currently preventing law and order in local communities. Another form of chaos, less frequently invoked, is civil war, triggered by long-standing friction among the key groupings in Iraqi society. Such issues as the disputes over hegemony in Kirkuk, the degree of autonomy to be granted to the Kurdish provinces; and the Sunni and Kurdish fears that Shi'ite dominance would lead to tyranny of the majority are all real points of division that require attention whenever Iraq becomes a sovereign state.
The American presence, however, can do no more than postpone resolution of these frictions. And, while there is no predicting the course of the negotiations, there is some reason to be optimistic. The key factor is the Shi'ites, since they are the overwhelming majority, and Sistani seems to be able to lead the Shi'ites toward compromise on these issues. Ironically, the greatest barrier to Sistani's leadership (besides the occupation) is the soaring popularity of Muqtada, which rests on his militant resistance to the US. Though the Sadrists have consistently endorsed cooperation with Sunnis and Kurds, they appear to be more volatile and less committed to this stance than Sistani. The longer the US remains, therefore, the more the ongoing guerrilla war strengthens the position of the Sadrists and weakens the leadership of Sistani. As a consequence, the continuing US presence may be undermining the chances of a peaceful resolution on the key divisive issues in Iraqi society.
The final irony is that US success against the guerrillas would almost certainly guarantee long-term chaos in Iraqi society. The evacuation and destruction of Fallujah certainly suggests this, but the chaos there is so monumental that it is probably not typical. The situations in Samarra - successfully reconquered by the US just before Fallujah - and Mosul - the main battleground after Fallujah - are more representative. In each city, the fall and early winter of 2004 were marked by the ongoing guerrilla war, the constant disruption of city life, an absence of any orderly law enforcement, and degenerating economic and social conditions.
The US effort to destroy the insurgency can only succeed if it also destroys the ability of Iraqis to govern their own communities. Since the local clerics and tribal leaders have - from the very beginning - been instrumental in the resistance, defeating the guerrillas involves detaining or killing the leaders who form the backbone of local civil society. This became apparent in the fall of 2004, before the demolition of Fallujah, when the US failed to convince "moderates" in key cities to negotiate truce agreements that delivered militant leaders to the Americans for arrest and punishment. The failure of these negotiations left the US with the choice of conceding rule to the insurgents or attempting to reconquer the cities and removing the local leadership. In Fallujah, the US military leadership decided that they could only accomplish this by demolishing much of the city and converting the vast majority of residents into refugees.
Contrary to the almost universally accepted mantra, the US is not preventing chaos in Iraq, it is creating it.
So far, Sadr City has escaped the frontal assaults visited upon Tal Afar, Samarra, Mosul and Fallujah. In some sense, the failure of the American military to complete the pacification of these cities may be Sadr City's main protection, since the US troops have been stretched thin by the ongoing fighting there. Sadr City's status as the center of Shi'ite insurgency is another protection, since a full-scale attack there could well trigger insurrections throughout the currently quiescent Shi'ite areas of Iraq. As this article is written, the US has honored a semi-official truce that keeps American troops out of the guerrilla-held area, and therefore allows for the Sadrist government to continue its rule of the nascent city-state. As long as this lasts, there will be "law and order" in Sadr City, even if the law is anti-American and the order is fundamentalist Islam.

Michael Schwartz, professor of sociology at the State University of New York at Stony Brook has written extensively on popular protest and insurgency, and on American business and government dynamics. His work on Iraq has appeared on TomDispatch, Z Net and Asia Times Online, and in Z Magazine. His books include Radical Politics and Social Structure, The Power Structure of American Business (with Beth Mintz), and Social Policy and the Conservative Agenda (edited, with Clarence Lo). His email address is ms42@optonline.net@optonline.net.
(Copyright Michael Schwartz, 2005)


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Der Wahre Irak

BEVOR USrael Anfang der 90er einmarschierte!
15. Juli 2006

In den Massenmedien wurde wie damals Anfang der 90er als auch jüngst im letzten Irakkrieg Saddam Hussein als brutaler Diktator mit Stalin und Hitler verglichen, der Menschen massenweise hinrichten ließ und die eigene Bevölkerung versklavt, malträtiert und verhungern ließ. Wir hörten Schreckensgeschichten noch und nöcher und die einfache Wortwahl der Medien haben uns suggeriert, das es keine andere Möglichkeit gäbe, als diesen „Dikator“ endlich zu stürzen und die „Demokratie“ in Irak einzuführen. Ja, genau. Indem man z.B. westliche Staatsführer als „Präsidenten“ bezeichnet und Saddam als „Diktator“, wird von vornherein das Denken der Menschen auf subtile Weise manipuliert. Man erzeugt durch solch einfache Wortwahl Feindbilder und schafft gezielt Meinungen in der breiten Masse. Dasselbe hörte man dann auch 2005/2006 vom weißrussichen Staatsführer Lukaschenko, der eben nicht als Präsident sondern als Diktator in den westlichen Medien tituliert wurde. In Tschetschenien sprach man von „Rebellen“ und im nahen Osten sind Palästinenser „Terroristen“ und die Israelis sind eben „Soldaten“ die sich lediglich verteidigen und sonst keiner Fliege etwas können. Bestes Beispiel ist der jüngste Einmarsch der israelischen Armee in den Libanon und die totale Zerstörung dessen Infrastruktur, sowie zahlreichen Opfern unter den Zivilisten aufgrund einer der Weltöffentlichkeit vorgegaukelteten Entführung von zwei israelischen Soldaten. Aber auch wenn die Entführungen keine Lügen wären, wäre gleich ein Krieg gegen ein Land begründet?? Jeder Blinde sieht, wer hier eigentlich der „Böse“ ist.

Ich bin mir sicher, Ihnen fallen noch mehr Beispiele in dieser Richtung ein.

Die Sache ist die, daß wir als Bürger es oft schwer haben, herauszufinden, was denn nun konkret gelogen ist und was nicht. Es werden bewußt Wahrheiten und Halbwahrheiten mit Lügen vermischt. Die einzige Möglichkeit herauszufinden, wie die Situation z.B. im Irak vor dem ersten Bushkrieg war, wäre, direkt dorthin gereist zu haben, um sich selbst ein Bild von der örtlichen Situation zu machen. Oder... man kennt jemanden, der im Irak fast sein ganzes Leben verbracht hatte und somit aus allererster Hand berichten kann, in welcher Situation sich das Land wirklich befand und was für ein Mensch Saddam Hussein war.

Aufgrund einer OP verbrachte ich erst kürzlich eine Woche im Krankenhaus in einem Zweibettzimmer und hatte somit einen Zimmergenossen, der „zufälligerweise“ Iraker ist. Der Grund seines Aufenthaltes war eine alte Schussverletzung im Rücken, wo er im Golfkrieg gegen die Amis Anfang der 90er sich eine Kugel eingefangen hatte und bis heute — trotz Entfernung — immer noch unter Schmerzen klagt. Er ist damals geflüchtet und lebt bereits seit ca. 7 Jahren in Deutschland. Er war Soldat sowohl im Krieg gegen den Iran damals als auch im ersten Bushkrieg. Er hat immer noch Verwandte im Zweistromland. Was er mir über die wirtschaftliche Situation im Irak damals erzählte, erzeugte bei mir große Verblüffung und leichtes Unglauben aus, welches sich später jedoch legte, da er mir hoch und heilig versicherte, daß es wirklich so damals war!

Kurz zur Person Saddam: Ja, es stimmt, er hat Menschen hinrichten lassen, jedoch waren es — lt. seiner Aussage — Menschen, die ihn stürzen wollten oder sich sonst irgendwie in seine Politik eingemischt haben. Wenn man sich aus der Politik heraushielt, hatte man absolut nichts zu befürchten, nicht das Geringste. Ganz im Gegenteil, die Menschen im Irak genossen Privilegien, wie man es sonst nirgends auf der Welt gehört hatte! Auf folgende Privilegien werden nun einige Leser zuerst mit Verblüffung und anschließend mit Schock reagieren, denn der Leser wird schnell erkennen, in welch Sklaverei wir eigentlich in Wirklichkeit heute leben.
Hier nun eine Aufzählug von meinem irakischen Zimmergenossen, wie der Irak bis jeweils vor den beiden „Bushkriegen“ war:

- Es gab keine Steuern im Irak!

Genau! Soetwas wie Steuern kannten die Menschen dort nicht.

- Jeder irakische Bürger bekam vom Staat ein Haus und ein Auto geschenkt!

Ja, geschenkt! Ganz ohne Gegenleistung. Jedes weitere Auto musste selbst gekauft werden, jedoch waren diese sehr günstig zu erstehen.

- Jeder durfte umsonst und soviel er will Benzin tanken!

Richtig gelesen! Man musste sich lediglich eine Mitgliedskarte für einmalig umgerechnet 10 cents kaufen. Man konnte mit dieser Karte dann jeden Tag so oft man wollte, umsonst tanken und Kanister voll machen! Kein Scherz!!

- Jede irakische Familie hat monatlich eine Ration an Grundversorgung (Reis etc) umsonst vom Staat erhalten! Auch musste man für Strom nichts bezahlen! Die „Hauptkosten“ die man lediglich hatte, war, sich selbst übrige Nahrung sowie Kleidung zu kaufen und natürlich musste jeder seinen eigenen Luxus, den er haben wollte, selbst finanzieren.

Im Irak musste keine Familie hungern. Bis die Amis einmarschierten und die UN drakonische Sanktionen gegen das Land erließ, der die gesamte Bevölkerung binnen kurzer Zeit in Totalarmut stürzte und seitdem mind. 500.000 irak. Kinder verhungern mussten, weil nicht einmal die notwendigsten Nahrungsmittel ins Land zugelassen wurden. Saddam hatte eine außerordentliche Infrastruktur während seiner „Diktatur“ errichtet, die jedoch später von den „Alliierten“ fast komplett zerstört wurde, sodaß neben den Sanktionen später das Land nicht einmal von alleine wieder auf die Beine kommen sollte. Der irakische Zimmergenosse hat während des Krieges damals einen Bruder verloren und hat als Entschädigung für seinen Verlust vom irak. Staat ein Haus und US$100.000 erhalten. Dies ist kein Witz! Die amerikanischen Veteranen sollten sich ein Beispiel nehmen mal eine Petition in ihrem Land starten...

Irak florierte wirtschaftlich und viele ausländische Unternehmen (auch viele deutsche!) hatten dort ihre Filialen errichtet. Zwei irak. Dinar waren umgerchnet 24 DM, das Land war derart unvorstellbar reich durch den Ölhandel, daß es seinen Bürgern viele Privilegien (s.o.) zukommen ließ, die woanders auf der Welt unvorstellbar sind und als Fantasterei abgetan werden würden, da die Menschen von ihren Regierungen total verdummt und versklavt wurden. Dies soll Saddam nun nicht als braven Knaben hinstellen, wir wissen alle, daß auch er zu einem gewissen Grad Mitspieler der Machteliten war, jedoch zeigt die Schilderung unseres irakischen Zimmergenossen, daß das Leben dort ganz anders verlief, als in der restlichen, besonders der westlichen „zivilisierten“ Welt! Mein Zimmernachbar hatte in der Anfangszeit Probleme, sich hier in Deutschland „anzupassen“, da „hier alles Geld kostet“. Er konnte nicht verstehen, daß hier jede Winzigkeit Geld kostet und zudem man noch auf alles Steuern zahlen muss. So wie für uns unverständlich die Privilegien in seinem Land sind, so reagierte er auch mit Unverständnis auf das westliche „demokratische“ System hier.

Ich fragte meinen Zimmernachbarn natürlich auch, wo denn im jetzigen Krieg unten die ganze republikanische Garde verblieben sei, da die Medien hier berichteten, sie sei sinngemäß beim Einmarsch der US-Truppen wie vom Erdboden verschwunden. Natürlich stimmte dies nicht... Nach seinen Aussagen befindet sich die ca. 500.000 Mann starke Garde immer noch im Irak und macht den US-Soldaten das Leben zur Hölle. Sie sei verantwortlich dafür, daß jeden Tag im Irak mind. 20 US-Soldaten ums Leben kommen. Er erinnerte sich ganz genau im ersten Bushkrieg, wo er bei einem Angriff auf die US-Soldaten dabei war und bei genau diesem Angriff mind. 130 Amis umkamen, wohingegen die Medien nur von 3 Opfern sprachen! Die jetzige Zahl der toten US-Soldaten von ca. 2.500 stimmt natürlich somit vorn und hinten nicht und ist alles andere als realistisch. Seine Schätzung geht von mindestens 12.000 toten GI's aus, wenn nicht sogar über 20.000! Ich fragte ihn dann, bei einer halben Million starken Garde, warum diese dann nicht die US-Soldaten aus dem Land jagt? Bei dieser gewaltigen Überzahl musste das doch möglich sein. Er meinte dazu, das Problem welches die Garde hat, ist, daß die Amis luftwaffentechnisch den Irakern weit überlegen sei. Die Amis machen sich das immer einfach, indem sie Ziele mit ihren Bombern ersteinmal von der Luft aus dem Erdboden platt machen und dann einmarschieren. Gegen diese starken Luftangriffe kommen sie eben nicht an. Deshalb versuchen sie eben auf andere Weise, denen das Leben schwer zu machen: Bombenanschläge und gezielteTötung durch Sniperschützen, um so die Truppenstärke der Amis langsam aber sicher zu reduzieren. Wir wissen, daß der Häuserkampf nicht gerade eine Stärke der GI's ist.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation nun im Irak und im gesamten Nahen Osten weiterent-wickelt. Der jetzige Stand der Dinge sieht alles andere als rosig aus und deutet auf eine Zuspitzung hin, insbesondere da nun Israel bei seinem Libanonangriff überhaupt keine Kritik aus der Welt erhält. Es handelt sich bei ihnen eben um „Selbstverteidigung“. Auch die kommende „Befreiung“ und „Demokratisierung“ des Irans sagt nichts Gutes voraus. Das jetzige Theater ist lediglich diplomatisches Vorgeplänke für den weltlichen und gebildeten Bürger über eine Sache, die schon eigentlich vor Jahren beschlossen wurde. Nach dem Irakdesaster muss man das Ganze nun viel langsamer angehen als geplant, damit der Weltenbürger auch sieht, dass alles nur Erdenkliche auf diplomatischem Wege versucht wird und USrael später halt keine andere Wahl hatte, als den Iran zusammen mit der Weltallianz, von der UNO abgesegnet, anzugreifen. Doch der langsame Schritt kann ganz schnell in einen Sprint verwandelt werden, wenn der nächste „Terrorangriff“ unter falscher Flagge auf die USA verübt wird. Dreimal dürfen Sie raten, wem man diesen dann in die Schuhe schieben wird.

Bezgl. der Privilegien im Irak, meinte mein Zimmerkollege noch abschließend, so ähnlich verhält es sich auch im Iran!
Gruß
S11

Anfang der 80-er Jahre habe ich im Irak gearbeitet, zu dieser Zeit war der Krieg gegen Iran (Persien) und es gab die Kurdenkämpfe bei Mossul. (Dort soll übrigens unter amerikanischer Leitung amerikanisches Giftgas eingesetzt worden sein). Nach ca 10 Jahren, also nach diesem Krieg war ich noch einmal im Irak.

Der Irak wurde damals massiv aufgerüstet von Amerika und der arabischen Welt - man hatte Angst, Iran (Persien) könne den Krieg gewinnen und dann gäbe es Verschiebungen in diesem ölreichen Teil der Welt. Man dachte und handelte nach der arabischen "Weisheit", der Feind meines Feindes ist momentan mein Freund. (bis sich die Lage ändert natürlich nur) Als der Krieg nach 7 oder 8 Jahren zu Ende war, bekam man Angst über den "Zauberlehrling", den man sich herangezüchtet hatte und hoch aufgerüstet hatte - er ist jetzt nicht mehr mit Iran beschäftigt, so wäre es ja möglich, das er jetzt "Unsinn" macht.
Also schickte man die US-Sonderbotschafterin April Glaspie nach Baghdad (die Bilder gingen damals um die Welt), die dort offiziell erklärte, der Irak könne in Kuweit einmarschieren, die USA sehen das als innere Angelegenheiten des Irak, er habe da freie Hand. Der Rest ist bekannt, es war eine Falle, kaum war Irak in Kuweit, behaupteten die USA, das sei aber ganz böse, besorgten sich eine UN-Resolution, erzählten, wir werden den Irak ins Mittelalter zurückbomben und los ging es.

Danach wurde der Irak durch Embargos etc. ausgehungert, es gab viel Leid und Opfer unter der Zivilbevölkerung, um dann, 10 Jahre später das Märchen von den Massenvernichtungswaffen aufzutischen (die die irakischen Frauen unterden Röcken haben? oder hat man alte Lieferscheine von Giftgas von damals ausgegraben?) und es ging noch einmal los. Jetzt ist das Land ausgehungert, zusammengebombt, verbrannt, besetzt und soll unter Regie der Besatzer "demokratisiert werden". Dem Präsidenten macht man jetzt einen Schauprozeß, in dem man ihm Sachen vorwirft, die schon geschehen waren, als er noch "Freundesland" der Amis war, damals wurden ihm diese Sachen aber noch nicht vorgehalten.
Mich persönlich erinnert das übrigens an Deutschland - will sagen, ich sehe da Parallelen.

Aber wie dem auch sei, zu der Antwort -RE- auf die ich eigentlich hinaus will:

Es ist Unsinn, zu behaupten, daß es dort:
- keine Steuern gegeben hätte.

Es gab diese, wenn auch geringer als hierzulande.

- Haus/Auto umsonst gewesen sei, erst der Zweitwagen habe Geld gekostet.

Autos waren sehr teuer, sie mußten importiert werden und es war sehr hoher Einfuhrzoll darauf. Billiger wurde es, wenn das Auto als Taxi benutzt wurde, erkennbar an hellem Körper und roten Kotflügeln. (Deshalb gab es überwiegend "Taxis" in dem Land.)
Es wurde erzählt, eine Familie, deren Söhne im Krieg gefallen waren, bekäme mit steigender Anzahl der Gefallenen steigende staatliche Zuwendungen, Details darüber kann ich aber nicht sagen. Man sah, daß viele gefallen sind, man hängte schwarze Tücher mit den Namen der Gefallenen an die Häuser, die Tücher wurden immer mehr.

- Benzin mußte an den Tankstellen selbstredend bezahlt werden, wenn auch die Preise wesentlich billiger waren als hierzulande.

- Strom mußte bezahlt werden, wie bei uns gab es überall Stromzähler, die wurden auch fleißig abgelesen und berechnet.

- das Geld: ein Irakischer Dinar war damals offiziell für ca. 8,-- DM an der Bank zu haben. Allerdings verhielt es sich ähnlich wie mit der Bank der ex-"DDR", man konnte das Geld zu einem staatlich festgesetzten Kurs hinwechseln aber nicht zurückwechseln. Es wurde deshalb analog zur ex"DDR" privat getauscht zu Kursen von ca. 4,-- DM pro Dinar oder äquivalent in Dollar.

Als ich 10 Jahre später, also nach dem Iran-Krieg wieder im Irak war, war der staatliche Wechselkurs der gleiche, aber es hatte eine Inflation stattgefunden in dem Maße, daß der inoffizielle Kurs statt ca 4,-- DM nur noch ca. 10 bis 20 Pfennige war. Es soll da dann auch Zuteilungen über Lebensmittelkarten gegeben haben- wenn das die Grundversorgung für umsonst sein soll...?

Warum ich das schreibe:

Ich halte die Geschicht mit dem Irak für eine ernste Sache, und finde es völlig unnötig, daß durch Verbreitung von solchem "alles umsonst Geschwätz" man frei Haus billig Argumente liefert in dem Sinne, "was ihr da so erzählt ist doch eh alles Quatsch, ihr seid doch Spinner und dumme Schwätzer".

Man darf bei der Beurteilung des Irak unter Saddam Hussein nicht in zwei entgegengesetzte Extreme verfallen, die gleichermaßen schädlich, da realitätsfremd sind: in die Verbellung des Iraks als "Reich des Bösen", was nichts weiter als ein Gehorsamsakt gegenüber dem US-Monoimperialismus ist.

Zugleich war aber der Irak auch kein Schlaraffenland, der die Zielvorgabe des authentischen Kommunismus sensu Marx/Engels und Lenin in den Schatten stellte.

Was war der Irak unter Saddam Hussein?

Ein bürgerlicher Staat unter straffer, quasi militärischer Führung mit einer Besonderheit: reiche Ölvorkommen. Daraus lassen sich alle Besonderheiten und Vorzüge dieses Staates ableiten:

1. Als souveränes, keinem kolonialen oder imperialistischen Joch unterworfenes Gebilde konnte der Irak frei über die Verwendung seiner natürlichen Reichtümer entscheiden. Und das bedeutete im Irak: sie sollten dem Staat und seinen Bürgern zu gute kommen, im Unterschied zu den parasitär-mittelalterlichen, handabhackenden Scheichtümern in seiner Umgebung.
Das paßte den Amis nicht, daher Krieg und daher unsere Losung: "Laßt euch von keinem Bush erweichen - das Öl dem Volk und nicht den Scheichen."

2. Kein Staat, auch der beste unter der Sonne, kommt ohne Steuern aus. Was sind Steuern? Abzweigung eines gewissen Teils des gesellschaftlichen Mehrprodukts ("Surplus") zum allgemeinen Nutzen (des Staates, seiner Bürger). Also für Infrastruktur, Verteidigung, Wohnen, Bildung usw. usf. ("Indirekte" Steuern auf Konsumgüter oder Dienstleistungen, Kopfsteuern und sonstige Abschöpfungen - wie die "Mehrwertsteuer", die mit dem Mehrwert sensu Marx nichts zu tun haben, sind immer Kennzeichen eines Raubstaates und führten in der europäischen Neuzeit immer wieder zu Aufständen und Revolutionen; vgl. die "gabelle", die Salzsteuer des französischen Absolutismus, im Volksmund auch "Negersteuer" geheißen). WIE nun dieses Mehrprodukt abgeschöpft wird, ob in Form individueller Zahlung (von Produzenten, Unternehmen) oder durch Abzweigung aus dem Erlös verstaatlichter natürlicher Reichtümer, ist gleichgültig. Der irakische Gewährsmann und sein gewogener Zuhörer haben die Notwendigkeit einer Abgabe (Steuern) mit den Einzugsmodalitäten verwechselt. Natürlich gab es im Irak Steuern - aber sie waren, im Vergleich zum deutschen Raubstaat der Gegenwart, niedrig, ihrer Verwendung gerecht.

3. Daraus erklärt sich die "Sozialstaatlichkeit" des Irak unter Saddam Hussein (die im übrigen in vielem an die DDR bzw. den "Ostblock" erinnerte, an den sich Hussein ja auch anlehnte). Der Surplus kam den Bürgern zu gute, anstatt in Form von Tributen in den nimmersatten Rachen des US-Weltherrschers abzuwandern. Das bedeutete konkret: Wohnen war billig (und nur für die Ärmsten umsonst); die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln war billig (und nur für die Bedürftigen umsonst); natürlich war das Tanken sehr billig (aber nicht umsonst); billig im Preis, aber nicht in der Qualität waren Bildung und medizinische Grundversorgung: wie im "Ostblock" eben. Daß es für jeden irakischen Bürger - damals immerhin rund 15 Millionen Erwachsene - ein Auto umsonst gegeben habe, muß in den Bereich der Legende gehören: Saddam Hussein war ein bürgerlicher Staatschef, aber kein Weihnachtsmann.

Um so erstaunlicher ist, daß der irakische Gewährsmann zwei Punkte überhaupt nicht erwähnt, die jeden bürgerlichen Staat, der diese Bezeichnung verdienen will, auszeichnen: Trennung von Kirche und Staat sowie, damit aufs engste zusammenhängend, die faktische, reale Gleichberechtigung der Frau (alle Mädchen gingen zur Schule; die Hälfte der Arbeiter, Angestellten, Ärzte waren Frauen, die auch als Anwälte, Ingenieure, Hochschulprofessoren usw. arbeiteten). Damit ist der Menschenwürde tausendfach mehr gedient als durch materielle Zuwendungen, so angenehm und nützlich sie auch sein mögen. Und DAFÜR lohnt es sich, Opfer zu bringen - auch weit höhere, als sie der durchschnittliche Iraker unter Saddam Hussein zu erbringen hatte. Liegt hier nur eine Blindheit des irakischen Gewährsmannes vor (der "Sozialstaat", gesehen durch die Brille des "Schnorrers Ying"), oder ist es nicht vielmehr eine Undankbarkeit gegenüber einer Menschheitserrungenschaft, die Saddams Staat in diesem vom Islam verseuchten Erdteil verkörperte? Mit der US-Aggression wurden die in dieser Region ohnehin spärlichen Reste der authentischen Aufklärung weggebombt, in den Schmutz getreten - und dies ist das historische Verbrechen des US-Monoimperialismus, das nie vergessen und das ihm nie vergeben werden soll.

Zu Fragen des Alltagslebens unter Saddam respektive unter US-Besatzung ist zu empfehlen: Riverbend, Baghdad burning ( die junge Autorin ist unter den Bedingungen des Embargos aufgewachsen und kennt die Zeit davor hauptsächlich aus den Erzählungen Erwachsener; dennoch sind ihre Mitteilungen sehr nützlich und aufschlußreich).

Das grundlegende Problem, an dem die Mitteilungen des Irakers und die etwas zu euphorisch-realitätsfremde Aufnahme seitens des Deutschen kranken, ist jedoch folgendes: man kann die Geschichte - welcher der Irak unter Saddam Hussein leider angehört - nicht verstehen, ohne Marxist zu sein. Das klingt mittlerweile obsolet, aber man sollte sich daran nicht stören.
AK

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Die neue Weltordnung findet nicht statt !

Besuch

Die neue Weltordnung findet nicht statt !
von Karlo Siegmann

(der Artikel wurde während der ersten Kriegstage geschrieben)

Plan der Illuminaten war es noch bis zum ende des 19.Jahrhundert`s durch einen 3.Weltkrieg die Weltregierung zu installieren.Diese Tatsache ist hinreichend bekannt.Zur Amtszeit des US Präsitenten Bill Clinton gab es den Plan der Illuminaten eine Atombombe in New York zu zünden und diesen Wahnsinnsakt dann islamischen Terroristen in die Schuhe zu schieben.Der bekannte Kino Film `Der Anschlag`zeigt genau in diese Richtung!

Aber Billy Boy weigerte sich strikt einen solchen Plan unter seiner Präsidentschaft mitzutragen.Es gab verschiedene Versuche den Präsidenten los zu werden,z.B.Monika Lewinsky,doch es half alles ni- chts.Man entwickelte nun einen Alternativplan mit dem künstlich geschaffenen Kosovo-Konflikt einen 3.Weltkrieg auszulösen und somit die von Usrael so sehnlichst gewünschte Weltregierung zu installieren.Man erinnere sich,daß ab 1995 erstmals die deutsche Luftwaffe in diesen Konflikt einbezogen wurde, in-dem 9 ECR Tornado`s aus Lechfeld nach Italien verlegt wurden,um von dort aus Überwachungsflüge zu übernehmen.Die doch so USrael freundliche Deutsche Regierung wollte unbedingt für die Neue Weltordnung,natürlich aus humanitären Gründen Flagge zeigen,obwohl in DASA-Kreisen bekannt war,daß zu diesem Zeitpunkt die ausgefeilte Elektronik bei nur einer ECR Tornado funktionierte.

Dem Steuerzahler kosteten die Einsätze pro Jahr 300 Mill.DM.Doch nun wieder zurück zum Kern.Da sich der Aufbau dieses Konfliktes doch erheblich in die Lä- nge zog,versuchte man 1996 nochmals unter Drohungen den Präsidenten zu überzeugen,jedoch ohne Erfolg.Der einzige Erfolg war der,daß wenige Wochen später ein Flugzeug mit 35 engen Beratern des Präsidenten abstürzte!Am 14.März 1999 beschließen dann die Illuminaten im New-York´er Hotel `For Seasen´ den Angriffskrieg gegen Jugoslawien und hinterließen Schäden von über 400 Milliar- den DM.Bis zum heutigen Tag ist nicht geklärt,woher das Geld für einen Wieder- aufbau kommen soll.Im Verlaufe des Angriffkrieges kam dann der entscheidene Tag,wo es hätte mit dem Plan klappen können und zwar in dem Moment,als die russischen Truppen auf dem Flughafen von Prischtina landeten.Der amerikanische Oberbefehlhaber Wessly Clark gab dem für den Bereich Prischtina zuständigen britischen General M.Jackson den Befehl,die russ.Einheiten anzugreifen.Dieser verweigerte diesen Befehl aber mit den Worten,daß er nicht am 3.Weltkrieg schuld sein will,worauf er beurlaubt wurde.Sicherheitshalber feuerten die USA daraufhin noch 2 Marschflugkörper auf die Botschaft von China.Die Chinesen reagierten jedoch nur durch scharfen Protest.Unmittelbar nachdem der Konflikt im Kosovo beendet war,wurden von den Illuminaten,teilen des CIA,Secret Service und Mossad mit den Panungen für den 11.September begonnen.Logischer-weise stand damit bis zum ende der Planungen im Jahre 2000 bereits der Angriff auf Afgahnistan fest.Vor allem war der CIA stinke sauer,weil doch die Taliban statt die Opium Ernte abzuliefern einfach verbrannten.Als die Taliban dann für die Ölgeschäfte statt wie üblich ca.22% der Gewinne plötzlich ca.43% verlangten,sprachen die USA plötzlich von Verletzung der Menschenrechte.Als nächstes Land der Schurkenstaaten stand in numerischer Reihenfolge der Irak auf der schwarzen Liste.

Dieser Weitblick veranlasste das Pentagon noch im Juni 1999 beim Rython-Konzern 12000! Tomahawk Marschflugkörper zu bestellen Anhand dieser Fakten wird jedem klar,daß es sich beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus auch um den Kampf um hohe Aktienkurse der Rüstungsindustrie geht.Alle Mitglieder der Regierungsjunta sind bezahlte Marionetten der Großindustrie.Wessen Kind George W.Bush ist,geht aus der im Bild hochgehaltenen Dollar-Note hervor.Bewußt wird das bekannte Symbol gezeigt.Man muß sich einmal diese Perwersion vor Augen führen:Da sterben hunderttausende,leiden Millionen Iraker nicht nur jetzt im Krieg sondern schon 12 ganze Jahre lang unter den UN Sanktionen und diese skrupellosen Geschäftemacher machen einen guten Schnitt dabei.Ganz doll übel wird mir,wenn Mr.Busch noch behauptet im Namen Gottes zu handeln!Was wir jetzt erleben werden ist ein Machtwechsel auf unserem Planeten.Da haben Hintergrundmächte auf mehrfache Weise die Weltmacht Amerika in eine ganz große Falle laufen lassen.Zunächst in wirtschaftlicher Hinsicht am Beispiel des EURO.Dieser war als eine weiche Währung gewünscht.Der11.September machte aber die Planungen der U.S. Regierung völlig unbewußt zunichte.Durch den Militärputsch,der die Neue Weltordnung nun einbomben soll, sind viele Länder,die zu den potenziellen Opfern zählen,wach geworden.Saddam Hussein tauschte seine Einnahmen aus Ölgeschäften (ca.60Milliarden US$) einfach in EURO um.Ein anderer Ölförderstaat,der Iran nimmt nur noch EURO an.

Alls Folge dieses erneuten Waffengang am Golf,zeichnet es sich ab,daß auch die OPEC demnächst nur noch EURO`s im Erdölgeschäft zulässt.Der Run auf den EURO wächst unaufhaltsam und überflügelt bereits den US Dollar.Die Regier- ung ist höchst nervös geworden,um nicht zu sagen,reagiert fast panisch und wird nun natürlich neben dem Irak auch noch den Iran und Syrien überfallen und alle Auslandsguthaben dieser Länder konfizieren.Dieser Geofaschismus wird den USA natürlich das Genick brechen.Dies hat schon kurz vor beginn des Krieges Saddam Hussein gesagt:Ich werde dem Terroristen Busch das Genick brechen.Genauso wird es kommen.Es wird ferner zu einem militärischen Zusammen- bruch der USA kommen.Dies werden vielleicht einige Leser noch nicht nachvollziehen können.Im Juni 2002 hielt George W.Busch in West Point eine patriotische Rede und kündigte an bis zu 60 weitere Länder zu überfallen.Dies lässt natürlich neue militärische Geheimbündnisse,Beistandspakte und Koaliationen entstehen.

Der erste Beistandspakt wurde am 11.September 2001 zwischen China und dem Irak besiegelt.Noch ganz frisch ein Beistandspakt zwischen Indien und dem jetzt zu überfallenden Iran.Da zeichnen sich böse Zeiten ab für unsere so Angriffslustigen amerikanischen Freunde.China z.B.hat zivile Passagierflugzeue als Langstreckenbomber umgebaut,die in normaler Lackierung von China-Air ihre totbringende Bombenfracht über amerikanische Städte entsorgen könnten! Entsprechende Erkenntnisse liegen dem Autor vor.So gab es bereits anfang der 80 ziger Jahre Bestellungen bei AIBUS INDUSTRIES von Maschinen des Typs A300 ohne Bestuhlung.Diese Maschinen konnten auch nicht als Transporter eingesetzt werden,da keine Frachtluken vorgesehen waren.AIRBUS nahm diese Bestellung,da der Zweck offentsichtlich war nicht an.Dann nahm man doch ganze Flugzeuge um sie in China umzubauen.Die Maschinen bekamen dann auch die benötigten Bombenschächte.Man sieht,man braucht keine B-52 Bomber um Stä-dte anzugreifen.Diese leidvollen Erfahrungen wird das amerikanische Volk, so wie es aussieht auch sehr bald erleben.Mit dem 20.03.2003 begann nun der wohl verbrecherrischte aller Kriege der von den USA ausging.Es sollte der größte Hi-Tech Krieg aller Zeiten werden,aber etwas ging schief!Holen wir etwas aus..... Wegen der militärischen Mission,die in Zusammenhang mit dem jetzt stattfinden-en Krieg stand,wurde die US Raumfähre am 31.01.2003 angegriffen und vernichtet.Interessanterweise ist dieses Datum in der Idiologie des 3.Reiches ein wichtiges,es war der 60.Jahrestag der Niederlage von Stalingrad!Es liegt die Vermutung sehr nahe,daß die RD-UFO Macht hier die Finger im Spiel hatte,zumal am nächsten Tag im Pentagon eine Kriesensitzung stattfand.

Die USA wollten im Irak auch ihr HAARP-Projekt einsetzen,unter anderem um gegen die RD-UFO`s, mit denen man 1991 und 1993 schon so leidvolle Erfahrungen gemacht hatte. Aber auch hier war die 3.Macht wohl etwas schneller und schaltete die Anlage einfach ab.Aus für den Hi Tech Krieg!So gab es am 20.03.2003 dann auch gleich 2große Schläge,einmal gegen Saddam und allem Anschein gegen die Basis 211 (Nato Code) in der Antarktis,Neuschwabenland.Allein auf Bagdad wurden auf einem Schlag 500 Tomahawk Marschflugkörper abgefeuert,es kamen aber nur 40Stck.an.Hier hat wohl ganz offentsichtlich eine befreundete Macht die Frequen- zen gestört.Viele dieser Präzisionswaffen verfehlten ihre Ziele um bis zu 250km und schlugen im Iran,Saudi-Arabien und der Türkei ein.Aber auch eine B2 und zwei F117A kamen einfach nicht am Ziel an und verschwanden von den Radar- schirmen.Es wurden auch keine Trümmer gefunden.Der Autor hat Informationen wonach die B2 mit einer Atombombe bestückt war,die über Bagdad abgeworfen werden sollte,nachdem der Angriff mit den Marschflugkörpern so jämmerlich scheiterte.Anscheinend sind alle 3 Maschinen während des Fluges konfisziert worden.Ebenfalls eine Atombombe soll am gleichen Tag um 17.15Uhr unterirdisch in Neuschwabenland gezündet worden sein,die Sprengkraft soll 4mal stärker gewesen sein,als die damals in Hiroschima.15 Minuter vor beginn des Angriffs auf den Irak begannen plötzlich die heftigsten Sandstürme aller Zeiten, wieder ein Indiz für die Hilfe einer Hintergrundmacht.Viele erwarten nun das ganz große Eingreifen der UFO-Macht,ich glaube es wird noch etwas dauern. Die Angreifer werden nun alle verfügbaren Panzereinheiten aus Europa und USA in den Irak verfrachten,sowie viele Soldaten nachschieben,dann wird der Konflikt eskalieren.Es wird viel unsägliches Leid über den nahen Osten und auch über die Länder der Angreifer kommen.Wenn dann alles vorbei ist,so glaube ich daß die- ses politische System Geschichte sein wird.Dann gibt es eine neue Achse mit Deutschland als Führungsmacht mit im Boot Frankreich,Russland(?) und China. Die USA werden aussenpolitisch in der Zukunft einen Zwerg darstellen.Mögen wir uns schon jetzt freuen auf das lange Friedensreich,daß uns,die wir auf der Seite des Lichtes stehen zu erwarten haben.Deshalb lautet auch mein Schlußsatz genau wie die Überschrift des Artikels....Die neue Weltordnung findet nicht statt.

Airbus:
a300
Zivilflugzeuge als Bomber umgebaut,eine völlig unterschätzte Gefahr!

stealth6
B2 Bomber mit 2Begleitflugzeugen vom Typ F117A

Diese 3Flugzeuge verschwanden einfach vom Radar, es wurden keine Wrackteile entdeckt.Wurden die Maschinen konfisziert,
weil die B2 eine Atombombe trug?